Kommentar zu: Veränderten Verhältnissen anpassen – Umbauten in Bad Neustadt

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Kommentar zu: Veränderten Verhältnissen anpassen – Barrierefreier Eingang, neue Lautsprecher, mobiler Altarraum, Originalartikel verfasst von Marion Eckert zu kirchlichen Umbaumaßnahmen in Bad Neustadt, veröffentlicht am 26.07.16 von Osthessennews

Die Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt Zug um Zug den veränderten pastoralen Verhältnissen anpassen, sie zu einer offenen und einladenden Kirche für jeden, der auf der Suche nach Lebenssinn ist umzugestalten, ist eine Aufgabe, die sich Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung gemeinsam mit Pfarrer Dr. Andreas Krefft vorgenommen haben.*

“Veränderte pastorale Verhältnisse” ist ein arger Euphemismus für die eigentliche Aussage: “Wie schaffen wir es, dass sich die übriggebliebenen Kirchenbesucher nicht gar so verloren vorkommen beim Kirchenbesuch?” Auch die im Artikel vorgestellten Maßnahmen aus Bad Neustadt stützen diese These.

Religion und Lebenssinn

Inwiefern eine Kirche, deren Ideologie auf einer um erfundene Phantasiewesen erweiterten Scheinwirklichkeit beruht, überhaupt bei der Suche des Lebenssinns beitragen kann, ist mehr als fraglich.

Das ist aber auch gar nicht ihre eigentliche Absicht, sondern nur vorgeschobenes Mittel zum Zweck. Der Sinn von auf Göttern beruhenden Aussagen jedenfalls entbehrt jeder rationalen Sinnhaftigkeit.

In Abstimmung mit dem Bau- und Kunstreferat Diözese Würzburg werde nach Lösungen gesucht,[…] aber auch um mehr Nähe des Priesters zu den Gottesdienstbesuchern herzustellen.

Da ist nur zu hoffen, dass es nicht allzuviele religiöse Fundamentalisten in der Herde von Bad Neustadt gibt. Die würden nämlich zu viel Gemütlichkeit beim Gottesdienst gar nicht schätzen.

Wenns nach ihnen geht, liest der Priester seine Messe natürlich mit dem Rücken zum sündigen Abschaum. Auf Latein. Denen geht es um Nähe zu Gott. Und nicht um Nähe zu den Menschen.

[…] Durch gezielte Aktionen, wie Konzerte oder Spendenaufrufe sollen die notwendigen Finanzmittel aufgebracht werden.

Bei einem aktiven Gesamtvermögen von 360 Millionen Euro (Stand 2010, Quelle) könnte ja vielleicht auch die zuständige Diözese Würzburg noch ein paar Euro für die arme Pfarrei Bad Neustadt beisteuern.

Kirche Bad Neustadt: Brutalste Gewaltdarstellungen für die “lebendige Gemeinde”

[…] Pfarrer Dr. Krefft verweist auf eine Studie, die sich mit der Bedeutung des Kirchenraumes für eine lebendige Gemeinde auseinandersetzt und besagt, dass gerade die Gestaltung der liturgischen Räume prägend für den Glauben der Menschen seien und zwar ab vom frühesten Alter an.

Dann möge mir Herr Pfarrer Dr. Krefft bitte mal erklären, welche Prägung er sich von den Darstellungen in einer bestimmten Kirche in einem Stadtteil von Bad Neustadt an der Saale verspricht:

Kirchenkunst in Bad Neustadt für die lebendige Gemeinde
Kirchenkunst in Bad Neustadt für die lebendige Gemeinde

Und es würde mich interessieren, ob er diese Darstellung für Menschen, speziell für Menschen “ab dem frühesten Alter an” für bedeutsam und geeignet hält.

Ich halte es für pervers, dass ausgerechnet eine fast lebensgroße Darstellung eines Mannes, der ein Schwert quer durch den Hals stecken hat, eine besondere Bedeutung für eine “lebendige (sic!) Gemeinde” haben soll.

Ähnliche Beispiele für Darstellungen teils brutalster Gewalt, Diskriminierung, Leid und Qual aller Art finden sich in fast allen katholischen Kirchen im Landkreis.

*Die als Zitat gekennzeichneten Abschnitte stammen aus dem eingangs genannten und verlinkten Originalartikel.

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