<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	
	>
<channel>
	<title>
	Kommentare zu: Diskurs: Glaube und Zweifel	</title>
	<atom:link href="https://www.awq.de/2024/04/diskurs-glaube-und-zweifel/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.awq.de/2024/04/diskurs-glaube-und-zweifel/</link>
	<description>Kirchen-, Glaubens- und Religionskritik • Aufklärung • Säkularismus • Humanismus</description>
	<lastBuildDate>Sat, 13 Apr 2024 21:30:18 +0000</lastBuildDate>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	
	<item>
		<title>
		Von: Klaus Bernd		</title>
		<link>https://www.awq.de/2024/04/diskurs-glaube-und-zweifel/#comment-14195</link>

		<dc:creator><![CDATA[Klaus Bernd]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Apr 2024 21:30:18 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://www.awq.de/?p=17743#comment-14195</guid>

					<description><![CDATA[In den Kommentaren von Doris Köhler und Udo Schneck und im Beitrag selbst wird schon das meiste gesagt, was ich auch denke. Hervorzuheben in meinen Augen ist die Feststellung „Ein Zweifel zum vorgefassten Zweck der Glaubensverstärkung ist ein Selbstbetrug.“

Was mich immer wieder irritiert, ist, wie der Begriff Glaube da verwendet wird; denn es ist ja zunächst mal nicht die Gesamtheit des Glaubens(gebäudes) Objekt des Zweifels, sondern einzelne Glaubensaussagen. Und es ist auch nicht die geistige Tätigkeit des Glaubens, diese ist als Einschätzung einer Wahrscheinlichkeit unumgänglich. So ist n.m.M. der Satz „Vernunft und Glaube widersprechen sich (nicht)“ unsinnig. Vernunft ist eine ganz andere Kategorie als Glaube. Vernunft ist eine METHODE mit der man versucht, die Wahrscheinlichkeit einer (Glaubens-)Aussage zu beurteilen und das ERGEBNIS dieser Prüfung ist dann u.U. Glauben. Oder auch Nichtglauben.
Ratzinger, der „Große Theologe“, demnächst vielleicht schon Heiliger und Kirchenlehrer, verglich Zweifel mit  „Salzwasser, das man sofort ausspucken müsse“ plädierte also für den Selbstbetrug, bzw. verordnete ihn den Gläubigen.
 Dagegen gilt der Zweifel in der Wissenschaft als unverzichtbares Hilfsmittel, um sich der Wahrheit bestmöglich anzunähern. Ja es gilt sogar, über den Zweifel hinausgehend, die Suche nach der Falsifizierung einer Aussage als Königsweg der Wissenschaft.

Zu Udo Schnecks Kommentar, dass „das Christentum auf behaupteten Prämissen beruht, die wissenschaftlichen Erkenntnissen natürlich diametral und unrettbar widersprechen.“ möchte ich noch ergänzen, dass die Prämissen des Christentums in sich widerprüchlich und unglaubwürdig sind. Als Beispiel soll hier mal die krass irre Egozentrink genügen, dass der „Schöpfer“ von ALLEM nur einen einzigen Sohn lediglich in das winzige Palästina gesandt haben soll um die ganze Menschheit zu „erlösen“. Und wie widersprüchlich ist es, dass dieser „Allmächtige“, der angeblich nur ein Wort zu sagen braucht, um ein Universum zu erschaffen, so grobschlächtige Mittel braucht wie z.B. eine Sintflut oder die Kreuzigung seines Sohnes. Zum anderen besteht das Christentum in wesentlichen Teilen aus Geheimnissen, heiligen und allerheiligsten. Und Geheimnisse kann man nun mal noch nichtmal nicht glauben. Schon ihnen irgendwelche Eigenschaften zuzuordnen ist unsinnig.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den Kommentaren von Doris Köhler und Udo Schneck und im Beitrag selbst wird schon das meiste gesagt, was ich auch denke. Hervorzuheben in meinen Augen ist die Feststellung „Ein Zweifel zum vorgefassten Zweck der Glaubensverstärkung ist ein Selbstbetrug.“</p>
<p>Was mich immer wieder irritiert, ist, wie der Begriff Glaube da verwendet wird; denn es ist ja zunächst mal nicht die Gesamtheit des Glaubens(gebäudes) Objekt des Zweifels, sondern einzelne Glaubensaussagen. Und es ist auch nicht die geistige Tätigkeit des Glaubens, diese ist als Einschätzung einer Wahrscheinlichkeit unumgänglich. So ist n.m.M. der Satz „Vernunft und Glaube widersprechen sich (nicht)“ unsinnig. Vernunft ist eine ganz andere Kategorie als Glaube. Vernunft ist eine METHODE mit der man versucht, die Wahrscheinlichkeit einer (Glaubens-)Aussage zu beurteilen und das ERGEBNIS dieser Prüfung ist dann u.U. Glauben. Oder auch Nichtglauben.<br />
Ratzinger, der „Große Theologe“, demnächst vielleicht schon Heiliger und Kirchenlehrer, verglich Zweifel mit  „Salzwasser, das man sofort ausspucken müsse“ plädierte also für den Selbstbetrug, bzw. verordnete ihn den Gläubigen.<br />
 Dagegen gilt der Zweifel in der Wissenschaft als unverzichtbares Hilfsmittel, um sich der Wahrheit bestmöglich anzunähern. Ja es gilt sogar, über den Zweifel hinausgehend, die Suche nach der Falsifizierung einer Aussage als Königsweg der Wissenschaft.</p>
<p>Zu Udo Schnecks Kommentar, dass „das Christentum auf behaupteten Prämissen beruht, die wissenschaftlichen Erkenntnissen natürlich diametral und unrettbar widersprechen.“ möchte ich noch ergänzen, dass die Prämissen des Christentums in sich widerprüchlich und unglaubwürdig sind. Als Beispiel soll hier mal die krass irre Egozentrink genügen, dass der „Schöpfer“ von ALLEM nur einen einzigen Sohn lediglich in das winzige Palästina gesandt haben soll um die ganze Menschheit zu „erlösen“. Und wie widersprüchlich ist es, dass dieser „Allmächtige“, der angeblich nur ein Wort zu sagen braucht, um ein Universum zu erschaffen, so grobschlächtige Mittel braucht wie z.B. eine Sintflut oder die Kreuzigung seines Sohnes. Zum anderen besteht das Christentum in wesentlichen Teilen aus Geheimnissen, heiligen und allerheiligsten. Und Geheimnisse kann man nun mal noch nichtmal nicht glauben. Schon ihnen irgendwelche Eigenschaften zuzuordnen ist unsinnig.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Peter Troschke		</title>
		<link>https://www.awq.de/2024/04/diskurs-glaube-und-zweifel/#comment-14129</link>

		<dc:creator><![CDATA[Peter Troschke]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Apr 2024 11:41:17 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://www.awq.de/?p=17743#comment-14129</guid>

					<description><![CDATA[Die Wahrscheinlichkeit der Existenz ist bei allen Göttern und Göttinnen mathematisch und logisch exakt gleich groß. Nun meine Frage: Wie kommt ein Gläubiger auf die völlig absurde Idee, dass ausgerechnet sein Lieblingsgott existiert und alle anderen nicht?
Der Zweifel ist der Feind der Religionen und hat bei diesen auch immer zu Kriegen, Mord und Totschlag geführt.
Um einmal Dieter Nuhr zu zitieren im Hinblick auf den muslimischen Glauben: Wer zweifelt, detoniert nicht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Wahrscheinlichkeit der Existenz ist bei allen Göttern und Göttinnen mathematisch und logisch exakt gleich groß. Nun meine Frage: Wie kommt ein Gläubiger auf die völlig absurde Idee, dass ausgerechnet sein Lieblingsgott existiert und alle anderen nicht?<br />
Der Zweifel ist der Feind der Religionen und hat bei diesen auch immer zu Kriegen, Mord und Totschlag geführt.<br />
Um einmal Dieter Nuhr zu zitieren im Hinblick auf den muslimischen Glauben: Wer zweifelt, detoniert nicht.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Udo Schneck		</title>
		<link>https://www.awq.de/2024/04/diskurs-glaube-und-zweifel/#comment-14022</link>

		<dc:creator><![CDATA[Udo Schneck]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Apr 2024 15:59:15 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://www.awq.de/?p=17743#comment-14022</guid>

					<description><![CDATA[Es gibt keinen grösseren Widerspruch als den zwischen Religion und Wissenschaft.

Ein wesentlicher Grund liegt darin, dass die Sprache der Theologie, die ja das pseudowissenschaftliche Sekret der Religion ist, von - wie es im Juristendeutsch heisst - von &quot;unbestimmten Rechtsbegriffen&quot; nur so wimmelt. Und das ist noch euphemistisch ausgedrückt.
Das gesamte Glaubenskonstrukt - übrigens nicht nur der christlichen Religion - definiert sich mit Hilfe völlig wissenschaftsfremder oder im Interesse der Theologie verhunzter Begriffe, auch Worthülsen genannt. Schaut man sich theologische Abhandlungen an, so erkennt man sofort, auf welch schwammige, unausgegohrene Nomenklatur diese rekurrieren. 
Dies ist nicht erstaunlich, da die Religion ja unmissverständlich nicht an die Vernunft und den Verstand appelliert, sondern einzig an das Gefühl, an das Gemüt, an das Gewissen, an das Glaubenmüssen.
Wo soll da noch Raum für Wissenschaft bleiben? 

Und der &quot;Zweifel&quot; ist da nur einer dieser schillernden, rabulistischen Begriffe, die in der Begriffswelt der Theologie zu einer vieldeutigen, beliebig instrumentalisierbaren Vokabel degradiert wird, die nichts, aber auch gar nichts mit dem Skeptizismus der wissenschaftlichen Methodik zu tun hat.  

Daher auch meine dringende Empfehlung, mit der ich mich Herrn Edmüller anschliesse: Theologie raus aus der Uni.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt keinen grösseren Widerspruch als den zwischen Religion und Wissenschaft.</p>
<p>Ein wesentlicher Grund liegt darin, dass die Sprache der Theologie, die ja das pseudowissenschaftliche Sekret der Religion ist, von &#8211; wie es im Juristendeutsch heisst &#8211; von &#8222;unbestimmten Rechtsbegriffen&#8220; nur so wimmelt. Und das ist noch euphemistisch ausgedrückt.<br />
Das gesamte Glaubenskonstrukt &#8211; übrigens nicht nur der christlichen Religion &#8211; definiert sich mit Hilfe völlig wissenschaftsfremder oder im Interesse der Theologie verhunzter Begriffe, auch Worthülsen genannt. Schaut man sich theologische Abhandlungen an, so erkennt man sofort, auf welch schwammige, unausgegohrene Nomenklatur diese rekurrieren.<br />
Dies ist nicht erstaunlich, da die Religion ja unmissverständlich nicht an die Vernunft und den Verstand appelliert, sondern einzig an das Gefühl, an das Gemüt, an das Gewissen, an das Glaubenmüssen.<br />
Wo soll da noch Raum für Wissenschaft bleiben? </p>
<p>Und der &#8222;Zweifel&#8220; ist da nur einer dieser schillernden, rabulistischen Begriffe, die in der Begriffswelt der Theologie zu einer vieldeutigen, beliebig instrumentalisierbaren Vokabel degradiert wird, die nichts, aber auch gar nichts mit dem Skeptizismus der wissenschaftlichen Methodik zu tun hat.  </p>
<p>Daher auch meine dringende Empfehlung, mit der ich mich Herrn Edmüller anschliesse: Theologie raus aus der Uni.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Doris Köhler		</title>
		<link>https://www.awq.de/2024/04/diskurs-glaube-und-zweifel/#comment-14004</link>

		<dc:creator><![CDATA[Doris Köhler]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Apr 2024 10:10:05 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://www.awq.de/?p=17743#comment-14004</guid>

					<description><![CDATA[Zweifel bedeutet: es gibt (mindestens) zwei Möglichkeiten, die bezweifelte Aussage zu bestätigen oder zu verwerfen. Wenn ich von vornherein weiß, dass ich nur eine der Möglichkeiten zulasse und der Zweifel meinem Glauben nichts anhaben kann, dann ist es kein Zweifel. 

Dann ist es eine Strategie, mir meinen Glauben immer wieder zu bestätigen und dabei jeden echten Zweifel auszuschließen - mithin Selbstbefriedigung.

Wenn ich eine solche Strategie brauche, dann lauert da aber irgendwo ein echter Zweifel, den ich mir auf keinen Fall bewusst machen darf, denn dann müsste ich darüber nachdenken und mein Glaube wäre real gefährdet.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zweifel bedeutet: es gibt (mindestens) zwei Möglichkeiten, die bezweifelte Aussage zu bestätigen oder zu verwerfen. Wenn ich von vornherein weiß, dass ich nur eine der Möglichkeiten zulasse und der Zweifel meinem Glauben nichts anhaben kann, dann ist es kein Zweifel. </p>
<p>Dann ist es eine Strategie, mir meinen Glauben immer wieder zu bestätigen und dabei jeden echten Zweifel auszuschließen &#8211; mithin Selbstbefriedigung.</p>
<p>Wenn ich eine solche Strategie brauche, dann lauert da aber irgendwo ein echter Zweifel, den ich mir auf keinen Fall bewusst machen darf, denn dann müsste ich darüber nachdenken und mein Glaube wäre real gefährdet.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
	</channel>
</rss>
