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	Kommentare zu: Der Menschen Freud&#8216;, der Kirche Leid: Fuldaer Priester entscheidet sich für Liebe statt Zölibat	</title>
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	<description>Kirchen-, Glaubens- und Religionskritik • Aufklärung • Säkularismus • Humanismus</description>
	<lastBuildDate>Sat, 21 Jul 2018 03:55:23 +0000</lastBuildDate>
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		Von: alex		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[alex]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Jul 2018 03:55:23 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Nun, ich komme aus der juristischen Ecke, von daher stellt sich die Frage, in wie weit Kirche da überhaupt auf Politik bzw. die Gesellschaft einwirken darf, schlicht nicht, denn sowohl die RKK als auch die EKD sind Körperschaften des Öffentlichen Rechts und ihnen stehen damit keine Grundrechte zu.

 Die Religionsfreiheit ist davon ausgenommen, damit sie überhaupt ihrer Funktion nachkommen können - was analog zur Meinungsfreiheit der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten und der Forshungsfreiheit der staatlichen Universitäten läuft, wobei die Religionsfreiheit der Kirchen am wenigsten haltbar ist, geht es immerhin um eine Durchbrechung des elementaren Prinzips von Grundrechtsberechtigten und Grundrechtsverpflichteten, das &quot;mal eben&quot; unsere Grundrechte als Abwehrrechte gegen den Staat festlegt und nicht zu halten ist, maßt sich der Staat selbst Grundrechte an - gegen wen den bitte?!

Weder der einen noch der anderen Kirche bzw. ihrer Vertreter stehen Meinungsfreiheit oder Handlungsfreiheit oder irgendetwas anderes zu, sie dürfen sich nicht politisch betätigen, nicht demonstrieren, nicht an der öffentlichen Meinungsbildung mitwirken oder Unterschriften für einen Gottesbezug in der Landesverfassung Schleswig-Holsteins sammeln (so geschehenin der Kirche nach der Konfirmation meines Cousins) oder Wahlempfehlungen geben (so geschehen von der Kanzel runter in Bayern, hier gibt es allerdings auch ein Urteil des BVerfG zu). Das heißt schlicht: Beten ja, Bibel auslegen ja, Gottesdienst abhalten ja, aber alles andere: ein klares Nein. 

Gut, als Privatpersonen dürfen sie, wie jeder andere Bürger auch, tun und lassen, was nicht verboten ist - aber Privatmeinungen gibt es viele und in Talkshows eingeladen werden eben Kirchenvertreter, die Kirchenpositionen vertreten, eben weil sie Kirchenvertreter sind. Ein bisschen mehr Sensibilität ob dieses Themas gerade von den Öffentlich-Rechtlichen, die denselben Prinzipien unterliegen, wäre an dieser Stelle mehr als wünschenswert,

Aus demokratischer Sicht ist das, was da immer und immer wieder von Kirchenvertretern gezeigt wird, nichts anderes als eine hochmütige Verachtung unserer gesellschaftlichen Grundwerte. Wenn sie mitreden und die Gesellschaft mitgestalten wollen, sollen sie sich privatrechtlich organisieren oder demütig schweigen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nun, ich komme aus der juristischen Ecke, von daher stellt sich die Frage, in wie weit Kirche da überhaupt auf Politik bzw. die Gesellschaft einwirken darf, schlicht nicht, denn sowohl die RKK als auch die EKD sind Körperschaften des Öffentlichen Rechts und ihnen stehen damit keine Grundrechte zu.</p>
<p> Die Religionsfreiheit ist davon ausgenommen, damit sie überhaupt ihrer Funktion nachkommen können &#8211; was analog zur Meinungsfreiheit der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten und der Forshungsfreiheit der staatlichen Universitäten läuft, wobei die Religionsfreiheit der Kirchen am wenigsten haltbar ist, geht es immerhin um eine Durchbrechung des elementaren Prinzips von Grundrechtsberechtigten und Grundrechtsverpflichteten, das &#8222;mal eben&#8220; unsere Grundrechte als Abwehrrechte gegen den Staat festlegt und nicht zu halten ist, maßt sich der Staat selbst Grundrechte an &#8211; gegen wen den bitte?!</p>
<p>Weder der einen noch der anderen Kirche bzw. ihrer Vertreter stehen Meinungsfreiheit oder Handlungsfreiheit oder irgendetwas anderes zu, sie dürfen sich nicht politisch betätigen, nicht demonstrieren, nicht an der öffentlichen Meinungsbildung mitwirken oder Unterschriften für einen Gottesbezug in der Landesverfassung Schleswig-Holsteins sammeln (so geschehenin der Kirche nach der Konfirmation meines Cousins) oder Wahlempfehlungen geben (so geschehen von der Kanzel runter in Bayern, hier gibt es allerdings auch ein Urteil des BVerfG zu). Das heißt schlicht: Beten ja, Bibel auslegen ja, Gottesdienst abhalten ja, aber alles andere: ein klares Nein. </p>
<p>Gut, als Privatpersonen dürfen sie, wie jeder andere Bürger auch, tun und lassen, was nicht verboten ist &#8211; aber Privatmeinungen gibt es viele und in Talkshows eingeladen werden eben Kirchenvertreter, die Kirchenpositionen vertreten, eben weil sie Kirchenvertreter sind. Ein bisschen mehr Sensibilität ob dieses Themas gerade von den Öffentlich-Rechtlichen, die denselben Prinzipien unterliegen, wäre an dieser Stelle mehr als wünschenswert,</p>
<p>Aus demokratischer Sicht ist das, was da immer und immer wieder von Kirchenvertretern gezeigt wird, nichts anderes als eine hochmütige Verachtung unserer gesellschaftlichen Grundwerte. Wenn sie mitreden und die Gesellschaft mitgestalten wollen, sollen sie sich privatrechtlich organisieren oder demütig schweigen.</p>
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		<title>
		Von: Jörn Dyck		</title>
		<link>https://www.awq.de/2018/07/der-menschen-freud-der-kirche-leid-fuldaer-priester-entscheidet-sich-fuer-die-liebe/#comment-269</link>

		<dc:creator><![CDATA[Jörn Dyck]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Jul 2018 08:04:44 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Danke für den Artikel! Einerseits finde ich es erschütternd, dass ein Mensch automatisch seine Ämter und seine finanzielle Lebensgrundlage verliert, wenn er seine Liebe findet (oder sucht). 

Ich finde es ungeheuerlich, dass sowas offenbar von unseren Gesetzen gedeckt wird, und ebenso ungeheuerlich, dass sich die Gesellschaft nicht so sehr empört, dass derlei Gepflogenheiten unhaltbar werden.

Andererseits: Der Pfarrer hat die kruden Lehren seiner Kirche so lange unbekümmert umgesetzt, so lange sie andere Leute betrafen. Erst als es ihn selbst betraf, kam er ins Grübeln und entdeckte schließlich &quot;die Wahrheit&quot;, der er nun treuherzig folgen wird. Er selbst darf sich immerhin der &quot;betenden Begleitung&quot; seiner Brüder gewiss sein, während er für seine Schäfchen (all die Sünder und Ehebrecher) vermutlich weniger erfreuliche Botschaften anzubieten hatte. Für deren Anliegen hatte er auch keine öffentlichen Briefe verfasst, Tweets versendet oder einen Wirbel in den Medien verursacht.

Der Pfarrer ist sicherlich das Opfer in dieser Geschichte. Aber es trifft keinen komplett Unschuldigen. Der Pfarrer war selbst lange genug Täter und hat offenbar genug damit verdient, um sich eine zeitlang ohne Einkommen halten zu können. 

Eine gewisse Scheinheiligkeit ist bei dieser Geschichte nicht von der Hand zu weisen. Wenn der Herr Pfarrer sich so gerne öffentlich bekennt, sollte er sich auch dazu bekennen.

Amen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Danke für den Artikel! Einerseits finde ich es erschütternd, dass ein Mensch automatisch seine Ämter und seine finanzielle Lebensgrundlage verliert, wenn er seine Liebe findet (oder sucht). </p>
<p>Ich finde es ungeheuerlich, dass sowas offenbar von unseren Gesetzen gedeckt wird, und ebenso ungeheuerlich, dass sich die Gesellschaft nicht so sehr empört, dass derlei Gepflogenheiten unhaltbar werden.</p>
<p>Andererseits: Der Pfarrer hat die kruden Lehren seiner Kirche so lange unbekümmert umgesetzt, so lange sie andere Leute betrafen. Erst als es ihn selbst betraf, kam er ins Grübeln und entdeckte schließlich &#8222;die Wahrheit&#8220;, der er nun treuherzig folgen wird. Er selbst darf sich immerhin der &#8222;betenden Begleitung&#8220; seiner Brüder gewiss sein, während er für seine Schäfchen (all die Sünder und Ehebrecher) vermutlich weniger erfreuliche Botschaften anzubieten hatte. Für deren Anliegen hatte er auch keine öffentlichen Briefe verfasst, Tweets versendet oder einen Wirbel in den Medien verursacht.</p>
<p>Der Pfarrer ist sicherlich das Opfer in dieser Geschichte. Aber es trifft keinen komplett Unschuldigen. Der Pfarrer war selbst lange genug Täter und hat offenbar genug damit verdient, um sich eine zeitlang ohne Einkommen halten zu können. </p>
<p>Eine gewisse Scheinheiligkeit ist bei dieser Geschichte nicht von der Hand zu weisen. Wenn der Herr Pfarrer sich so gerne öffentlich bekennt, sollte er sich auch dazu bekennen.</p>
<p>Amen.</p>
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