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	Kommentare zu: Gedanken zu: Impulse von Stefan Buß: Das Kreuz mit dem Kreuz	</title>
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	<description>Kirchen-, Glaubens- und Religionskritik • Aufklärung • Säkularismus • Humanismus</description>
	<lastBuildDate>Tue, 05 Sep 2023 19:47:23 +0000</lastBuildDate>
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		<title>
		Von: Peter Troschke		</title>
		<link>https://www.awq.de/2023/08/gedanken-zu-impulse-von-stefan-buss-das-kreuz-mit-dem-kreuz/#comment-8988</link>

		<dc:creator><![CDATA[Peter Troschke]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Sep 2023 19:47:23 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Nur mal so gefragt!

Das mit dem Kreuz an den Wänden habe ich eh nie verstanden, der Lattengustl hing doch da angeblich nur kurz und ist dann auferstanden, war also Alles nur Spaß.
<img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f914.png" alt="🤔" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Na gut, so mit dem Kreuz ist das natürlich mit der Befestigung an der Wand etwas einfacher.

Oder, was macht der Jesus nun seit über 2000 Jahren, wo doch alle, also Christen, auf Ihn warten?
Hat er da oben Internet? Oder spielt er mit seinem Papa und dem Geist seit 2000 Jahren Schafkopf? Ist doch auf Dauer langweilig. Oder können die drei RTL empfangen (das würde zumindest erklären warum sich die Drei um die Schöpfung nicht mehr kümmern)?

Ja lebt den der alte Jahwe noch?
Was ist eigentlich aus dem guten alten Jahwe geworden? In der Kirche will irgendwie keiner mehr was mit ihm zu tun haben, man hört nichts mehr.
Oder was ist aus der guten alten Hölle und der vielen Folter geworden? Für viele Gläubige existiert sie gar nicht mehr.

Welcher Texte kann man eigentlich in der Bibel einfach ignorieren? Die könnte doch der Papst mal mit einem gelben Textmarker hervor heben oder schwärzen um das mal zu vereinheitlichen.

Hatte Gott vielleicht beim inspirieren der Bibel eine Lese-, Schreibschwäche? Oder warum brauchen wir die Exegese?

Also nix für ungut, ich Frage für einen Freund.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nur mal so gefragt!</p>
<p>Das mit dem Kreuz an den Wänden habe ich eh nie verstanden, der Lattengustl hing doch da angeblich nur kurz und ist dann auferstanden, war also Alles nur Spaß.<br />
🤔 Na gut, so mit dem Kreuz ist das natürlich mit der Befestigung an der Wand etwas einfacher.</p>
<p>Oder, was macht der Jesus nun seit über 2000 Jahren, wo doch alle, also Christen, auf Ihn warten?<br />
Hat er da oben Internet? Oder spielt er mit seinem Papa und dem Geist seit 2000 Jahren Schafkopf? Ist doch auf Dauer langweilig. Oder können die drei RTL empfangen (das würde zumindest erklären warum sich die Drei um die Schöpfung nicht mehr kümmern)?</p>
<p>Ja lebt den der alte Jahwe noch?<br />
Was ist eigentlich aus dem guten alten Jahwe geworden? In der Kirche will irgendwie keiner mehr was mit ihm zu tun haben, man hört nichts mehr.<br />
Oder was ist aus der guten alten Hölle und der vielen Folter geworden? Für viele Gläubige existiert sie gar nicht mehr.</p>
<p>Welcher Texte kann man eigentlich in der Bibel einfach ignorieren? Die könnte doch der Papst mal mit einem gelben Textmarker hervor heben oder schwärzen um das mal zu vereinheitlichen.</p>
<p>Hatte Gott vielleicht beim inspirieren der Bibel eine Lese-, Schreibschwäche? Oder warum brauchen wir die Exegese?</p>
<p>Also nix für ungut, ich Frage für einen Freund.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: R. Müller		</title>
		<link>https://www.awq.de/2023/08/gedanken-zu-impulse-von-stefan-buss-das-kreuz-mit-dem-kreuz/#comment-8795</link>

		<dc:creator><![CDATA[R. Müller]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Aug 2023 00:16:35 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://www.awq.de/2023/08/gedanken-zu-impulse-von-stefan-buss-das-kreuz-mit-dem-kreuz/#comment-8683&quot;&gt;Andreas Schloen&lt;/a&gt;.

Blöd nur, dass ein &quot;Jesus Christus&quot; nicht existiert.
Und was jetzt?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://www.awq.de/2023/08/gedanken-zu-impulse-von-stefan-buss-das-kreuz-mit-dem-kreuz/#comment-8683">Andreas Schloen</a>.</p>
<p>Blöd nur, dass ein &#8222;Jesus Christus&#8220; nicht existiert.<br />
Und was jetzt?</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Klaus Bernd		</title>
		<link>https://www.awq.de/2023/08/gedanken-zu-impulse-von-stefan-buss-das-kreuz-mit-dem-kreuz/#comment-8710</link>

		<dc:creator><![CDATA[Klaus Bernd]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Aug 2023 20:18:28 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://www.awq.de/?p=16866#comment-8710</guid>

					<description><![CDATA[Es ging stets nach dem Motto: „Gott ist immer mit den stärkeren Bataillionen.“
 sieht man am geringen Missionserfolg in China und Japan z.B.
alternativ und älter ? :-)
Victrix causa diis placuit, sed victa catoni.
 Quelle: Asterix &quot;Tour de Gaule&quot; Seite 44]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ging stets nach dem Motto: „Gott ist immer mit den stärkeren Bataillionen.“<br />
 sieht man am geringen Missionserfolg in China und Japan z.B.<br />
alternativ und älter ? 🙂<br />
Victrix causa diis placuit, sed victa catoni.<br />
 Quelle: Asterix &#8222;Tour de Gaule&#8220; Seite 44</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Udo Schneck		</title>
		<link>https://www.awq.de/2023/08/gedanken-zu-impulse-von-stefan-buss-das-kreuz-mit-dem-kreuz/#comment-8707</link>

		<dc:creator><![CDATA[Udo Schneck]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Aug 2023 18:53:27 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://www.awq.de/2023/08/gedanken-zu-impulse-von-stefan-buss-das-kreuz-mit-dem-kreuz/#comment-8683&quot;&gt;Andreas Schloen&lt;/a&gt;.

Darf ich in aller Bescheidenheit fragen, was Sie unter &quot;fairem Umgang&quot; verstehen?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://www.awq.de/2023/08/gedanken-zu-impulse-von-stefan-buss-das-kreuz-mit-dem-kreuz/#comment-8683">Andreas Schloen</a>.</p>
<p>Darf ich in aller Bescheidenheit fragen, was Sie unter &#8222;fairem Umgang&#8220; verstehen?</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Udo Schneck		</title>
		<link>https://www.awq.de/2023/08/gedanken-zu-impulse-von-stefan-buss-das-kreuz-mit-dem-kreuz/#comment-8706</link>

		<dc:creator><![CDATA[Udo Schneck]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Aug 2023 18:45:47 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://www.awq.de/?p=16866#comment-8706</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://www.awq.de/2023/08/gedanken-zu-impulse-von-stefan-buss-das-kreuz-mit-dem-kreuz/#comment-8698&quot;&gt;Doris Köhler&lt;/a&gt;.

Dem von Ihnen Gesagten kann ich nur vollumfänglich zustimmen.

Ergänzend darf ich noch Folgendes hinzufügen und beschränke mich dabei vor allem auf das Schicksal der christlichen Konfessionen:

Ca. 1800 Jahre lang haben die christlichen Kirchen in weiten Teilen der Welt dem gesamten gesellschaftlichen Leben ihren verhängnisvollen Stempel aufgedrückt - mit immer schon haarsträubender und widersprüchlicher Begründung ihrer Daseinsberechtigung und Dominanz.
Sie konnten das aber nur aus dreierlei Gründen: Erstens wegen der ökonomischen und wissenschaftlich-technologischen Unterentwicklung und der erzwungenen Bildungsferne der missionierten Völker, aber vor allem anderen deshalb, weil sie - nachdem das Christentum Staatsreligion geworden war - ungestraft und meist mit willfähriger Unterstützung und Kumpanei der weltlichen Obrigkeiten ihre Macht und ihren Einfluss, kombiniert mit der Drohung oder Ausübung von psychischem und physischem Terror, durchzusetzen vermochten. 
Ohne das Schüren von Angst vor weltlicher und jenseitiger Strafe und deren Durchsetzung durch nackte Gewalt hätte sich die christliche Religion niemals am Leben erhalten können. Es ging stets nach dem Motto: &quot;Gott ist immer mit den stärkeren Bataillionen.&quot;

Der welthistorische Wendepunkt kam mit der Französischen Revolution, in deren Verlauf erstmals erfolgreich und nachhaltig das Gewaltmonopol der christlichen Machtstrukturen in seinen Grundfesten erschüttert wurde.  Und trotz aller Restaurationsbemühungen war die uneingeschränkte Hegemonie der Kirchen und des Adels gebrochen. Ein Zurück in vorrevolutionäre Zeiten war nicht mehr möglich. Dazu kam dann noch die industrielle Revolution und das beinahe explosionsartige Erblühen der Wissenschaften und Forschungen ohne die Zwangsjacke der religiösen Bevormundung mit allen ihren Weiterungen, die der christlichen Religion einen zusätzlichen Sargnagel hinzufügte.

Aber wie gesagt: Gewalt und Terror war über Jahrhunderte hinweg das wichtigste Lebenselexier der christlichen Religion. 
Wie sich das Leben vor einigen hundert Jahren angefühlt haben muss, kann man ja heute noch anhand solcher Länder erahnen bzw. nachvollziehen, deren Staatsreligion nur deshalb existieren kann, weil sie mit äusserster Brutalität durchgesetzt werden kann und darf.

Aber auch vor diesen Horrorstaaten wird das gnadenlose Gesetz der Dialektik nicht Halt machen; will sagen: Wo die Widersprüche im realen Leben ein solches Ausmass angenommen haben, dass sie nicht mehr unterdrückt werden können, müssen sie gelöst werden - so oder so.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://www.awq.de/2023/08/gedanken-zu-impulse-von-stefan-buss-das-kreuz-mit-dem-kreuz/#comment-8698">Doris Köhler</a>.</p>
<p>Dem von Ihnen Gesagten kann ich nur vollumfänglich zustimmen.</p>
<p>Ergänzend darf ich noch Folgendes hinzufügen und beschränke mich dabei vor allem auf das Schicksal der christlichen Konfessionen:</p>
<p>Ca. 1800 Jahre lang haben die christlichen Kirchen in weiten Teilen der Welt dem gesamten gesellschaftlichen Leben ihren verhängnisvollen Stempel aufgedrückt &#8211; mit immer schon haarsträubender und widersprüchlicher Begründung ihrer Daseinsberechtigung und Dominanz.<br />
Sie konnten das aber nur aus dreierlei Gründen: Erstens wegen der ökonomischen und wissenschaftlich-technologischen Unterentwicklung und der erzwungenen Bildungsferne der missionierten Völker, aber vor allem anderen deshalb, weil sie &#8211; nachdem das Christentum Staatsreligion geworden war &#8211; ungestraft und meist mit willfähriger Unterstützung und Kumpanei der weltlichen Obrigkeiten ihre Macht und ihren Einfluss, kombiniert mit der Drohung oder Ausübung von psychischem und physischem Terror, durchzusetzen vermochten.<br />
Ohne das Schüren von Angst vor weltlicher und jenseitiger Strafe und deren Durchsetzung durch nackte Gewalt hätte sich die christliche Religion niemals am Leben erhalten können. Es ging stets nach dem Motto: &#8222;Gott ist immer mit den stärkeren Bataillionen.&#8220;</p>
<p>Der welthistorische Wendepunkt kam mit der Französischen Revolution, in deren Verlauf erstmals erfolgreich und nachhaltig das Gewaltmonopol der christlichen Machtstrukturen in seinen Grundfesten erschüttert wurde.  Und trotz aller Restaurationsbemühungen war die uneingeschränkte Hegemonie der Kirchen und des Adels gebrochen. Ein Zurück in vorrevolutionäre Zeiten war nicht mehr möglich. Dazu kam dann noch die industrielle Revolution und das beinahe explosionsartige Erblühen der Wissenschaften und Forschungen ohne die Zwangsjacke der religiösen Bevormundung mit allen ihren Weiterungen, die der christlichen Religion einen zusätzlichen Sargnagel hinzufügte.</p>
<p>Aber wie gesagt: Gewalt und Terror war über Jahrhunderte hinweg das wichtigste Lebenselexier der christlichen Religion.<br />
Wie sich das Leben vor einigen hundert Jahren angefühlt haben muss, kann man ja heute noch anhand solcher Länder erahnen bzw. nachvollziehen, deren Staatsreligion nur deshalb existieren kann, weil sie mit äusserster Brutalität durchgesetzt werden kann und darf.</p>
<p>Aber auch vor diesen Horrorstaaten wird das gnadenlose Gesetz der Dialektik nicht Halt machen; will sagen: Wo die Widersprüche im realen Leben ein solches Ausmass angenommen haben, dass sie nicht mehr unterdrückt werden können, müssen sie gelöst werden &#8211; so oder so.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Doris Köhler		</title>
		<link>https://www.awq.de/2023/08/gedanken-zu-impulse-von-stefan-buss-das-kreuz-mit-dem-kreuz/#comment-8698</link>

		<dc:creator><![CDATA[Doris Köhler]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Aug 2023 13:02:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Demokratie, Toleranz, Religionsfreiheit, Frauenrechte, Menschenrechte wurden in der Tat gegen den Willen der Kirche durchgesetzt. Heute tun sie so, als hätten sie dies erfunden bzw. ergäbe es sich aus ihren Grundlagen (Bibel).
Vor nicht allzulanger Zeit lasen sie aus ihrer Bibel, dass Monarchie gottgewollt ist, Frauen nichts zu sagen hätten, niemand einen anderen Gott anbeten dürfe usw. Die Bibel hat sich nicht verändert. Also muss sich wohl die Interpretation der Bibel geändert haben, um plötzlich ganz andere Ansichten für richtig und gottgewollt zu halten. Welche Kriterien nutzen denn diese Bibelinterpreten, wenn sie das eine Mal zu solchen, Jahre später zu anderen Interpretationsergebnissen kommen?
Anders gefragt: Hätten die Kleriker im 18. und 19. Jahrhundert auch schon aus der Bibel lesen können, dass Frauen gleiche Rechte haben sollen, Demokratie besser ist als Monarchie, jedeR sich seine Religion aussuchen kann usw? Denn wenn man das heute rauslesen kann, hätte man es doch auch schon vor 200 Jahren schaffen können. Und wer kann sicher sein, dass nicht in weiteren Jahrzehnten oder Jahrhunderten plötzlich wieder Rechtfertigungen für Sklaverei und Steinigungen herausgelesen werden?
Was also hat sich verändert, wenn es nicht die Bibel und nicht andere Grundlagen waren, die zu einer Interpretationsänderung geführt haben? Warum sind die Interpreten plötzlich zu anderen Ergebnissen gekommen?
Eine mögliche Antwort: Die Ansichten in der Bevölkerung über diese Themen hat sich geändert. Man könnte auch sagen: der Zeitgeist. Natürlich kann man von einer einmal festgelegten Interpretation nicht so einfach abrücken. Deshalb die große Wut, mit der die Kleriker jeweils auf die Veränderungen reagierten. Immer wieder versuchten sie, den Zeitgeist aufzuhalten. Und dann, als es klar wurde, dass sie auf verlorenem Posten stehen, haben sie die Positionen erst zähneknirschend akzeptiert, später dann unter dem Kostüm der Nächstenliebe als eigene Idee ausgegeben.
Die Kirchen laufen also dem Zeitgeist ca. 30 bis 100 Jahre hinterher. Die Basis des Menschen- und Menschenrechtebildes der Kirchen ist also nicht die Bibel, sondern der nicht mehr umzukehrende Zeitgeist. Damit wird die Bibel obsolet. Egal, was drin steht, es wird so interpretiert, wie man es gerade braucht. Man könnte meinen: die Kirchen haben gar keinen eigenen Standpunkt, sondern schauen, mir welchen Botschaften sie ihre Anhänger:innen halten können. Es geht nur noch um den Erhalt eines repressiven Systems, das den Klerikern Macht (glücklicherweise immer weniger) und Geld bringt.
Warum aber bleiben die Kleriker nicht bei der einmal festgelegten Interpretation? Ja, die Menschen halten das für altmodisch und überkommen. Und Menschen, die gerade mit ihrem Blut die Demokratie erkämpft haben, hören sich nicht gerne am Sonntag an, dass aber die Monarchie die einzig richtige Regierungsform ist. Vielleicht kämen sie gar nicht mehr in die Kirche, vielleicht verweigern sie gar alle Alimentierung des Klerus. Da macht man denn doch lieber Zugeständnisse.
Entweder verrät die Kirche ihre eigenen Überzeugungen, um zu überleben (und weiter alimentiert zu werden) und schleicht dem Zeitgeist hinterher oder sie bleibt bei den alten Interpretationen und verliert ihre (bzw. viele) Anhänger:innen. Im ersteren Fall erkennen irgendwann die Menschen, dass es gar keine festgelegte &quot;Wahrheit&quot; bei den Kirchen gibt und gehen deswegen, im zweiten gehen sie, weil sie die Kirchen als hoffnungslos rückwärtsgewandt empfinden.
Wir sind gerade in einer Zeit, in der sich der Zeitgeist rasch ändert und sich die Kirchen in ihrer Verwirrung (in welchem Punkt ändern wir unsere Interpretation, in welchem Punkt nicht) in immer größere Widersprüche verwickeln. Welchen Weg die Kirchen auch einschlagen: sie werden bedeutungslos und machen ihre zunehmende Bedeutungslosigkeit selbst immer deutlicher.
Und wenn eines Tages niemand mehr in der Kirche ist, niemand mehr in die Kirche kommt und der letzte Kleriker im letzten Kirchengebäude das Licht löscht - wird er dann sagen: das ist gottgewollt, steht so in der Bibel?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Demokratie, Toleranz, Religionsfreiheit, Frauenrechte, Menschenrechte wurden in der Tat gegen den Willen der Kirche durchgesetzt. Heute tun sie so, als hätten sie dies erfunden bzw. ergäbe es sich aus ihren Grundlagen (Bibel).<br />
Vor nicht allzulanger Zeit lasen sie aus ihrer Bibel, dass Monarchie gottgewollt ist, Frauen nichts zu sagen hätten, niemand einen anderen Gott anbeten dürfe usw. Die Bibel hat sich nicht verändert. Also muss sich wohl die Interpretation der Bibel geändert haben, um plötzlich ganz andere Ansichten für richtig und gottgewollt zu halten. Welche Kriterien nutzen denn diese Bibelinterpreten, wenn sie das eine Mal zu solchen, Jahre später zu anderen Interpretationsergebnissen kommen?<br />
Anders gefragt: Hätten die Kleriker im 18. und 19. Jahrhundert auch schon aus der Bibel lesen können, dass Frauen gleiche Rechte haben sollen, Demokratie besser ist als Monarchie, jedeR sich seine Religion aussuchen kann usw? Denn wenn man das heute rauslesen kann, hätte man es doch auch schon vor 200 Jahren schaffen können. Und wer kann sicher sein, dass nicht in weiteren Jahrzehnten oder Jahrhunderten plötzlich wieder Rechtfertigungen für Sklaverei und Steinigungen herausgelesen werden?<br />
Was also hat sich verändert, wenn es nicht die Bibel und nicht andere Grundlagen waren, die zu einer Interpretationsänderung geführt haben? Warum sind die Interpreten plötzlich zu anderen Ergebnissen gekommen?<br />
Eine mögliche Antwort: Die Ansichten in der Bevölkerung über diese Themen hat sich geändert. Man könnte auch sagen: der Zeitgeist. Natürlich kann man von einer einmal festgelegten Interpretation nicht so einfach abrücken. Deshalb die große Wut, mit der die Kleriker jeweils auf die Veränderungen reagierten. Immer wieder versuchten sie, den Zeitgeist aufzuhalten. Und dann, als es klar wurde, dass sie auf verlorenem Posten stehen, haben sie die Positionen erst zähneknirschend akzeptiert, später dann unter dem Kostüm der Nächstenliebe als eigene Idee ausgegeben.<br />
Die Kirchen laufen also dem Zeitgeist ca. 30 bis 100 Jahre hinterher. Die Basis des Menschen- und Menschenrechtebildes der Kirchen ist also nicht die Bibel, sondern der nicht mehr umzukehrende Zeitgeist. Damit wird die Bibel obsolet. Egal, was drin steht, es wird so interpretiert, wie man es gerade braucht. Man könnte meinen: die Kirchen haben gar keinen eigenen Standpunkt, sondern schauen, mir welchen Botschaften sie ihre Anhänger:innen halten können. Es geht nur noch um den Erhalt eines repressiven Systems, das den Klerikern Macht (glücklicherweise immer weniger) und Geld bringt.<br />
Warum aber bleiben die Kleriker nicht bei der einmal festgelegten Interpretation? Ja, die Menschen halten das für altmodisch und überkommen. Und Menschen, die gerade mit ihrem Blut die Demokratie erkämpft haben, hören sich nicht gerne am Sonntag an, dass aber die Monarchie die einzig richtige Regierungsform ist. Vielleicht kämen sie gar nicht mehr in die Kirche, vielleicht verweigern sie gar alle Alimentierung des Klerus. Da macht man denn doch lieber Zugeständnisse.<br />
Entweder verrät die Kirche ihre eigenen Überzeugungen, um zu überleben (und weiter alimentiert zu werden) und schleicht dem Zeitgeist hinterher oder sie bleibt bei den alten Interpretationen und verliert ihre (bzw. viele) Anhänger:innen. Im ersteren Fall erkennen irgendwann die Menschen, dass es gar keine festgelegte &#8222;Wahrheit&#8220; bei den Kirchen gibt und gehen deswegen, im zweiten gehen sie, weil sie die Kirchen als hoffnungslos rückwärtsgewandt empfinden.<br />
Wir sind gerade in einer Zeit, in der sich der Zeitgeist rasch ändert und sich die Kirchen in ihrer Verwirrung (in welchem Punkt ändern wir unsere Interpretation, in welchem Punkt nicht) in immer größere Widersprüche verwickeln. Welchen Weg die Kirchen auch einschlagen: sie werden bedeutungslos und machen ihre zunehmende Bedeutungslosigkeit selbst immer deutlicher.<br />
Und wenn eines Tages niemand mehr in der Kirche ist, niemand mehr in die Kirche kommt und der letzte Kleriker im letzten Kirchengebäude das Licht löscht &#8211; wird er dann sagen: das ist gottgewollt, steht so in der Bibel?</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: AWQ		</title>
		<link>https://www.awq.de/2023/08/gedanken-zu-impulse-von-stefan-buss-das-kreuz-mit-dem-kreuz/#comment-8694</link>

		<dc:creator><![CDATA[AWQ]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Aug 2023 07:31:20 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://www.awq.de/2023/08/gedanken-zu-impulse-von-stefan-buss-das-kreuz-mit-dem-kreuz/#comment-8683&quot;&gt;Andreas Schloen&lt;/a&gt;.

Hallo Andreas, willkommen auf AWQ. Die Kommentarfunktion ist in erster Linie für zusätzliche Gedanken/Fragen/Anmerkungen/Diskussionen zum jeweiligen Beitrag gedacht. 

Wenn dir also irgendwas zu den Themen &quot;Kreuz&quot;, &quot;christliches Abendland&quot;, &quot;Kriminalgeschichte des Christentums&quot; usw. einfällt, dann gerne her damit! :-) 

Wenn es dir um andere Themen geht, findest du auf AWQ sicher passende Beiträge zu allen möglichen Themen, wo zugehörige Kommentare gut aufgehoben sind.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://www.awq.de/2023/08/gedanken-zu-impulse-von-stefan-buss-das-kreuz-mit-dem-kreuz/#comment-8683">Andreas Schloen</a>.</p>
<p>Hallo Andreas, willkommen auf AWQ. Die Kommentarfunktion ist in erster Linie für zusätzliche Gedanken/Fragen/Anmerkungen/Diskussionen zum jeweiligen Beitrag gedacht. </p>
<p>Wenn dir also irgendwas zu den Themen &#8222;Kreuz&#8220;, &#8222;christliches Abendland&#8220;, &#8222;Kriminalgeschichte des Christentums&#8220; usw. einfällt, dann gerne her damit! 🙂 </p>
<p>Wenn es dir um andere Themen geht, findest du auf AWQ sicher passende Beiträge zu allen möglichen Themen, wo zugehörige Kommentare gut aufgehoben sind.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Andreas Edmüller		</title>
		<link>https://www.awq.de/2023/08/gedanken-zu-impulse-von-stefan-buss-das-kreuz-mit-dem-kreuz/#comment-8693</link>

		<dc:creator><![CDATA[Andreas Edmüller]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Aug 2023 06:03:26 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://www.awq.de/?p=16866#comment-8693</guid>

					<description><![CDATA[Tja, das war jetzt mal wieder nix mit dem Kreuz Buben. Das Symbol kommt aus Frankreich; der originale französische Name ist &quot;Trèfle&quot; (deutsch: &quot;Klee&quot;), das Kartensymbol stellt ein dreiblättriges Kleeblatt dar - kein &quot;Kreuz&quot;. Macht aber anscheinend nix - Hauptsache es wird christlich herumfabuliert. Fakten stören da nur. Wie auch sonst bei den Phantatsereien des Herrn Buß.

Herr Buß glaubt natürlich auch die Phantasiegeschichten aus dem NT und hält wahrscheinlich auch die Filme um Pumuckl für einen Beweis seiner Existenz ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Tja, das war jetzt mal wieder nix mit dem Kreuz Buben. Das Symbol kommt aus Frankreich; der originale französische Name ist &#8222;Trèfle&#8220; (deutsch: &#8222;Klee&#8220;), das Kartensymbol stellt ein dreiblättriges Kleeblatt dar &#8211; kein &#8222;Kreuz&#8220;. Macht aber anscheinend nix &#8211; Hauptsache es wird christlich herumfabuliert. Fakten stören da nur. Wie auch sonst bei den Phantatsereien des Herrn Buß.</p>
<p>Herr Buß glaubt natürlich auch die Phantasiegeschichten aus dem NT und hält wahrscheinlich auch die Filme um Pumuckl für einen Beweis seiner Existenz &#8230;</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Andreas Schloen		</title>
		<link>https://www.awq.de/2023/08/gedanken-zu-impulse-von-stefan-buss-das-kreuz-mit-dem-kreuz/#comment-8683</link>

		<dc:creator><![CDATA[Andreas Schloen]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Aug 2023 17:24:59 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://www.awq.de/?p=16866#comment-8683</guid>

					<description><![CDATA[Hallo ich bin neu hier und möchte mich gerne über die verschiedenen Themen unterhalten. Ich stehe in einer persönlichen Beziehung mit Gott seit 1984 und habe es nie bereut. Ich denke bei fairen Umgang lässt sich Gott in Jesus Christus entdecken]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo ich bin neu hier und möchte mich gerne über die verschiedenen Themen unterhalten. Ich stehe in einer persönlichen Beziehung mit Gott seit 1984 und habe es nie bereut. Ich denke bei fairen Umgang lässt sich Gott in Jesus Christus entdecken</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
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