Wie schad, daß ich kein Pfaffe bin
Wie schad, daß ich kein Pfaffe bin.
Das wäre so mein Fach.
Ich bummelte durchs Leben hin
Und dächt‘ nicht weiter nach.
Mich plagte nicht des Grübelns Qual,
Der dumme Seelenzwist,
Ich wüßte ein für allemal,
Was an der Sache ist.
Und weil mich denn kein Teufel stört,
So schlief‘ ich recht gesund,
Wär‘ wohlgenährt und hochverehrt
Und würde kugelrund.
Käm‘ dann die böse Fastenzeit,
So wär‘ ich fest dabei,
Bis ich mich elend abkasteit
Mit Lachs und Hühnerei.
Und dich, du süßes Mägdelein,
Das gern zur Beichte geht,
Dich nähm‘ ich dann so ganz allein
Gehörig ins Gebet.
– Wilhelm Busch

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Zum ProduktPortrait Wilhelm Busch: Wikipedia, Public Domain
Cartoon: © Rolf Heinrich

















Heist ja nicht umsonst: "Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott." Nur dass es den dann eben nicht mehr benötigt...