Gleich mehrere gute Nachrichten aus Fulda – Gedanken zu: Die Kirche in Zeiten des Umbruchs – “Das lässt mich nicht kalt”: Letzter Neujahrsempfang von Bischof Algermissen

Gleich mehrere gute Nachrichten aus Fulda: Die Kirche in Zeiten des Umbruchs – “Das lässt mich nicht kalt”: Letzter Neujahrsempfang von Bischof Algermissen, Originalbeitrag verfasst von (mw), veröffentlicht am 2.1.2018 von Osthessennews

In einem Beitrag über den diesjährigen Neujahrsempfang des Fuldaer Bischofs Algermissen gab es gleich mehrere Nachrichten, die berechtigte Hoffnung auf eine weitere Säkularisierung aufkommen lassen.

So erfahren wir schon in der Überschrift, dass dies der letzte Neujahrsempfang von Algermissen war.

Der Bischof hatte in der Vergangenheit immer wieder durch üble Beschimpfung und Verunglimpfung besonders von Un- und Andersgläubigen Kritik auf sich gezogen. Aber auch Menschen mit anderer sexueller Orientierung oder mit Anspruch auf ein selbstbestimmtes Leben sind dem Bischof ein Dorn im Auge.

Im Videoclip zum Beitrag wird Weihbischof Karlheinz Diez zitiert:

Es treten mehr Menschen aus der katholischen Kirche aus als ein.*

Auch das natürlich ein positives Signal aus Fulda. Und ein Zeichen dafür, dass die archaische Wüstenmythologie des Christentums heute auch in der tiefschwarzen Domstadt Fulda für immer weniger Menschen überhaupt noch von Bedeutung ist.

Algermissen: Fulda ist keine katholische Stadt mehr

Und Bischof Algermissen stellte in seiner Rede fest:

Fulda ist keine katholische Stadt mehr.

Meme Minister BischofAuch wenn die Herde beständig schrumpft, jammert der Bischof freilich auf hohem Niveau. Wie schlecht es um die Trennung von Staat und Kirche in Fulda, aber freilich auch anderswo in Deutschland bestellt ist, zeigt schon die Gästeliste seines Neujahrsempfangs:

Die Anerkennung für den Oberhirten spiegelte sich auch in der Anwesenheit zahlreicher Gäste aus Politik, Wirtschaft und Kirche. Neben Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld kamen auch seine drei Amtsvorgänger Dr. Wolfgang Hamberger, Dr. Alois Rhiel und Gerhard Möller. Weiterhin der Kasseler Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke, Landrat Bernd Woide und Erster Kreisbeigeordneter Frederik Schmitt, CDU-Bundestagsabgeordneter Michael Brand, CDU-Landtagsabgeordneter Dr. Walter Arnold, dessen Vorgänger Dr. Norbert Herr, die Fuldaer Stadtverordnetenvorsteherin Margarete Hartmann sowie Dr. Constantin von Brandenstein, der Präsident des Malteser Hilfsdienstes.*

Solange diese Connections noch wie geschmiert funktionieren, spielt es kaum eine Rolle, wie viele oder wenige Schafe noch bereit sind, in der katholischen Herde mitzutraben.

Katholiken in Fulda: Rückgang seit 1954 von 70 auf nur noch 45 Prozent

Die erfreuliche Entwicklung von einer religiös indoktrinierten hin zu einer säkularen Gesellschaft sogar in Fulda belegte Fuldas Oberbürgermeister mit Zahlen:

OB Dr. Heiko Wingenfeld ging in seinem Grußwort auf die gesellschaftlichen Veränderungen in Fulda seit dem Bonifatiusjahr 1954 ein: “Damals lag der Anteil der Katholiken bei 70 Prozent, 2016 waren es nur noch 45 Prozent. Bei 18 Prozent Protestanten ebenfalls im Jahr 2016 stellt man fest, dass über 30 Prozent keinen christlichen Glauben haben.”

Alles in allem also durchweg positive Nachrichten aus der osthessischen Domstadt.

Pfarrer Jan Kremer aus Petersberg als Sprecher des Priesterrates sagte: “Wir als Priester sind das Ohr des Bistums, das die Menschen hören und die Zeichen der Zeit deuten muss. Die Menschen erwarten überzeugende Standpunkte, deswegen müssen Kirche und Politik den Dialog halten. Zum Glück gibt es in Fulda einen großen Konsens, wie die Gesellschaft zu gestalten ist.” Kremer erinnerte an das Wort des Papstes, wonach Überflüssiges aufzugeben und das Wahre, Gute und Authentische zu suchen sei.

Offenbar ist sich Herr Kremer der lächerlich geringen Überzeugungskraft seines kirchlichen Standpunktes bewusst, wenn er die Notwendigkeit der Anbiederung an die Politik als so bedeutsam herausstellen muss.

Und offenbar meint Herr Kremer allen Ernstes, seine Kirche sei mit dafür zuständig, die Gesellschaft zu gestalten. Herr Kremer, Ihre Wüstenmythologie können Sie in einer offenen und freien Gesellschaft, die gegen den erbitterten Widerstand Ihrer Kirche erkämpft werden musste, selbstverständlich gerne weiterhin pflegen. Auch Ihre Gedanken sind frei. Auf gestalterische Eingriffe Ihrer Institution kann die Gesellschaft aber gut verzichten.

Verlust des christlichen Glaubens in der Gesellschaft

Vielmehr sorge er [Bischof Heinz Josef Algermissen] sich um den Verlust am christlichen Glauben in der Gesellschaft.

Keine Sorge, Herr Algermissen. Der christliche Glaube ist längst überholt. Das bedeutet nicht, dass Sie ihn jetzt aufgeben müssen. Aber moderne Gesellschaften kommen heute hervorragend ohne die absurde Mythologie eines kleinen Wüstenvolkes aus der Bronzezeit und aus dem Vormittelalter zurecht.

Betrachten Sie einfach mal den Zusammenhang zwischen der Religiösität bzw. dem Einfluss der Kirchen und dem Lebensstandard der Menschen in verschiedenen Ländern der Erde.

Und keine Angst vor dem Ruhestand: Sie können Ihre Predigten ja dann einfach vor Ihrer Playmobil®-Männchen-Sammlung halten. Alles kann, nichts muss!

*Die als Zitat gekennzeichneten Abschnitte stammen aus dem eingangs genannten und verlinkten Originalbeitrag bzw. aus dem dort eingebundenen Videoclip.

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Letzte Aktualisierung: 3. Januar 2018