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	Kommentare zu: Medizinische Forschung mit Mischwesen? &#8211; Das Wort zum Wort zum Sonntag, Thema Gentechnik	</title>
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	<description>Kirchen-, Glaubens- und Religionskritik • Aufklärung • Säkularismus • Humanismus</description>
	<lastBuildDate>Wed, 14 Aug 2019 13:17:29 +0000</lastBuildDate>
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		Von: Jörn		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jörn]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Aug 2019 13:17:29 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ein komplexes Thema, und ein ebenso komplexer Artikel! Vielen Dank dafür!

Mischwesen, also Menschen mit tierischen Organen, gibt es bereits in hoher Zahl unter uns. Meine eigene Mutter wurde einst mit kaum noch vorhandenem Lebensmut in eine Klinik eingeliefert, mehr tot als lebendig. Ein paar Tage später war sie wieder munter und voller Energie. Ein Wunder! Das Geheimnis: Eine ermüdete Herzklappe war nicht mehr in der Lage, den Blutfluss durch den Körper aufrecht zu erhalten, dies machte meine Mutter so schlapp. Ein simpler &quot;mechanischer&quot; Defekt. Die Herzklappe wurde durch eine neue Klappe ersetzt, dessen Gewebe vom Schwein stammte (mit einem Metallgerüst). Meine Mutter ist seitdem eine Mischung aus Mensch, Schwein und Altmetall.

Dem Herrn Pfarrer geht es ja vor allem darum, dass keine Forschung an &quot;Embryonen&quot; betrieben wird, bei der diese &quot;verbraucht&quot; werden. Es gehört zu den Tricks des &quot;Wort zum Sonntag&quot;, den Begriff des &quot;Embryos&quot; nicht weiter zu erläutern und stattdessen darauf zu hoffen, der Zuschauer dächte dabei an süße kleine Mini-Babies, die man zerschneidet und in eine teuflische Chemikalie tunkt. Stattdessen geht es aber um winzige Zellhaufen, so winzig, dass man sie nur unter dem Mikroskop überhaupt sehen kann. Es sind Zellen mit DNA. Aber Zellen mit DNA verliert der Körper andauernd (oder stößt sie ab, wie im Falle unbefruchteter Eizellen). 

Eben dies zeigt doch, dass verantwortungsvoll die Wissenschaft mit menschlichem Leben umgeht (im Unterschied zu manchmal gedankenlosen Experimenten an Tieren). Es entsteht bei einem menschlichen Zellhaufen kein Leid, weil eine Zelle kein Leid empfinden kann. Es ist nicht zutreffend, dass wir darüber unsicher wären. Wir wissen es absolut sicher, weil wir wissen, woraus eine Zelle besteht.

Meine Frage an den Herrn Pfarrer wäre folgende: Was genau könnte die Bibel oder die Uralt-Kirche zu diesen Fragen beitragen? Oder der Klerus, der meist keine naturwissenschaftliche Bildung hat (sonst wäre er nicht der Klerus)? Es müsste doch auch dem TV-Pfarrer klar sein, dass die Bibel UNMÖGLICH irgendwas zu diesen Dingen beitragen kann, weil diese Dinge völlig außerhalb der Vorstellung der Bibel-Autoren liegen. 

Meine Vermutung ist, dass die Wissenschaft hier an der Kante des Lebens und des &quot;Seins&quot; arbeitet, und dass dies mal die Domäne der Religion war. Der Pfarrer möchte gefragt werden. Die Kirche möchte den Lauf der Forschung mitbestimmen. Oder zumindest informiert werden, damit man nicht völlig abseits steht. Aber die Kirchen verstehen die Sprache der Wissenschaft nicht, und deswegen spielen sie in der ganzen Angelegenheit keine Rolle.

Der Herr Pfarrer regt eine &quot;breite Diskussion&quot; an, die auch &quot;außerhalb der Wissenschaft&quot; geführt werden solle. Übersetzung: Alle sollen mitreden dürfen, und wissenschaftlich fundierte Fakten sollen dabei nur ein Aspekt unter mehreren sein. Tatsächlich kann man niemanden verbieten, mitzureden. Aber am Ende spricht er davon, &quot;der Not vieler Menschen mit ihren Krankheiten gerecht zu werden&quot; -- und das kann nur die Wissenschaft. Entweder eine bestimmte Auffassung bewährt sich dadurch, dass Menschen geheilt werden, oder eben nicht. An dieser Hürde wird jede Religion scheitern, und das weiß der Herr Pfarrer ganz genau.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein komplexes Thema, und ein ebenso komplexer Artikel! Vielen Dank dafür!</p>
<p>Mischwesen, also Menschen mit tierischen Organen, gibt es bereits in hoher Zahl unter uns. Meine eigene Mutter wurde einst mit kaum noch vorhandenem Lebensmut in eine Klinik eingeliefert, mehr tot als lebendig. Ein paar Tage später war sie wieder munter und voller Energie. Ein Wunder! Das Geheimnis: Eine ermüdete Herzklappe war nicht mehr in der Lage, den Blutfluss durch den Körper aufrecht zu erhalten, dies machte meine Mutter so schlapp. Ein simpler &#8222;mechanischer&#8220; Defekt. Die Herzklappe wurde durch eine neue Klappe ersetzt, dessen Gewebe vom Schwein stammte (mit einem Metallgerüst). Meine Mutter ist seitdem eine Mischung aus Mensch, Schwein und Altmetall.</p>
<p>Dem Herrn Pfarrer geht es ja vor allem darum, dass keine Forschung an &#8222;Embryonen&#8220; betrieben wird, bei der diese &#8222;verbraucht&#8220; werden. Es gehört zu den Tricks des &#8222;Wort zum Sonntag&#8220;, den Begriff des &#8222;Embryos&#8220; nicht weiter zu erläutern und stattdessen darauf zu hoffen, der Zuschauer dächte dabei an süße kleine Mini-Babies, die man zerschneidet und in eine teuflische Chemikalie tunkt. Stattdessen geht es aber um winzige Zellhaufen, so winzig, dass man sie nur unter dem Mikroskop überhaupt sehen kann. Es sind Zellen mit DNA. Aber Zellen mit DNA verliert der Körper andauernd (oder stößt sie ab, wie im Falle unbefruchteter Eizellen). </p>
<p>Eben dies zeigt doch, dass verantwortungsvoll die Wissenschaft mit menschlichem Leben umgeht (im Unterschied zu manchmal gedankenlosen Experimenten an Tieren). Es entsteht bei einem menschlichen Zellhaufen kein Leid, weil eine Zelle kein Leid empfinden kann. Es ist nicht zutreffend, dass wir darüber unsicher wären. Wir wissen es absolut sicher, weil wir wissen, woraus eine Zelle besteht.</p>
<p>Meine Frage an den Herrn Pfarrer wäre folgende: Was genau könnte die Bibel oder die Uralt-Kirche zu diesen Fragen beitragen? Oder der Klerus, der meist keine naturwissenschaftliche Bildung hat (sonst wäre er nicht der Klerus)? Es müsste doch auch dem TV-Pfarrer klar sein, dass die Bibel UNMÖGLICH irgendwas zu diesen Dingen beitragen kann, weil diese Dinge völlig außerhalb der Vorstellung der Bibel-Autoren liegen. </p>
<p>Meine Vermutung ist, dass die Wissenschaft hier an der Kante des Lebens und des &#8222;Seins&#8220; arbeitet, und dass dies mal die Domäne der Religion war. Der Pfarrer möchte gefragt werden. Die Kirche möchte den Lauf der Forschung mitbestimmen. Oder zumindest informiert werden, damit man nicht völlig abseits steht. Aber die Kirchen verstehen die Sprache der Wissenschaft nicht, und deswegen spielen sie in der ganzen Angelegenheit keine Rolle.</p>
<p>Der Herr Pfarrer regt eine &#8222;breite Diskussion&#8220; an, die auch &#8222;außerhalb der Wissenschaft&#8220; geführt werden solle. Übersetzung: Alle sollen mitreden dürfen, und wissenschaftlich fundierte Fakten sollen dabei nur ein Aspekt unter mehreren sein. Tatsächlich kann man niemanden verbieten, mitzureden. Aber am Ende spricht er davon, &#8222;der Not vieler Menschen mit ihren Krankheiten gerecht zu werden&#8220; &#8212; und das kann nur die Wissenschaft. Entweder eine bestimmte Auffassung bewährt sich dadurch, dass Menschen geheilt werden, oder eben nicht. An dieser Hürde wird jede Religion scheitern, und das weiß der Herr Pfarrer ganz genau.</p>
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