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	Kommentare zu: Ruft katholisch.de zum Angriffskrieg auf? &#8211; Die Goldene Rosine 2019	</title>
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	<description>Kirchen-, Glaubens- und Religionskritik • Aufklärung • Säkularismus • Humanismus</description>
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		Von: Uwe Lehnert		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Uwe Lehnert]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Oct 2019 18:54:49 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die Goldene Rosine am Band hat sich die Kirche redlich verdient.

Wenn es noch eines Beweises bedurfte, dass diese Kirche eine langsam sterbende ist, dann sind es diese selbst formulierten, aber als Originale verkauften Bibelverse. Die Methode des Ausschneidens einer gefälligen Wortfolge aus einem Bibelvers, unter Missachtung des oft geradezu gegensätzlichen Sinns des ganzen Bibelverses, ist ja nicht neu. Man kennt das aus vielen Predigten, auch die Leitmotive der Kirchentage bieten da schöne Beispiele extrem verkürzter, aber nützlich interpretierbarer Sprüche. Eine Kirche, die sich als Quelle und Bewahrer von Moral aufspielt, zeigt ein weiteres Mal, dass erst die Macht kommt, dann die Moral. Die Macht über die Seelen verliert sie dennoch langsam aber stetig – jedenfalls in den gebildeteren Ländern. Es sind die intellektuellen und moralischen Zumutungen dieser Lehre, die letztlich die Nachdenklicheren unter den Gläubigen, oft genug schon Zweifelnden, auf Distanz zu Kirche und Glauben gehen lassen.

Die Kirchenoberen sehen das, nicht zuletzt aufgrund der verheerend wirkenden Missbrauchsfälle, natürlich schon längst. Deshalb weichen die Kirchen immer mehr in den politischen Bereich aus, um dort ihre angeblich moralische und gesellschaftspolitische Kompetenz unter Beweis zu stellen. Derzeit bieten sich vor allen an das Eintreten für Flüchtlinge und die Bewahrung der Schöpfung. Bei beiden Themen mischt sie inzwischen ganz offen mit wie eine politische Partei. Dass sie das Bündnis zwischen Thron und Altar schon immer perfekt realisiert hat, wissen wir. Aber dass sie in allen gesellschaftlichen Institutionen fest im Sattel sitzt, ist vielen Bürgern viel zu wenig bewusst. Beispielsweise ist sie verankert in allen Parteispitzen (auch den LINKEN, selbst der Atheist Gysi tönt: Ohne Kirche keine Moral!“), sie besetzt die Führungspositionen fast aller Rundfunk- und Fernsehsender, ist gruppiert als Deutschlands größte Lobbygruppe um den Bundestag und die Landtage und sitzt in der Richterschaft zum Beispiel des Bundesverfassungsgerichts, in dem meines Wissens nicht ein einziger nichtreligiöser Richter amtiert (bei fast 40 Prozent Konfessionsfreien!), aber acht Richter haben höchste Orden der katholischen Kirche für Verdienste um eben jene Institution empfangen. 

Wir beklagen und bekämpfen den politischen Islam, wir sollten das politische Christentum darüber nicht vergessen! Es wird leider noch lange – „Gott-sei-es-geklagt“ – so bleiben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Goldene Rosine am Band hat sich die Kirche redlich verdient.</p>
<p>Wenn es noch eines Beweises bedurfte, dass diese Kirche eine langsam sterbende ist, dann sind es diese selbst formulierten, aber als Originale verkauften Bibelverse. Die Methode des Ausschneidens einer gefälligen Wortfolge aus einem Bibelvers, unter Missachtung des oft geradezu gegensätzlichen Sinns des ganzen Bibelverses, ist ja nicht neu. Man kennt das aus vielen Predigten, auch die Leitmotive der Kirchentage bieten da schöne Beispiele extrem verkürzter, aber nützlich interpretierbarer Sprüche. Eine Kirche, die sich als Quelle und Bewahrer von Moral aufspielt, zeigt ein weiteres Mal, dass erst die Macht kommt, dann die Moral. Die Macht über die Seelen verliert sie dennoch langsam aber stetig – jedenfalls in den gebildeteren Ländern. Es sind die intellektuellen und moralischen Zumutungen dieser Lehre, die letztlich die Nachdenklicheren unter den Gläubigen, oft genug schon Zweifelnden, auf Distanz zu Kirche und Glauben gehen lassen.</p>
<p>Die Kirchenoberen sehen das, nicht zuletzt aufgrund der verheerend wirkenden Missbrauchsfälle, natürlich schon längst. Deshalb weichen die Kirchen immer mehr in den politischen Bereich aus, um dort ihre angeblich moralische und gesellschaftspolitische Kompetenz unter Beweis zu stellen. Derzeit bieten sich vor allen an das Eintreten für Flüchtlinge und die Bewahrung der Schöpfung. Bei beiden Themen mischt sie inzwischen ganz offen mit wie eine politische Partei. Dass sie das Bündnis zwischen Thron und Altar schon immer perfekt realisiert hat, wissen wir. Aber dass sie in allen gesellschaftlichen Institutionen fest im Sattel sitzt, ist vielen Bürgern viel zu wenig bewusst. Beispielsweise ist sie verankert in allen Parteispitzen (auch den LINKEN, selbst der Atheist Gysi tönt: Ohne Kirche keine Moral!“), sie besetzt die Führungspositionen fast aller Rundfunk- und Fernsehsender, ist gruppiert als Deutschlands größte Lobbygruppe um den Bundestag und die Landtage und sitzt in der Richterschaft zum Beispiel des Bundesverfassungsgerichts, in dem meines Wissens nicht ein einziger nichtreligiöser Richter amtiert (bei fast 40 Prozent Konfessionsfreien!), aber acht Richter haben höchste Orden der katholischen Kirche für Verdienste um eben jene Institution empfangen. </p>
<p>Wir beklagen und bekämpfen den politischen Islam, wir sollten das politische Christentum darüber nicht vergessen! Es wird leider noch lange – „Gott-sei-es-geklagt“ – so bleiben.</p>
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