Sternsinger-Aktion 2018

Sternsinger-Aktion 2018: Ein Multi-Milliarden-Konzern schickt verkleidete Kinder zum Betteln.

Sternsinger 2018

Kritik an der Sternsinger-Aktion

An der Kritik der Sternsinger-Aktion hat sich in den letzten Jahren kaum etwas geändert. Die Staatskirchen inszenieren alle Neujahr wieder ihre bewährte Legende:  Verkleidete Kinder ziehen von Haus zu Haus, verteilen ungefragt einen (nutzlosen) “Segen” und sammeln dafür ehrenamtlich Geld für “die armen Kinder der Welt” ein. Diese Vorstellung dürften jedenfalls die meisten Menschen von der Sternsinger-Aktion haben.

Prominente und Politiker aller Couleur nutzen diese Kulisse immer sehr gerne, um sich ihrer Kundschaft als besonders mildtätig und großzügig zu präsentieren. Eine Win-Win-Situation also in Sachen Öffentlichkeitsarbeit. Für Kirche und Spender.

Ob Präsident oder Omi an der Haustür: Wohl kaum jemand wird genauer nachfragen, wie groß der Anteil des erbettelten Geldes ist, der vom Sternsinger-Kindermissionswerk in Seelenheil investiert wird. Statt in tatsächlich wirksame Hilfe.

Denn Kirchen halten Missionierung, also die Verbreitung und Bewerbung ihrer Wüstenmythologie für mindestens genauso hilfreich wie tatsächliche Hilfe.

Aber ganz unabhängig davon sollten die Großkirchen mal erklären, warum sie Kinder zum Erbetteln von Beträgen schickt, die sie auch locker selbst bezahlen könnte. Aus der Portokasse quasi.

Bei einem geschätzten Jahresumsatz von 125 Milliarden Euro (Quelle) hätten die christlichen Kirchenfunktionäre in Deutschland noch ganz andere Möglichkeiten, Gutes zu tun. Wenn sie wollten. Dann wäre das mit der gepredigten Bescheidenheit auch gleich viel glaubwürdiger…

2018: Zusätzliche Medienpräsenz durch Empörung über Werbeclip

Dieses Jahr dürfen sich das Sternsinger-Kindermissionswerk und die katholische Kirche über zusätzliche kostenlose Medienpräsenz freuen.

In einem Werbespot für eine Kinder-Casting-Show hatte SAT.1 schief singende Sternsinger-Kinder gezeigt mit dem Hinweis, dass es die schönsten Kinderstimmen erst wieder ab Februar gäbe.

Eine perfekte Steilvorlage für die katholische Kirche, das zu tun, worin sie unschlagbar ist: Sich öffentlich und ebenfalls medienwirksam zu empören. Und dafür zu sorgen, dass dieser Clip nicht mehr gezeigt wird.

Weitere Infos

Mehr über die Sternsinger-Aktion in Österreich und Deutschland gibts in diesen Beiträgen auf atheisten-info.at:

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Letzte Aktualisierung: 1. Januar 2018