Gesponserte Orientierung: katholisch.de auf Facebook

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Die katholische Kirche wirbt auch auf Facebook für sich:

Quelle: Screenshot Facebook

Die Facebook-Anzeige der katholischen Kirche sagt einiges aus, zum Beispiel:

Das Kreuz ist das unverzichtbare, zentrale Symbol dieser religiösen Ideologie. Es symbolisiert die von einem erfundenen, angeblich überirdischen, allmächtigen und liebevollen Wesen nicht nur tolerierte, sondern ausdrücklich beauftragte grausame Hinrichtung eines Menschen, um anderen Menschen damit seine Liebe zu beweisen, indem es ihnen so angeblich die Sünden, die es ihnen vorher eingeredet hat, erlässt.

Dieser “Liebesbeweis” soll trotzdem als solcher gelten, obwohl der zu Tode gefolterte Mensch, zu dem das überirdische Wesen auch noch ein Vater-Sohn-Verhältnis hat, nach drei Tagen angeblich wieder auferstanden ist.

Gesponsert ist die katholische Kirche allerdings, und das nicht zu knapp. Die unvorstellbar maßlose finanzielle staatliche Subvention ist mit nichts zu rechtfertigen.

Die Inhalte “Nachrichten, Hintergründe” erwecken erstmal einen objektiv-sachlichen Eindruck. Aber welche Bedeutung sollen Nachrichten und Hintergründe haben, die von einer Institution stammen, die im 21. Jahrhundert noch ernsthaft an der Teufelsaustreibung festhält, die ein vormittelalterliches Weltbild vertritt und die sich auf eine Geschichtensammlung aus dieser Zeit als einzige Grundlage für ihre Ideologie beruft? In deren Wirklichkeit das oben erwähnte angebliche Menschenopfer angeblich bis heute die zentrale Rolle spielt?

Orientierung ist das genaue Gegenteil von dem, was die katholische Kirche Menschen bietet. Sie führt Menschen gezielt in die Irre und hält sie davon ab, sich an der realen Wirklichkeit zu orientieren, indem sie die Wirklichkeit um eine erfundene Scheinwelt erweitert, die sie dazu nutzt, ihre Gier nach Macht und Geld zu befriedigen.

Das Bild schließlich ist tatsächlich passend gewählt: Rückwärtsgewandte, grotesk verkleidete Menschen, deren Schafe ihres Anblickes offenbar nicht würdig sind. Erfreulicherweise scheinen sich die Herren auf dem geordneten Rückzug zu befinden.

Insgesamt mutet es immer geradezu absurd an, wenn eine Einrichtung wie die katholische Kirche den aktuellen Stand der Technik nutzt, um eine Ideologie, in der ein archaischer Wüstengott an oberster Stelle steht und die mit der realen Wirklichkeit nichts zu tun hat, unters Volk zu bringen.

*Bildquelle: Screenshot fb.com

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Letzte Aktualisierung: 20. August 2016