Warum sollte mythologischer Götterglaube zukunftsfähig sein, wenn die Zukunft Vernunft, Wissenschaft und säkulare Ethik braucht? – Gedanken zum Impuls: MISEREOR-Sonntag 2026 – Fastenaktion: „Hier fängt Zukunft an„, verkündigt von Stadtpfarrer Stefan Buß, veröffentlicht am 21.3.26 von Osthessen-News.
Darum geht es
Stefan Buß vereinnahmt im Namen von MISEREOR humanistische Werte (Solidarität, Bildung, Umweltschutz) als „Zeichen des Reiches Gottes“, obwohl diese gegen kirchlichen Widerstand erkämpft wurden, propagiert eine Organisation, die Entwicklungshilfe mit Missionierung verbindet, predigt „Teilen statt horten“ im Namen einer Kirche, die Milliarden hortet und Missbrauch vertuscht, und ignoriert die empirische Realität: Religion ist nicht zukunftsfähig (Schmidt-Salomon: „Märchen aus der kognitiven Steinzeit“), je säkularer eine Gesellschaft, desto friedlicher und humaner – während der Widerspruch unaufgelöst bleibt: Wer Bildung fördert (kritisches Denken), untergräbt religiösen Glauben (Dogmen ohne Diskussion).Am 21. März 2026 veröffentlicht Stadtpfarrer Stefan Buß einen Impuls zum MISEREOR-Sonntag unter dem Motto „Hier fängt Zukunft an“. Er spricht von Solidarität, Gerechtigkeit, konkretem Handeln, Verantwortung. Das klingt gut. Das klingt humanistisch. Das klingt nach Aufklärung.
Bis man merkt: Es geht nicht um Menschen. Es geht um das „Reich Gottes“.
Dieser Text ist ein Paradebeispiel für religiöse Vereinnahmung humanistischer Werte. Solidarität, Bildung, Umweltschutz, soziale Gerechtigkeit – all das sind säkulare Errungenschaften, die gegen den Widerstand der Kirchen erkämpft wurden. Nun präsentiert Buß sie als „christlich“, als Ausdruck von „Gottes Erbarmen“, als Zeichen des „Reiches Gottes“.
Und er tut das im Namen einer Organisation (MISEREOR), die Entwicklungshilfe mit Missionierung verbindet, während die katholische Kirche selbst Milliarden hortet und Missbrauch vertuscht.
Die Vereinnahmung: Wenn säkulare Werte „christlich“ werden
Solidarität ist nicht christlich – sie ist menschlich
Buß schreibt:
„MISEREOR unterstützt weltweit Projekte, in denen Menschen ihre Lebensbedingungen selbst verbessern: Kleinbäuerinnen, die nachhaltige Landwirtschaft betreiben. Jugendliche, die Zugang zu Bildung erhalten. Gemeinschaften, die sich gegen Umweltzerstörung wehren.“
Das ist gut. Nachhaltige Landwirtschaft ist wichtig. Bildungszugang ist wichtig. Umweltschutz ist wichtig.
Aber dann kommt die Vereinnahmung:
„Dann ist das nicht nur Hilfe – es ist ein Zeichen des Reiches Gottes.“
Nein. Es ist keine „Zeichen des Reiches Gottes“. Es ist menschliche Solidarität. Es ist rationale Einsicht in globale Zusammenhänge. Es ist säkulare Ethik.
Menschen helfen anderen nicht, weil Gott es befiehlt oder weil es „Reich Gottes“ ist, sondern weil:
- Empathie eine natürliche menschliche Fähigkeit ist
- Fairness ein ethisches Grundprinzip ist
- Globale Gerechtigkeit im Eigeninteresse aller liegt (Migration, Klimawandel, Pandemien kennen keine Grenzen)
- Menschenrechte universell sind (nicht christlich, sondern aufklärerisch)
Die Kirche hatte Jahrhunderte Zeit, diese Werte zu leben. Stattdessen:
- Hat sie die Sklaverei gerechtfertigt (päpstliche Bullen wie „Dum Diversas“ 1452)
- Hat sie koloniale Ausbeutung legitimiert (Patronat, Mission als Zivilisierungsauftrag)
- Hat sie Frauenrechte bekämpft (Wahlrecht, Bildung, reproduktive Rechte)
- Hat sie wissenschaftlichen Fortschritt behindert (Galilei, Darwin, Stammzellenforschung)
Solidarität, Bildung, Umweltschutz, soziale Gerechtigkeit – all das wurde gegen den Widerstand der Kirche erkämpft, meist von säkularen Bewegungen: Aufklärung, Arbeiterbewegung, Frauenbewegung, Umweltbewegung.
Nun, da diese Werte gesellschaftlich etabliert sind, vereinnahmt die Kirche sie und präsentiert sie als „christlich“.
Das ist intellektuelle Unredlichkeit.
Das „Reich Gottes“ als Etikettenschwindel
Buß schreibt weiter:
„Zukunft beginnt im Herzen des Menschen. Jesus spricht von Umkehr – von einer inneren Neuausrichtung. Fasten heißt: Platz schaffen für Gott. Verzicht heißt: Raum schaffen für andere. Gebet heißt: Kraft schöpfen für den Einsatz.“
Hier wird es deutlich: Es geht nicht primär um konkrete Hilfe. Es geht um religiöse Praxis:
- Fasten (religiös)
- Gebet (religiös)
- Umkehr (religiös)
- „Platz schaffen für Gott“ (religiös)
Die konkrete Hilfe (Spenden, fair einkaufen, politisches Engagement) wird religiös gerahmt und damit instrumentalisiert: Du hilfst nicht einfach, weil es richtig ist – du hilfst als „Zeichen des Reiches Gottes“.
Das hat mehrere Konsequenzen:
- Motivation wird externalisiert: Nicht deine eigene Einsicht und Empathie sind der Grund, sondern Gottes Wille
- Hilfe wird konditioniert: Wer nicht glaubt, hat keinen Zugang zu dieser Motivation (Ausschluss)
- Säkulare Alternativen werden delegitimiert: Als ob man ohne Gott nicht solidarisch sein könnte
Tatsächlich zeigen empirische Studien das Gegenteil: Säkulare Menschen sind nicht weniger hilfsbereit als religiöse. Manche Studien zeigen sogar: Sie sind hilfsbereiter, weil ihre Motivation intrinsisch ist (aus eigener Überzeugung), nicht extrinsisch (Belohnung im Jenseits, Gottes Wohlgefallen).
MISEREOR: Entwicklungshilfe mit Missionierungsauftrag
Buß preist MISEREOR als leuchtendes Beispiel kirchlicher Solidarität. Schauen wir genauer hin.
Die Zahlen: Wohin fließt das Geld?
MISEREOR ist das Hilfswerk der katholischen Kirche in Deutschland. Laut eigenem Jahresbericht 2023:
- Gesamteinnahmen: ca. 213 Millionen Euro
- Projektförderung: ca. 176 Millionen Euro (82,6%)
- Werbe- und Verwaltungskosten: ca. 14,5% (ca. 31 Millionen Euro)
- Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit: ca. 2,9% (ca. 6 Millionen Euro)
Auf den ersten Blick: solide. 82,6% Projektförderung ist im Vergleich zu manchen anderen Hilfsorganisationen gut (das DZI-Spendensiegel verlangt mindestens 65% für den satzungsgemäßen Zweck).
Aber:
- MISEREOR ist keine unabhängige NGO, sondern ein Werk der katholischen Kirche. Die Frage ist: Kommt Entwicklungshilfe mit religiösen Bedingungen?
- Partnerorganisationen sind oft kirchlich: Viele Projekte werden über lokale katholische Organisationen abgewickelt. Das bedeutet: Kirchenbindung als Voraussetzung für Hilfe.
- „Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit“ (6 Mio. €): Was ist das genau? Schulbildung in Projektländern – oder Missionierung?
Das Problem: Entwicklungshilfe als Missionsinstrument
MISEREOR betont auf seiner Website:
„MISEREOR fördert Partnerorganisationen unabhängig von deren religiöser, ethnischer oder politischer Zugehörigkeit.“
Das klingt gut. Aber: MISEREOR ist ausdrücklich ein „Werk für Entwicklungszusammenarbeit der katholischen Kirche“. In der Selbstbeschreibung heißt es:
„MISEREOR handelt aus christlicher Motivation […] MISEREOR sieht sich dem Evangelium verpflichtet.“
Das ist kein Widerspruch, aber es zeigt: Die Organisation hat einen religiösen Auftrag. Entwicklungshilfe ist nicht Selbstzweck, sondern Ausdruck von „christlichem Glauben“.
Konkret bedeutet das:
- Partnerorganisationen sind oft kirchlich: Katholische Gemeinden, Ordensgemeinschaften, kirchliche Bildungseinrichtungen
- Projektinhalte können religiös sein: „Bildung“ kann auch Katechese bedeuten, „Gemeindeaufbau“ ist oft Kirchenaufbau
- Hilfe wird religiös gerahmt: Empfänger werden als Teil der „Weltkirche“ gesehen, nicht als autonome Menschen mit Rechten
Das ist problematisch, weil:
- Hilfe sollte bedingungslos sein: Menschen haben ein Recht auf Unterstützung, unabhängig von Religion
- Missionierung ist übergriffig: Wer in Not ist, ist besonders verletzlich – religiöse Beeinflussung in dieser Situation ist ethisch fragwürdig
- Säkulare Alternativen werden geschwächt: Kirchliche Entwicklungshilfe suggeriert, nur Religion könne solidarisch sein
Säkulare Alternativen: Hilfe ohne Götter
Es gibt viele säkulare Hilfsorganisationen, die wirksam, transparent und ohne religiöse Agenda arbeiten:
- Ärzte ohne Grenzen (Médecins Sans Frontières) – medizinische Nothilfe, politisch und religiös unabhängig
- Oxfam – Armutsbekämpfung, Katastrophenhilfe, Advocacy
- UNICEF – Kinderrechte, Bildung, Gesundheit
- Welthungerhilfe – Ernährungssicherung, ländliche Entwicklung
- Transparency International – Korruptionsbekämpfung
- Sea-Watch, SOS Méditerranée – Seenotrettung
Diese Organisationen:
- Verfolgen keine religiöse Agenda
- Helfen bedingungslos
- Sind rechenschaftspflichtig gegenüber Spendern, nicht gegenüber kirchlicher Hierarchie
- Arbeiten evidenzbasiert (Wirksamkeit wird gemessen, nicht nur „guter Wille“)
Wer wirklich helfen will, kann das tun – ohne Gott, ohne Kirche, ohne „Reich Gottes“.
Die Heuchelei: Milliarden horten, von Solidarität predigen
Buß schreibt:
„Wenn wir teilen statt horten. Wenn wir Hoffnung säen statt Angst zu verbreiten.“
Teilen statt horten. Ein schöner Satz. Schauen wir, wie die katholische Kirche selbst ihn lebt.
Der Reichtum der Kirche
Die katholische Kirche in Deutschland ist unermesslich reich:
- Kirchensteuereinnahmen 2023: ca. 13,4 Milliarden Euro (katholisch und evangelisch zusammen, katholisch ca. 7 Mrd. €)
- Vermögen der deutschen Bistümer: geschätzt mehrere Dutzend Milliarden Euro (genaue Zahlen werden nicht veröffentlicht)
- Grundbesitz: Die Kirche ist einer der größten Grundbesitzer Deutschlands
- Staatliche Zuschüsse: Mehrere Hundert Millionen Euro jährlich (z.B. für kirchliche Schulen, Caritas-Einrichtungen, Denkmalpflege)
Gleichzeitig:
- Missbrauchsskandal: Zehntausende Opfer, systematische Vertuschung, minimale Entschädigungen (durchschnittlich ca. 5.000-25.000 Euro pro Opfer – eine Farce angesichts lebenslanger Traumata)
- Luxus: Bischöfliche Residenzen, teure Renovierungen (z.B. Limburger Bischofssitz: 31 Millionen Euro)
- Intransparenz: Keine vollständige Offenlegung der Finanzen
Die Kirche hortet Milliarden und predigt „Teilen“.
Sie vertuscht Missbrauch und spricht von „Erbarmen“.
Sie lebt in Luxus und fordert „Verzicht“.
Das ist Heuchelei.
Das theologische Problem: Gott schafft das Problem, Religion verkauft die Lösung
Buß schreibt:
„Zukunft beginnt im Herzen des Menschen. Jesus spricht von Umkehr – von einer inneren Neuausrichtung.“
Wieder das bekannte Muster:
- Problem konstruieren: Das menschliche Herz ist defizitär (frühere Impulse: „trügerisch“, „nicht vertrauenswürdig“)
- Religiöse Lösung anbieten: „Umkehr“, „innere Neuausrichtung“, „Platz schaffen für Gott“
- Gottesabhängigkeit etablieren: Nur durch Gott wird das Herz „richtig“
Die zentrale Frage bleibt unbeantwortet: Wer hat den Menschen so erschaffen, dass er dieser „Umkehr“ bedarf?
Nach christlicher Lehre: Gott.
Also: Gott erschafft den Menschen als defizitär, und Religion verkauft die Lösung (Umkehr, Gebet, Kirchenbindung).
Das ist keine Hilfe. Das ist Schutzgelderpressung im theologischen Gewand.
Religion ist nicht zukunftsfähig – sie ist das Problem
Buß‘ Text trägt den Titel „Hier fängt Zukunft an“. Doch Religion ist nicht zukunftsfähig – sie ist das Gegenteil.
Michael Schmidt-Salomon: Religion ist wissenschaftlich überholt
Der Philosoph Michael Schmidt-Salomon (Vorstandssprecher der Giordano-Bruno-Stiftung) schreibt in seinem Buch „Hoffnung Mensch“:
„Die Religionen sind Produkte einer früheren, unwissenschaftlichen Epoche. Sie mögen für das Überleben der Menschheit in grauer Vorzeit sinnvoll gewesen sein, heute jedoch sind sie schlicht nicht mehr zeitgemäß. Wir sollten nicht länger an Märchen aus der kognitiven Steinzeit festhalten, wenn wir die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts bewältigen wollen.“
Und weiter:
„Je weniger religiös eine Gesellschaft ist, desto friedlicher, gerechter und humaner ist sie in der Regel. Die skandinavischen Länder – mit den niedrigsten Religiositätsraten weltweit – sind gleichzeitig die Länder mit der höchsten Lebensqualität, den geringsten Kriminalitätsraten und der größten sozialen Gerechtigkeit.“
Das ist empirisch belegt. Studien zeigen:
- Säkularität korreliert positiv mit: Lebenserwartung, Bildung, Gleichberechtigung, niedrige Kriminalität, soziale Sicherheit
- Religiosität korreliert positiv mit: Gewalt, Unterdrückung von Minderheiten, geringere Frauenrechte, autoritäre Systeme
(Natürlich gibt es Ausnahmen und komplexe Wechselwirkungen – aber der statistische Trend ist eindeutig.)
Eine Menschheit, die das Atom spaltet und über Satelliten kommuniziert, muss die dafür erforderliche intellektuelle Reife besitzen. Je früher wir dies einsehen, umso besser! Denn die Kombination von höchstem technischem Know-how und naivstem Kinderglauben wird auf Dauer fatale Konsequenzen haben: Wir verhalten uns wie Fünfjährige, denen die Verantwortung über einen Jumbojet übertragen wurde.
Michael Schmidt-Salomon
Der Widerspruch: Bildung fördern und Glauben propagieren
Buß schreibt:
„Jugendliche, die Zugang zu Bildung erhalten.“
Das ist gut. Bildung ist der Schlüssel zu Entwicklung.
Aber: Bildung bedeutet kritisches Denken, Evidenzbasierung, Wissenschaft.
Religion bedeutet Glaube ohne Beweise, Autorität ohne Rechenschaft, Dogmen ohne Diskussion, ein magisch-mythologisches Weltbild, basierend auf dem Erkenntnisstand der Menschen aus der ausgehenden Bronzezeit.
Das ist ein fundamentaler Widerspruch:
- Bildung lehrt: Frage alles. Fordere Beweise. Akzeptiere nur, was rational begründet ist.
- Religion lehrt: Glaube ohne Zweifel. Akzeptiere Mysterien. Vertraue auf Offenbarung.
Wer Bildung wirklich fördern will, muss kritisches Denken fördern.
Wer kritisches Denken fördert, untergräbt religiösen Glauben.
Deshalb ist es kein Zufall, dass höhere Bildung mit sinkender Religiosität korreliert.
MISEREOR will Bildung fördern und christlichen Glauben verbreiten. Das ist logisch inkohärent.
Was wir wirklich brauchen: Säkulare Ethik, nicht Götterglauben
Die Zukunft braucht:
- Wissenschaft statt Offenbarung (Klimawandel, Pandemien, Technologie – alles erfordert evidenzbasierte Lösungen)
- Kritisches Denken statt Dogmatismus (komplexe Probleme haben keine einfachen, gottgegebenen Antworten)
- Säkulare Ethik statt religiöser Moral (Menschenrechte sind universell, nicht christlich)
- Globale Solidarität statt religiöser Spaltung (Menschheit als Ganzes, nicht Gläubige vs. Ungläubige)
- Autonomie statt Unterwerfung (Menschen als selbstbestimmte Wesen, nicht als Geschöpfe eines Gottes)
All das ist ohne Religion möglich – und oft besser ohne Religion.
Fazit: Humanismus ist zukunftsfähig – Religion ist es nicht
Stefan Buß‘ Impuls „Hier fängt Zukunft an“ ist ein Paradebeispiel für religiöse Vereinnahmung humanistischer Werte:
- Solidarität wird als „Zeichen des Reiches Gottes“ umgedeutet – dabei ist sie menschlich, nicht christlich
- Bildung, Umweltschutz, soziale Gerechtigkeit – alles säkulare Errungenschaften, die gegen kirchlichen Widerstand erkämpft wurden
- MISEREOR verbindet Entwicklungshilfe mit religiöser Agenda – säkulare Alternativen sind transparenter und bedingungsloser
- Die Kirche hortet Milliarden und predigt „Teilen“ – das ist Heuchelei
- Religion ist nicht zukunftsfähig – sie ist wissenschaftlich überholt, ethisch fragwürdig bzw. bankrott und empirisch mit weniger Frieden korreliert
Die zentrale Absurdität bleibt: Warum sollte mythologischer Götterglaube zukunftsfähig sein, wenn die Zukunft Vernunft, Wissenschaft und säkulare Ethik braucht?
Je weniger religiös eine Gesellschaft, desto friedlicher und humaner. Die skandinavischen Länder beweisen es.
Buß will Bildung fördern und gleichzeitig religiösen Glauben propagieren. Das ist logisch inkohärent: Bildung bedeutet kritisches Denken – und kritisches Denken untergräbt religiösen Glauben.
Die humanistische Botschaft bleibt:
- Solidarität braucht keinen Gott – sie entspringt Empathie, Vernunft und säkularer Ethik
- Hilfe sollte bedingungslos sein – nicht instrumentalisiert für religiöse Zwecke
- Die Zukunft gehört der Vernunft – nicht dem Götterglauben aus der kognitiven Steinzeit
- Menschen sind autonom und selbstwirksam – sie brauchen keine „Umkehr“ zu einem Gott, der sie defizitär erschuf
- Teilen statt horten? Dann sollte die Kirche bei sich selbst anfangen – Milliardenvermögen auflösen, Missbrauchsopfer angemessen entschädigen, Transparenz schaffen
„Hier fängt Zukunft an“? Ja – aber nicht in der Kirche. Sondern dort, wo Menschen vernünftig, evidenzbasiert, solidarisch und säkular handeln.
Ohne Götter. Ohne Kirche. Ohne „Reich Gottes“.



















Bitte beachte beim Kommentieren: