Wenn ein Engel befiehlt und ein Mädchen gehorcht – Stefan Buß und die Glorifizierung der Unterwerfung – Gedanken zum Impuls: Stefan Buß: Maria Verkündigung am 25. März, verkündigt von Stadtpfarrer Stefan Buß am 25.3.26, veröffentlicht von Osthessennews
Darum geht es
Stefan Buß präsentiert die mythologische Geschichte der „Verkündigung“ (Engel Gabriel erscheint der 12-14-jährigen Maria) als Vorbild für „Gespräche“, glorifiziert dabei Marias „demütiges Zustimmen“ zu einem nicht verhandelbaren göttlichen Plan als Ideal („So sollte jedes Gespräch sein“), leugnet das offensichtliche Machtgefälle (allmächtiger Gott vs. machtloses Mädchen) als „tiefes Aufeinandertreffen“ statt „von oben herab“, romantisiert eine Kinderschwangerschaft ohne informierte Zustimmung, vereinnahmt säkulares Verhalten („heller und heiler“ machen) religiös („Gott zu den Menschen bringen“), verschweigt die Möglichkeit zu „Nein“ und setzt damit sein systematisches Unterwerfungsprogramm fort – während die säkulare Alternative lautet: Autonomie statt Unterwerfung, informierte Zustimmung statt „demütiges Zustimmen“, „Nein“ als legitimes Recht, Gespräche auf Augenhöhe statt religiös verklärter Machtausübung.Am 25. März 2026 veröffentlicht Stadtpfarrer Stefan Buß einen Impuls zu „Maria Verkündigung“. Er erzählt die Geschichte aus dem Lukasevangelium: Der Engel Gabriel erscheint Maria, verkündet ihr, dass sie schwanger werden wird, Maria stimmt zu.
Buß präsentiert diese Geschichte als Vorbild für Gespräche: „So sollte jedes Gespräch sein“ – geprägt von „Offenheit“, „demütigem Zustimmen“, einem „tiefen Aufeinandertreffen“.
Doch bei genauer Analyse zeigt sich: Diese Geschichte ist kein Vorbild für Gespräche, sondern Propaganda für Unterwerfung. Ein allmächtiger Gott befiehlt, ein junges Mädchen gehorcht – und Buß nennt das „kein von oben herab“.
Dieser Beitrag analysiert Buß‘ Text, stellt die historischen Fakten klar und zeigt: Dies ist die Fortsetzung seines systematischen Unterwerfungsprogramms – nur diesmal mit Maria als Rollenmodell.
Mythologie als historische Realität: Die Verkündigungsgeschichte
Was Buß erzählt
„Der Engel Gabriel kommt zu Maria, dem jungen Mädchen in Nazareth und bringt eine umwerfende Botschaft mit (Lk.1,26-38). Sie soll ein Kind zur Welt bringen. […] Das Kind wird ‚Sohn Gottes genannt werden.'“
Buß erzählt diese Geschichte als historisches Ereignis. Es gibt keine kritische Distanzierung, keine Einordnung als Mythologie, keine historisch-kritische Kontextualisierung.
Stattdessen: „Die Geschichte ist vielen vertraut“ – als ob Vertrautheit ein Wahrheitskriterium wäre.
Die historischen Fakten
Das Lukasevangelium wurde ca. 80-90 n.u.Z. verfasst – also etwa 50-60 Jahre nach den angeblichen Ereignissen, die in den Evangelien erzählt werden. Der Autor war kein Augenzeuge und hatte keinen direkten Zugang zu den Beteiligten.
Die Geburtsgeschichten bei Lukas und Matthäus (die einzigen beiden Evangelien, die überhaupt eine Geburtsgeschichte erzählen) sind:
- Theologische Konstruktionen: Sie dienen dazu, Jesus als Messias und „Sohn Gottes“ zu etablieren
- Literarische Motive: Engelserscheinungen, Jungfrauengeburten, göttliche Ankündigungen sind gängige Motive antiker religiöser Texte
- Widersprüchlich: Lukas und Matthäus erzählen völlig unterschiedliche Versionen (Volkszählung bei Lukas, Flucht nach Ägypten bei Matthäus – beides historisch nicht belegbar)
Die historisch-kritische Bibelwissenschaft (auch innerhalb der Theologie) ist sich weitgehend einig: Die Verkündigungsgeschichte ist keine historische Reportage, sondern eine theologische Erzählung.
Jungfrauengeburt: Biologische Unmöglichkeit als Glaubensinhalt
Buß schreibt verharmlosend: „Das Kind wird ‚Sohn Gottes genannt werden.'“
Was er nicht explizit sagt, aber impliziert: Maria wird schwanger, ohne Geschlechtsverkehr gehabt zu haben. Das ist die Lehre der Jungfrauengeburt (lat. virginitas ante partum, in partu, post partum – Jungfräulichkeit vor, während und nach der Geburt).
Biologisch ist das unmöglich. Parthenogenese (Jungfrauengeburt) gibt es bei einigen Tierarten (z.B. Komodowarane, Haie), aber nicht bei Säugetieren – und schon gar nicht würde dabei ein männliches Kind entstehen (Parthenogenese produziert genetische Klone der Mutter).
Buß präsentiert diese biologische Unmöglichkeit als selbstverständlich – ohne kritische Distanzierung, ohne Hinweis darauf, dass dies eine Glaubensaussage ist, nicht eine historische Tatsache.
Antike Parallelen: Götterkinder waren nichts Neues
Die Idee, dass Götter mit menschlichen Frauen Kinder zeugen, war in der Antike weit verbreitet:
- Griechische Mythologie: Herakles (Sohn des Zeus), Perseus (Sohn des Zeus), Dionysos (Sohn des Zeus)
- Römische Mythologie: Romulus und Remus (Söhne des Mars), Caesar und Augustus wurden nach ihrem Tod als Söhne Gottes verehrt
- Ägyptische Mythologie: Pharaonen galten als Söhne der Götter
Die Verkündigungsgeschichte bedient sich dieser antiken literarischen Konvention: Ein besonderer Mensch wird durch göttliche Abstammung legitimiert.
Das ist kein Beleg für göttliche Intervention, sondern literarische Hagiographie.
„Demütiges Zustimmen“: Glorifizierung von Unterwerfung
Wie Buß die Geschichte rahmt
Buß beschreibt Marias Reaktion so:
„Sie hört zu und ist offen für das Wort Gottes. Sie ist nicht vorschnell, ganz im Gegenteil. […] Zaghaft kann sie so auf die zweite Anrede hin eine Frage stellen, die zugleich demütiges Zustimmen ausdrückt, um schließlich bei der dritten Anrede eine Antwort zu finden. Nicht im vorschnellen Abtun, sondern in Offenheit für das Gegenüber, in dem ihr Gott begegnet, zeigt sich uns Maria. So sollte jedes Gespräch sein.“
Buß glorifiziert hier:
- „Zaghaft“ – Unsicherheit, Zurückhaltung
- „Demütiges Zustimmen“ – Unterwerfung
- „Offenheit für das Gegenüber“ – keine kritische Distanz, kein Widerspruch
- „Nicht im vorschnellen Abtun“ – Ablehnung wird negativ konnotiert
Und dann die Generalisierung: „So sollte jedes Gespräch sein“.
Das ist keine Beschreibung eines guten Gesprächs. Das ist Propaganda für Unterwerfung. Inwieweit hier womöglich auch die Wunschvorstellung des Autors zum Ausdruck kommt, mit dem ich gerade einen längeren E-Mail-Austausch hatte, kann ich nur vermuten.
Das Machtgefälle: Gott vs. junges Mädchen
Schauen wir uns die Situation an:
- Eine Seite: Allmächtiger Gott, vertreten durch einen Engel, verkündet einen nicht verhandelbaren Plan
- Andere Seite: Junges Mädchen (12-14 Jahre alt, siehe unten), keine Macht, keine Wahl
Das ist kein Gespräch auf Augenhöhe. Das ist ein extremes Machtgefälle.
Maria hatte keine echte Wahl:
- Sie kann nicht „Nein“ sagen (was würde passieren, wenn sie Gottes Plan ablehnt?)
- Sie hat keine Information über die Konsequenzen (Schwangerschaft außerhalb der Ehe war sozial ruinös, potenziell lebensgefährlich – Steinigung war die mögliche Strafe)
- Sie hat keine Bedenkzeit, keine Beratung, keine Alternative
Heute würden wir das keine informierte Zustimmung nennen. In medizinischen, rechtlichen und ethischen Kontexten gilt:
- Informierte Zustimmung erfordert: vollständige Information, Freiwilligkeit, keine Zwangsausübung, Möglichkeit zur Ablehnung
- Zustimmung unter Zwang oder Machtgefälle ist keine gültige Zustimmung
Doch Buß präsentiert Marias „Ja“ als Vorbild: „So sollte jedes Gespräch sein.“
Fortsetzung des Unterwerfungsprogramms
Dieser Text ist die logische Fortsetzung von Buß‘ systematischem Unterwerfungsprogramm:
- 25.02. („Herz an der Angel“): Emotionale Gefangennahme
- 28.02. („Salz der Erde“): Instrumentalisierung
- 07.03. („Teufel“): Diffamierung von Autonomie
- 11.03. („Kentenich“): Externe Identität
- 14.03. („Trügerisches Herz“): Selbstmisstrauen
- 18.03. („Frieden“): Kontrollverlust
- 21.03. („MISEREOR“): Religiöse Vereinnahmung
- 25.03. („Maria Verkündigung“): „Demütiges Zustimmen“ als Vorbild
Das Muster ist konsistent: Unterwerfung unter Gottes Willen wird glorifiziert, Autonomie wird diffamiert, kritisches Hinterfragen wird als „vorschnelles Abtun“ delegitimiert.
„Kein von oben herab“ – aber genau das ist es
Buß schreibt:
„Wo Gott sich auf den Menschen zubewegt und sich dieser ihm öffnet, gibt es kein ‚von oben herab‘ und kein ‚von unten nach oben‘ mehr, sondern ein tiefes Aufeinandertreffen.“
Das ist eine bemerkenswerte Umdeutung.
Die Situation ist eindeutig „von oben herab“:
- Gott: Allmächtig, allwissend, Schöpfer des Universums, sendet einen Engel
- Maria: Junges, machtloses Mädchen, keine Information, keine Wahl
Das ist maximales Machtgefälle. Gott befiehlt, Maria gehorcht.
Doch Buß nennt das „tiefes Aufeinandertreffen“ – als ob beide Seiten gleichberechtigt wären.
Das ist Orwell’sche Sprachumdeutung:
- Unterwerfung = „demütiges Zustimmen“
- Machtgefälle = „tiefes Aufeinandertreffen“
- Befehl = „Zwiegespräch“
- Gehorsam = „Offenheit“
Die Realität: Es IST „von oben herab“ – nur eben religiös verklärt.
Die historische Realität: Kinderschwangerschaft
Buß schreibt verharmlosend von einem „jungen Mädchen“ und einer „jungen Frau“.
Die historische Realität: In der jüdischen Gesellschaft zur Zeit Jesu wurden Mädchen üblicherweise im Alter von 12-14 Jahren verlobt (Verlobung = Erusin, rechtlich bindend, aber Ehe noch nicht vollzogen).
Das bedeutet: Maria war höchstwahrscheinlich 12-14 Jahre alt, als sie der Geschichte nach schwanger wurde.
Heute würden wir das Kinderschwangerschaft nennen – und es wäre in den meisten Ländern strafbar (sexueller Missbrauch von Minderjährigen).
Natürlich war das damals gesellschaftlich akzeptiert (frühe Heirat und Schwangerschaft waren normal). Aber das ändert nichts daran, dass aus heutiger Sicht:
- Ein Kind schwanger wird
- Ohne informierte Zustimmung
- Ohne Wahlmöglichkeit
- Mit massiven sozialen und gesundheitlichen Risiken
Buß romantisiert diese Situation und präsentiert sie als Vorbild.
Das ist, höflich ausgedrückt, ethisch problematisch.
Religiöse Vereinnahmung: „Gott in die Welt bringen“
Buß schreibt:
„Gott in die Welt bringen … Bedeutet das nicht, dass wir durch unser Leben, unsere Haltung ein wenig dazu beitragen, dass es in unserer Umgebung ‚heller und heiler‚ wird?“
Und weiter:
„Auch wenn wir uns unserer Schwächen, unserer Armseligkeit bewusst sind – wie Maria – sagen wir eigentlich jedes Mal, wenn wir durch unser Tun und Reden Gott zu den Menschen bringen, das ‚Ja‘, das auch Maria gesprochen hat!“
Wieder die religiöse Vereinnahmung säkularer Werte:
- „Heller und heiler“ machen = säkulares Verhalten (hilfsbereit, freundlich, unterstützend sein)
- Wird umgedeutet zu: „Gott in die Welt bringen“, „Gott zu den Menschen bringen“
Menschen können „heller und heiler“ machen ohne Gott:
- Durch Empathie (evolutionär verankert)
- Durch Vernunft (Einsicht in Konsequenzen)
- Durch säkulare Ethik (Menschenrechte, Kant, Utilitarismus)
Buß rahmt säkulares Verhalten religiös, um:
- Die Relevanz von Religion zu behaupten
- Säkulare Alternativen zu delegitimieren
- Marias „Ja“ (= Unterwerfung) als Vorbild zu etablieren
Das ist intellektuelle Unredlichkeit.
Das „Ja“ als Fatalismus: Keine Möglichkeit zu „Nein“
Buß glorifiziert Marias „Ja“:
„Durch das ‚Ja‘ Marias öffnet sich die Tür von Gott zum Menschen neu.“
Und:
„Wir sagen eigentlich jedes Mal, wenn wir durch unser Tun und Reden Gott zu den Menschen bringen, das ‚Ja‘, das auch Maria gesprochen hat!“
Das „Ja“ wird zum Ideal erhoben. Aber was fehlt?
Die Möglichkeit zu „Nein“.
Ein „Ja“ ist nur dann wertvoll und ethisch legitim, wenn „Nein“ eine echte Option ist:
- Informierte Zustimmung erfordert die Möglichkeit zur Ablehnung
- Freiwilligkeit erfordert, dass beide Optionen gleichwertig zugänglich sind
- Autonomie erfordert, dass die Person selbstbestimmt entscheiden kann
Doch in Buß‘ Erzählung:
- Maria kann nicht „Nein“ sagen (Gott vs. Mensch = keine echte Wahl)
- „Nein“ wird nicht als Option erwähnt (nur „vorschnelles Abtun“ als negativ)
- „Ja“ wird glorifiziert („öffnet die Tür“, „Vorbild“)
Das ist keine Zustimmung. Das ist Fatalismus: Die Akzeptanz des Unausweichlichen wird als Tugend umgedeutet.
Säkulare Ethik würde sagen: Ein „Ja“ ist nur dann wertvoll, wenn „Nein“ eine legitime und respektierte Option ist.
Säkulare Alternative: Autonomie, informierte Zustimmung, Ablehnung als Recht
Gegen Buß‘ Glorifizierung der Unterwerfung steht die säkulare Alternative:
1. Autonomie statt Unterwerfung
Menschen sind autonom:
- Sie können selbstbestimmt entscheiden
- Sie brauchen keine externe Autorität (Gott, Engel), die ihnen sagt, was richtig ist
- Sie sind nicht armselig (wie Buß schreibt: „unsere Armseligkeit“), sondern würdevoll
Buß‘ Menschenbild ist negativ: Menschen sind schwach, armselig, auf Gottes Gnade angewiesen.
Das humanistische Menschenbild ist positiv: Menschen sind fähig, kompetent, selbstwirksam.
2. Informierte Zustimmung statt „demütiges Zustimmen“
Ethische Zustimmung erfordert:
- Vollständige Information: Was sind die Konsequenzen? Was sind die Risiken?
- Freiwilligkeit: Keine Zwangsausübung, kein Machtgefälle
- Bedenkzeit: Zeit zum Nachdenken, Beratung einholen
- Möglichkeit zur Ablehnung: „Nein“ ist eine legitime Option
Marias „Ja“ erfüllt keine dieser Kriterien.
Buß‘ „demütiges Zustimmen“ ist keine ethische Zustimmung, sondern Unterwerfung.
3. Ablehnung als legitimes Recht
Ein gutes Gespräch (wie Buß behauptet, Marias Geschichte sei ein Vorbild) ist gekennzeichnet durch:
- Gleichberechtigung: Beide Seiten haben gleiche Macht
- Respekt: Ablehnung wird akzeptiert, nicht als „vorschnelles Abtun“ diffamiert
- Offenheit: Beide Seiten können ihre Meinung ändern
- Kritik: Hinterfragen ist legitim, nicht „unzaghaft“
Marias „Gespräch“ mit dem Engel erfüllt keine dieser Kriterien.
Es ist kein Vorbild für Gespräche, sondern ein Beispiel für Machtausübung.
4. „Heller und heiler“ ohne Götter
Menschen können die Welt „heller und heiler“ machen ohne religiöse Rahmung:
- Durch Empathie (evolutionär verankert, keine Religion nötig)
- Durch Bildung (Aufklärung, Wissenschaft)
- Durch politisches Engagement (Demokratie, Menschenrechte)
- Durch säkulare Ethik (Kant, Utilitarismus, Menschenrechte)
Das ist nicht „Gott zu den Menschen bringen“. Das ist menschliche Handlungsfähigkeit.
Fazit: Mythologie als Propaganda für Unterwerfung
Stefan Buß‘ Impuls zu „Maria Verkündigung“ ist ein Paradebeispiel für religiöse Propaganda, die als „Vorbild für Gespräche“ getarnt wird.
Was Buß tut:
- Mythologie als Fakt präsentieren: Die Verkündigungsgeschichte wird erzählt, als wäre sie historisch passiert (keine kritische Einordnung)
- Biologische Unmöglichkeit verharmlosen: Jungfrauengeburt wird als selbstverständlich präsentiert
- Unterwerfung glorifizieren: Marias „demütiges Zustimmen“ wird als Vorbild präsentiert („So sollte jedes Gespräch sein“)
- Machtgefälle leugnen: Gott vs. Mädchen = „kein von oben herab“, sondern „tiefes Aufeinandertreffen“
- Kinderschwangerschaft romantisieren: Maria war 12-14 Jahre alt – wird als „junges Mädchen“ verharmlost
- Säkulare Werte vereinnahmen: „Heller und heiler“ machen = „Gott in die Welt bringen“
- Fatalismus propagieren: „Ja“ wird glorifiziert, „Nein“ als Option wird verschwiegen
Das ist die Fortsetzung von Buß‘ systematischem Unterwerfungsprogramm:
- Emotionale Gefangennahme → Instrumentalisierung → Diffamierung von Autonomie → Externe Identität → Selbstmisstrauen → Kontrollverlust → Religiöse Vereinnahmung → „Demütiges Zustimmen“ als Vorbild
Die säkulare Alternative:
- Autonomie statt Unterwerfung: Menschen sind selbstbestimmt, nicht armselig
- Informierte Zustimmung statt „demütiges Zustimmen“: Vollständige Information, Freiwilligkeit, Bedenkzeit, Möglichkeit zur Ablehnung
- „Nein“ ist ein legitimes Recht: Ablehnung ist keine Schwäche, sondern Ausdruck von Autonomie
- Gespräche sind gleichberechtigt: Kein Machtgefälle, keine „demütige Offenheit“, sondern kritisches Hinterfragen
- „Heller und heiler“ ohne Götter: Durch Empathie, Vernunft, säkulare Ethik – nicht durch „Gott in die Welt bringen“
Die humanistische Botschaft bleibt: Du brauchst kein „demütiges Ja“ zu einem allmächtigen Gott. Du darfst „Nein“ sagen. Du bist nicht armselig, sondern würdevoll. Deine Autonomie ist kein Defizit, sondern ein Recht. Und gute Gespräche sind gleichberechtigt – nicht Befehle von oben, die als „tiefes Aufeinandertreffen“ verklärt werden.


















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