22 – Hoffnung? – Das Wort zum Wort zum Jahresbeginn

Lesezeit: ~ 9 Min.

2022 – Hoffnung? – Das Wort zum Wort zum Jahresbeginn, verkündigt von Stefanie Schardien, veröffentlicht am 31.12.2021 von ARD/daserste.de

Darum geht es

Frau Schardien stimmt sich mit dem Glitzer einer Wunderkerze auf das neue Jahr ein und stellt in einem Stoßgebet eben mal den ewigen Heilsplan ihres armseligen Gottes in Frage.

Heute Nacht … um 0:01 Uhr … habe ich draußen bei uns im Pfarrhof gestanden, mit einer Wunderkerze in der Hand und hab ein Stoßgebet zum Himmel geschickt: Gott, soll das so?? Soll das wirklich alles so?? Das Gebet war neu – die Wunderkerze war wie immer.

(Quelle der so als Zitat gekennzeichneten Abschnitte: 2022 – Hoffnung? – Wort zum Jahresbeginn, verkündigt von Stefanie Schardien, veröffentlicht am 31.12.2021 von ARD/daserste.de)

Soll das so?

Frau Schardien, wenn es nach dem von Ihnen propagierten Glaubenskonstrukt geht, dann ist Ihr Gott ja nicht nur existent, sondern auch allmächtig, allgütig und allwissend.

Allmächtig bedeutet, dass nichts gegen den Willen einer (bzw. der, denn: es kann nur eine geben) allmächtigen Entität geschehen kann.

Allgütig bedeutet, dass alles was geschieht, Ausdruck seiner Güte ist.

Und Allwissend bedeutet, dass sich Gott nicht damit herausreden kann, er hätte von irgendeinem Leid nichts gewusst.

In Krisenzeiten suchen Intelligente nach Lösungen, Idioten suchen nach Schuldigen.

Loriot (1923-2011)

Ihre wiederholte Frage an diesen Gott, ob das „so soll“, ist also in mehrfacher Hinsicht nicht nur un-, sondern sogar widersinnig:

Natürlich soll das so! Wie denn sonst?

Innerhalb der christlichen Ontologie soll das natürlich so. Wie sollte es denn sonst?

Wenn überhaupt, dann könnten Sie Ihren Gott (also in Wirklichkeit sich selbst) natürlich fragen, warum die Dinge so sind, wie sie sind. Aber Sie werden doch mit Ihrem beschränkten menschlichen Verstand nicht den ewigen Heilsplan Ihres unergründlichen Gottes anzweifeln wollen?! Und dann auch noch als Frau und in der Öffentlichkeit!

Der Gottessohn aus der biblischen Mythologie stellte die göttliche Entscheidung, dass er die Hauptrolle bei der Inszenierung einer Todesfolterung zur göttlichen Selbstbefriedigung spielen würde ja auch nicht mit einem „Soll das so?“ in Frage.

Seine Erfinder ließen ihn stattdessen fragen: „Warum hast du mich verlassen?“

Wenn Erwachsene mit Phantasiewesen reden…

Nutzlos: Gebete

Und innerhalb der irdischen natürlichen Wirklichkeit wurde noch kein einziges Gebet jemals im geglaubten und gehofften Sinn erhört.

Egal, ob gestoßen, gedacht, gemurmelt oder geschrien: Kein einziger der vielen tausend Götter, die sich die Menschheit schon ausgedacht hat, reagierte tatsächlich auch nur wenigstens einmal valide nachweisbar auf irgendwelche Bitten, Fragen oder Unterwerfungsbekundigungen. Also irgendwie unterscheidbar von einer rein menschlichen Wunschvorstellung oder Einbildung.

…und was belastet Sie so alles?

Bis jetzt ist noch gar nicht klar, was denn Frau Schardien überhaupt so sehr belastet, dass sie – trotz Wunderkerze! – so grundlegend an der Gnade ihres Gottes zweifelt. Vielleicht handelt es sich ja auch einfach nur um eine Glaubenskrise?

Indem sie ihren, zunächst noch nicht näher spezifizierten Zweifel an den Anfang ihrer Verkündigung stellt, ermöglicht sie es ihren Adressaten, sich an dieser Stelle auch der eigenen, ganz individuellen Nöte und Sorgen bewusst zu werden. Als passendes Setting, um als Heilsverkäuferin anschließend ihr Produkt an den Mann und an die Frau zu bringen.

Und dann erfahren wir den Grund für den Glaubenszweifel:

Yeah, die Imfpung ist da – Gott sei Dank?

Denn an Silvester brauche ich nicht mehr. Schon immer! Als letztes Jahr das Feuerwerk verboten war, da stand ich auch mit meiner Wunderkerze da, aber eben ohne Stoßgebet. Letztes Jahr, da war ich mir in der Silvesternacht total sicher: Zeit für Optimismus – Yeah, die Impfung ist da. Das wird alle wieder fröhlich und freundlich stimmen. Bald sind wir raus aus dem Schlamassel und dem ganzen Elend. Gott sei Dank. Jetzt geht es bergauf.

Quelle: Netzfund
Quelle: Netzfund

Welche Rolle hatte Ihr Gott denn Ihrer Meinung nach bei der Entwicklung und Herstellung von Impfstoffen gespielt? Dass ausgerechnet diesem Gott der Dank dafür gebührt, dass Impfstoffe berechtigten Anlass zur Hoffnung geben?

Dem Gott, den Sie nur ein Jahr später fragen, ob das denn alles „so solle“?

Ihre Schilderungen lassen jedenfalls vermuten, dass Sie eine eher naive Vorstellung von der Auswirkung der Impfung auf den weiteren Verlauf der Pandemie hatten.

Wie waren Sie auf die Idee gekommen, die Pandemie sei bis Ende des letzten Jahres beendet und auch die Auswirkungen bewältigt, die die Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie mit sich gebracht hatten und nach wie vor mit sich bringen?

Danken, wem Dank gebührt

Wenn Sie jemandem danken möchten, dann doch bitte den Menschen, die mit wissenschaftlichen Methoden wirksame Maßnahmen zur effektiven Eindämmung der Pandemie entwickeln und produzieren.

Danken Sie den Menschen, die politische Verantwortung übernehmen und Strategien entwickeln, wie die negativen Auswirkungen der Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie möglichst gering gehalten werden können.

Und danken sie allen, die durch ihr eigenes, rücksichtsvolles Verhalten zu einer Eindämmung der Pandemie beitragen.

Das alles hat mit Ihrer magisch-esoterischen Phantasiewelt, in der Menschen meinen, mit Stoßgebeten ihren imaginären Himmelsmagier zu einer Änderung seines ewigen Allmachtsplanes in ihrem Interesse bewegen zu können nichts zu tun.

Und, Frau Schardien, haben Sie schon mal darüber nachgedacht, wie Ihr Silvester 2021/22 vermutlich ausgesehen hätte, wenn es keine wirksame Impfung gegeben hätte?

Einmal mehr zeigt sich, dass ein möglichst wirklichkeitskompatibles Weltbild enorme Vorteile bringt. Wer Selbsttäuschungen vermeidet, erspart sich Täuschungen und Enttäuschungen.

Richtig handfeste Gründe zum optimistischen Blick auf 2022

Diesmal geh ich ganz anders ins neue Jahr. Leiser. Skeptischer: Gott, soll das so? Der Optimismus? Den muss ich suchen, irgendwo zwischen der Aussicht auf neues Homeschooling und der Sorge, wer seine Geschäfte aufgeben oder wer schwer erkranken wird, suchen zwischen dem Kopfschütteln über diesen kleinen, immer aggressiveren Haufen in unserem Land und der Frage, wer eigentlich noch Kraft hat, sich um die vielen humanitären Katastrophen in der Welt zu kümmern. Richtig handfeste Gründe zum optimistischen Blick auf 2022?

Frau Schardien, Menschen haben schon in viel viel viel viel viel schlimmeren Situationen felsenfest darauf vertraut, dass ihr Schicksal genau so und nicht anders von ihrem Gott für sie bestimmt worden war. Und Sie stellen Ihren gesamten Götterglaube in Frage, weil womöglich nochmal der Präsenzunterricht ausfällt?

Keine Frage: Die Auswirkungen der Pandemie und auch der Maßnahmen zur Eindämmung stellen eine enorme Belastung dar. Zusätzlich zu den Entwicklungen, die einem auch ohne Corona schon jeden Optimismus für die Zukunft rauben können.

Trotzdem ist und bleibt der einzig richtig handfeste Grund für einen optimistischen Blick auf 2022 die „Hoffnung Mensch.“

Auf wen oder was wollen Sie denn sonst hoffen, Frau Schardien? Na sehnse.

Hierzu passend der diesjährige Neujahrswunsch von Vince Ebert:

  • Was ich mir für 2022 wünsche? Mehr Rationalität! Ich kann verstehen, dass moderne Technologien bei vielen Menschen Unbehagen auslösen. Doch was sagt es über eine aufgeklärte Gesellschaft aus, wenn man z.B. Energieformen in „gut“ und „böse“ einteilt, wenn man Risiken nach Bauchgefühl und nicht anhand von soliden Statistiken bewertet oder wenn man sich nur dann auf wissenschaftliche Beweise beruft, wenn einem die Erkenntnisse in den Kram passen? Wie will man so die Herausforderungen der Zukunft meistern?

    Emotionen und Gefühle können etwas Wunderbares sein (zumindest wurde mir das von meiner Frau glaubhaft versichert). Aber bei einer sinnvollen Bewertung von Chancen und Risiken sind sie oft hinderlich.

    Der schwedische Mediziner Hans Rosling hat es einmal treffend ausgedrückt: Wenn Sie eine Meinung zu einem bestimmten Thema haben, fragen Sie sich stets „Welche Art von Beweis könnte mich davon überzeugen, meine Meinung zu ändern?“ Falls Ihre Antwort lautet: „Es ist kein Beweis denkbar, der mich vom Gegenteil überzeugen kann“ – dann bedeutet das, dass Sie faktengestützte Erkenntnisse ablehnen. Das ist völlig okay. Aber dann sollten Sie auch fairerweise bei einer bevorstehenden Operation dem Chirurgen sagen, dass er sich das Händewaschen ruhig sparen kann.

    Die größte Erfindung der Neuzeit ist nicht der Buchdruck, die Dampfmaschine oder das Internet. Es ist die Idee, Wissen zu erzeugen, das auf Logik und auf Beweisen basiert und nicht auf Glauben oder Bauchgefühl.

    Wenn wir also die Welt wirklich verbessern möchten, müssen wir uns wohl oder übel die Mühe machen, sie zu verstehen. Und das bedeutet zwangsläufig, Erkenntnisse zu akzeptieren, auch wenn sie unserem eigenen Weltbild widersprechen.

    Ich wünsche Euch allen ein gutes Neues Jahr!
    (Quelle: Vince Ebert via Facebook)

Glitzer über dem Leben

Trotzdem, trotzdem. Die Wunderkerze hab ich angezündet. Weil sie für mich ein Hoffnungsbild ist. Mehr als Funken. Weil dieser olle kleine schwarze Stab anfängt zu leuchten. Hoffnung – das ist der Glitzer über dem Leben, auch wenn es ringsum zappenduster ist. Vielleicht gerade dann. Glitzernde Momente, oft nur klein und flüchtig, die mich froh machen. Hoffnungsfroh. Weil sie mir einen kurzen Blick auf das Gute und Friedliche des Lebens geben. Trotz allem: Doch, es geht weiter.

Natürlich ist nichts dagegen einzuwenden, sich – womit auch immer – besondere Augenblicke zu verschaffen und sich daran zu erfreuen. Kunst, Natur, Bewegung: Alles Mögliche kann der Ablenkung und Zerstreuung dienen. Warum also nicht auch eine Wunderkerze.

Aber: Gerade hatten Sie doch noch nach handfesten Gründen für einen optimistischen Blick auf das 2022 gesucht, Frau Schardien. Und jetzt tuts der Glitzer einer Wunderkerze?

Hoffnungsträger Wunderkerze

A propos Wunderkerze: Die Funktionsweise der Wunderkerze beruht übrigens gar nicht auf einem Wunder. In einer Wunderkerze erzeugen Metallkörnchen Funken, die von Gasen weggeschleudert werden, die durch die Verbrennung von Bariumnitrat bei einer Temperatur von etwa 1100 °C entstehen. Dabei werden neben Glitzer auch giftige Gase wie Kohlenmonoxid und Stickoxide freigesetzt.

Schön anzusehen, aber inwiefern gibt Ihnen das einen kurzen Blick auf das Gute und Friedliche des Lebens?

Und: Was meinen Sie denn, wo das Gute und Friedliche des Lebens herkommt, das Sie sich mit Ihrer Glitzershow visualisieren?

Ziemlich cooler special Effekt Gottes

Einen dieser Glitzermomente gibt es schon viel länger als Wunderkerzen. Ein ganz großer Moment. Beschrieben in den alten Schriften der Bibel. Ein ziemlich cooler special Effekt Gottes war das. Als Noah bei der Sintflut-Katastrophe wohl auch gefragt hat: Gott, soll das so? Da hat Gott den Regenbogen in die Wolken gehängt. Für Noah und bis heute für uns: Ein bunt-glänzendes Hoffnungszeichen am Himmel: Mehr als Physik. Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht. Doch, es geht weiter! Ein ewiges Versprechen. In jedem Regenbogen.

Vorab: Wie 🌈 Regenbögen entstehen, sollte man besser im Physikunterricht als im Religionsunterricht lernen.

Das hier geschilderte göttliche „Versprechen“ ist ein leeres Versprechen. Besonders, wenn man bedenkt, wie beschränkt das Wissen dieses Gottes über das sein muss, was er ja angeblich persönlich zusammengeschöpft haben soll:

Auch vor „Saat und Ernte“ hatte die Erde schon über einen unvorstellbar langen Zeitraum bestanden. Und sie wird auch dann weiter bestehen, wenn sie mal kein Lebensraum mehr für Sauerstoff verstoffwechselnde Organismen sein sollte.

Ziemlich uncooler special Effekt Gottes

Gemäß der biblischen Mythologie war die Sintflut keine Katastrophe im Sinne einer Naturkatastrophe. Sondern eine göttlich verursachte Strafmaßnahme. Indem er praktisch alles Leben (außer Wassertiere, Bootsbesitzer und einige Prototypen) qualvoll ersäufte, bestrafte sich Gott auf Kosten dieser Lebewesen im Grunde selbst – für sein Versagen als unfähiger Schöpfer.

Und dann, als Entschuldigung für den kleinen Rest, der den globalen Genozid des dauerzornigen Rachegottes überlebt hatte – ein Regenbogen? Den es zudem ja natürlich auch schon vor dem göttlichen Reset gegeben haben muss?

Was für eine armselige Vorstellung eines noch armseligeren Wüstengötterchens! Andere Religionen haben da wesentlich spektakulärere Mythen und noch viel abgefahrenere Stories zu bieten…

Faszination ohne mythologische Fehldeutungen

Ich halte das, was die Wissenschaft heute schon über die natürliche Beschaffenheit der Dinge herausgefunden hat für Lichtjahre spektakulärer und faszinierender als jeden sprechenden Dornbusch, jedes „Wunder“ und was „heilige Schriften“ noch so an Magie und Mythologie zu bieten haben.

An den Farben des Regenbogens kann man sich mindestens genauso erfreuen, wenn man weiß, wie diese zustande kommen. Ganz ohne eine Mythologisierung.

Die Sonne geht ja auch jeden Tag auf, ohne dass dafür noch dem Sonnengott Menschenopfer dargebracht werden müssen. Das klappt alles sehr zuverlässig – ganz ohne Religion.

Nach diesem Ausflug in die alttestamentarische Mythologie, der sich bei Licht betrachtet als völlig nichtssagend und deshalb überflüssig erweist, gehts nun wieder schnell zurück in die Gegenwart.

Mit Gesang ins neue Jahr

Frau Schardien plaudert nun darüber, wie sie ihre Gefühle überwältigten, als sie zufällig Schulkinder im Pausehof singen hörte.

Was sie gerade seit Monaten in den Klassenzimmern nicht dürfen, haben sie draußen getan. Klar, mit Abstand und Maske: Sie haben angefangen zu singen, alle miteinander. Fröhlich, mit Kraft. Das war mehr als Töne und Text. Da ging ein Glitzern und Glänzen über den Schulhof. Ich hatte nicht nur auf einmal ordentlich Tränchen in den Augen, sondern hab gespürt: So kann ich ins neue Jahr gehen. Hoffnungsfroh.

Ja – schön! Und ganz ohne Götter, Geister, Gottessöhne!

…denkste:

Ich wünsche uns so viele glitzernde Hoffnungsmomente wie möglich für 2022. Wir können sie gebrauchen. Gehen Sie in dieses neue Jahr – hoffnungsfroh, von Gott gesegnet und behütet.

Frau Schardien, ich fände es wirklich mal interessant zu erfahren, welchen Stellenwert für Sie die Vorstellung, Menschen könnten unter bestimmten Umständen tatsächlich davon profitieren, von Ihrem Gott gesegnet und behütet zu sein für Sie hat:

1. Glauben Sie das wirklich ernsthaft?

Also in dem Sinne, dass Sie tatsächlich davon ausgehen, Ihr Gott würde reale Menschen vor realem Leid bewahren, weil Sie ihn darum gebeten haben? Falls ja, ergeben sich daraus eine ganze Reihe an Fragen.

Zum Beispiel: Welche Entschuldigung könnte, wenn es ihn gäbe, ein allmächtiger allgütiger Gott vorbringen, nicht von sich aus alle empfindungsfähigen Lebewesen vor jeglichem Leid zu bewahren?

Oder auch: Woran kann man feststellen, ob es tatsächlich der jeweils behauptete Gott war, der irgendwen behütet hat? Wie lässt sich die Auswirkung einer Segnung und göttlichen Behütung von einer rein menschlichen Einbildung oder Wunschvorstellung unterscheiden?

Oder 2: Möchten Sie nur ein wohliges Gefühl verbreiten?

Oder sind solche Behauptungen für Sie eher vergleichbar mit dem Glitzern Ihrer Wunderkerze?

Eine Illusion, die Ihnen irgendwie hoffnungsvoll erscheint? Mit der Sie sich ein wohliges Gefühl verschaffen, obwohl Ihnen bewusst ist, dass sich an der Situation an sich dadurch nichts ändert?

Sollte das der Fall sein, wäre dann nicht ein Hinweis für diejenigen aus Ihrem Publikum angebracht, die Sie beim Wort nehmen? Und die Ihnen tatsächlich glauben und am Ende sogar noch darauf vertrauen, was Sie da behaupten?

Nämlich, dass der von Ihnen propagierte und vertriebene Gott nicht nur existiert, sondern auch in ihrem Interesse ins irdische Geschehen eingreift? Zumal, wenn er von einer Pastorin so nett darum gebeten wurde?

Dann sollten Sie aber nicht den Anschein erwecken, es handle sich dabei um „richtig handfeste Gründe zum optimistischen Blick auf 2022“.

Irreführung – mit oder ohne Absicht

So absurd diese Vorstellung bei (hellem, nicht glitzerndem) Licht betrachtet auch erscheinen mag: Genau das ist es, was Sie suggerieren: Da gibts einen, der meint es gut mit euch und der passt auf euch auf, wenn ihr nur ganz fest an ihn glaubt (…wobei ich euch gerne behilflich bin, weil ich damit mein Geld verdiene.)

Ob Ihnen nun bewusst ist, dass Sie als Berufschristin nur eine Illusion verkaufen (eine, die, ebenfalls bei Licht betrachtet, keinesfalls so harmlos und hoffnungsvoll ist wie von Ihnen gewohnt einseitig dargestellt, Stichwort: Sintflut) oder nicht: Sie führen damit Menschen gezielt in die Irre und ich frage mich und hiermit auch Sie, wie Sie das mit Ihrem Gewissen vereinbaren können.

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3 Gedanken zu „22 – Hoffnung? – Das Wort zum Wort zum Jahresbeginn“

  1. Meine Vermutung: Frau Schardien stand da nicht nur mit einer Wunderkerze und Tränchen im Pfarrhof. Ein mindestens mittelgroßes Tütchen dürfte auch dabei gewesen sein. Hab` mir sagen lassen, dass man damit nette Glitzermomentchen erleben kann …

    AWQ und allen Lesern wünsche ich ein wunderschönes 2022 mit vielen Aha-Momentchen!

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  2. Ich fasse es nicht! Mit so einem kindischen Glitzer-Stammel-Tränchen-Geschwurbel haben die unser Team Olymp aus dem Markt gedrängt? Echt jetzt? Liebe Menschen, seid ihr mittlerweile komplett gaga?

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