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	Kommentare zu: Argument #25: &#8222;Ohne Gott gibt es keine Hoffnung.&#8220;	</title>
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	<description>Kirchen-, Glaubens- und Religionskritik • Aufklärung • Säkularismus • Humanismus</description>
	<lastBuildDate>Sun, 02 Sep 2018 15:14:07 +0000</lastBuildDate>
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		Von: Jörn Dyck		</title>
		<link>https://www.awq.de/2018/08/argument-25-ohne-gott-gibt-es-keine-hoffnung/#comment-307</link>

		<dc:creator><![CDATA[Jörn Dyck]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Sep 2018 15:14:07 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Auf dem emotionalen Gipfel einer hitzigen Forums-Debatte rief mir einmal ein Christ entgegen: &quot;Aber... wenn das mit Jesus alles nicht wahr wäre... dann wären wir ja alle VERLOREN!&quot;

Was dieser Christ jedoch nicht verstand, war die simple Tatsache, dass wir ohne Jesus zwar nicht errettet, aber eben auch nicht verdammt würden. Die Verdammnis stand für ihn jedoch fest.

Mit anderen Worten: Die schöne Vorstellung von der Hoffnung erfordert logisch auch deren Kehrseite. Erst die Verdammnis macht die Hoffnung auf Erlösung überhaupt sinnvoll. Je mehr die Christen also an die Hoffnung glauben, desto mehr müssen sie auch von der Verdammnis überzeugt sein.

Dan Barker (ein Prediger, der schließlich zum Atheisten wurde und der auf AWQ gelegentlich zitiert wird) schreibt dazu: &quot;If you want to sell them salvation, you first have to sell them damnation&quot;. (Deutsch: &quot;Wenn Du den Leuten ihre Errettung andrehen willst, musst Du ihnen zuerst ihre Verdammung andrehen.&quot;)

Und so ist die frohe Botschaft lediglich ein rhetorischer Trick. Es wird verschleiert, dass den Menschen vor allem ihre Verdammnis verkündet wurde. Die Botschaft besteht in Wahrheit darin, dass es plötzlich größter Anstrengung, Opfer und Disziplin bedarf, um der Verdammung zu entgehen.

Die Verdammung ist dabei keineswegs die Bestrafung für ein besondern schlimmes Vergehen, sondern die Verdammung ist der Grundzustand. Alle sind verdammt, von Geburt an, und nur wenige werden errettet werden. Es ist also überhaupt nicht zutreffend, dass die Hoffnung das Zentrum des Christentums wäre. Das Zentrum ist die Verdammnis.

Man beachte auch, dass die Verdammnis ein aktives Handeln darstellt. Sie ergibt sich nicht automatisch oder zwangsläufig. Sondern &quot;Gott&quot; ist es, der hier aktiv handelt und die gesamte Menschheit (auch die Ungeborenen) pauschal verdammt.

Wer also sagt: &quot;Ohne Gott gibt es keine Erlösung&quot;, müsste auch sagen: &quot;Ohne Gott hätten wir die Erlösung überhaupt nicht nötig&quot;.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf dem emotionalen Gipfel einer hitzigen Forums-Debatte rief mir einmal ein Christ entgegen: &#8222;Aber&#8230; wenn das mit Jesus alles nicht wahr wäre&#8230; dann wären wir ja alle VERLOREN!&#8220;</p>
<p>Was dieser Christ jedoch nicht verstand, war die simple Tatsache, dass wir ohne Jesus zwar nicht errettet, aber eben auch nicht verdammt würden. Die Verdammnis stand für ihn jedoch fest.</p>
<p>Mit anderen Worten: Die schöne Vorstellung von der Hoffnung erfordert logisch auch deren Kehrseite. Erst die Verdammnis macht die Hoffnung auf Erlösung überhaupt sinnvoll. Je mehr die Christen also an die Hoffnung glauben, desto mehr müssen sie auch von der Verdammnis überzeugt sein.</p>
<p>Dan Barker (ein Prediger, der schließlich zum Atheisten wurde und der auf AWQ gelegentlich zitiert wird) schreibt dazu: &#8222;If you want to sell them salvation, you first have to sell them damnation&#8220;. (Deutsch: &#8222;Wenn Du den Leuten ihre Errettung andrehen willst, musst Du ihnen zuerst ihre Verdammung andrehen.&#8220;)</p>
<p>Und so ist die frohe Botschaft lediglich ein rhetorischer Trick. Es wird verschleiert, dass den Menschen vor allem ihre Verdammnis verkündet wurde. Die Botschaft besteht in Wahrheit darin, dass es plötzlich größter Anstrengung, Opfer und Disziplin bedarf, um der Verdammung zu entgehen.</p>
<p>Die Verdammung ist dabei keineswegs die Bestrafung für ein besondern schlimmes Vergehen, sondern die Verdammung ist der Grundzustand. Alle sind verdammt, von Geburt an, und nur wenige werden errettet werden. Es ist also überhaupt nicht zutreffend, dass die Hoffnung das Zentrum des Christentums wäre. Das Zentrum ist die Verdammnis.</p>
<p>Man beachte auch, dass die Verdammnis ein aktives Handeln darstellt. Sie ergibt sich nicht automatisch oder zwangsläufig. Sondern &#8222;Gott&#8220; ist es, der hier aktiv handelt und die gesamte Menschheit (auch die Ungeborenen) pauschal verdammt.</p>
<p>Wer also sagt: &#8222;Ohne Gott gibt es keine Erlösung&#8220;, müsste auch sagen: &#8222;Ohne Gott hätten wir die Erlösung überhaupt nicht nötig&#8220;.</p>
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