Total gefordert – Das Wort zum Wort zum Sonntag

Lesezeit: ~ 7 Min.

Total gefordert – Das Wort zum Wort zum Sonntag, verkündigt von Alexander Höner, veröffentlicht am 05.02.2022 von ARD/daserste.de

Darum geht es

Seinen Gott bittet Herr Höner bei der Altbausanierung vergebens um Hilfe. Er verrät: Sein Bittgebet nütze zwar nichts, aber es helfe ihm.

Pfarrer Höner, Leiter der Arbeits- und Forschungsstelle „Theologie der Stadt“ im Kirchenkreis Tempelhof-Schöneberg in Berlin plaudert diesmal über seinen Umgang mit den Problemen, die sich bei der Renovierung seines Altbaus ergeben.

Pfarrer Höner: Abgrund in der Küche

Nachdem er im Fußboden auf Teerklebstoff und vielleicht auch Asbest stößt, verlässt ihn die Kraft. Und das, wo gerade doch sowieso schon alles so kompliziert sei.

„Man Alexander, stell dich doch nicht so an!“ rief meine innere Durchhalte-Abteilung. Aber es ist manchmal so: Mitten im Leben tut sich der Abgrund auf. Bei mir war es halt in der Küche.

(Quelle der so als Zitat gekennzeichneten Abschnitte: Total gefordert – Wort zum Sonntag, verkündigt von Alexander Höner, veröffentlicht am 05.02.2022 von ARD/daserste.de)

Bis hierher ist Herrn Höners Reaktion auf die unerwartete Herausforderung für mich gut nachvollziehbar: In manchen Situationen bleibt einem nichts übrig, als sich selbst zum Durchhalten zu motivieren, wenn Aufgeben keine Option ist.

Selbstmotivation kann man lernen und trainieren

Ich erinnere mich leider nicht mehr, wo ich mal gelesen hatte, dass das Motto der Minentaucher angeblich lautet: „Wenn du nicht mehr kannst, hast du noch 80%“…

Wer sich mit dem Thema Selbstmotivation auseinandersetzen oder lernen möchte, wie man zum Beispiel den „inneren Schweinehund“ überwinden, Krisen bewältigen oder sonstige Ziele erreichen kann, findet eine riesige Auswahl an Fachliteratur.

Bei der Auswahl der Lektüre sollte man darauf achten, dass die Tipps nicht auf Magie und Esoterik, sondern auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren. Science … it works … bitches

Beten für göttliche Bodensanierung

Nachdem die vier Minuten Sendezeit nun schon fast vorbei sind und das „Wort zum Sonntag“ natürlich keine Ratgebersendung für Heimwerker oder für nicht-religiöse Tipps zum Leben ist, muss jetzt schnell noch der „liebe Gott“ angerufen werden:

Ich schickte ein Stoßgebet zum Himmel: „Lieber Gott, lass es bitte kein Gift unterm Boden sein! Mach das Leben wieder normal!“ Stille –

Achtung Asbest

Hier fällt zunächst auf, dass Herr Höner seinen Gott nicht etwa darum bittet, ihm die Kraft zu geben, das unerwartet aufgetauchte Renovierungsproblem zu beheben.

Vielmehr bittet er seinen Gott darum, das potentielle Problem verschwinden zu lassen.

Du blöder Tisch!

Das Vorgehen erinnert an das eines Kleinkindes. Das sich die Augen zuhält, weil es denkt, dann nicht mehr gesehen zu werden.

Ein ebenfalls für Kleinkinder typisches Verhalten ist es, Dinge zu personalisieren. Wenn ein Kind zum Beispiel ruft: „Du blöder Tisch!“, nachdem es sich an der Tischkante gestoßen hatte. Und auch nochmal gegen das Tischbein tritt. Zur Strafe.

Bei Herrn Höner findet diese Personalisierung nicht in Bezug auf sein Loch im Fußboden, sondern über einen Umweg in Form eines imaginären magischen Himmelswesens statt.

Dessen Reaktion fällt genauso aus wie die des Tisches, wenn ein Kleinkind ihn beschimpft: Stille.

Keine himmlischen Heinzelmännchen eilen zur Hilfe und sanieren den Schadstoff verseuchten Fußboden des Herrn Pfarrer. Kein Tisch tritt dem Kind mit dem Tischbein ans Schienbein.

… und Gott so: ¯\_(ツ)_/¯

Der angerufene Gott kommt der deutlich und höflich formulierten Bitte des Pfarrers nicht nach.

Stattdessen verhält sich dieser Gott, sollte es ihn geben, exakt so, als gäbe es ihn nicht.

Und dieses „Verhalten“ zeigt er nicht nur, wenn es um Fußbodensanierung geht. Sondern in ausnahmslos allen Fällen, in denen sich Menschen schon mit Bitten an ihn gewandt hatten.

Auch dann, wenn es um weit dramatischere Anliegen geht als um die Beseitigung von Teerkleber und vielleicht Asbest.

Nutzlos: Gebete

Genau genommen gibt es keinen einzigen bekannten Fall, in dem die Erhörung eines Gebetes und eine daraufhin göttlich veranlasste Änderung des göttlichen ewigen Allmachtsplanes die beste Erklärung wäre, warum eine Gefahr doch noch abgewendet, ein Problem doch noch gelöst oder ein Leid doch noch verhindert worden wäre.

Einen solchen Fall darf es auch aus Sicht der Gläubigen freilich auch gar nicht geben: Denn wenn man sicher wissen könnte, dass etwas tatsächlich von einem Gott verursacht wurde, bräuchte ja niemand mehr an diesen Gott zu glauben.

Selbst dann, wenn man sich eine völlig unerwartete oder unwahrscheinliche Wendung zum Positiven nicht erklären kann, sind alle Erklärungen plausibler, in denen keine Götter, Geister, Gottessöhne oder andere Phantasiewesen vorkommen.

Nützt nix, hilft nix

Statt sich nun zu fragen, wie sinnvoll es generell sein kann, einen auch noch allmächtigen Gott darum zu bitten, Giftstoffe aus dem Küchenboden wegzuzaubern, rechtfertigt Herr Höner sein infantiles und natürlich auch egoistisches Verhalten (denn wieso sollte sich dieser Gott ausgerechnet um eine Fußbodensanierung kümmern, wo er doch jedes noch so schlimme Leid und Elend widerspruchs- und tatenlos geschehen lässt), vor sich selbst und vor seinem Publikum, indem er sich auf seinen „alten frommen Lehrer“ besinnt:

und dann hörte ich meinen alten frommen Lehrer: „Alexander, beten nützt nichts,“ hat er mal gesagt, „aber es hilft.“ „Beten nützt nichts, aber es hilft.“

Dem kritischen Leser fallen hier sicher sofort die Parallelen zwischen religiöser und pseudomedizinischer Esoterik auf: Homöopathen dürften das gleiche über ihre Zuckerkügelchen behaupten: „Globuli nützen nichts, aber sie helfen.“

Damit hat man sich schon mal scheinbar der Pflicht entledigt, irgendeinen tatsächlichen, objektiv mess- und nachprüfbaren Nutzen oder wenigstens überhaupt einen Effekt nachweisen zu müssen.

Diesmal leider kein Wunder…

„Nutzen“ im allgemeinen Sprachgebrauch (und nicht als Fachbegriff aus der Drucktechnik) bedeutet ja, dass irgendetwas irgendwem einen Nutzen, also einen Gewinn oder Vorteil bringt.

Hat mein Beten was genützt? Auch nach meinem Stoßgebet ist die Küche eine Katastrophe. Die Bodenproben sind immer noch im Labor und das Loch im Boden ist weiterhin da.

…alles Andere wäre auch kaum zu erwarten gewesen.

Da hätte schon zum Beispiel ein handwerklich begabter Bekannter ganz zufällig vorbeikommen und spontan seine Hilfe anbieten müssen, damit Herr Höner daraus dann ein göttlich verursachtes „Wunder“ hätte konstruieren können. Als Beweis dafür, dass sein Gebet doch erhört worden war.

Diesmal schickt „der Himmel“ allerdings niemand zur Hilfe. Aber auch für diesen Fall hat Herr Höner eine Lösung parat:

Beten hilft nichts, aber es nützt (vielleicht)

Aber mir hat mein Beten geholfen. Mir hat mein Beten geholfen nicht einfach nur stumm in der Küche zu sitzen und zu verzweifeln. Ich glaube, dass mir da jemand zuhört, eine Kraft, die trotz allem mein Leben zusammen hält. Eine Kraft, die da ist, wenn ich selber keine Kraft mehr habe.

Meines Erachtens verhält es sich genau umgekehrt wie von Herrn Höner dargestellt: Sein Beten hat ihm nichts geholfen. Aber es hat ihm etwas genützt.

Hätte der von ihm angerufene Gott tatsächlich ins Geschehen eingegriffen und das Problem auf irgendeine Art und Weise für Herrn Höner gelöst, worum ihn dieser ja konkret gebeten hatte, dann könnte man sagen, dass ihm das Gebet etwas geholfen hat.

So wie mir der Abschleppdienst hilft, wenn ich ihn bei einer Autopanne anrufe. Da kann ich auch erst sagen, dass der Anruf geholfen hat, wenn mir auch tatsächlich geholfen wurde.

Bis dahin hatte mir der Anruf bestenfalls genützt. Der Nutzen besteht jedoch nur darin, dass ich ich mir einbilden kann, ja alles Erforderliche und in meiner Macht Stehende in die Wege geleitet zu haben. Ein Gefühl, das ja durchaus beruhigend wirken kann. Mehr aber eben auch nicht.

Nun muss Herr Höner ja allerdings feststellen, dass die angeforderte Göttliche Hilfe ausbleibt.

Demzufolge hat das Gebet nicht geholfen. Das Loch ist nach wie vor da – nicht im Eimer, oh Henry, sondern im Fußboden.

Placebo – Nocebo: Nachweislicher Schaden durch Gebete

Hat es ihm dann wenigstens etwas genützt? Bestenfalls ja. In Form eines Placeboeffektes.

Wobei auch dieser Effekt keineswegs immer positive Auswirkungen haben muss. Zumindest auf Mitmenschen, für die gebetet wird: Es hilft Menschen nicht nur nicht, wenn sie wissen, dass für sie gebetet wird – es schadet ihnen sogar nachweislich. (Bei der Vergleichsgruppe, die nicht wusste, ob für sie gebetet wird und von der nur ein Teil der Probanden mit Gebeten bedacht worden waren, gibt es keine statistischen Unterschiede in Sachen „Wirksamkeit“.)

Einen Nutzen hat hier, wie schon gerade im Beispiel vom Abschleppdienst skizziert, wenn überhaupt nur der Betende. Der sich auch hier einbilden und sein Gewissen damit beruhigen kann, durch sein Gebet ja alles in seiner Macht Stehende getan zu haben.

Ein tatsächlicher Nutzen entsteht für Herrn Höner erst in dem Moment, wo er eben nicht länger auf die göttliche Hilfe hofft oder wartet, um die er seinen Gott gerade noch stoßgebeten hatte.

Sondern wenn er sich stattdessen – vielleicht erstmal ein Bierchen aufmacht. Um dann zum Beispiel lieber doch mal die Nummer eines Fachbetriebes googelt, der ihm bei der fachgerechten Entsorgung seiner Giftstoffe behilflich sein kann.

Esoterik: Überflüssig, kontraproduktiv, potentiell schädlich und gefährlich

Um auf diesen Lösungsansatz (ob mit oder ohne Bierchen) zu kommen, braucht es kein imaginäres Phantom. Von dem man sich einbildet, es höre einem zu und sei „eine Kraft, die trotz allem mein Leben zusammen hält.“

Wegen eines Lochs im Fußboden wird Ihr Leben schon nicht gleich auseinanderfliegen, möchte man Dramaqueen Höner zurufen …

Weiter gehts erst, wenn man aufhört, über irgendwelche magischen Kräfte zu phantasieren. Und sich stattdessen wieder der irdischen Wirklichkeit zuwendet.

…jemand, der sich mit sowas auskennt

Es genügt hier doch völlig, einfach mal zu überlegen, wie sich das Problem jetzt am besten, einfachsten, schnellsten, günstigsten, sichersten (je nachdem, was einem am wichtigsten ist) beheben lässt.

Eine Kraft, die da ist, wenn Sie selbst keine Kraft mehr haben, wäre in diesem Fall zum Beispiel die „ABEG Abfallentsorgung, Containerdienst und Schadstoffsanierung für Berlin.“ Oder auch Sicherheitsfuzy, SAVA Baumanagement oder Berlin Recycling (Motto: „Gebt alles!“ – die nehmen sicher auch Ihren Teerkleber mit…).

Anmerkung: Diese Beispiele stellen keine konkreten Empfehlungen dar und ich stehe in keiner Geschäftsbeziehung zu diesen Firmen.

Ich möchte damit nur zeigen, dass es völlig unnötig ist, sich über den Umweg einer Projektion auf ein magisches Himmelswesen selbst Kraft einzureden, um ein zugegebenermaßen ärgerliches Sanierungsproblem zu lösen.

Sanierung

Diese (und natürlich noch weitere, hier nicht genannte) Firmen helfen Ihnen sicher gerne. Auch dann, wenn Sie gar nicht an sie glauben, Herr Höner! Kein Gebet, sondern ein Anruf ist es, der Ihnen hier tatsächlich etwas nutzt.

Es genügt ein Handy mit Internetverbindung, hilfsweise auch ein Telefonbuch oder Branchenverzeichnis. Das Bierchen ist optional.

„Man Alexander, stell dich doch nicht so an!“

Grundvertrauen – worauf?

Dieses Grundvertrauen wünsche ich Ihnen auch – für diese Nacht und für die kommende Zeit.

Worauf genau sollte man Ihrer Meinung nach denn konkret vertrauen, Herr Höner? Dass es einem auch in Zukunft gelingen möge, sich selbst etwas vorzugaukeln? Von dem man ja sogar weiß, dass es nur in der eigenen Phantasie als Wunschvorstellung existiert? Und nicht als reale Größe in der irdischen Wirklichkeit?

Wäre es nicht sinnvoller, den Zuschauern Selbstvertrauen zu wünschen? Oder auch, sie darauf hinzweisen, dass es keine Schande ist, tatsächlich wirksame Hilfe in Anspruch zu nehmen? Wenn man das Gefühl hat, alleine mit einer Situation überfordert zu sein?

Religiös induzierte Ichzentriertheit

Beten
Quelle: Facebook

Und können Sie sich vorstellen, dass Ihr hier geschildertes Verhalten von außen betrachtet nicht nur naiv und absurd, sondern auch sehr egoistisch erscheint?

Einen Gott, der dank Allmacht und Allgüte in der Lage und willens sein müsste, jegliches Leid aller empfindungsfähigen Lebewesen sofort zu beenden darum zu bitten, ein paar Quadratmeter Teer und Asbest aus dem Küchenboden wegzuzaubern?

Wie kann man im 21. Jahrhundert als geistig gesunder Mensch mit Schulbildung, bzw. in diesem Fall als Leiter einer Arbeits- und Forschungsstelle auf die Idee kommen, ein Gott wäre hier der richtige – oder auch nur überhaupt ein in Frage kommender Ansprechpartner?

Christliches Hilfsangebot: Realitätsflucht

Um Missverständnissen vorzubeugen: Natürlich ist es Ihre persönliche Privatangelegenheit, wie Sie mit dem Unbill Ihrer Lebenswirklichkeit umgehen, Herr Höner.

Allerdings ist das „Wort zum Sonntag“ ja nicht Ihre Gesprächstherapiestunde, in der Sie sich über Ihr verzerrtes Verhältnis zur Realität aussprechen. Sondern eine kirchliche Verkündigungssendung im öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Mit der Sie Ihr Publikum ja vermutlich dazu bringen möchten, Ihren Glauben für relevant und nützlich (oder, aus Ihrer Sicht: hilfreich) zu halten.

Ich halte dieses „Wort zum Sonntag“ für einen weiteren intellektuellen Offenbarungseid. Der die Irrelevanz und Unbrauchbarkeit christlicher Glaubenseinbildungen einmal mehr zum Vorschein bringt.

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14 Gedanken zu „Total gefordert – Das Wort zum Wort zum Sonntag“

  1. Ich habe im Sommer meinen Balkon renoviert und – typisch Altbau – so einige Überraschungen unter der Oberfläche entdeckt. Ich kenne das Gefühl, wenn Du staubbedeckt im Schutt stehst und absolut sicher bist, dass dieser Balkon nie wieder bewohnbar sein wird … nie wieder!

    Jetzt ist er tatsächlich ein richtiges Schmuckstück und bei mir haben diverse Clips auf youtube, eine Schreiner-Freundin, St. Hornbach und meine Lehre als Handwerker geholfen. Und natürlich Aphrodite – ohne die hätte es garantiert nicht geklappt. Nie im Leben – das weiß ich ganz genau!

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    • Dieser Balkon sollte unbedingt zur Pilgerstätte umfunktioniert werden – für die Wallfahrt des Hl. St. Hornbach – und natürlich für Aphrodite! Du hast da ungeahnte Möglichkeiten…

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      • Ich kann sie ja mal auf eine Tasse Kaffee auf meinen Balkon einladen – die hat sicher viel zu erzählen … Zu dem ganzen Tamtam um Troja hätte ich z.B. schon ein paar Fragen. Auf jeden Fall kommt sie wesentlich sympathischer rüber als dieser psychopathische christliche Dreiteiler. Und Humor hat sie wahrscheinlich auch …

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  2. Gelebter Placebo inklusive Autosuggestion…

    Da bleib ich lieber beim altbewährten Münzwurf, denn da gibts auch nur 4 Möglichkeiten:
    -bleibt auf einer der 2 Seiten liegen
    -bleibt auf der Kante stehen (unwahrscheinlich, aber selbst erlebt)
    -ist je nach Terrain nicht mehr auffindbar…

    So, ich geh jetzt mal die verdammte Münze suchen, vielleicht liegt sie ja direkt neben nem lang vergessenem Goldschatz (äusserst unwahrscheinlich, aber wer weiss…)!

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    • Laut dem verlinkten Artikel war sehr wohl für den Jungen gebetet worden:

      „Ich bete zu Gott, dass mein Sohn lebend aus diesem Dilemma herauskommt.“

      …vielleicht wars nur der falsche Gott?

      Wir dürfen dabei immer nicht vergessen, dass eine Vermischung von religiösen Einbildungen mit der Realität immer dann besonders abstoßend und irritierend sind, wenn es sich um das reale, in diesem Fall tragische Schicksal realer Menschen handelt und nicht nur um solche Belanglosigkeiten wie ein Loch im Küchenboden…

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      • So weit ich weiß, versucht awq.de ja schon lange, die Kosten für das WzS herauszufinden. Genaue Zahlen gibt es wohl immer noch nicht, aber ich vermute, dass es sich um ein ziemlich kostspieliges Loch im Küchenboden handeln dürfte.

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        • Aktueller Zwischenstand, nach inzwischen schon wirklich umfangreichem Mailverkehr und ständigen Weiterleitungen wegen unklarer Zuständigkeiten (von Pontius zu Pilatus, sozusagen): Die Kosten variieren, das „Wort zum Sonntag“ wird so günstig wie möglich produziert (in Pausen, wenn sowieso schon alles am Set ist) – aktuell warten wir auf eine Antwort unserer letzten Anfrage, in der wir um die Angabe wenigstens eines ungefähren Durchschnittswertes gebeten hatten…

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  3. Die Wegen des Herrn sind demnach völlig willkürlich.
    Je nach Lust und Laune, hilft Gott, nach dem er angebetet wurde, oder nicht.
    Egal, ob es sich um ein Loch im Fußboden, oder um einen (jungen) Menschen, in einem akutem, lebensbedrohlichem Zustand handelt.
    Gott scheint da jedenfalls von der Dringlichkeit und dem Belengen der Menschen nicht zu differenzieren geschweige denn sich zu erklären, wie und warum er da mit seiner Allmacht und Allgüte in das Geschehen eingreift, bzw. nicht eingreift.
    Somit sind sämtliche Gebete ad absurdum geführt.

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    • Nee, die helfen doch trotzdem (dem Betenden als Placebo), auch wenn sie faktisch nichts nützen! – Oder umgekehrt, bleibt sich eigentlich egal…

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  4. Mensch, muss man den da gleich den Chef anbeten, gibt’s denn da keinen Heiligen für den Boden? Es gibt doch sonst für alles Heilige :))

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