Gedanken zu Nachgedacht 153: Alle Jahre wieder!

Lesezeit: ~ 2 Min.

Dieser Kommentar bezieht sich auf den Artikel „NACHGEDACHT 153: Alle Jahre wieder! …. Gedanken von Christina LEINWEBER„, Original-Artikel verfasst von Christina Leinweber und am 13.12.2015 veröffentlicht von osthessen-news.de.

Es verwundert kaum, dass früher Menschen in der Zeit vor der Wintersonnwende sparsam lebten – die allermeisten Menschen hatten damals noch nicht den Überfluss, um gerade im Winter jederzeit beliebig aus dem Vollen schöpfen zu können. Vielleicht war das Leid leichter zu ertragen, wenn man ihm einen höheren Sinn zuschrieb.

Praktisch alle Generationen, denen das Datum der Wintersonnwende bekannt war, feierten um diese Zeit, dass es von nun an wieder auf den Sommer zugeht. Fast alle Bräuche, die heute noch üblich sind, gehen eigentlich auf diese Feste und damit auf diesen Anlass zurück.

Erst sehr viel später eignete sich die Kirche diese schon lange vorhandene Feier an und definierte es kurzerhand um. Dagegen wäre ja erstmal nichts zu sagen, weil ja auch heidnische Feste keinen Anspruch auf ewigen Bestand haben. Problematisch wird es dann, wenn suggeriert wird, unser Wohl hänge davon ab, an die Geburt eines anderen Menschen vor 2000 Jahren zu glauben – eine Vorstellung, die gut in die Mitte des 17. Jahrhunderts, aber natürlich nicht mehr ins 21. Jahrhundert passt. Es handelt sich bei dem Kind wohlgemerkt um einen Menschen, der angeblich von einem Geist gezeugt und von einer Jungfrau geboren wurde und der sich als Sohn Gottes bezeichnet hat.

Wenn Menschen dann diesen archaischen Mythos, der angeblich zu einer Zeit stattfand, wo die wenigsten Menschen lesen und schreiben konnten und der erst deutlich nach dem angeblichen Geschehen von nicht sicher belegbaren und überwiegend unbekannten, verschiedenen Quellen aufgeschrieben und in der Folge unzählige Male interpretiert, umgeschrieben, ergänzt, neu formuliert, handschriftlich kopiert und übersetzt  wurde, dann sogar noch mit „Liebe“ gleichsetzen, dann ist das nicht mehr als ein Wunsch oder auch eine beliebige Zuordnung.

In der Bibel jedenfalls präsentiert sich Jesus mit nicht wirklich liebevollen Absichten (Quelle: Luther-Bibel 1912):

  • Ihr sollt nicht wähnen, daß ich gekommen sei, Frieden zu senden auf die Erde. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu senden, sondern das Schwert. Matthäus 10.34
  • Denn ich bin gekommen, den Menschen zu erregen gegen seinen Vater und die Tochter gegen ihre Mutter und die Schwiegertochter gegen ihre Schwiegermutter. Matthäus 10.35
  • Meinet ihr, daß ich hergekommen bin, Frieden zu bringen auf Erden? Ich sage: Nein, sondern Zwietracht. Lukas 12.51
  • Ihr sollt nicht wähnen, daß ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen, aufzulösen, sondern zu erfüllen. Matthäus 5.17

Aber auch für Menschen, die archaischen Mythen und Märchen keinen Glauben mehr schenken, gibt es kurz nach Weihnachten einen Grund, die Geburt eines Kindes zu feiern. Die Geburt eines Menschen, der tatsächlich gelebt hat, von dem nicht behauptet wird, dass er angeblich gegen irgendein Naturgesetz verstoßen hat, der mit 30 Jahren die Welt verändert hat wie kaum ein anderer und der mit seinen wissenschaftlichen Erkenntnissen maßgeblich zum Fortschritt der Menschheit beigetragen hat: Es handelt sich dabei um keinen Geringeren als  Sir Isaac Newton, einen der genialsten Wissenschaftler und Entdecker aller Zeiten.

Lesetipp: Den interessanten Artikel  „Kinderleicht widerlegt: Weihnachten“ gibts hier.

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