Ergänzt: Impulse von Stadtpfarrer Buß: Advent buchstabieren

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Ergänzt: Impulse von Stadtpfarrer Buß: Advent buchstabieren, veröffentlicht am 1.12.21 von osthessennews.de

Darum geht es

Give me an A: Wir ergänzen die Begriffe, die Pfarrer Buß bei seinem adventlichen Buchstabenspiel vergessen hat.
Advent 2021

Zum Beginn der Adventszeit verwendet Pfarrer Buß einen „Impuls“ zum freien Assoziieren bezüglich der Buchstaben A, D, V, E, N und T.

Wir ergänzen seine Einfälle um einige Begriffe, die er vermutlich nicht mit Advent in Verbindung bringt und die aber jeden Katholiken ins Grübeln bringen sollten, was seine weitere Mitgliedschaft in dieser Vereinigung angeht:

A

Der Buchstabe A im Wort Advent steht für andere Menschen. Wir denken daran, wie wir anderen Menschen helfen können. Er steht auch für anhören und ankommen. Wir hören Gottes Wort und warten auf die Ankunft von Jesus.

(Quelle der so als Zitat gekennzeichneten Abschnitte: Impulse von Stadtpfarrer Buß: Advent buchstabieren, veröffentlicht am 1.12.21 von osthessennews.de)
  • Aberglaube – aus Sicht von Gläubigen: Alle Glauben außer der jeweils eigene
  • Arroganz, klerikale – vorzugeben, man wüsste Dinge, die man nicht wissen kann
  • Abzocke – so zu tun, als sei die Kirche in Deutschland auf Spenden angewiesen
  • Akten – dokumentieren die systematische Vertuschung durch die katholische Kirche der sexualisierten Gewalt von pädokriminellen Priestern und werden teilweise bis heute unter Verschluss gehalten #rausmitderakte
  • Agitation, religiöse – Anstiftung, unwahre Behauptungen für wahr zu halten
  • Absurdität – religiöse Mythologie bei Licht betrachtet
  • Absolution – Kirchliche Erlaubnis zum Weitersündigen.1Quelle: Volker Dittmar
  • Allmacht – Der Besitz aller Macht, außer der, sich unvoreingenommenen Menschen zeigen zu können.2Quelle: Volker Dittmar
  • Almosen – Ein kleiner Obolus, mit dem man sich die Friedfertigkeit der Armen erkauft.3Quelle: Volker Dittmar
  • Atheismus – (1) nicht so tun, als gäbe es Götter (2) nur ein Gott weniger als Monotheismus
  • Austritt – siehe → kirchenaustrtitt.de
  • AWQ.DE – Answers without questions, Beiträge zur Kirchen-, Glaubens- und Religionskritik, Aufklärung, Säkularismus, Humanismus

D

Der Buchstabe D steht für danken. Wir danken Gott, dass er für uns da ist. Er steht auch für Dunkelheit. In das Dunkel der Welt will Gott uns Licht bringen.

  • Denkfehler, antrainierter, chronischer – religiöser Glaube
  • Dummheit – das Fürwahrhalten von und das Festhalten an falschen Behauptungen auch wider besseres Wissen
  • Denkverzicht – erforderlich, um religiös glauben zu können
  • Denkverbot – spätenstens dann, wenn weiteres Nachdenken den Glauben gefährden würde
  • Dissonanz, kognitive – das unangenehme Gefühl, das der Widerspruch von Wunsch und Wirklichkeit erzeugt
  • Dünkel – spezifischer Hochmut eines Standes gegenüber anderen, als ‚niedriger‘ erachteten Ständen.4Quelle: Wikipedia
  • Dogmatismus – religiöser Ersatz für eine gültige Beweisführung

V

Der Buchstabe V steht für Vorbereitung. Wir bereiten uns auf die Geburt Jesu vor. Er steht aber auch für Versöhnung. Gott schenkt uns die Vergebung und gibt uns die Kraft einander zu vergeben.

  • Verführung Minderjähriger – religiöse Indoktrination von Kindern
  • Vergewaltigung Minderjähriger – von der katholischen Kirche tausendfach ermöglicht und jahrzehntelang systematisch vertuscht
  • Vertuschung – siehe → Vergewaltigung, → Akte
  • Verdorbenheit, klerikale – nicht nur in Form von Einzelfällen anzutreffen
  • Verantwortungslosigkeit – (1) Menschen mit falschen Versprechen in die Irre führen (2) Als Christ Menschen, die nicht an den Bibelgott glauben nicht immer wieder eindringlich vor den furchtbaren Höllenqualen warnen, die er diesen androht und die ja genauso Teil der „Frohen Botschaft“ sind, an die Christen glauben
  • Verlust der Realität – umso gravierender, je ernster Glaubenslehren genommen werden
  • Vermögen – katholische Kirche Deutschland: geschätzt 200 – 470 Milliarden Euro (Quelle); liquides Vermögen Bistum Fulda: 456 Millionen Euro (Quelle)
  • Verbrechen des Christentums – siehe 10bändige Kriminalgeschichte des Christentums zzgl. der jüngeren Vergangenheit
  • Vorschriften, religiöse – die allermeisten selbst für die allermeisten Christen überwiegend irrelevant
  • Vortäuschen falscher Tatsachen – Glaubensverkündigung
  • Vertröstung auf Irrationales – siehe → Vortäuschen falscher Tatsachen
  • Verdammnis – Der fromme Wunsch, es möge dem anderen wegen seines abweichenden Glaubens später so richtig schlecht ergehen.5Quelle: Volker Dittmar

E

Der Buchstabe E steht für Engel und Ehre. Die Engel singen: „Ehre sei Gott!“ Er steht auch für Erlebnis. Maria, Josef und die Hirten erleben in der Heiligen Nacht etwas ganz Besonderes. E steht auch für Eltern, die wie Maria und Josef, ja sagen zu ihrem Kind.

  • Einbildung – das, von dem religiöse Glaubensgewissheiten nicht zu unterscheiden sind
  • Einmischung, kirchliche – die Anmaßung, zu meinen, als moralisch orientierungslose Institution in die Freiheit aller Menschen eingreifen zu dürfen
  • Eifersucht – selbst erklärte und immer wieder unter Beweis gestellte Eigenschaft des „lieben Gottes“ aus der biblischen Mythologie
  • Erfindung, menschliche – Götter, Geister, Gottessöhne und praktisch alles, was laut „Glaubensbekenntnis“ geglaubt werden müsste, weil man es nicht wissen kann
  • Einhörner, früher noch in der Bibel zu finden, heute nicht mehr
  • Evangelisation – hierzulande: Rückzugsgefecht
  • Erbschuld – Die Schuld, die einem ein Priester auch dann einreden kann, wenn man nichts Böses getan hat.6Quelle: Volker Dittmar
  • Erbsünde – Die Idee, dass man persönliche Schuld trägt an Ereignissen, die nie stattgefunden haben. Das ist es, was ein Priester unter »Gerechtigkeit« versteht.7Quelle: Volker Dittmar
  • Evangelium – Die rohe Botschaft, die man sich so zurechtbiegt, dass sie das ergibt, was man sich wünscht.8Quelle: Volker Dittmar
  • Exegese – Die Kunst, einen Text so zu lesen, dass er die eigene Meinung immer bestätigt, unabhängig davon, was da steht.9Quelle: Volker Dittmar
  • Exorzismus – Eine von allen guten Geistern verlassene Vorstellung, nach der böse Geister die Menschen befallen.10Quelle: Volker Dittmar

N

Der Buchstabe N steht für Nahrung. Jesus sagt, er will Nahrung sein für viele Menschen. Er steht aber auch für Nachdenken: Wir denken über Jesus nach und was er von uns will. Wir Fragen nach unserer Sendung.

  • Niedertracht, klerikale – Vorsätzlich das Vertrauen oder die Loyalität von Gläubigen ausnutzen, um einen Vorteil zu erlangen.
  • Niedergang – siehe → Kirchenaustritt-Statistik
  • Narrative, biblische – Sagen, Mythen und Legenden aus der Bronze- und Eisenzeit, die von Christen eigentlich auch heute noch als wahr geglaubt werden müssten
  • Naivität – eine von mehreren möglichen Voraussetzungen, um religiös glauben zu können
  • Nutzlosigkeit – zum Beispiel die von Bittgebeten

T

Der Buchstabe T steht für Tischgemeinschaft. Wir haben Gemeinschaft beim Essen, Beten, Basteln und beim Gottesdienst. Er steht auch für miteinander teilen. T steht auch für Tannenbaum. Die grünen Zweige sind für uns ein Zeichen der Hoffnung.

  • Traditionsverein, religiöser – sinnvolle Organisationsform für Religionsgemeinschaften
  • Tradition – (1) Der natürliche Feind der Innovation. (2) Die Gedanken der Vorfahren nicht weiter denken.11Quelle: Volker Dittmar
  • Theologie – Kaffeesatzleserei aus antiken Dokumenten von anonymen Autoren12Quelle: Volker Dittmar
  • Theologische Tricks – Nebelkerzen, Strohmänner, Falsche Dilemmata und viele weitere rhetorische Winkelzüge, um die Absurdität von Glaubensinhalten zu verschleiern
  • Täterschutz – siehe Vertuschung
  • Totenkult, katholischer – die Verehrung, Anbetung und zeremonielle Verspeisung eines Menschen, der gerade zu Tode gefoltert wird
  • Trennung – in „wir – die Guten, Auserwählten“ und „alle anderen – die Bösen, Verdammten“, grundlegende Eigenschaft der meisten (monotheistischen) Religionen
  • Täuschung – siehe Vortäuschung falscher Tatsachen
  • Talfahrt – siehe → Kirchenaustritt-Statistik
  • Tamtam um nichts – (1) auch: Getue, Brimborium (2) So zu tun, als hätte man etwas Vernünftiges zu ethischen, politischen oder sonstigen Fragen beizutragen, die die irdische Wirklichkeit betreffen, ohne diese als solche anzuerkennen.

ADVENT – Zeit der Vorbereitung für die Ankunft Gottes auch heute unter den Menschen.

ADVENT – höchste Zeit für den Kirchenaustritt, denn jeder Monat ist Kirchenaustrittsmonat!

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5 Gedanken zu „Ergänzt: Impulse von Stadtpfarrer Buß: Advent buchstabieren“

  1. A: Ausrotten, christlich begründet und unterstützt. Beispiele: Indios in Südamerika; Ureinwohner in Australien.

    D: Diskriminieren. Beispiele: Homo- oder Transsexuelle, Geschiedene, uneheliche Kinder, Apartheid in Südafrika …

    V: Verrückt. Beispiel: Kann mir mal einer die Identitätsbedingungen der „Heiligen Dreifaltigkeit“ erklären?

    E: Erbschleicherei. Eine wichtige und traditionelle Strategie zum Vermögensaufbau der christlichen Kirchen.

    N: Nationalsozialismus. Karlheinz Deschner: Mit Gott und den Faschisten. Stuttgart, 1965.

    T: Teufel. Schreckgespenst; öfter mal im (Männer)Bund mit Gott. Beispiel: Hiob.

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  2. A
    Apostat: Bei den Buchreligionen einer der sich von einer Religionsgemeinschaft abwendet. Wird teilweise mit der Todesstrafe bedroht.

    Ablass: Katholische Geschäftsidee oder auch Kuhhandel mit Gott, nach dem Motto: do ut des.

    Alleinseligmachend- sei die römische Kirche. Etwas Alternativloses- und das für fast 8 Milliarden Menschen!

    Antichrist: Er wird vor dem Kommen des letzten Tages als Gegenmacht erwartet.

    D
    Dämon: Ihn gibt es in vielen Mythen und in der Volksreligiosität, oft in monströsen Gestalten. Ein Engel, der vom „rechten Weg“ abgekommen ist und sich dem Teufel anschließt! Wer’s glaubt, wird selig.

    V
    Vorhölle: Dorthin ist laut christlichem Märchen der Gekreuzigte während seiner zwei Tage als Gestorbener „hinabgestiegen“, um die „gerechten“ Toten der grauen Vorzeit zu „erlösen“. Ja! Sie hatten extra so lange gewartet!

    Verdammnis- ewige. Für Gläubige ist es die Verurteilung zur Pein einer Höllenstrafe. Wer nicht dran glaubt, den lässt auch das Höllenfeuer kalt.

    E
    Exkommunikation- herzlichen Glückwunsch! Danach kannst du dir gleich eine Enttaufungsurkunde ausdrucken… (gibt’s bei awq kostenlos)

    N
    Nottaufe: Eine für- und vorsorgliche Einrichtung der Kirche, es noch Nichtmitgliedern wohl oder übel zu ermöglichen, Mitglied zu werden. Nach dem Märchenschatz der Kirche werden sie dann im unmittelbaren Todesfall keiner Höllenstrafe oder der Vorhölle oder dem Purgatorium oder dem Fegefeuer, also kurz keinem qualvollen Ort ausgesetzt. Rührend!
    Bitte für Laientäufer streng die Modalitäten beachten: Taufformel, Fürbitten für den Täufling, seine Angehörigen und Paten, eine Bitte um Lossprechung von allem Bösen (Exorzismus) und Glaubensbekenntnis

    T
    Taube: Sie wird im christlichen Mythos als ein heiliger Geist gesehen und soll von Gott das dritte Drittel sein.

    Taufe: Dabei werden unmündige Kinder- zwecks späterer Mitfinanzierung eines Weltkonzerns- in eine sinnfreie Vereinigung gezwungen, die ihr Leben von der Wiege bis zur Bahre bestimmen will.

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  3. A
    Adventisten: Sie befinden sich im Gegensatz zu anderen Christen, die sich mit vier Wochen zufrieden geben, ständig im Advent. Sie erwarten eine baldige Wiederkehr ihres Herrn oder von Jesus. Schon jetzt werden alle bekennenden Gläubigen untersucht- wahrlich bei Gott!- „und all jene in das Buch des Lebens eingetragen, welche den Glauben an Jesus Christus bewahrt haben“. Für die, die was anderes für sinnvoller halten, endet das Endgericht in der endgültigen Vernichtung bzw. Auslöschung, aber nicht so heiß wie bei den anderen Christen.

    Apokalypse: Sie erzählt in psychedelischen Bildern vom katastrophalen „Ende der Geschichte“, vom Endkampf eines Gottes gegen einen Satan und seine Gegner und vom Kommen des sog. Reichs Gottes. „Dein Reich komme“ bitten Christen in ihrem unterwürfigen „Sturmgebet“. Erst jüngst ließ sich eine scheidende Kanzlerin mit „Großer Gott wir loben dich“ verabschieden. Solche Phantasievorstellungen sind bei entsprechenden Parteien auch noch 2021 salonfähig.

    Armageddon: Märchenonkel Johannes meint damit den Ort der endzeitlichen Entscheidungsschlacht im „Krieg des großen Tages Gottes, des Allmächtigen“. Und auf diesen Krieg mit dem schon oft erprobten göttlichen Waffenarsenal Hagel, Erdbeben, sintflutartigen Regenfällen, Feuer und Schwefel, Blitzen und auch Krankheiten warten Gläubige eigentlich im Advent…
    Oder doch lieber nur auf ein Jesulein lieb, Christkind? Wie dem auch sei: „Tauet Himmel, den Gerechten…“

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