Was sagt die Weltlage über Gott aus?

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In dieser Frage* wollte eine Besucherin wissen, was die aktuelle Weltlage über Gott aussagen würde. Sie überlegte, ob das aktuelle Geschehen vielleicht als Zorn Gottes gedeutet werden müsste.

Die logische, einfache und naheliegende Antwort nannte der diensthabende Beantwortungspfarrer erwartungsgemäß nicht:

Die Weltlage sagt über Gott aus, dass es ihn nicht gibt.
Seine Nichtexistenz ist gleichzeitig auch die einzige Entschuldigung für Gott.

Damit hätte er sich alle Ausführungen über angebliche irdische Gottessohn-Auftritte, erfundene göttliche Eigenschaften und ebenso fiktive Handlungen sparen können. Der Hinweis, dass sich alles, was man über Gott “weiß”, an der Bibel messen lassen muss, ist unsinnig, weil ausgerechnet die Bibel als Maßstab für irgendetwas völlig nutzlos ist. Alles, was man über Gott “weiß”, haben sich Menschen ausgedacht.

Die Bibel liefert Argumente für und gegen alles und ist zudem beliebig auslegbar. Der moralische Standard der biblischen Gesamtaussage ist katastrophal, der Wahrheitsgehalt geht gegen Null, ebenso die Historizität.

Das biblische Auferstehungsmärchen ist eine Kopie früherer Legenden und Mythen und genauso wie diese bestenfalls als Allegorie zu verstehen. Historisch lässt sich aus verständlichen Gründen keine Auferstehung von den Toten rekonstruieren, egal, welcher Gottessohn angeblich auferstanden sein soll.

Dieses angebliche Menschenopfer eines angeblich allmächtigen und liebevollen Gottes zu seiner eigenen Versöhnung mit den Menschen ist nicht nur erfunden, es zeichnet auch ein erschreckendes Bild dieses Gottes.

*Die evangelische Kirche bietet einen Online-Beantwortungsservice für religiöse Fragen. Dort finden sich allerlei Fragen, dazu Antworten aus evangelischer Sicht sowie ab und zu Kommentare, wenn diese nicht zenziert werden.

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