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	Kommentare zu: Für immer meins &#8211; das Wort zum Wort zum Sonntag zum Thema Menschenrechte	</title>
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	<description>Kirchen-, Glaubens- und Religionskritik • Aufklärung • Säkularismus • Humanismus</description>
	<lastBuildDate>Wed, 12 Dec 2018 02:02:22 +0000</lastBuildDate>
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		Von: Jörn Dyck		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jörn Dyck]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Dec 2018 02:02:22 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Das nenne ich dreist. Da werden einfach die Menschenrechte als christliche Errungenschaften dargestellt. Dabei weiß die Dame genau, dass das nicht stimmt. Sie versucht, die weniger informierten Zuschauer mit schlanken Floskeln zu übertölpeln.

Warum waren die christlichsten Jahrhunderte nicht jene, in denen die Menschenrechte am meisten gefördert und gelebt wurden? Stattdessen spricht man allgemein vom „finsteren Mittelalter“ und meint damit die Rechtlosigkeit und die Unfreiheit der Menschen, unterjocht und ausgebeutet durch eine unmenschliche Religion und deren feudale Vertreter.

Warum stehen die Menschenrechte nicht im Neuen Testament, schwarz auf weiß? Dann könnte man mit Recht behaupten, es sei eine christliche Errungenschaft. Aber sie stehen nicht drin. Denn es ist überhaupt nicht die Absicht des Neuen Testaments, den Menschen irgendwelche Recht zuzusichern. Allenfalls wird ein Lohn für Unterwerfung versprochen. Aber ein Lohn ist etwas anderes als ein unveräußerliches Recht. Ein Lohn hängt ab von einer Bedingung. Menschenrechte werden jedoch bedingungslos gewährt. 

Allein diese christliche Idee der Bedingung und der Unterwerfung zeigt, dass das Christentum den Menschenrechten nicht ähnlich, sondern völlig entgegengesetzt ist.

Warum stehen die Menschenrechte nicht im katholischen Katechismus? Der katholische Katechismus ist ein Feuerwerk der Dummheit. Die Rechte der Menschen und deren Wohlergehen ist dem Katechismus völlig einerlei. Geordnet wird lediglich das Verhältnis zwischen dem unterworfenen Gläubigen, der rechtlos ist, und der alles bestimmenden Kirche. Es ist das exakte Gegenteil der Menschenrechte, die den Menschen nämlich nicht als Sklaven betrachtet, sondern als Souverän.

Warum hat der ach-so-gute Martin Luther nicht die Menschenrechte an die Kirchentür genagelt? Wenn er doch so gut und so schlau war? Antwort: Weil ihm die Rechte der Bauern und Handwerker völlig einerlei war, und weil er von deren Ausbeutung hervorragend lebte.

Also woher stammt die Idee, es handele sich bei den Menschenrechten um christliche Errungenschaften? Es ist weit und breit nichts zu sehen, außer Wunschdenken. Es ist der Versuch, die moralische, ethische und gesellschaftliche Rückständigkeit der christlichen Lehre mit dicker Farbe zu überpinseln.

Man braucht nur die lächerlichen Zehn Gebote neben die weisen Menschenrechte zu legen, um auf einen Blick zu erkennen, dass die christlichen Kirchen lieber still sein sollten, wenn von den großen zivilisatorischen Errungenschaften unserer Gesellschaft die Rede ist. 

Die Dame im TV weiß jedoch genau: Es wird keine Gegenrede gesendet. Sicher, ein paar gebildete Leute werden sich empören, aber das braucht einen nicht zu jucken, wenn man das Privileg hat, vor ein Millionenpublikum zu treten.

Im Grunde müsste ein Sturm der Entrüstung losbrechen, wenn derlei Dinge im Fernsehen verkündet werden. Aber die religiösen Verkünder können offenbar machen, was sie wollen. Man fragt sich, wie lange noch.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das nenne ich dreist. Da werden einfach die Menschenrechte als christliche Errungenschaften dargestellt. Dabei weiß die Dame genau, dass das nicht stimmt. Sie versucht, die weniger informierten Zuschauer mit schlanken Floskeln zu übertölpeln.</p>
<p>Warum waren die christlichsten Jahrhunderte nicht jene, in denen die Menschenrechte am meisten gefördert und gelebt wurden? Stattdessen spricht man allgemein vom „finsteren Mittelalter“ und meint damit die Rechtlosigkeit und die Unfreiheit der Menschen, unterjocht und ausgebeutet durch eine unmenschliche Religion und deren feudale Vertreter.</p>
<p>Warum stehen die Menschenrechte nicht im Neuen Testament, schwarz auf weiß? Dann könnte man mit Recht behaupten, es sei eine christliche Errungenschaft. Aber sie stehen nicht drin. Denn es ist überhaupt nicht die Absicht des Neuen Testaments, den Menschen irgendwelche Recht zuzusichern. Allenfalls wird ein Lohn für Unterwerfung versprochen. Aber ein Lohn ist etwas anderes als ein unveräußerliches Recht. Ein Lohn hängt ab von einer Bedingung. Menschenrechte werden jedoch bedingungslos gewährt. </p>
<p>Allein diese christliche Idee der Bedingung und der Unterwerfung zeigt, dass das Christentum den Menschenrechten nicht ähnlich, sondern völlig entgegengesetzt ist.</p>
<p>Warum stehen die Menschenrechte nicht im katholischen Katechismus? Der katholische Katechismus ist ein Feuerwerk der Dummheit. Die Rechte der Menschen und deren Wohlergehen ist dem Katechismus völlig einerlei. Geordnet wird lediglich das Verhältnis zwischen dem unterworfenen Gläubigen, der rechtlos ist, und der alles bestimmenden Kirche. Es ist das exakte Gegenteil der Menschenrechte, die den Menschen nämlich nicht als Sklaven betrachtet, sondern als Souverän.</p>
<p>Warum hat der ach-so-gute Martin Luther nicht die Menschenrechte an die Kirchentür genagelt? Wenn er doch so gut und so schlau war? Antwort: Weil ihm die Rechte der Bauern und Handwerker völlig einerlei war, und weil er von deren Ausbeutung hervorragend lebte.</p>
<p>Also woher stammt die Idee, es handele sich bei den Menschenrechten um christliche Errungenschaften? Es ist weit und breit nichts zu sehen, außer Wunschdenken. Es ist der Versuch, die moralische, ethische und gesellschaftliche Rückständigkeit der christlichen Lehre mit dicker Farbe zu überpinseln.</p>
<p>Man braucht nur die lächerlichen Zehn Gebote neben die weisen Menschenrechte zu legen, um auf einen Blick zu erkennen, dass die christlichen Kirchen lieber still sein sollten, wenn von den großen zivilisatorischen Errungenschaften unserer Gesellschaft die Rede ist. </p>
<p>Die Dame im TV weiß jedoch genau: Es wird keine Gegenrede gesendet. Sicher, ein paar gebildete Leute werden sich empören, aber das braucht einen nicht zu jucken, wenn man das Privileg hat, vor ein Millionenpublikum zu treten.</p>
<p>Im Grunde müsste ein Sturm der Entrüstung losbrechen, wenn derlei Dinge im Fernsehen verkündet werden. Aber die religiösen Verkünder können offenbar machen, was sie wollen. Man fragt sich, wie lange noch.</p>
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