Angst vor Gott? – Gedanken zu NACHGEDACHT 173

~ 14 Minuten

Kommentar zu NACHGEDACHT 173: Angst vor Gott?, Originalartikel verfasst von Christina Leinweber, veröffentlicht am 01.05.16 von Osthessennews

[…] Es muss doch absolut erschreckend für ein kleines Kind sein, zu hören, dass es einen solchen Gott geben soll: ein männliches Wesen, das dort oben sitzt und ganz genau die Fehler eines jeden Menschen wahrnimmt.*

Ein kleines Kind ist zunächst mal darauf angewiesen, dass das, was es erzählt bekommt, wahr ist. Es hat noch nicht das erforderliche Wissen erlangt und genug Erfahrungen gemacht, um zum Beispiel erkennen zu können, dass Gott bis zum Beweis des Gegenteils nichts weiter als eine menschliche Phantasie ist.

Und so wird ein Kind auch erstmal die Lüge, es gäbe tatsächlich real einen Gott, als “Wahrheit” annehmen.

Frühkindliche Beeinflussung hält die Kirche künstlich am Leben

Dass die Vorstellung eines allmächtigen, allgegenwärtigen Wesens mit einer Schwäche für menschliche Fehler völlig absurd und irreal ist, weiß ein kleines Kind noch nicht. Es hat einfach noch nicht genug Wissen erlangt und Erfahrungen gemacht, um die Plausibilität von Behauptungen kritisch hinterfragen zu können.

Es kann üblicherweise auch noch gar nicht einschätzen, welche Konsequenzen ein allmächtiger, allwissender und aktiv ins Geschehen eingreifender Gott für einen Menschen hätte. Wenn es ihn denn gäbe. Kinder haben noch keine Angst vor Gott. Warum sollten sie die auch haben?

fantasy-1254056_640Während andere Figuren aus der Phantasiewelt früher oder später mit zunehmendem Wissen und gemachten Erfahrungen als irreal erkannt und entsprechend als Fiktion eingeordnet werden können, schaffen es die Religionen bis heute, den Glauben an ausgerechnet so einen Gott so nachhaltig in wehrlosen Kindern zu verankern, dass es manchen Menschen mitunter nie gelingt, den lieben Gott genauso sicher als Fiktion zu entlarven wie zum Beispiel die Zahnfee.

Religionen nutzen ganz gezielt die frühkindliche Indoktrination. Weil es natürlich wesentlich einfacher ist, Kinder gedanklich zu vergiften als erwachsene Menschen, die bislang vor erfundenen Göttern und Geistern verschont geblieben waren und die genug Wissen und Erfahrung besitzen, um nicht mehr auf religiöse Mythen und Märchen hereinzufallen.

Wie es um den Wahrheitsgehalt, die “Moral” und um die Redlichkeit einer Ideologie bestellt ist, die solche Methoden nötig hat, um ihre angeblich doch sowieso endgültige und absolute Wahrheit unters Volk zu bringen, kann sich jeder selbst überlegen.

Niemand wird als Christ geboren

Leider haben aber sehr viele Menschen und auch erschreckenderweise eine große Zahl meiner Schülerinnen und Schüler ein solches Gottesbild.

Kein Mensch ist von Geburt an religiös oder Gottgläubig – alle Menschen werden als Atheisten geboren. Nur wenn verantwortungslose Erwachsene die entwicklungsbedingte frühkindliche Kritiklosigkeit dazu missbrauchen, Kindern religiöse Wahngedanken und Scheinwirklichkeiten einzupflanzen, übernehmen diese fatalerweise diese Ideen – manche Menschen schaffen es ein Leben lang nicht, sich davon wieder zu befreien.

Diese frühkindliche Indoktrination an sich ist das eigentlich Erschreckende, denn nicht nur die Angst vor einem strafenden Gott vergiftet das Denken, sondern auch die falsche Hoffnung auf einen angeblich liebevollen Gott, den es bis zum Beweis des Gegenteils bestenfalls als völlig beliebig definierbares Irgendwas ind der menschlichen Fantasie gibt.

Angst vor Gott? Aber hallo!

Und es gestaltet sich sehr schwierig, diese bedrohliche Botschaft von einem sehr fragwürdigen Gott, der womöglich auch noch strafende Konsequenzen aus Fehltritten ziehen würde, wieder aus dem Kopf und aus dem Herzen zu bekommen.

Wie kam diese bedrohliche Botschaft denn in die Köpfe und Herzen hinein? Natürlich ist der christlich-biblische Gott in höchstem Maße fragwürdig. Selbstverständlich zieht er strafende Konsequenzen aus Fehltritten.

An der inhumanen und unvorstellbar grausamen biblischen Gesamtaussage über Gott ändert sich auch durch eine noch so liberale Umdeutung und wunschgemäße Verbiegung nichts: Hinter jedem christlichen “Heilsversprechen” steht unmissverständlich und ausnahmslos die Androhung schlimmster, weil zeitlich unbegrenzter physischer und psychischer Höllenqualen.

Der “Zeigefinger-Gott” des Kinderliedes wütet aber leider durch eine Herde von Köpfen und dieses falsch verstandene Christentum ist mir ein echter Dorn im Auge.

Woher kann die Autorin wissen, wie das Christentum falsch und wie es richtig verstanden ist? Das Christentum selbst bietet keine verbindliche Basis dafür, wie es ausgelegt werden muss. Die Bibel gilt, je nach Bedarf, wortwörtlich allumfassend göttlich inspiriert und in jeder Hinsicht wahr. Oder eben auch nicht, wenn etwas nicht ins Wunschbild passen sollte…

Während sich mit dem Christentum mitmenschliches Verhalten nur mit viel Verbiegung als “richtig” begründen lässt, ist die Bibel voll von detaillierten und unmissverständlichen Aufforderungen wie zum Beispiel zur systematischen Vernichtung Un- und Andersgläubiger.  Und von völlig unangemessen Bestrafungsvorschriften für vergleichsweise geringe Vergehen. Oder gar nur für die sexuelle Orientierung.

…liegt ganz im Auge des Betrachters

Ob sich jemand die Stelle mit der Nächstenliebe oder doch die mit der Aufforderung zur Steinigung Homosexueller als “richtig” herauspickt, hängt allein vom Wertemaßstab des Lesers ab. Das Praktische: Noch kein Gott hat sich je über die Deutung seines angeblichen Willens beschwert, ganz egal, ob in seinem Namen geliebt oder gemordet wurde.

Dass die Idee eines strafenden Gottes in einer “Herde von Köpfen” wütet, lässt darauf schließen, dass der “Herr” eben kein “guter Hirte” ist.

Und es gibt leider immer wieder Menschen, die die Angst vor Gott weiter schüren und damit ein befreiendes Gottesbild und ein gesundes Verhältnis zum Glauben vergiften.

Auch wenn ich mich widerhole: Das Christentum kann, wie jede andere monotheistische Religion auch, gar kein befreiendes Gottesbild liefern. Nicht das Verhältnis vom Menschen zum Glauben ist vergiftet, sondern genau umgekehrt: Der Glaube vergiftet Menschen.

Welcher Jesus?

Unter Beobachtung zu stehen – immer auf dem Prüfstand zu sein – das ist nicht das, was der junge Nazarener namens Jesus damals seinen Zuhörern und heute uns mitgeben wollte.

Quelle: FacebookDoch – genau das war es, was der biblische Jesus seinen Anhängern mitgeben wollte.

Was der (historische) junge Nazarener namens Jesus wollte, ist nicht bekannt. Denn es existieren keine historischen Überlieferungen darüber. Abgesehen davon war der Nazarener zu Beginn seines angeblichen Wirkens nicht mehr jung. Dass Menschen mit 30 heute als jung gelten, geht in erster Linie auf Errungenschaften von Wissenschaft und Medizin, sowie auf die Überwindung des finsteren Mittelalters zurück.

Was die biblische Kunstfigur Jesus Christus angeblich wollte, sagte oder tat, haben sich Menschen ausgedacht.  Und zwar nicht mal die anonymen Bibelautoren selbst. Alle Christusmythen und Legenden gab es ausnahmslos vorher schon in anderen Religionen. Auch vor Jesus wurde schon Angst vor Gott gepredigt.

Außer über die Geburt (die in der Bibel beschrieben werden musste, um die angeblich göttliche Abstammung von Jesus konstruieren zu können und weil sie eine allegorische Bedeutung hat), gibt es auch über den jungen Phantasiejesus keine Aussagen darüber, was er gemacht oder gewollt hat. Von ein paar erfundenen apokryphen niedlichen Kinderwunderchen wie der Erweckung von Tonvögeln zum Leben mal abgesehen.

Mission des Endzeitpredigers

Sollte Jesus je existiert haben, dann war er mit großer Wahrscheinlichkeit ein jüdischer Wanderprediger. Einer, der lediglich die Anhänger seiner Endzeitsekte auf die vermeintlich kurz bevorstehende Ankunft seines Gottes vorbereiten wollte. Er hatte keinesfalls die Absicht, eine neue Religion zu gründen. Die wurde erst viel später auf seine Kosten hauptsächlich von Heidenchristen erdacht und konstruiert.

Gerade das war es doch, was Jesus seinen Anhängern mitgeben wollte. Nämlich wie sie sich verhalten sollten, um bei der angeblich kurz bevorstehenden Prüfung durch seinen Gott bestehen zu können.

Er ging also ganz offensichtlich sehr wohl davon aus, dass die Menschen selbstverständlich unter ständiger Beobachtung seines Gottes stehen würden. Genau das und nichts anderes wollte er seinen Anhängern mitgeben (manchmal frage ich mich, was genau so ein Theologiestudium eigentlich beinhaltet…). Jesus predigte die Angst vor Gott.

Mein Gott bestraft nicht

Nein, in meinem Glauben bestraft Gott die Menschen nicht.

Angst vor GottDann sollten Sie mal kritisch hinterfragen, ob Sie sich dann noch redlicherweise als Christin bezeichnen können. Natürlich bestraft der Christgott die Menschen.*** Nämlich dann, wenn sie nicht an ihn glauben. Auch wenn das vielleicht nicht in Ihr persönliches Wunschgottesbild passt.

Die biblische Gesamtaussage ist unmissverständlich im Markusevangelium zusammengefasst:

  • Wer da glaubt und getauft wird, der wird selig werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden. (Mk 16,16 EU)

Während sich der alttestamentarische Gott noch auf grausamste Rache-, Eroberungs- und Vernichtungskriege und bei entsprechender Gemütslage auch schon mal auf die Vernichtung seiner gesamten Schöpfung beschränkte, legte der Gott im Neuen Testament mit seinen angedrohten, zeitlich unbegrenzten (!) Höllenqualen noch eins drauf.

Der “liebe Gott” ist laut Bibel, wenn überhaupt, nur lieb zu denen, die an ihn glauben, und selbst die sind vollkommen der Willkür dieses Gottes ausgeliefert, der sie nach den Menschen unbekannten Maßstäben verurteilt. Das erste Gebot dieses Gottes ist sein uneingeschränkter Alleinherschafts- und Allmachtsanspruch.

Die Menschen, die sich diese Gebote ausgedacht haben, attestieren ihrem angeblich allmächtigen, alleinigen Gott damit ein mehr als lächerliches Verhalten – wieso hat es ein monotheistischer Gott nötig, an allererster Stelle den Glauben an andere Götter neben ihm zu verbieten? Thor und Zeus können darüber jedenfalls nur herzlich lachen.

Da beißt die Maus keinen Faden ab: Natürlich bestraft Gott nach biblisch-christlicher Auffassung die Menschen. Wie zum Beispiel auch hier in den 10 Geboten (Hervorhebung von mir):

  • Du sollst dich nicht vor anderen Göttern niederwerfen und dich nicht verpflichten, ihnen zu dienen. Denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott: Bei denen, die mir Feind sind, verfolge ich die Schuld der Väter an den Söhnen, an der dritten und vierten Generation; (Quelle: 2. Mose 20,4 EU)

Frei geschaffen?

Der Mensch ist frei geschaffen und wird in dieser Freiheit nicht eingeschränkt.

Wie die Wissenschaft heute zweifelsfrei belegt, wurde der Mensch nicht geschaffen, sondern er ist eine Folge der Evolution. In der gesamten Entwicklungsgeschichte gibt es keinen Anhaltspunkt mehr für die Annahme eines Schöpfers. Die Vorstellung des freien Willens ist eine menschliche Erfindung. Und lässt sich mit den Erkenntnissen der Hirnforschung nicht mehr wirklich in Einklang bringen.

Unfrei werden Menschen aber zum Beispiel durch den Einfluss von Religionen. Wie wusste der unvergessene Robert Long so treffend zu formulieren:

  • “Der Mensch ist von Natur aus frei,
    doch damit war es schnell vorbei,
    als unsre heil’ge Kirche an die Macht kam.
    Und wehe, wer sich damals nicht in Acht nahm…”

    (Quelle)

Die Handlungsfreiheit für gesunde Menschen, die in einer säkularen Gesellschaft leben, ist tatsächlich (und besonders verglichen mit Regionen, in denen Religionen noch mehr Einfluss haben) kaum eingeschränkt.  Aber trotzdem kann sich kein Mensch gegen die Prägung seines Unterbewusstseins für oder gegen etwas entscheiden. Auch in diesem Bereich gibt es heute keinen Platz mehr für die Annahme eines göttlichen Wesens. Und auch gar keine Notwendigkeit.

Natürlich steht es jedem Menschen frei, seine meist kaum eingeschränkte Handlungsfreiheit zu nutzen. Um zum Beispiel den eigenen Horizont zu erweitern. Und um den eigenen Standpunkt kritisch zu hinterfragen.

Das ist dann allerdings genau das Verhalten, das aus religiöser Sicht sehr wohl zu bestrafen ist. Und warum man durchaus Angst vor Gott haben müsste (wenn es ihn gäbe). Hier gilt es nämlich als besonders tugendhaft, seine Denkfreiheit eben nicht zu nutzen. Und stattdessen Dinge für wahr zu halten, die weder bewiesen, noch beweisbar sind. Mit der Folge, dass einige Menschen tatsächlich Angst vor Gott haben.

Tolle Aussichten…

Deswegen schenkt mir mein Glaube auch keine Angst, er schränkt mich nicht ein, sondern er befreit mich, ist mein Hoffnung und meine Stärke.

Dann möchte ich Sie daran erinnern, wie das irdische Leben auszusehen hat, wenn es nach Ihrem Glauben geht. Hier nur ein paar Beispiele von vielen, warum man durchaus Angst vor Gott haben sollte (Hervorhebungen von mir):

  • Dann wandte Gott sich zur Frau: “Du wirst viel Mühe haben in der Schwangerschaft. Unter Schmerzen wirst du deine Kinder zur Welt bringen. Du wirst dich nach deinem Mann sehnen, aber er wird dein Herr sein!
  • Zu Adam sagte er: “Deiner Frau zuliebe hast du mein Verbot missachtet. Deshalb soll der Ackerboden verflucht sein! Dein ganzes Leben lang wirst du dich abmühen, um dich von seinem Ertrag zu ernähren.
  • Du bist auf ihn angewiesen, um etwas zu essen zu haben, aber er wird immer wieder mit Dornen und Disteln übersät sein.
    Du wirst dir dein Brot mit Schweiß verdienen müssen, bis du stirbst. Dann wirst du zum Erdboden zurückkehren, von dem ich dich genommen habe. Denn du bist Staub von der Erde, und zu Staub musst du wieder werden!”
    (Quelle: 1. Mose 3, 16-19 EU)
  • Darum, liebe Brüder – ihr wart ja immer gehorsam, nicht nur in meiner Gegenwart, sondern noch viel mehr jetzt in meiner Abwesenheit -: müht euch mit Furcht und Zittern um euer Heil! (Phil 2,12 EU)

Hier wird ganz unmissverständlich klar gemacht, dass das Leben der eigentlich freien Menschen gerade durch Ihren eifersüchtigen Gott massiv und vorsätzlich eingeschränkt wird. Die unschönen Seiten des Lebens sind nicht etwa Folgen der schlampigen Arbeit des allmächtigen, allgütigen Schöpfers. Sondern absichtlich von diesem konstruierte Bestrafungen für alle Menschen. Weil eine Frau seine göttliche Existenz in Frage gestellt hatte. Angst vor Gott ist also durchaus angebracht.

Hoffnung und Stärke?

Ausgerechnet solch inhumanen und absurden Bestrafungsphantasien Dinge wie “Hoffnung und Stärke” abgewinnen zu wollen, erscheint geradezu schizophren, um nicht zu sagen pervers. Das Christentum wurde nicht dazu erfunden, um Menschen “Hoffnung und Stärke” zu geben und natürlich auch nicht dazu, Menschen von religiösen Wahngedanken zu befreien – das genaue Gegenteil ist der Fall. Nicht umsonst verwendet die Kirche selber sehr gern das Bild von der Schafherde…

Und wer aus den Aussagen des biblischen Jesus irgendwelche positiven Aspekte herausdestillieren möchte, muss ebenfalls die Gesamtaussage ignorieren und sich mitunter auch schon mal mit einem Halbsatz begnügen, der sich dann vielleicht noch irgendwie halbwegs so umdeuten lässt, dass man ihn mit einer modernen Ethik in Verbindung bringen könnte.

Nicht Gott schuf die Menschen nach seinem Ebenbild, sondern die Menschen schufen sich Götter nach ihren Wunschbildern – so auch die Autorin, die sich offenbar einen liebevollen, wohlgesonnenen, gütigen und gnädigen Gott wünscht. Und die aufgrund der Tatsache, dass sie nun mal in eine katholische Familie geboren wurde, jetzt die große Kluft zwischen ihrem Wunschgott und dem unangenehmen, inhumanen Christengott, wie er in der Bibel nun mal unmissverständlich dargestellt wird, bewältigen muss. Sicher keine leichte Aufgabe!

Keine Angst vor Gott

In Wirklichkeit wäre es natürlich gar nicht erforderlich, sich darüber auch nur eine Sekunde lang überhaupt nur Gedanken zu machen. Weil noch kein Gott jemals in der realen Wirklichkeit irgendwie auch nur ein Mal direkt oder indirekt in Erscheinung getreten ist. Demzufolge spielt es überhaupt keine Rolle, ob es Götter gibt oder nicht. Und so ist es auch völlig einerlei, was diese Götter angeblich wollen oder tun. Religion gibt nur Antworten auf Fragen, die sich gar nicht stellen. Answers without questions eben.

Wie man selbst mit den Problemen künstlich geschaffener Phantasie-Dilemmata umgeht, ist natürlich Privatsache. Man sollte sich aber der besonderen Verantwortung bewusst sein, wenn man anderen Menschen diese erfundene Scheinwahrheit verkündet. Auch wenn man seinen Broterwerb damit bestreitet, sollte man bei religiösen Verkündigungen immer deutlich darauf hinweisen, dass es sich dabei nicht um die irdische Wirklichkeit handelt. Sondern um Fiktionen aus einer erfundene Scheinwirklichkeit. Besonders, wenn man es mit Schülerinnen und Schülern zu tun hat. Egal, ob diese Angst vor Gott haben oder nicht.

Denn ob man nun Angst vor Gott hat oder nicht: Glauben kann man alles. Und das genaue Gegenteil. Auf Wunsch sogar gleichzeitig.

*Die als Zitat gekennzeichneten Abschnitte stammen aus dem eingangs genannten und verlinkten Artikel.

**Wir haben keinen materiellen Nutzen von der Einbettung oder Verlinkung von Inhalten oder von Buchtipps.

***In Wirklichkeit bestraft natürlich kein Gott irgendwen. Genausowenig wie ein Gott irgendwen liebt. Weil bis zum Beweis des Gegenteils von der Nichtexistenz von Göttern auszugehen ist. Bei meinen Aussagen über angebliche Eigenschaften von Göttern beziehe ich mich auf die der religiösen zugrundeliegende Aussage. Im Fall des christlich-jüdisch-abrahamitischen Wüstengottes also auf die Bibel.

FacebooktwitterredditpinterestlinkedintumblrmailFacebooktwitterredditpinterestlinkedintumblrmail

3 Gedanken zu “Angst vor Gott? – Gedanken zu NACHGEDACHT 173”

  1. Beachtlich wie klar und deutlich hier argumentiert wird. Inhaltlich absolut stichhaltig und richtig. Ich habe das Buch ‘Denn sie wissen nicht was sie glauben’ von Franz Buggle gelesen, und kann es nur weiterempfehlen. Eure Argumente erinnern mich an dieses wirklich gute Buch.

Schreibe einen Kommentar

zwei × vier =