Kritik zu: Impuls von Stefan Buß: Gott nur genügt.

Lesezeit: ~ 3 Min.

Kritik zu: Impuls von Stefan Buß: Gott nur genügt., veröffentlicht am 24.10.2020, nochmal veröffentlicht am 23.03.22 von osthessennews.de

Darum geht es

Ein unverändert wiederveröffentlichter "Impuls" von Pfarrer Buß bedarf eines erneuten Kommentares, aber diesmal mit deutlicheren Worten.

Heute hat osthessennews.de einen höchst kritikwürdigen „Impuls“ von Herrn Buß nochmal veröffentlicht.

Da ich diesen Impuls damals schon kritisch kommentiert hatte, war es jetzt doch mal interessant herauszufinden, ob sich Herr Buß mit seinen Ansichten inzwischen vielleicht irgendwie weiterentwickelt hat.

Dass das nicht der Fall ist, kann nur wenig erstaunen: Der Impuls ist identisch mit dem von vom Oktober 2020.

Widerwärtig überhebliche klerikale Selbstüberschätzung

Die Aussagen in diesem Beitrag entlarven anhand eines Gebetes der vermutlich psychisch schwerkranken Teresa von Ávila (1515 – 1582), der man heute vermutlich eine ekklesiogene Psychose oder umgangssprachlich Glaubenswahn diagnostizieren würde eine widerwärtige und geradezu wahnhaft verzerrte religiöse Selbstüberschätzung.

Deshalb hier nochmal ein Ausschnitt, mit dem Herr Stadtpfarrer Stefan Buß aus Fulda diese Wahnvorstellungen jetzt schon zum zweiten Mal dokumentiert hat.

Hier erklärt Stadtpfarrer Stefan Buß aus Fulda, was es seiner Meinung nach mit der letzten Zeile des Gebetes auf sich hat. Sie lautet:

Sólo Dios basta – Gott nur genügt

[…] Das „solo“ aber meint: erst Gott reicht aus, um wirklich Erfüllung zu schenken; hätte ich alles, was das Leben bieten kann, aber die Gemeinschaft mit Gott nicht – es wäre alles flach, leer, ungenügend, wie ein „Nichts“. Gerade die hier gemeinte Erkenntnis, dass erst Gott – also „Gott nur“ – dem Menschen entspricht, gibt allem Sinn und Wert, Tiefe und Größe: Die Liebe dieses Gottes und das Leben mit ihm verleihen den Dingen Schönheit, dem Nächsten Größe, der Freundschaft und Partnerschaft Tiefe und ewige Endlosigkeit …

(Quelle der so als Zitat gekennzeichneten Abschnitte: Impuls von Stefan Buß: Gott nur genügt., veröffentlicht am 24.10.2020, nochmal veröffentlicht am 23.03.22 von osthessennews.de)

Herr Buß, mit diesen Aussagen sprechen Sie Menschen, die Ihren absurden Götterglauben nicht teilen das Menschsein ab. Ist Ihnen die Tragweite dieser Aussage auch nur ansatzweise bewusst?

Oder stecken Sie so tief in Ihrem klerikal-egomanischen Glaubenssumpf fest, dass Sie vielleicht gar nicht ahnen können, warum Sie jemand für solche Behauptungen scharf kritisieren könnte?

Fassen wir Ihre Aussagen nochmal kurz zusammen:

Sie behaupten, dass das Leben (also nicht etwa nur Ihr Leben, sondern das Leben an sich!) ohne die wahnwitzige Einbildung eines bestimmten Berge-Wetter-Wüsten-Kriegs-Rache-Provinzial-Stammesgottes, den sich ein halbnomadischer Wüstenstamm in der ausgehenden Bronzezeit aus früheren Gottesvorstellungen zusammengesponnen hatte flach, leer, ungenügend, wie ein „Nichts“ sei.

Sie behaupten weiter, dass es einzig (!) dieser Gott sei, der allem Sinn und Wert, Tiefe und Größe geben würde. Und dass es die Liebe dieses Gottes und das Leben mit ihm seien, was den Dingen Schönheit, dem Nächsten Größe, der Freundschaft und Partnerschaft Tiefe und ewige Endlosigkeit verleihen würde.

Das mag vielleicht auf die psychisch schwerkranke Teresa von Ávila oder auf Sie zutreffen, Herr Buß.

Dann würde ich Ihnen mein aufrichtiges Bedauern dafür aussprechen, dass Ihr Leben offenbar so armselig und sinnlos ist, dass Sie auf eine solch abstruse und irrationale geistige Ersatzbefriedigung angewiesen sind.

Ich würde Ihnen wünschen, dass es Ihnen eines Tages im Interesse Ihrer eigenen Psyche (und im Interesse der Menschen, mit denen Sie zu tun haben) vielleicht doch noch gelingen möge, sich von dieser grotesk verzerrten und vor allem äußerst überheblichen und Ihren (glaubensfreien und andersgläubigen) Mitmenschen gegenüber despektierlichen Gedankenwelt zu befreien.

Vielleicht könnte es Ihnen in diesem Zusammenhang sogar gelingen, Ihre offenbar Ihrem Glauben geopferte Selbstachtung und Ihre abhanden gekommene intellektuelle Redlichkeit wenigstens ansatzweise wiederzufinden.

Da Sie sich mit diesen Aussagen ja aber nicht auf sich persönlich beziehen, sondern das Ganze als pauschal auf „das Leben“ bezogene Tatsachenbehauptungen präsentieren, nehme ich das Bedauern gleich wieder zurück.

Wenn irgendwer behauptet, ohne die Einbildung seines Gottes sei „das Leben“ (und damit ja auch meines) flach, leer, ungenügend, wie ein „Nichts“, dann habe ich darauf nur eine (wenig charmante, aber ehrliche) Antwort:

Sie können mich mal kreuzweise.

…Vielleicht hat Ihnen das ja bisher nur noch niemand in dieser Deutlichkeit gesagt. Und wo wir schon bei deutlichen Worten sind:

Was Herr Buß, wollen Sie als zwangszölibatär lebender Mann denn über die Tiefe von Freundschaft und Partnerschaft sagen können?

Und hier noch ein Appell an alle Eltern, deren Kinder möglicherweise Herrn Buß in irgendeiner Form ausgesetzt sind:

Bitte denken Sie dringend darüber nach, ob Sie es verantworten können, dass jemand Ihren Kindern eine solch selbstüberhebliche und (Glaubensfreien und Andersgläubigen gegenüber) verachtende Ideologie vermittelt. Und darüber, was das mit Ihren Kindern macht und inwiefern diese frag- und kritikwürdigen „christlichen Werte“ zu dem passen, was Sie Ihren Kindern sonst so vermitteln.

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4 Gedanken zu „Kritik zu: Impuls von Stefan Buß: Gott nur genügt.“

  1. Warum veröffentlicht die osthessennews.de eigentlich so einen Unsinn? Finden die keine besseren Beiträge? Dagegen ist ja ein Dreizeilenhoroskop für den jeweiligen Tag eine intellektuelle Großtat.

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  2. Hallo Herr Buß,
    zu Ihrer geistigen Gesundheit nehme ich selbstverständlich an, das Sie so einen völligen Blödsinn den Sie da verzapfen, natürlich selber nicht für bar nehmen.

    Sie müssen natürlich für Ihr Nutzvieh (ich glaube Sie nennen die Schafe) und Ihrem eigenen Lebensunterhalt ihre idiotische religiöse Scheinwelt aufrechterhalten und Relevanz andichten.
    Dagegen ist erst mal nichts zu sagen, aber es ist widerlicher, diskriminierend und menschenverachtend
    Andersgläubige oder schlimmer Nichtgläubigen einen Sinn, Wert und Tiefe ihres Lebens abzusprechen.

    Wir Ungläubigen haben uns nämlich in Gegenteil, durch die Befreiung vom geistigen Kastrat genannt Religion eben genau den Sinn die Werte und die Tiefe im Leben erarbeitet.

    Es ist unglaublich das im 21. Jahrhundert noch Medien solche Diskriminierungen nicht nur tolerieren sondern sogar noch verbreiten.

    Pfui sag I

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