Fragt nicht, was die Kirche für euer Land tun kann
Höners „Wort zum Sonntag“ macht aus Kennedys Appell eine christliche Weisheit und aus Infrastrukturabbau eine Haltungsfrage. Eine säkulare Analyse.
Kirchen-, Glaubens- und Religionskritik • Aufklärung • Säkularismus • Humanismus
Höners „Wort zum Sonntag“ macht aus Kennedys Appell eine christliche Weisheit und aus Infrastrukturabbau eine Haltungsfrage. Eine säkulare Analyse.
Johanna Vering feiert im „Wort zum Sonntag“ zum Independence Day die demokratische Gleichheit – und schreibt sie am Ende dem „christlichen Menschenbild“ zu, obwohl die Unabhängigkeitserklärung ein aufklärerisch-deistisches Dokument ist und die Universalisierung ihrer Rechte großenteils gegen kirchlichen Widerstand erkämpft wurde.
Zum 104. Katholikentag in Würzburg inszeniert sich die Kirche als Demokratie-Verteidigerin und Wertehüterin – während sie intern nicht demokratisch verfasst ist, ihre gesellschaftliche Basis weiter schrumpft und ihre Privilegienarchitektur sich immer schwerer rechtfertigen lässt.
Heute scheitert Frau Eichert bei dem Versuch, ausgerechnet mit der biblisch-christlichen Mythologie für Demokratie werben zu wollen.
Pfarrer Beck plädiert dafür, die Redefreiheit zu nutzen und sich öffentlich zu positionieren statt zu schweigen, auch wenn das Mut erfordert. Bei seinem Appell zur sachlichen Diskussion orientiert er sich an der biblischen Auferstehungslegende.
Geister unterscheiden ist schwierig, wenn im Namen des selben „Heiligen Geistes“ Demokratie gefordert, aber auch zerstört wird.
Das Gelassenheitsgebet rät, die Welt als gottgewollt „sündig“ hinzunehmen und sich stattdessen auf das eigene Glück im Jenseits zu freuen.
Dietrich Bonhoeffer fühlte sich auch im Bewusstsein seiner Ermordung noch „von guten Mächten wunderbar geborgen.“ Herr Beck verklärt ihn nun zum Demokraten.
Das Wort zum Wort zum Sonntag (öffnet in neuem Tab): Demokratie strengt an, gesprochen von Annette Behnken (ev.), veröffentlicht am 15.9.2016 von ARD/daserste.de […] Meine tiefe Überzeugung ist es, dass ich andere Meinungen achten will, zuhören. Versuchen zu verstehen. Mich auseinandersetzen, nachhaken, aber auch Position beziehen.* Frau Behnken, einen solchen offenen Standpunkt öffentlich zu verkündigen ist eine Sache. Sich selbst …
Gastbeiträge geben die Meinung der Gastautoren wieder.

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