Warum beten, wenn Gott doch schon alles weiß?
Warum ein Pastor zugibt, dass Gebet bei einem allwissenden Gott sinnlos wäre – und diese Einsicht ohne Begründung wieder kassiert.
Kirchen-, Glaubens- und Religionskritik • Aufklärung • Säkularismus • Humanismus
Warum ein Pastor zugibt, dass Gebet bei einem allwissenden Gott sinnlos wäre – und diese Einsicht ohne Begründung wieder kassiert.
Pfarrer Ulrich Piesche predigt bei der 46. Frauenwallfahrt zum Gehilfersberg vom „Draht zu Gott“ – einem Bild, das sich die Plausibilität eines technischen Geräts borgt und dessen entscheidende Eigenschaft weglässt: die Prüfbarkeit. Der Sender sendet immer, die Störung liegt grundsätzlich beim Empfänger. Gelobt wird an den Frauen ausgerechnet das unbemerkte Leiden – von einem Mann, in einer Institution, die genau diesen Frauen das Wort im Gottesdienst verweigert.
Warum die Antwort auf fragen.evangelisch.de zur Frage nach einem Gebetszeichen die eigentliche Frage nicht klärt, sondern nur zu mehr Vertrauen auffordert.
Kann Gott bei quälenden Gedanken helfen? Die Antwort auf fragen.evangelisch.de widerlegt sich im letzten Satz selbst.
Stefan Buß‘ Antonius-Impuls macht aus dem verlorenen Schlüssel den verlorenen Menschen. Eine Analyse der Äquivokation, der geglätteten Legende, des falsch zitierten Gleichnisses – und dessen, was der eigene Katechismus zum Versprechen vom Nicht-endgültig-verloren-Sein sagt.
Ein frommer Impuls über das Emmaus-Gebet entpuppt sich als Lehrstück darüber, wie Religion emotionale Not in Gottesabhängigkeit ummünzt, statt zu eigenständiger Krisenbewältigung zu befähigen.
Endlich Ehrlichkeit über die Nutzlosigkeit des Gebets – aber dann religiöse Kitschmetaphern statt Konsequenzen, Theodizee-Ausweichen statt Gottesfrage und säkulare Lösungen im Auferstehungsgewand.
Beck flüchtet angesichts realer Kriegsgewalt in eine biblische Sturm-Metapher, naturalisiert damit politische Konflikte als schicksalhafte Naturgewalten, ersetzt wirksames politisches Handeln durch wirkungsloses Gebet und verkauft diese Ohnmacht als spirituelle Weisheit – eine Entmündigung mündiger Bürger durch religiöse Passivitätsrhetorik, präsentiert im öffentlich-rechtlichen Fernsehen.
Stadtpfarrer Stefan Buß aus Fulda lädt in seinem heutigen „Impuls“ auf osthessen-news.de ein, täglich mit Gott zu sprechen. Ein für Christen vermutlich sympathischer Gedanke – wäre da nicht die Kleinigkeit, dass in diesem angeblichen „Dialog“ seit Jahrtausenden dokumentiert nur eine Seite zu Wort kommt.
Oh Gott, nein: Berufsbeter Krannich genügt die Einbildung, mit seinen Bittgebeten in einer göttlichen Dauerwarteschleife zu landen.
Gebet verbindet: Pfarrer Welter empfindet Mitleid mit den Israeliten, weil ein Psalmist mit der Schilderung von Leid versucht, seinen Gott dazu zu bewegen, die Feinde zu vernichten. Letzteres lässt Herr Welter aber einfach weg.
In Gleichgültigkeit der furchtbaren Folgen religiöser Indoktrination gegenüber spinnt Frau Eichert religiöse Friedensfantasien zusammen.
Je überzeugter jemand religiöse Glaubensgewissheiten glaubt und befolgt, desto näher bewegt er sich vom Gebet in Richtung Wahnerkrankung.
Pfarrer Buß erklärt, was christlicher Glaube in Krisen bieten kann, warum man ihn keinesfalls aufgeben sollte und wie der Himmelcode lautet.
Franziskanerpater Korbinian Klinger und seine Mönche vom Kreuzberg bieten einen Online-Service für Gebetsanliegen an. Dazu einige Fragen.
Damit der liebe Gott das Corona-Krisengebet auch wirklich versteht, hat Sybille eine aktualisierte Version in leicht verständlicher Sprache verfasst.
Evangelikale Christen hatten mit der PR-Aktion deutschlandbetetgemeinsam zu einem kollektiven Online-Gebet aufgerufen. Eine kritische Analyse.
Lieber Gott, ich danke dir, dass du netter bist zu mir, als zu all den anderen Leuten, die dir nicht so viel bedeuten.
Beim Kirchentag steht Pfarrer Rommert im Wald und empfiehlt, auf andere Menschen sowie auf Gott zu vertrauen. Aber verdient sein Gott wirklich Vertrauen?
Toleranz des Tolerierbaren, Mitmenschlichkeit und Aufeinander-zugehen kann gegen Terror helfen. Einen Gott durch beten zu involvieren hingegen nicht.
Sorgt Gott für gutes Wetter, wenn man ihn darum bittet? Gott erfüllt keine Wünsche, aber bitten könne man ihn trotzdem – fürs Gefühl, so Pfarrer Muchlinsky.
Jens fragt bei der evangelischen Kirche nach: Erhört Gott meine Gebete nicht? Die Antwort: Gut gemeint, aber auch irreführend…
Christen haben unterschiedliche Vorstellungen, wie Gebete konkret funktionieren sollen. Gebetslogik am Beispiel Erntedank und Fragen zur Gebetstheorie.
Der Friedensaktivist Peter Steudtner wurde in der Türkei mit absurder Begründung inhaftiert. Was helfen die Gebete seiner Glaubensbrüder und -schwestern?
Gastbeiträge geben die Meinung der Gastautoren wieder.

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