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	Kommentare zu: Rationales Denken und der Glaube &#8211; das Wort zum Wort zum Sonntag	</title>
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	<description>Kirchen-, Glaubens- und Religionskritik • Aufklärung • Säkularismus • Humanismus</description>
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		Von: T. Jahn		</title>
		<link>https://www.awq.de/2018/03/rationales-denken-und-der-glaube-das-wort-zum-wort-zum-sonntag/#comment-207</link>

		<dc:creator><![CDATA[T. Jahn]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Mar 2018 10:15:40 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Rationales Denken ist eine biologische Anstrengung, pyhsische Arbeit und eine intelligente Lösung ist es nun mal, Rechenzeit/Anstrengung da zu vermeiden, wo sie keinen direkten/unmittelbaren Vorteil im täglichen Überlebenskampf bietet.

Viele Erfindungen beruhen geradezu auf diesem Grundprinzip von Intelligenz - so hat Konrad Zuse den Computer erfunden, weil er nicht die Menge an Berechnungen im Bauingenieurwesen mehr &quot;händisch&quot; machen wollte.

Ich denke, dass Religion nichts anderes ist (ursprünglich war), als eine Schutzfunktion/Rechtfertigungsmechanismus das Individuum vor &quot;scheinbar sinnlosem&quot; Grübeln, Denken, Philosophieren zu schützen, zu bewahren.

So hätten unsere Vorfahren stundenlang, tagelang darüber nachdenken können, warum der Säbelzahntiger ihre Gruppe um 2 Menschen dezimiert hat - Zeit die sie aber im Überlebenskampf besser mit Jagd, Sammeln verbringen könnten/müssten. Ergo: ein mystische Kraft im Himmel, bei den Sternen, etc. hat das gesteuert. Basta, isso.

Später wurden diese evolutionäre Gehirnfunktion genutzt um immer größere/komplexere Zusammenhalte (aus Jagdgemeinschaften wurden Stämme, ...) zu koordinieren. Ein Anführer musste nicht mehr körperlich JEDEN in der Gruppe von seinen Führungsqualitäten &quot;überzeugen&quot;.

Aus den Stämmen wurden Städte, Völker - und schon die Römer erkannten, dass Religion ein praktisches, funktionierendes Konstrukt zur Führung komplexer Gesellschaften ist - und machten das Christentum daher zur Staatsreligion.

Und heute, nun ja, so wirklich sind wir von der römischen Gesellschaft nicht entfernt - in vielen Details ja, aber nach wie vor kann Religion verwendet werden um Menschen vor anstrengendem Denken zu bewahren und Gesellschaften zu führen.

Warum Christen, Muslime, Juden, Hindus, etc. trotz evidenter Wissenschaft bei ihrem Glauben bleiben? Ihn sogar in Einzelfällen mit enormer Anstrengung rechtfertigen? Selbst renommierte Wissenschaftler gerne im Hintergrund ihre Frömmigkeit behalten?

Weil unser Gehirn einmal getätigte Investitionen schützt, weil das Umdenken, Korrigieren einer Erziehung, einer jahrelanger Indoktrination nicht nur anstrengend ist, sondern weil es eine hohe, individuelle/intellektuelle Anstrengung ist.

Es ist einfacher Rechtfertigungen für das eigene Handeln zu suchen/finden, als selbiges zu ändern.

Kognitive Dissonanz kommt dann ins Spiel, wenn die Realität irgendwann nicht mehr zu leugnen ist und sie als neurologische Komponente uns irgendwann zwingt zwischen Wunsch/Denken und Realität doch mal wieder einen Zusammenhang herzustellen. Aber das ist ein weiteres Kapitel, ein hochinteressantes.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Rationales Denken ist eine biologische Anstrengung, pyhsische Arbeit und eine intelligente Lösung ist es nun mal, Rechenzeit/Anstrengung da zu vermeiden, wo sie keinen direkten/unmittelbaren Vorteil im täglichen Überlebenskampf bietet.</p>
<p>Viele Erfindungen beruhen geradezu auf diesem Grundprinzip von Intelligenz &#8211; so hat Konrad Zuse den Computer erfunden, weil er nicht die Menge an Berechnungen im Bauingenieurwesen mehr &#8222;händisch&#8220; machen wollte.</p>
<p>Ich denke, dass Religion nichts anderes ist (ursprünglich war), als eine Schutzfunktion/Rechtfertigungsmechanismus das Individuum vor &#8222;scheinbar sinnlosem&#8220; Grübeln, Denken, Philosophieren zu schützen, zu bewahren.</p>
<p>So hätten unsere Vorfahren stundenlang, tagelang darüber nachdenken können, warum der Säbelzahntiger ihre Gruppe um 2 Menschen dezimiert hat &#8211; Zeit die sie aber im Überlebenskampf besser mit Jagd, Sammeln verbringen könnten/müssten. Ergo: ein mystische Kraft im Himmel, bei den Sternen, etc. hat das gesteuert. Basta, isso.</p>
<p>Später wurden diese evolutionäre Gehirnfunktion genutzt um immer größere/komplexere Zusammenhalte (aus Jagdgemeinschaften wurden Stämme, &#8230;) zu koordinieren. Ein Anführer musste nicht mehr körperlich JEDEN in der Gruppe von seinen Führungsqualitäten &#8222;überzeugen&#8220;.</p>
<p>Aus den Stämmen wurden Städte, Völker &#8211; und schon die Römer erkannten, dass Religion ein praktisches, funktionierendes Konstrukt zur Führung komplexer Gesellschaften ist &#8211; und machten das Christentum daher zur Staatsreligion.</p>
<p>Und heute, nun ja, so wirklich sind wir von der römischen Gesellschaft nicht entfernt &#8211; in vielen Details ja, aber nach wie vor kann Religion verwendet werden um Menschen vor anstrengendem Denken zu bewahren und Gesellschaften zu führen.</p>
<p>Warum Christen, Muslime, Juden, Hindus, etc. trotz evidenter Wissenschaft bei ihrem Glauben bleiben? Ihn sogar in Einzelfällen mit enormer Anstrengung rechtfertigen? Selbst renommierte Wissenschaftler gerne im Hintergrund ihre Frömmigkeit behalten?</p>
<p>Weil unser Gehirn einmal getätigte Investitionen schützt, weil das Umdenken, Korrigieren einer Erziehung, einer jahrelanger Indoktrination nicht nur anstrengend ist, sondern weil es eine hohe, individuelle/intellektuelle Anstrengung ist.</p>
<p>Es ist einfacher Rechtfertigungen für das eigene Handeln zu suchen/finden, als selbiges zu ändern.</p>
<p>Kognitive Dissonanz kommt dann ins Spiel, wenn die Realität irgendwann nicht mehr zu leugnen ist und sie als neurologische Komponente uns irgendwann zwingt zwischen Wunsch/Denken und Realität doch mal wieder einen Zusammenhang herzustellen. Aber das ist ein weiteres Kapitel, ein hochinteressantes.</p>
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