Nichtstun – Das Wort zum Wort zum Sonntag

Lesezeit: ~ 8 Min.

Nichtstun – Das Wort zum Wort zum Sonntag, verkündigt von Anke Prumbaum, veröffentlicht am 29.7.23 von ARD/daserste.de

Darum geht es

Nichtstun: Statt des pausierenden Schöpfergottes macht Frau Prumbaum Jesus zum Meister der Work-Life-Balance. Gott wird zum Pausenfüller.

Bei der Reha will Frau Prumbaum nach einer Operation möglichst schnell wieder fit werden. Und lernt dabei, dass zur Genesung gerade auch die Pausen zwischen den ergotherapeutischen Übungen unerlässlich sind.

Nichtstun: Mach mal Pause!

Statt jetzt zum Beispiel mal die Menschen lobend zu erwähnen, deren wissenschaftlich-medizinischer Forschung sie diese und alle anderen Erkenntnisse zu verdanken hat, die es ihr ermöglichen, eine Beinoperation schmerz- und hoffentlich komplikationsfrei zu überleben, nutzt Frau Prumbaum das Thema – wie üblich im „Wort zum Sonntag“ – zur Christentumsreklame.

[…] Nachdem ich das von etlichen Leuten da wieder und wieder gehört hatte [wie wichtig Pausen während der Reha sind, Anm. v. mir], hat sich das echt in meinem Kopf festgesetzt. Sowas wie ein „Aha-Effekt“. Und ich hab drüber nachgedacht, was mir das sagt – nicht nur als Patientin mit operiertem Bein, sondern als Mensch, als Christin, als Pfarrerin, als Seelsorgerin.

(Quelle der so als Zitat gekennzeichneten Abschnitte: Nichtstun – Wort zum Sonntag, verkündigt von Anke Prumbaum, veröffentlicht am 29.7.23 von ARD/daserste.de)

Was Frau Prumbaum hier beschreibt, ist genau das, was religiösen Glauben ausmacht: Zu versuchen, Wahrnehmungen, Eindrücke, Erfahrungen, Erlebnisse, Gedanken, eigentlich: Ausnahmslos alles in einen religiösen Kontext zu setzen.

Von wegen Nichtstun!

Praktizierter religiöser Glaube ist in erster Linie das Antrainieren eines chronischen Bestätigungsfehlers: Alles, was mir positiv erscheint, schreibe ich ursächlich meinem geglaubten Gott zugute. Und alles andere ist entweder das Werk „des Bösen“, eine Folge menschlichen Fehlverhaltens – oder eine göttliche Prüfung meiner Glaubensstärke.

Von göttlicher Strafe sprechen heute nur noch die, die sogar die Mainstreamchristen selbst wohl als „vollverstrahlte Radikal-Fundamentalisten“ oder so ähnlich bezeichnen würden.

Dabei braucht man gar nicht weit zu fahren um in Gegenden zu kommen, wo dieser widerwärtige Erpressungsbetrug auch heute noch bzw. sogar besser denn je funktioniert. Dort fürchten sich die Schafe noch vor Höllendrohungen und göttlicher Bestrafung. Genau so, wie es ihnen dem biblisch-christlichen Belohnungs-Bestrafungskonzept entsprechend gepredigt wird.

#bibelblind

Ich seh mich in meinem vom Vorwärtsdrang bestimmten Leben, und da sind Geschichten aus der Bibel, die ich gerne mal übersehe. Die Pausengeschichten.

Die diversen neutestamentarischen „Pausengeschichten“ zählen – und nach inzwischen mehr als 10 Jahren Auseinandersetzung mit religiösen Verkündigungen erlaube ich mir diese Einschätzung – zu den Narrativen, die praktisch jeden Sommer zur Haupturlaubszeit hervorgekramt, aufgewärmt und präsentiert werden. Diese Geschichten werden also sicher nicht gerne mal übersehen.

Bibelgeschichten, die von Berufschristen konsequent verschwiegen und demzufolge von Privatgläubigen überhaupt nicht (mehr) wahrgenommen werden, gibt es indes zuhauf. Einige Beispiele für solche Bibelstellen, für die Christen meist #bibelbind sind, liefert unsere Webseite bibelblind.de.

Die Work-Life-Balance eines Weltuntergangs-Sektenführers

Frau Prumbaum kommt nun also mit der x-ten Auflage des Jesus als einer um die Ecke, der sich angeblich schon damals vorbildlich um seine Work-Life-Balance gekümmert hatte:

Jesus hat ja auch immer wieder Pausen gemacht. Er ist weggegangen, ausgestiegen aus dem Rummel, aufs Boot, auf einen Berg, weg von den Menschen. Leute, die er geheilt hat, hat er vor die Stadt geführt – weg von den ganzen Menschen. Er hat geredet, gegessen und gepredigt, mittendrin. Aber dann hat er eine Pause gemacht. Immer wieder.

Noch viel spannender als die Frage, was uns Frau Prumbaum mit dieser Banalität eigentlich sagen möchte finde ich eine andere Frage: Warum wird eigentlich vom dreifaltigen allmächtigen allgütigen allwissenden Götterwesen aus der biblisch-christlichen Mythologie zumindest im Mainstream heute fast nur noch der Gott im Aggregatszustand „Mensch“ gebraucht? Und von diesem auch nicht seine angeblich göttlichen, sondern nur die rein menschlichen Eigenschaften und Verhaltensweisen?

Wenn es nicht Frau Prumbaums, sondern meine Aufgabe wäre, mit dem Themenbereich „Pause, Ausruhen, Erholung“ den christlichen Glauben zu bewerben, dann würde ich doch zu diesem Thema natürlich nicht Jesus, sondern direkt Gott als Vorbild für die Einhaltung von Ruhezeiten bringen:

Gottes berühmte schöpferische Pause: Irrelevant

  1. Da brachte Gott am siebten Tage sein Werk, das er geschaffen hatte, zur Vollendung und ruhte am siebten Tage von aller seiner Arbeit, die er vollbracht hatte.
  2. Und Gott segnete den siebten Tag und heiligte ihn; denn an ihm hat Gott von seinem ganzen Schöpfungswerk und seiner Arbeit geruht.
(1. Mose 2, 2-3 MENG)

Mit Jesus als biblischem Pausenfüller bestätigt Frau Prumbaum einmal mehr den Trend, den als göttlichen Gott imaginierten Bibelgott soweit wie möglich wegzulassen.

Ab und zu, und so auch heute auch wiedermal nur kurz am Schluss taucht „Gott“ noch als beliebiger und damit bedeutungsloser Platzhalter-Begriff auf.

Oder man empfiehlt, aus dem Glauben an Gott Hoffnung zu schöpfen. So umgeht man unbequeme Rückfragen, wenn Gott die in ihn gesetzte Hoffnung konsequent und ohne Angabe von Gründen nicht erfüllt. Gerade so, als gäbe es ihn gar nicht.

Nicht mal der Fuldaer Stadtpfarrer Buß, der das christliche Glaubenskonstrukt in seiner wohl naivsten Version verbreitet, würde vermutlich zum Thema „Pause“ den für ein allmächtiges Wesen doch recht seltsamen, gleichsam aber sicher nicht übersehbaren Ruhetag des biblischen Schöpfergottes erwähnen, von dem die biblische Mythologie gleich zu Beginn des Romans berichtet.

Es kommt mir gerade so vor, als wollten die Christen mit dem Bibelgott eigentlich am liebsten gar nichts mehr zu tun haben. Wofür ich vollstes Verständnis habe. Stattdessen präsentieren sie lieber den biblischen Gottessohn. Aber den gibts halt nun nur mal im „Personal“union mit den zwei anderen Dritteln.

Aber auch die eigentlich herausragende und einzigartige Leistung von Jesus, nämlich die Erlösung der Menschheit (oder Teilen davon) durch eine inszenierte Todesfolterung seiner selbst taucht, zumindest in einer konkreten Beschreibung („Jesus ist für dich am Kreuz gestorben“) schon lange nicht mehr auf.

Was das so genannte christliche „Heilsgeschehen“ angeht, belässt man es bei einer niemals näher definierten „Frohen Botschaft“. Die Grund zur Hoffnung für alle Christen sei.

Jesus als Protagonist für heilsames Nichtstun?

Jesus hingegen wird in der Rolle eines Streetworkers, Sozialarbeiters, Heilers, Menschenfreundes, kurz: als Mensch mit rein menschlichen Eigenschaften, Absichten und Aktionen präsentiert.

Nicht mal die spektakulären Wunderschilderungen des Drittelgottes scheinen heute noch eine Rolle zu spielen. Von seiner eigentlichen Bestrebung, noch schnell möglichst viele Menschen davon zu überzeugen, sich noch schnell seinem Gott zu unterwerfen ganz zu schweigen.

Es scheint, als schäme man sich gar – ausgerechnet für jene magisch-mythologischen Aspekte, die das christliche Glaubenskonstrukt erst unterscheidbar machen von beliebigen anderen Legendensammlungen und Mythologien.

Die nichtssagende Erwähnung, dass eben auch der biblische Jesus immer wieder mal ein Päuschen eingelegt haben soll statt einer bildreichen Schilderung der epischen göttlichen Schöpferpause am siebten Tag deute ich als Indiz dafür, wie weit die Erosion des biblisch-christlichen Mainstream-Glaubens schon fortgeschritten ist.

Eine Göttergestalt, mit der man über viele Jahrhunderte Menschen überaus erfolgreich zu unterwürfig staunender Anerkennung (praktischerweise den Priestern gegenüber) bringen und in und ganz real empfundene Angst und Furcht versetzen konnte, verschweigt man heute lieber, so gut es geht.

Vom biblischen Monogott, laut biblisch-christlicher Mythologie allmächtiger und allgütiger Schöpfer des Himmels und der Erde sind praktisch nur noch Legenden über dessen unehelichen irdischen Stiefsohn als zurecht gebogener Protagonist für menschliches Verhalten übrig geblieben.

Wie wärs mal mit einer Glaubenspause, Frau Prumbaum?

Das Wesentliche passiert in den Pausen. Wenn ich‘s recht bedenke, weiß ich das. Die besten Ideen habe ich, wenn ich den Kopf frei habe. Wenn ich einen Schritt zurück trete. Mit dem Hund raus, auf dem Fahrrad. Und die meisten Konflikte sortieren sich im Nachhinein, nach dem Streiten, nach dem Diskutieren, wenn Ruhe einkehrt. Dann sehe plötzlich deutlicher, was der Punkt ist.

Machen Sie sich doch mal den Kopf frei von religiösen Phantasievorstellungen! Treten Sie einen Schritt zurück vom Gottesbild in Ihrem Kopf. Mit dem Hund raus, auf dem Fahrrad.

Überlegen Sie mal in aller Ruhe, was Ihre Gottesvorstellung von einer rein menschlichen Fiktion unterscheidet, von der Ihnen vermutlich beigebracht worden war, sie für wahr zu halten. Und inwieweit das, was Sie glauben und verbreiten, mit der irdischen Wirklichkeit übereinstimmt. Dann sehen Sie (hoffentlich) plötzlich deutlicher, was der Punkt ist.

Clergyproject.de

Und falls Sie nach Ihrer Glaubenspause gar nicht mehr zu Ihrem Glauben zurückkehren wollen, vielleicht, weil Sie bemerkt haben, dass Sie mit sich selbst und mit Ihrer Umwelt auch ohne Göttervorstellungen ganz gut zurecht kommen und die christliche Glaubenslehre vielleicht sogar schon angefangen hat, Ihnen ein bisschen absurd zu erscheinen, hilft Ihnen das Team von clergyproject.de gerne weiter.

Die [Pausen, Anm. v. mir] braucht der Körper und die braucht die Seele auch. Jesus hat das schon gut erkannt. Und ich höre den alten Herrn in der Reha, lange schon im Ruhestand, der mit bitterem Zug in der Entspannungsrunde sagt: „Ja, sowas gibt es jetzt hier. Aber da draußen, im wahren Leben, da ist dafür kein Raum. Da geht es nur ums Machen, immer zügig, immer weiter. Und wir müssen alle mitmachen.“

Wie traurig. Und wie gut so ein Gedanke, der so anders ist: Das Entscheidende geschieht in den Pausen.

Was genau meinen Sie mit „Seele“, Frau Prumbaum? Wenn Berufschristen diesen Begriff verwenden, ist immer unklar, ob sie damit „Psyche“ oder irgendwas abstruses Esoterisches meinen.

Dass der menschlichen körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit biologische Grenzen gesetzt sind, ist eine Binsenweisheit. Genauso wie die Erkenntnis, dass Aktivitäten erstmal die Voraussetzung dafür sind, dass Pausen dazwischen überhaupt erst entstehen können.

Die Aussage, das Entscheidende geschehe in den Pausen ist in dieser Pauschalität natürlich Unsinn. Und ob sich die Jesuslegenden so (um-)deuten lassen, als habe Jesus das schon gut erkannt, bringt meines Erachtens jetzt auch keinen nennenswerten Erkenntnisgewinn oder sonstigen Nutzen:

Hier könnte man problemlos jeden beliebigen Menschen als Beispiel anführen, von dem bekannt ist (oder, wie bei Jesus: von dem behauptet wird), er habe ab und zu mal eine Pause gemacht.

Individualität, Selbstachtung, gesetzliche Arbeitszeitregelungen inklusive verpflichtender Pausenzeiten, Urlaubsanspruch, Zeiten zum Nichtstun – das sind Errungenschaften, die wir der Aufklärung und Säkularisierung zu verdanken haben. Und nicht nachträglich zweckmäßig umgedeuteten Jesuslegenden.

…und jetzt doch noch schnell: Gott als Pausenfüller

Ganz zum Schluss findet dann doch auch nochmal kurz der Bibelgott in seiner nicht als Mensch spezifizierten Ausprägung Erwähnung bei Frau Prumbaum:

Tja, und was ich manchmal übersehe: Ich begegne tatsächlich auch Gott eher in den Pausen. Weniger da, wo ich bete, rufe, frage oder diskutiere, sondern wo ich damit aufhöre und einfach nur höre, schweige, wahrnehme, verstehe.

So einfach kann das sein, manchmal, und doch so schwer. Vom roten Gummiband zum Gotteserleben. Was so eine Pause alles möglich macht!

Frau Prumbaum, was Sie für „Gott“ halten, ist in Wirklichkeit nur Ihre eigene „innere Stimme.“

Wenn Sie sich einbilden, wahrzunehmen, Ihr Gott würde Ihnen eher in einer ruhigen Minute begegnen, dann haben Sie es in Wirklichkeit mit sich selbst, mit Ihrer eigenen inneren Gedanken- und Vorstellungswelt zu tun.

Fließender Übergang von Glaube zu Wahn

Das mit der eigenen „inneren Stimme“ funktioniert bei allen Menschen grundsätzlich gleich. Nur mit dem Unterschied, dass sich nicht alle Menschen einbilden, bei ihrem inneren gedanklichen Monolog handle es sich um eine Begegnung mit einem Götterwesen.

Menschen, die ihre eigene innere Stimme ernsthaft für eine oder mehrere Stimmen „von außen“ halten oder die angeben, in ihrem Kopf Stimmen unbekannter Herkunft zu hören, leiden zumeist, aber auch nicht immer an einer psychischen Erkrankung.

Es ist mir deshalb unbegreiflich, mit welcher Selbstverständlichkeit (und auch: mit welcher Erwartung) Leute wie Frau Prumbaum die Öffentlichkeit an ihren religiösen Vorstellungen teilhaben lassen, die sich nicht mehr exakt von schizophrenen Wahnvorstellungen abgrenzen lassen.

Allein schon der Umstand, dass Anhänger tausender verschiedener Götter ebenfalls absolut fest davon überzeugt sind, ihren jeweils geglaubten Göttern zu begegnen und diese zu erleben sollte so starke Zweifel am eigenen Götterglauben wecken, dass ich mir einfach nicht vorstellen kann, wie es jemand gelingen kann, an diesem trotzdem weiter fest zu halten.

Privilegierte Verbreitung von wahnhaften Phantasievorstellungen auf Kosten der Allgemeinheit

Und trotzdem wird einer gläubigen Minderheit bis heute das Privileg eingeräumt, ihre magisch-mythologischen Phantasien, die zumindest dann, wenn man sie ernst nimmt nicht von Wahnvorstellungen zu unterscheiden sind Woche für Woche im öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu verbreiten.

Dabei ist es nicht mal die Verbreitung von absurden religiösen Vorstellungen an sich, die es zu kritisieren gilt. Sondern der Umstand, dass dies auf Kosten der Allgemeinheit und in einer nicht moderierten Sendung im öffentlich-rechtlichen Rundfunk mit Bildungsauftrag geschieht.

Da könnte ja jeder kommen!

Nichtstun: Fluch oder Segen?

Ich wünsche Ihnen einen gesegneten Sonntag.

Wie würde sich eigentlich eine Segnungspause auswirken, Frau Prumbaum?

Ich darf Sie an Ihre eigene Aussage erinnern: „Das Wesentliche passiert in den Pausen. Wenn ich‘s recht bedenke, weiß ich das. Die besten Ideen habe ich, wenn ich den Kopf frei habe. Wenn ich einen Schritt zurück trete. Mit dem Hund raus, auf dem Fahrrad.“

Nichtstun

In einer solchen Segnungspause mit glaubensfreiem Kopf könnten Sie statt Nichtstun vielleicht auch gleich noch diese Frage beantworten:

Da Sie ja offensichtlich an die Wirksamkeit von Segnungen glauben und sich für befähigt halten, eine Segnung auszusprechen: Glauben Sie dann konsequenterweise auch an die Wirksamkeit eines Fluches? Und könnten Sie demzufolge auch jemanden genauso wirksam verfluchen? Oder einen Fluch durch eine Segnung abwehren?

Sollte Ihnen selbst nichts dazu einfallen, können Sie ja auch einfach mal Ihren Gott befragen. Nutzen Sie gerne die Kommentarfunktion unten auf dieser Seite, um uns Ihre oder seine Antwort zu verraten!

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5 Gedanken zu „Nichtstun – Das Wort zum Wort zum Sonntag“

  1. Bleibt die Frage, warum Frau Prumbaum glaubt, man bräuchte Gott, um einzusehen, dass Pausen Sinn machen … kommt sie da wirklich nicht von alleine drauf???????

    Da war vermutlich mal wieder akuter Themennotstand beim WzS.

    Antworten
  2. „Ich begegne tatsächlich auch Gott eher in den Pausen. Weniger da, wo ich bete, …, sondern wo ich damit aufhöre …“
    Da muss ich mich doch sehr wundern. Gott begegnet Fr. Prumbaum weniger im Gebet ??? Das ist ja eine geradezu revolutionäre theologische Aussage zum Thema Gebet. Bisher sind mir nur Aussagen der Art begegnet „Gebet ist Zwiesprache mit Gott“ !
    „Mit dem Hund raus, auf dem Fahrrad.“ Das war sicher nicht das, was Jesus unter Pause verstanden haben dürfte. So ein Wüstenwanderer verstand unter Pause wahrscheinlich eher das: Ein wenig im Schatten dösen und keine dummen Fragen beantworten müssen.
    Was mich schon immer verwundert hat ist, dass Superstar Gott überhaupt einen Ruhetag einlegen musste !? (Und was hat er am achten Tag gemacht ? Und was an den folgenden Tagen ?). Und für einen Gottessohn leuchtet es mir auch nicht so recht ein, dass er Pausen nötig gehabt hätte. Jemand, der übers Wasser gehen kann ? Ich bitte Sie ! Hat Herakles etwa eine Pause gebraucht bei seinen Heldentaten ? Mitnichten.
    Wenn ich an Besprechungen in der Firma zurückdenke dann bestand die Arbeit da auch ganz wesentlich im „hören, schweigen, wahrnehmen, verstehen“. Ich kann also nicht ganz nachvollziehen, warum Fr. Prumbaum das mit Pause assoziiert.

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  3. Frau Prumbaum entblödet sich zum x-ten Mal nicht, den alten Deus-ex-machina-Trick anzuwenden, indem sie Banalitäten, die jeder Hinz und Kunz und jeder Dorfdepp schon längst als solche erkannt hat, unter Zuhilfenahme des – unvermittelt auftauchenden – göttlichen, aber menschelnden Jesus zu fundamentalen, sinnstiftenden und heilsbegründenden Botschaften aufbläst.
    „Mach mal Pause“ als elftes Gebot auf dem Weg zu Seligkeit!

    Wie schmerzfrei muss man sein, um solche Peinlichkeiten vor der Öffentlichkeit zu verbreiten.

    Antworten
  4. >>Was Frau Prumbaum hier beschreibt, ist genau das, was religiösen Glauben ausmacht: Zu versuchen, Wahrnehmungen, Eindrücke, Erfahrungen, Erlebnisse, Gedanken, eigentlich: Ausnahmslos alles in einen religiösen Kontext zu setzen.<<

    Damit ist der Glauben an (einen) Gott objektiv auf den Punkt gebracht.
    Jeder Gott ist absolut willkürlich definierbar und fonktioniert exakt nach den jeweiligen Vorstellungen und Wünschen, des an ihm glaubenden.

    Die meisten Religionen, bemessen dem Tod mehr Bedeutung zu, als dem irdischen, materiellem Leben. Mit selbstgefälliger Arroganz, wird mit Gewissheit davon ausgegangen, dass sich diese Menschen für unendlich halten, was sie gottgleich macht.

    Antworten
  5. Die protestantische Arbeitsethik lehnt übrigens Pausen ab, die nicht ausschließlich der Regeneration der Arbeitskraft dienen. Und Nichtstun kommt einer kapitalen Sünde schon sehr nahe. Also, wie immer im Christentum: Man kann es so sehen, oder anders oder ganz anders oder nur ein bisschen anders: Anything goes!

    Antworten

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