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	Kommentare zu: Menschliche Größe &#8211; Das Wort zum Wort zum Sonntag	</title>
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	<description>Kirchen-, Glaubens- und Religionskritik • Aufklärung • Säkularismus • Humanismus</description>
	<lastBuildDate>Wed, 17 Jul 2019 11:52:50 +0000</lastBuildDate>
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		Von: Jörn		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jörn]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Jul 2019 11:52:50 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Danke für den guten Artikel!

Ist es nicht erstaunlich, wie wenig der Herr Pfarrer davon sprach, ob das Vertrauen am Ende auch gerechtfertigt war? Ob die Versprechungen, die er und seine Kollegen unermüdlich unters Volk streuen, tatsächlich wahr sind?

Erst mit dieser Information könnte man doch die Geschichte angemessen beurteilen. Ansonsten wäre es ein plumpes Wetteifern um die größten Versprechungen. 

Warum endet seine Erzählung nicht wie folgt: &quot;Naja, liebe Zuschauer. Sie ahnen es schon. Beide sind gestorben, und das war&#039;s. Eine traurige Geschichte. Ich kann daran nichts ändern, und auch sonst niemand. Das ist, wenn Sie so wollen, die Moral von der Geschicht&#039;. Schönen Abend noch.&quot;

Vertrauen weist in die Zukunft, meinetwegen in die ungewisse Zukunft. Aber sobald davon in der Rückschau berichtet wird, betrifft es nicht mehr eine ungewisse Zukunft, sondern kann verglichen werden mit der Realität. Das Liebespaar damals konnte sich auf &quot;Vertrauen&quot; berufen, aber kann es der Pfarrer ebenfalls? Der Pfarrer weiß doch, was anschließend passiert ist. Er weiß, dass alles Gottvertrauen nicht half, und dass die Geschichte mit dem Tod endete -- und zwar endgültig. Stattdessen gaukelt er vor, er wüsste ebenso wenig wie damals das Liebespaar, und es bliebe am Ende eben das Vertrauen. Das ist unredlich.

Es ist zudem widersprüchlich. Einerseits gaukelt der Pfarrer vor, er wüsste ebenso wenig wie das Liebespaar und man müsse halt vertrauen. Andererseits behauptet er, er wüsste vom Jenseits, seinen Vorzügen, und sogar, wer dort Einlass findet. Mehr noch: Er behauptet sogar, er könne es beeinflussen, kraft seiner von Gott verliehenen Vollmacht. (Markus 16,16)

Der Herr Pfarrer bewirtschaftet hier einfach die uns Menschen angeborene Flucht vor dem Tod. Er hilft uns keineswegs, Frieden zu schließen mit diesem unvermeidlichen Ende unseres Lebens. Sondern er weidet es aus. Sobald jemand den Tod vor Augen hat, hockt er draußen auf dem Gartenzaun und wartet, bis er was zu Fressen bekommt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Danke für den guten Artikel!</p>
<p>Ist es nicht erstaunlich, wie wenig der Herr Pfarrer davon sprach, ob das Vertrauen am Ende auch gerechtfertigt war? Ob die Versprechungen, die er und seine Kollegen unermüdlich unters Volk streuen, tatsächlich wahr sind?</p>
<p>Erst mit dieser Information könnte man doch die Geschichte angemessen beurteilen. Ansonsten wäre es ein plumpes Wetteifern um die größten Versprechungen. </p>
<p>Warum endet seine Erzählung nicht wie folgt: &#8222;Naja, liebe Zuschauer. Sie ahnen es schon. Beide sind gestorben, und das war&#8217;s. Eine traurige Geschichte. Ich kann daran nichts ändern, und auch sonst niemand. Das ist, wenn Sie so wollen, die Moral von der Geschicht&#8216;. Schönen Abend noch.&#8220;</p>
<p>Vertrauen weist in die Zukunft, meinetwegen in die ungewisse Zukunft. Aber sobald davon in der Rückschau berichtet wird, betrifft es nicht mehr eine ungewisse Zukunft, sondern kann verglichen werden mit der Realität. Das Liebespaar damals konnte sich auf &#8222;Vertrauen&#8220; berufen, aber kann es der Pfarrer ebenfalls? Der Pfarrer weiß doch, was anschließend passiert ist. Er weiß, dass alles Gottvertrauen nicht half, und dass die Geschichte mit dem Tod endete &#8212; und zwar endgültig. Stattdessen gaukelt er vor, er wüsste ebenso wenig wie damals das Liebespaar, und es bliebe am Ende eben das Vertrauen. Das ist unredlich.</p>
<p>Es ist zudem widersprüchlich. Einerseits gaukelt der Pfarrer vor, er wüsste ebenso wenig wie das Liebespaar und man müsse halt vertrauen. Andererseits behauptet er, er wüsste vom Jenseits, seinen Vorzügen, und sogar, wer dort Einlass findet. Mehr noch: Er behauptet sogar, er könne es beeinflussen, kraft seiner von Gott verliehenen Vollmacht. (Markus 16,16)</p>
<p>Der Herr Pfarrer bewirtschaftet hier einfach die uns Menschen angeborene Flucht vor dem Tod. Er hilft uns keineswegs, Frieden zu schließen mit diesem unvermeidlichen Ende unseres Lebens. Sondern er weidet es aus. Sobald jemand den Tod vor Augen hat, hockt er draußen auf dem Gartenzaun und wartet, bis er was zu Fressen bekommt.</p>
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