Tanz auf dem Vulkan – Das Wort zum Wort zum Sonntag

Lesezeit: ~ 6 Min.

Tanz auf dem Vulkan – Das Wort zum Wort zum Sonntag, verkündigt von Lissy Eichert, veröffentlicht am 20.01.2024 von ARD/daserste.de

Darum geht es

Heute scheitert Frau Eichert bei dem Versuch, ausgerechnet mit der biblisch-christlichen Mythologie für Demokratie werben zu wollen.

Mit Bezug auf die derzeit stattfindenden Demonstrationen gegen Extremismus belegt Frau Eichert heute erstmal mit einer Anekdote, wie in ihrer Kirchengemeinde Demokratie „im Kleinen“ gelebt wird.

Daran zeigt sich, dass es offenbar selbst innerhalb von Glaubensgemeinschaften möglich ist, den im Grunde allen monotheistischen Religionen innewohnenden Extremismus zu überwinden. Wie schon öfter beschrieben, werden Religionen umso gesellschaftsfähiger, je weiter sich ihre Anhänger von der zugrundeliegenden Glaubenslehre verabschieden.

Beim Christentum ist das schon so fortgeschritten, dass sogar den gemäßigten Christen die Fundamentalisten in ihren eigenen Reihen suspekt geworden sind. Dabei sind doch gerade die Hardliner, die ihre Heiligen Schriften ernst nehmen, statt sie bis zur Bedeutungslosigkeit weichzuspülen, ins Gegenteil zu verbiegen oder gleich ganz außen vor zu lassen.

Obacht geben – länger leben!

Werdet wach! So rüttelten die biblischen Propheten das Volk auf, wenn es mal wieder auf Irrwegen war. Später warnt Jesus vor dem „Dieb in der Nacht“, der einbricht, wenn alle im Haus schlafen.

Also: Wachsam bleiben, damit uns die Demokratie nicht – plötzlich über Nacht – abhandenkommt. Denn von uns will doch keiner in die Wüste geschickt werden!

(Quelle der so als Zitat gekennzeichneten Abschnitte: Tanz auf dem Vulkan – Wort zum Sonntag, verkündigt von Lissy Eichert, veröffentlicht am 20.01.2024 von ARD/daserste.de)

Kleiner sprachlicher Funfact vorweg: Eine Suche nach „Werdet wach“ in der Einheitsübersetzung oder auch in der Lutherbibel ergibt null Treffer. Immerhin vier Treffer ergibt die Suche nach „werde wach“. Allerdings richtet sich diese Aufforderung in drei Fällen an Gott. Adressat bei der vierten Stelle ist der Engel der Gemeinde in Sardes (Offb. 3,1 MENG).

Bei der biblischen Metapher vom Dieb in der Nacht geht es natürlich auch nicht um Wachsamkeit gegenüber einer Gefährdung unserer Demokratie. Sondern um die Unvorhersehbarkeit des von Jesus irrtümlich geglaubten und fälschlicherweise verkündigten göttlichen Endgerichtes.

Also des Ereignisses, auf das sich Christen wie verrückt freuen. Weil da ja alle, die ihren Aberglauben zu Lebzeiten nicht teilten endlich im ewigen Feuerofen landen: „…dort wird lautes Weinen und Zähneknirschen sein.“ (Quelle: ein paar Zeilen nach der von Fraue Eichert zitierten Stelle).

Na toll. Um es mal im biblischen Wording auszudrücken: Selig, wer zu Lebzeiten nie mit christlichen Glaubensgedönse behelligt wurde…

Alarm!

Ja. Jetzt endlich beginnen mehr Alarmglocken zu schrillen! Täglich demonstrieren Menschen für den Schutz unserer Demokratie.

Trotz (oder vielleicht auch gerade wegen?) ihrer Zugehörigkeit zur katholischen Kirche, wo sie ja gerade als Frau eigentlich täglich mitbekommen müsste, wie desaströs es hier um Demokratie, Gleichberechtigung und freiheitliche Werte bestellt ist plädiert Frau Eichert für Demokratie.

Statt jetzt zum Beispiel mal darauf einzugehen, wem wir die Demokratie zu verdanken haben, wie hart schon die zugrunde liegenden freiheitlichen Werte gegen den erbitterten Widerstand der Kirche erstritten werden mussten und was alles für eine funktionierende Demokratie erforderlich ist, versteigt sich Frau Eichert zu dieser unvorstellbar grotesken religiösen Vereinnahmung:

Gottesreichsphantasien

Mein persönlicher Wachmacher: eine Bitte aus dem „Vater unser“ – „Dein Reich komme“. Dein Reich, großer Gott, komme. Weil es so anders ist als alle Reiche dieser Welt. Weil das Wichtigste im Reich Gottes die Liebe ist. Und weil zu dieser Liebe ausdrücklich die Fremdenliebe dazu gehört.

Ohje, Frau Eichert. Das klingt nach einem weiteren Beleg für Brandolinis Gesetz. Dann wollen wir mal:

Der nächste Satz nach der von Ihnen herausgepickten Stelle lautet: „Dein [gemeint ist Gott, Anm. v. mir] Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden.“ (Quelle: Wikipedia)

Ein solches göttliches „Reich“ wäre demzufolge keine Demokratie, sondern eine Theokratie. Also eine Staatsform, bei der nicht das Volk, sondern eine bestimmte Gottesvorstellung an oberster Stelle steht. Und bei der ein oder mehrere Oberhäupter ihren absolutistischen Machtanspruch mit dem Willen ihrer jeweiligen Götter begründen.

Genauer: Mit der Behauptung, von Gottes Gnaden legitimiert zu sein, ein für allemal und unverrückbar festlegen zu dürfen, was denn nun „Dein [Gottes] Wille“ konkret besagen soll.

Jener Wille, der bei Licht betrachtet ihr eigener Wille ist. Und von dem sich dann alle Anhänger mit kollektiv oder als Monolog rezitierten salbungsvollen Versen immer wieder bestätigen müssen, dass dieser Wille geschehen möge – wie im Himmel, so auf Erden.

Weltanschauung = Privatsache

Die Demokratie einer freiheitlichen Gesellschaft ist das genaue Gegenteil von „Reich Gottes“.

Was freilich nicht heißt, dass nicht auch Menschen, die ihre Gottesreichsphantasien öffentlich ausbreiten müssen in einer Demokratie nicht auch einen Platz in der Gesellschaft haben können. Jedenfalls, solange sie darauf verzichten, ihre Pläne so in die Tat umzusetzen, wie es ihre „Heilige Schrift“ vorsieht. Und wie es das Christentum während all der Jahrhunderte praktiziert hatte, in denen es noch die Macht dazu hatte. Also zu der Zeit, als eine private, von der christlichen abweichende Weltanschauung von der Kirche (bzw. von deren Subunternehmern) mit Folter und Tod geahndet wurde.

Außerdem mögen Menschen, denen die Veröffentlichung ihrer persönlichen Einbildungen und Wunschphantasien ein Anliegen ist, dies auf eigene Kosten und nicht auf Kosten der Allgemeinheit tun. Und schon gar nicht in einer unmoderierten Sendung im öffentlich-rechtlichen Rundfunk.

Es soll ja diverse Sender geben, die sich auf die Verbreitung religiöser Fiktion und Indoktrination spezialisiert haben. Frau Eichert, wie wärs zum Beispiel mit einem Wechsel zu gloria.tv?

All you need is love, no gods

Das Wichtigste im imaginären Reich des genauso imaginären Gottes aus der biblisch-christlichen Mythologie ist dieser Mythologie zufolge definitiv nicht Liebe. Sondern die vollständige und exklusive Unterwerfung unter diesen Gott. So wichtig, dass es dafür die ersten drei der göttlichen Gebote braucht.

Die göttliche Liebe, wie sie in der Bibel beschrieben ist, erfüllt in Wirklichkeit den Tatbestand einer perfiden Erpressung (Mk 16,16).

Darüber, was von der biblischen „Fremdenliebe“ zu halten ist, hatte ich schon mehrere Beiträge (z.B. diesen) verfasst. Deshalb diesmal nur kurz:

Was auch immer es mit diesem Konzept auf sich haben soll: Es kann aufgrund der Kriminalgeschichte des Christentums einerseits und aufgrund der eben auch katastrophalen Auswirkungen des gegenwärtigen Christentums andererseits als unrealistisch und unbrauchbar abgehakt werden. Daran ändern auch die „Fremden“ nichts, die in Frau Eicherts Eingangsanekdote in ihrer Kirchengemeinde ehrenamtlich helfend in der Spülküche aktiv werden durften.

Pervertierter Glaube

Zum Abschluss präsentiert Frau Eichert noch einen intellektuellen Offenbarungseid:

Mir hilft es gerade in dieser gefährlichen Situation, einen Gott zu kennen, der an uns Menschen glaubt. Gott macht uns zur Umkehr fähig – und traut uns diese Umkehr auch zu.

Frau Eichert, wahrscheinlich ist Ihnen gar nicht bewusst, was solche Einbildungen implizieren, wenn man sie zu Ende denkt und vor allem, wenn man sie mit der biblischen Textgrundlage abgleicht:

Der Gott aus der biblisch-christlichen Mythologie interessiert sich ausschließlich für eine Umkehr zu ihm. Was einer vollständigen Selbstaufgabe und Unterwerfung gleich kommt, wie die anonymen Bibelschreiber ihren biblischen Jesus und seine Nachfolger immer wieder unmissverständlich klar stellen lassen (zB. Mk 8,34, Kor 6,19, Gal 2,20, Mk 14,36, 2. Kor 5,15).

Die Behauptung, dass der Gott aus der biblisch-christlichen Mythologie an uns Menschen glauben und uns etwas zutrauen würde, erscheint besonders verachtenswert zynisch, wenn man bedenkt, dass eben dieser Gott das Ausbleiben einer Umkehr zum Glauben an ihn mit zeitlich unbegrenzter Dauerfolter durch physische und psychische Höllenqualen bei vollem Bewusstsein und ohne Aussicht auf Begnadigung bestraft.

Deshalb halte ich Frau Eicherts Darstellung für geradezu pervers.

Frau Eicherts religiöser Tanz auf dem Vulkan

Mit dieser Argumentation in diesem Zusammenhang belegt die Fernsehpredigerin eine erschreckende (wenn auch nicht erstaunliche) Ignoranz den Aussagen ihrer „Heiligen Schrift“ gegenüber – und gegenüber der irdischen Realität.

Ihr Versuch, grundlegend Gegensätzliches (magisch-esoterische Religionsmythologie und irdische Realität) gleichberechtigt unter einen Hut zu bringen, kann nur scheitern.

Dieses Scheitern lässt sich schon daran erkennen, dass es völlig egal ist, wer oder was mit „Gott“ gemeint sein soll. Und es ist genauso egal, ob nun Menschen an Götter glauben – oder ob sie sich einbilden, es sei umgekehrt.

Eine Flucht in religiöse Phantasie-Vorstellungswelten ist im Grunde nichts anderes als der von Frau Eichert eingangs kritisierte „Tanz auf dem Vulkan“:

Wie damals in den „Goldenen Zwanzigern“, als die Menschen mit viel Party versuchten, die harte Realität auszuhalten – ein Tanz auf dem Vulkan. Signale für kommendes Unheil gab es genug. Doch die Mehrheit – schlief.

…nur dass Frau Eichert nicht zur Party, sondern zur religiösen Realitätsflucht und -verweigerung aufruft.

Fazit: Gutes Anliegen, schlechte Argumente

Frau Eichert, Sie haben heute einmal mehr eindrucksvoll bewiesen, dass es trotz noch so verzweifelter Versuche nicht mehr gelingen kann, das biblisch-christliche Glaubenskonstrukt auch nur ansatzweise als relevant oder wenigstens noch halbwegs kompatibel zu unseren heutigen Werten erscheinen zu lassen.

Wenn Ihnen die Demokratie ein Anliegen ist – und das nehme ich Ihnen durchaus ab – dann finden Sie dafür mit viel weniger Aufwand viel bessere, ja sogar wirklich gute Argumente – verglichen mit dem Aufwand, den Sie betreiben müssen, um das christliche Glaubenskonstrukt bis ins Gegenteil zu verbiegen, um es dann sowieso nur bestenfalls oberflächlich unverfänglich, keinesfalls aber argumentativ überzeugend oder wenigstens plausibel erscheinen zu lassen.

Wenn es um Themen in der irdischen Wirklichkeit geht, ist jedes Argument, in dem keine Götter, Geister oder Gottessöhne vorkommen besser als jedes Argument, das auf einer solchen Vermischung von Fiktion und Wirklichkeit basiert und das ein Fürwahrhalten imaginärer Phantasiewesen voraussetzt.

Dem Phänomen, dass sich Menschen mit schlechten Argumenten für grundsätzlich gute Anliegen einsetzen und dem Engagement für „die gute Sache“ damit einen Bärendienst erweisen, begegnen wir nicht nur im religiösen Umfeld.

Sondern leider sogar in Bereichen, in denen man eigentlich eine rationale, wissenschaftliche Herangehensweise erwarten würde. Von einem solchen Fall berichtet Andreas Edmüller gerade in einigen Blogbeiträgen.

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7 Gedanken zu „Tanz auf dem Vulkan – Das Wort zum Wort zum Sonntag“

  1. Hier sieht man wieder deutlich, Religion ist schädlich, immer und überall!
    Sie führt zu Realitätsverlust und einer eklatanten Lese- und Verständnisschwäche der Bibel, sowie zur Liebessehnsucht zu einem imaginären Fabelwesen. Mir kommt das ganze wie ein Stockholm-Syndrom vor, man unterwirft sich der angedrohten Gewalt eines despotischen Gottes und schwafelt von seiner Liebe zu uns.
    Zu Risiken und Nebenwirkungen von Religion, lesen sie die Bibel (also mit Verstand, nicht mit dem Herzen), fragen sie Ihren Priester oder eines der unzähligen Opfer von Religion.
    Bei versehentlicher Überdosierung sollten Sie weiteren Kontakt mit Religion meiden und psychologische Hilfe in Anspruch nehmen.

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  2. „Gott macht uns zur Umkehr fähig – und traut uns diese Umkehr auch zu.“

    Was haben die nur immer mit ihrer Umkehr ? Wohin geht der Papst, wenn er umkehrt ? In welche Richtung geht Frau Eichert, wenn sie umkehrt ? Es heißt ja immer so pauschal WIR müssten umkehren. Sind denn ALLE in der falschen Richtung unterwegs ? Auch die Gläubigen ?
    Wenn UNS denn Gott zur UMKEHR fähig machen kann, warum macht ER uns dann nicht fähig, gleich in die richtige Richtung zu gehen ? Und wie ginge das, wenn ER uns zur Umkehr fähig machte, UNS diese aber dann NICHT zutraute ? Da müsste dann doch was mit dem FÄHIG MACHEN nicht geklappt haben !
    Zwei Sätze, die nur Fragezeichen hinterlassen; klingen aber wahnsinnig salbungsvoll und pastoral, und zeigen UNS wie LIEB dieser Gott doch ist.

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  3. Vielleicht sollte Frau Eichert sich ein Riesenkaninchen zulegen, einen Harvey oder so. Von einem derartigen Phantasiewesen sind keinerlei Aufrufe zu Mord, Totschlag, Völkermord, Vergewaltigung etc. bekannt. Es sind anscheinend ganz liebe Begleiter.

    Und ich fände es gut, wenn Frau Eichert uns darüber dann im WzS erzählt: Mein Leben mit Harvey …

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  4. Frau Eichert,
    wer ist denn in der Weimarer Republik auf die Strasse gegangen und hat vor der braunen Gefahr gewarnt?
    Richtig, es waren nicht die Anhänger, vor allem nicht die „Würdenträger“ der christlichen Konfessionen.
    Ganz im Gegenteil: Die überwältigende Mehrheit des Klerus hat mit der braunen „Bewegung“ eher sympathisiert und die Mahner als Unruhestifter, linkes Gesindel und sonst was diffamiert. Im besten Falle haben die nämlich geschlafen und den lieben Gott einen guten Mann sein lassen. Ob sie „Party“ gemacht haben, ist mir nicht bekannt, aber das muss nichts heissen bei der seinerzeitigen Undurchdringlichkeit des klerikalen Machtbereichs.

    Frau Eichert,
    es lebt sich recht gut in unserer Demokratie, nicht wahr?
    Und das möchten Sie verteidigen, verständlich.
    Aber kriegen Sie da nicht einen Knoten im Gehirn, wenn Sie gleichzeitig einem Glaubenskonstrukt anhängen, dem der Totalitarismus als göttliche Staatsform zugrunde liegt resp. immanent ist? (Der Kommentator sprach diesen Widerspruch schon an.)
    Und in einem solchen System wird die „Liebe“ gewöhnlich nach dem Motte gelebt: Und willst du nicht mein Bruder sein, so …
    Nicht umsonst gedeihen die meisten Religionen besonders gut in faschistisch regierten Staaten.

    Frau Eichert,
    noch eine Richtigstellung: Jesus warnt nicht vor irgendeinem Dieb in der Nacht, der klauen kommt, sondern er vergleicht sich selbst mit einem Dieb. Er höchstpersönlich wird kommen wie ein Dieb in der Nacht am Ende der Zeiten. Und wenn man da nicht wach ist, hat man die A-Karte gezogen. Das ist schon was anderes. Mich hat dieser schiefe Vergleich immer schon gewundert.

    Eine letzte Anmerkung – etwas OT allerdings:
    Es ist schlimm, was da von rechten Kreisen zur Lösung des Migrationsproblems vorgeschlagen, oder soll man besser sagen, ausbaldowert wurde.
    Aber was machen eigentlich unsere lieben Freunde in GB mit ihren ungewollten Migranten (Stichwort Ruanda)? Ist das etwa nicht vergleichbar? Wieso gibt es dazu keinen vergleichbaren Aufschrei – weder bei uns noch jenseits des Kanals?

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  5. Meine E-Mail an Frau Lissy Eichert:

    Betreff: Kommentar zu Ihrem Wort zum Sonntag vom 20.01.2024

    Sehr geehrte Lissy Eichert,

    ihr zusammenphantasierter und mit Verlaub: dämlicher Unfug vom 20.01.2024 im WzS wird hier hervorragend analysiert – Sie sollten sich das unbedingt Durchlesen, um solche katastrophalen Gehirn-Entgleisungen im öffentlichen Rundfunk in Zukunft zu vermeiden (was Sie privat machen, ist mir völlig egal):

    https://www.awq.de/2024/01/tanz-auf-dem-vulkan-das-wort-zum-wort-zum-sonntag/

    Solchen Bullshit im Namen einer widerlichen Religion zu verbreiten, die jahrhundertelang die Demokratie verhindert und Millionen unschuldiger Opfer hervorgebracht hat (siehe „Kriminalgeschichte des Christentums“), schlägt dem Faß den Boden aus.

    Schämen Sie sich in Grund und Boden, öffentlich solch einen Mist
    daherzureden!

    Gute Besserung
    Rainer Müller

    PS: Tipp ans Pfarramt: Lügner gehören entlassen!

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    • Antwort von Frau Lissy Eichert

      Sehr geehrter Herr Müller,

      wir leben in einem Land, dass die Meinungsfreiheit respektiert.
      Das bedeutet, auch Differenzen zu ertragen. Beleidigungen gehören nicht dazu.
      Ihre Sicht auf das Christentum wird dadurch nicht richtiger.
      Besserung erscheint mir ein gutes Stichwort.

      Alles Gute,
      Lissy Eichert

      Antworten
      • Antwort darauf:

        Sehr geehrte Frau Eichert,

        wir leben in einem Land, das die Meinungsfreiheit respektiert – eine Meinungsfreiheit, die gegen den erbitterten Widerstand der Kirchen über Jahrhunderte erstritten werden musste – und dazu gehört auch meine Meinungsfreiheit.

        Das Christentum ist eine einzige Beleidigung an die Menschheit und an die Menschlichkeit.
        Die „Kriminalgeschichte des Christentums“ (Karlheinz Deschner) ist Ihnen offensichtlich nicht bekannt,
        einfach mal lesen.

        „Ihre Sicht auf das Christentum wird dadurch nicht richtiger.“
        Muss sie nicht, sie bleibt bei der überwältigenden Faktenlage richtig, egal was Sie sich persönlich daher-phantasieren.

        „Besserung erscheint mir ein gutes Stichwort.“
        Dann wünsche ich Ihnen endlich mal Erfolg.

        Den Genuss des Artikels https://www.awq.de/2024/01/tanz-auf-dem-vulkan-das-wort-zum-wort-zum-sonntag
        haben Sie sich offenbar bisher erspart, da sie darauf in keinster Weise eingehen – insbesondere
        auf die offensichtliche Demokratie-Feindlichkeit des Christentums inklusive evangelischer und katholischer Kirche.
        Diese wurde übrigens im Dritten Reich besonders deutlich, als diese beiden Organisationen ihren schändlichen „Beitrag“
        im Nazi-Regime geleistet haben – aber auch das ist Ihnen bisher offenbar unbekannt – oder wurde erfolgreich verdrängt.

        Ebenso die Tatsache, dass Demokratie sowie demokratische Werte inklusive die Menschenwürde gegen den erbitterten Widerstand der Kirchen über Jahrhunderte erstritten werden musste – mit etlichen Todes- und Folteropfern.
        Das Wort „Menschenwürde“, „Religionsfreiheit“ und „Meinungsfreiheit“ sind für die Erfinder der Bibel Fremdwörter – sie kommen schlicht nicht vor – und wieso auch – immerhin handelt es sich um einen offensichtlich Demokratie-feindlichen Aberglauben,
        dem Sie frönen.

        Daher merke: Augen auf bei der Wahl des Aberglaubens. Falls Sie in der Kindheit damit indoktriniert wurden,
        empfehle ich dringend psychotherapeutische Hilfe aufzusuchen.

        Mfg
        Rainer Müller

        Antworten

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