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	Kommentare zu: Argument #3: &#8222;Atheismus ist auch nur ein Glaube.&#8220;	</title>
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	<description>Kirchen-, Glaubens- und Religionskritik • Aufklärung • Säkularismus • Humanismus</description>
	<lastBuildDate>Sat, 23 Mar 2019 22:11:38 +0000</lastBuildDate>
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		<title>
		Von: Uwe Lehnert		</title>
		<link>https://www.awq.de/2018/07/argument-3-atheismus-ist-auch-nur-ein-glaube/#comment-388</link>

		<dc:creator><![CDATA[Uwe Lehnert]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 Mar 2019 22:11:38 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ich widerspreche der oft geäußerten Meinung, dass der Atheismus oder der weltliche Humanismus auch nur eine Form des Glaubens sei, mitunter wird sogar von einem »religiösen Atheismus« gesprochen. Wenn zum Wesen eines Glaubens oder einer Religion die Annahme einer jenseitigen Instanz gehört, die in irgendeiner Weise auf mein Leben Einfluss nimmt, dann ist es unsinnig und unlogisch, auch dem Atheismus oder dem weltlichen Humanismus religiöse Züge zuzusprechen oder diesen als einen »Glauben« zu bezeichnen.

Daher ist mein Nicht-Glaube nicht auch eine Art »Glaube«, wie gern unterstellt wird, sondern eher die Überzeugung von der Nichtexistenz eines solchen höheren Wesens. Irgendwo las ich einmal die – zugegeben polemisch klingende – Ansicht, Atheismus als eine Art Glauben zu bezeichnen, entspräche der Auffassung, dass Gesundheit auch nur eine Art Krankheit sei.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich widerspreche der oft geäußerten Meinung, dass der Atheismus oder der weltliche Humanismus auch nur eine Form des Glaubens sei, mitunter wird sogar von einem »religiösen Atheismus« gesprochen. Wenn zum Wesen eines Glaubens oder einer Religion die Annahme einer jenseitigen Instanz gehört, die in irgendeiner Weise auf mein Leben Einfluss nimmt, dann ist es unsinnig und unlogisch, auch dem Atheismus oder dem weltlichen Humanismus religiöse Züge zuzusprechen oder diesen als einen »Glauben« zu bezeichnen.</p>
<p>Daher ist mein Nicht-Glaube nicht auch eine Art »Glaube«, wie gern unterstellt wird, sondern eher die Überzeugung von der Nichtexistenz eines solchen höheren Wesens. Irgendwo las ich einmal die – zugegeben polemisch klingende – Ansicht, Atheismus als eine Art Glauben zu bezeichnen, entspräche der Auffassung, dass Gesundheit auch nur eine Art Krankheit sei.</p>
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		<title>
		Von: Manu		</title>
		<link>https://www.awq.de/2018/07/argument-3-atheismus-ist-auch-nur-ein-glaube/#comment-275</link>

		<dc:creator><![CDATA[Manu]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Jul 2018 09:28:44 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Auch wenn ein/-e Atheist/-in, wie zum Beispiel ich es tue, behauptet, dass es keinen Gott gebe, ist dies kein Glaube.

Gut, wenn &quot;glauben&quot; im Sinn von &quot;eine Aussage für wahr oder falsch halten&quot; verstanden wird, ist auch der Atheismus ein Glaube.
Er unterscheidet sich vom Theismus &quot;nur&quot; im Grad seiner Rechtfertigung.
Theistische Aussagen sind falsch oder unprüfbar, also ist es auch gerechtfertigt, sie für falsch oder unprüfbar zu halten.

Und genau darum geht es.

Der epistemologische Grund für die Behauptung, dass es keinen Gott gebe, ist, dass (ein) Gott, wenn er definiert ist, sehr wohl zu widerlegen ist.
Es ist falsch zu behaupten, dass keine Aussagen über (einen) Gott getroffen werden (können).
Die Anhänger/-innen des Christentums machen genau das.
Und wenn diese Eigenschaften falsifiziert werden, ist dieser Gott widerlegt.

Dies funktioniert selbstverständlich auch mit allen Göttern/Göttinnen aller anderen Religionen, die auf (ein) transzendentale/-s Wesen Bezug nehmen – egal ob sie mono- oder polytheistisch sind.

In der Bibel steht zum Beispiel, dass (ein) Gott eine weltumspannende Flut verursacht habe, die fast alle Menschen und Tiere ertränkt habe.
Das hat aber nie stattgefunden.

Wenn nun zum Beispiel diese Geschichte über (einen) Gott unwahr ist, bedeutet das, dass es diesen Gott, so wie ihn die Bibel beschreibt, nicht gibt.
Es hat eine empirische Widerlegung dieses Gottes stattgefunden.

Auch ist es so, dass es nach 2.500 Jahren westlicher Philosophiegeschichte kein
einziges überzeugendes Argument für die Existenz (eines) Gottes gibt.
Alle bekannten Gottesbeweise scheitern.

Obwohl es in der Tat sehr schwierig ist, eine logisch streng/strikt/zwingende Falsifikation (eines) Gottes, wie er im Kalam-Argument definiert ist, zu vollführen.

Aber dazu nichts an dieser Stelle.

Der semantische Grund, dass Atheismus kein Glaube ist, ist der, dass Atheismus das Fehlen eines Glaubens an (einen) Gott/Götter ist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auch wenn ein/-e Atheist/-in, wie zum Beispiel ich es tue, behauptet, dass es keinen Gott gebe, ist dies kein Glaube.</p>
<p>Gut, wenn &#8222;glauben&#8220; im Sinn von &#8222;eine Aussage für wahr oder falsch halten&#8220; verstanden wird, ist auch der Atheismus ein Glaube.<br />
Er unterscheidet sich vom Theismus &#8222;nur&#8220; im Grad seiner Rechtfertigung.<br />
Theistische Aussagen sind falsch oder unprüfbar, also ist es auch gerechtfertigt, sie für falsch oder unprüfbar zu halten.</p>
<p>Und genau darum geht es.</p>
<p>Der epistemologische Grund für die Behauptung, dass es keinen Gott gebe, ist, dass (ein) Gott, wenn er definiert ist, sehr wohl zu widerlegen ist.<br />
Es ist falsch zu behaupten, dass keine Aussagen über (einen) Gott getroffen werden (können).<br />
Die Anhänger/-innen des Christentums machen genau das.<br />
Und wenn diese Eigenschaften falsifiziert werden, ist dieser Gott widerlegt.</p>
<p>Dies funktioniert selbstverständlich auch mit allen Göttern/Göttinnen aller anderen Religionen, die auf (ein) transzendentale/-s Wesen Bezug nehmen – egal ob sie mono- oder polytheistisch sind.</p>
<p>In der Bibel steht zum Beispiel, dass (ein) Gott eine weltumspannende Flut verursacht habe, die fast alle Menschen und Tiere ertränkt habe.<br />
Das hat aber nie stattgefunden.</p>
<p>Wenn nun zum Beispiel diese Geschichte über (einen) Gott unwahr ist, bedeutet das, dass es diesen Gott, so wie ihn die Bibel beschreibt, nicht gibt.<br />
Es hat eine empirische Widerlegung dieses Gottes stattgefunden.</p>
<p>Auch ist es so, dass es nach 2.500 Jahren westlicher Philosophiegeschichte kein<br />
einziges überzeugendes Argument für die Existenz (eines) Gottes gibt.<br />
Alle bekannten Gottesbeweise scheitern.</p>
<p>Obwohl es in der Tat sehr schwierig ist, eine logisch streng/strikt/zwingende Falsifikation (eines) Gottes, wie er im Kalam-Argument definiert ist, zu vollführen.</p>
<p>Aber dazu nichts an dieser Stelle.</p>
<p>Der semantische Grund, dass Atheismus kein Glaube ist, ist der, dass Atheismus das Fehlen eines Glaubens an (einen) Gott/Götter ist.</p>
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