Kommentar zu NACHGEDACHT 128: Auslegungssache

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Kommentar zu NACHGEDACHT 128: Auslegungssache, Originalartikel verfasst von Christina Leinweber, veröffentlicht am 21.6.2015 von osthessen-news.de

[…] Man könnte es doch auch einmal folgendermaßen bedenken: Was wäre, wenn hier einem Menschen wirklich geholfen wurde? Was wäre, wenn die Kassiererin dies aus Nächstenliebe getan hat? So könnte die Szene doch auch gesehen werden. Es ist immer unsere Auslegungssache, wie wir etwas bewerten, das uns geschieht.*

Auch wenn es für Manche vielleicht überraschend sein mag: Wir brauchen gar nicht alles zu bewerten, das uns geschieht. Wir können nämlich lernen, Sachen auch einfach hinzunehmen wie sie sind, besonders, wenn es sich um etwas (uns betreffend) so Belangloses handelt wie eine Verzögerung an der Kasse. Es gibt kluge Menschen, die sehen den Schlüssel zu einem glücklichen Leben darin, das ständige Bewerten sein zu lassen und stattdessen zu leben.

Und ganz besonders müssen wir nicht in alles, was passiert, etwas hineininterpretieren, nur dass es für uns einen Sinn ergibt, der am besten noch zu unserem Weltbild passt. Religionen manipulieren ihre Anhänger oft und wirkungsvoll, indem sie falsche Zusammenhänge (zum Beispiel: “Gott ist Liebe”) herstellen. Da wird zum Beispiel bei einem Naturphänomen göttlicher Einfluss nicht nur vermutet, sondern gegen besseres Wissen als real existent dargestellt und allen Ernstes ein Gott gebeten, uns “vor Blitz und Ungewitter” zu verschonen.

Zitat aus dem Lied “Schilddrüsenunterfunktion” von Funny van Dannen:

Dann kam die Zeit da hat mich Jesus inspiriert.
Franz von Assisi hat mich zu Lyrik inspiriert.
Ich floh vor dem Alltag in die Welt der Religion.
Ich fühlte Gott in mir, doch es war Schilddrüsenunterfunktion.

Funny van Dannen Schilddrüsenunterfunktion

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*Das Online-Portal Osthessennews fordert jede Woche unter der Rubrik „NACHGEDACHT“ mit „liberal-theologischen“ Gedanken zum Nachdenken auf. Alle als Zitat gekennzeichnete Abschnitte stammen aus dem eingangs genannten und verlinkten Original-Artikel von Christina Leinweber.

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