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	Kommentare zu: Religiöse Musikalität?	</title>
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	<description>Kirchen-, Glaubens- und Religionskritik • Aufklärung • Säkularismus • Humanismus</description>
	<lastBuildDate>Wed, 12 Dec 2018 22:58:04 +0000</lastBuildDate>
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		<title>
		Von: Jörn Dyck		</title>
		<link>https://www.awq.de/2018/12/religioese-musikalitaet/#comment-349</link>

		<dc:creator><![CDATA[Jörn Dyck]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Dec 2018 22:58:04 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Der Artikel bringt es gut auf den Punkt: Es kommt nicht darauf an, was man sich alles vorstellen kann, sondern darauf, was davon wahr und real ist. 

Mit der Lobpreisung einer vagen „Transzendenz“ verbinden die Kirchen aber noch eine weitere Behauptung, und das ist von großer Bedeutung. Die Kirchen, allen voran der römisch-katholische Zweig, behaupten zugleich eine faktische Wahrheit, ja sogar eine völlige Gewissheit.

Das ist ein plumper Betrug, in der Hoffnung, dass niemand so genau weiß, was eigentlich „Transzendenz“ bedeutet. 

Transzendenz meint jene Dinge, die unserem Wissen und unserer Wahrnehmung entzogen sind. Möglicherweise vorübergehend, möglicherweise prinzipiell und für immer. Es ist also der Gegenpol zum sicheren Wissen. 

Daraus folgt: Was man durch Prüfung sicher weiß, ist daher nicht transzendent. Und was transzendent ist, sich also dem Wissen entzieht, kann man nicht als „sicheres Wissen“ ausgeben. Beide schließen sich gegenseitig aus.

Die katholische Kirche kümmert sich aber nicht um diesen Sachverhalt, sondern behauptet einfach, sie verfüge über eine sichere Kenntnis des Transzendenten, obwohl das ein Widerspruch ist.

Der Vatikan ist sich dabei für kein Superlativ zu schade. Scheinheilig wird folgendes verkündet: „Der Glaube ist gewiss, gewisser als jede menschliche Erkenntnis [...]“ (Quelle: Katechismus, §157). Ja, was denn nun? Ist es transzendenter Glaube? Oder ist es die höchste Gewissheit? Wenn es so gewiss ist, wieso nennt man es dann „Glaube“?

Aber die Verstiegenheit dieser Behauptung reicht dem Vatikan noch nicht. Es muss noch gewisser werden als nur gewiss. Jeder Irrtum muss ausgeschlossen sein. Der Vatikan predigt deswegen großmäulig, dass die Transzendenz „ohne Schwierigkeit, mit sicherer Gewissheit und ohne Beimischung eines Irrtums erkannt werden kann“ (Quelle: Katechismus, §38).

So einfach ist das also. Irrtum ausgeschlossen. Tja... man muss halt daran glauben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Artikel bringt es gut auf den Punkt: Es kommt nicht darauf an, was man sich alles vorstellen kann, sondern darauf, was davon wahr und real ist. </p>
<p>Mit der Lobpreisung einer vagen „Transzendenz“ verbinden die Kirchen aber noch eine weitere Behauptung, und das ist von großer Bedeutung. Die Kirchen, allen voran der römisch-katholische Zweig, behaupten zugleich eine faktische Wahrheit, ja sogar eine völlige Gewissheit.</p>
<p>Das ist ein plumper Betrug, in der Hoffnung, dass niemand so genau weiß, was eigentlich „Transzendenz“ bedeutet. </p>
<p>Transzendenz meint jene Dinge, die unserem Wissen und unserer Wahrnehmung entzogen sind. Möglicherweise vorübergehend, möglicherweise prinzipiell und für immer. Es ist also der Gegenpol zum sicheren Wissen. </p>
<p>Daraus folgt: Was man durch Prüfung sicher weiß, ist daher nicht transzendent. Und was transzendent ist, sich also dem Wissen entzieht, kann man nicht als „sicheres Wissen“ ausgeben. Beide schließen sich gegenseitig aus.</p>
<p>Die katholische Kirche kümmert sich aber nicht um diesen Sachverhalt, sondern behauptet einfach, sie verfüge über eine sichere Kenntnis des Transzendenten, obwohl das ein Widerspruch ist.</p>
<p>Der Vatikan ist sich dabei für kein Superlativ zu schade. Scheinheilig wird folgendes verkündet: „Der Glaube ist gewiss, gewisser als jede menschliche Erkenntnis [&#8230;]“ (Quelle: Katechismus, §157). Ja, was denn nun? Ist es transzendenter Glaube? Oder ist es die höchste Gewissheit? Wenn es so gewiss ist, wieso nennt man es dann „Glaube“?</p>
<p>Aber die Verstiegenheit dieser Behauptung reicht dem Vatikan noch nicht. Es muss noch gewisser werden als nur gewiss. Jeder Irrtum muss ausgeschlossen sein. Der Vatikan predigt deswegen großmäulig, dass die Transzendenz „ohne Schwierigkeit, mit sicherer Gewissheit und ohne Beimischung eines Irrtums erkannt werden kann“ (Quelle: Katechismus, §38).</p>
<p>So einfach ist das also. Irrtum ausgeschlossen. Tja&#8230; man muss halt daran glauben.</p>
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