Schweigen ist Silber: Das Wort zum Wort zum Sonntag

Lesezeit: ~ 6 Min.

Schweigen ist Silber – Das Wort zum Wort zum Sonntag, verkündigt von Anke Prumbaum, veröffentlicht am 10.02.2024 von ARD/daserste.de

Darum geht es

Frau Prumbaum betet darum, dass es Realität wird, dass außer ihr noch viele weitere Menschen aussprechen mögen, dass ihre Kirche etwas gegen den sexuellen Missbrauch durch pädokriminelle Kirchenangestellte tun muss.

Nach zwei Anekdoten kommt Frau Prumbaum heute zu ihrer These, dass sie es für wichtig hält, dass Menschen Dinge laut aussprechen, die sie belasten:

[…] Trotzdem glaube ich, dass es richtig ist. Die Alternative wäre, Dinge nicht zu benennen. Sie zu verschweigen, mit mir selbst auszumachen, innendrin einzuschließen. Ich glaube, der Schritt ins Aussprechen ist wichtig. Das, was ich benenne, wird nicht nur realer, es hat ja dann auch die Chance, breiter wahrgenommen zu werden und geteilt zu werden.

(Quelle der so als Zitat gekennzeichneten Abschnitte: Schweigen ist Silber – Wort zum Sonntag, verkündigt von Anke Prumbaum, veröffentlicht am 10.02.2024 von ARD/daserste.de)

…das mit der breiteren Wahrnehmung kommt natürlich darauf an, in welchem Kreis jemand etwas ausspricht.

Jetzt stellt sich natürlich die Frage, wie Frau Prumbaum ihren Standpunkt mit dem Verhalten ihrer Kirche in Sachen Umgang mit sexualisierter Gewalt pädokrimineller Kirchenangestellten in Einklang bringt.

Schließlich existierte (bzw. existiert) auch in der evangelischen Kirche ein Netzwerk des Schweigens und Nicht-Zuhören-Wollens, wie schon die erschreckenderweise nur als „Spitze der Spitze des Eisbergs“ bezeichnete jüngste Missbrauchsstudie ihrer Kirche erschreckend umfangreich belegt.

Die Antwort: Gar nicht.

Retraumatisierung

In unserer Kirche ist genau das passiert. Menschen haben ausgesprochen, was ihnen an sexualisierter Gewalt widerfahren ist. In der Kirche, durch kirchliche Mitarbeitende. Missbrauch. Ich mag mir nicht vorstellen, wie das für die Betroffenen war, davon zu erzählen. Ich denke an die Frau mit dem Brief, die durch ihre ausgesprochenen Worte die ganze Situation noch einmal so deutlich gespürt hat. Da kommen ganz alte Ereignisse nochmal hoch. Aus meiner Arbeit als Seelsorgerin weiß ich, dass sich auch viele entscheiden zu schweigen, weil sie so viel Kraft gebraucht haben, um das Erlebte irgendwie wegzupacken.

Eine Retraumatisierung ist eine nicht zu unterschätzende Gefahr für traumatisierte Menschen. Deshalb sollten Betroffene auch ausschließlich von professionell ausgebildeten Psychologen und Psychotherapeuten betreut werden (Hervorhebung von mir):

Retraumatisierung bedeutet, dass ein bereits erfahrenes Trauma wieder hervorgerufen wird und erneut das Gefühl von Bedrohung und Hilflosigkeit erlebt wird. Das kann im Alltag passieren, zum Beispiel wenn jemand etwas hört oder sieht, was an die frühere Bedrohungssituation erinnert. Eine Retraumatisierung kann aber auch passieren, wenn jemand durch Ermittlungen oder in einer Gerichtsverhandlung an die Bedrohungssituation erinnert wird.

Auch in einer Psychotherapie kann man an die Bedrohungssituation erinnert werden, weswegen eine Psychotherapie nur bei professionell ausgebildeten (Psycho-)Therapeut:innen durchgeführt werden sollte. Eine Bearbeitung der traumatischen Bedrohungssituation kann nämlich sehr hilfreich sein, muss aber vom Zeitpunkt her gut geplant sein und professionell durchgeführt werden.

(Quelle: https://www.hilfe-portal-missbrauch.de/fr/wissenswertes/trauma)

Einmal mehr stellt sich hier die Frage, inwieweit religiöse „Seelsorger“ über die hier erforderliche psychologische oder psychotherapeutische Ausbildung verfügen.

Wie soll den jemand, dessen Weltanschauung auf magisch-mythologischer Esoterik beruht Menschen bei der Bewältigung von Krisen helfen können, wo es ja gerade um den Umgang mit der Wirklichkeit geht?

Ich kann es jedenfalls sehr gut nachvollziehen, wenn jemand ausgerechnet mit einer/einem religiöser/religiösem Gottesanbeter/in nicht über seine oder ihre traumatischen Erlebnisse sprechen möchte. Erst recht dann, wenn es sich um Missbrauch durch Kirchenangestellte handelt.

…dass das ernst genommen wird

Dennoch: Das, was war und das, was ist, aussprechen, wenn irgend möglich! Als Schmerz, als Anklage, als Mahnung. Und nicht nur die Betroffenen selbst, auch die, denen es erzählt wird. Da geht es darum, dass Raum ist fürs Aussprechen, dass das ernst genommen wird.

Warum rät Frau Prumbaum nicht dazu, sich für dieses Aussprechen professionelle, also nicht-religiös-seelsorgerische, sondern psychologische oder psychotherapeutische Hilfe zu zu suchen? Wo sie doch gerade noch selbst die Gefahr der Retraumatisierung angesprochen hatte?

Damit das Aussprechen auch tatsächlich Folgen hat, wäre außerdem eine Empfehlung sinnvoll gewesen, diese Aussprache beim Rechtsanwalt seines Vertrauens oder direkt bei der Polizei vorzunehmen.

Als mögliche Anlaufstelle für nicht-kirchliche Unterstützung sei außerdem noch auf den Verein Eckiger Tisch e.V. hingewiesen.

Nachdem sie also gerade ihre Kirche „geopfert“ hat, unternimmt Frau Prumbaum noch einen kläglichen Versuch, wenigstens ihren Glauben zu retten:

„Wenn ich in die Bibel reinschaue, ist es eigentlich klar.“

Wenn ich in die Bibel reinschaue, ist es eigentlich klar. Da wird ausgesprochen. Da wird geklagt. Über Brutalität und Machtmissbrauch. Da stehen Bitten um Rechtsbeistand. Alle Betenden der Bibel gehen davon aus, dass sie gehört werden.

…und wenn ich in die irdische Realität reinschaue, ist es nicht nur eigentlich, sondern auch uneigentlich klar, dass das Reinschauen in die Bibel ganz offensichtlich nicht dazu führt, dass Menschen, die genau das tun, sich deswegen ethisch richtiger oder wenigstens weniger kriminell verhalten.

Natürlich wird in der Bibel ausgesprochen und geklagt.

(Wobei es auch einige besonders absurde Stellen gibt, in denen die anonymen Bibelschreiber detailliert beschreiben, welche Gefühle und Gedanken dem unergründlichen Allmächtigen so durch den Kopf oder was auch immer gehen. Oder auch die fiktive Dialoge zwischen Jesus und dem Teufel, als das dritte Gottesdrittel die beiden ganz allein zu zweit zu einem Rendezvous in die Wüste geschickt hatte… )

Was in der Bibel niemals anklagend ausgesprochen wird, sind die unvorstellbare Brutalität und der ständige Machtmissbrauch des eigenen Gottes.

Und das, obwohl sich die anonymen Bibelschreiber ja geradezu darin überboten, ihren Gott so brutal, gnadenlos und mächtig wie möglich darzustellen.

Frau Prumbaum ist #bibelblind

Viele weitere Beispiele gibts auf unserer Seite bibelblind.de.

Rechtsbeistand in der Bibel?

In der Bibel stehen keine Bitten um Rechtsbeistand – schon gar nicht im heutigen Sinne, was Frau Prumbaum ja offenbar versucht zu suggerieren. In der Bibel geht es um göttlichen Beistand.

Das perfide, unmenschliche und hochgradig ungerechte biblische Konzept eines „Jüngsten Gerichtes“ ist das genaue Gegenteil von dem, was Rechtsbeistand besagt.

Wer zu Göttern betet, geht nicht nur davon aus, dass er gehört wird. Sondern davon, dass sein Gebet auch erhört wird. Mit der Folge, dass sich irgendetwas zu seinen Gunsten verändert.

Und: Nicht nur alle Betenden in der Bibel gehen davon aus, dass sie gehört werden. Sondern alle Anhänger aller Götter aller Religionen, in denen das Konzept des Gebetes als praktikable Möglichkeit der beeinflussenden Kontaktaufnahme zu Götterwesen enthalten ist.

Kein einziges Gebet wurde je erhört

Nutzlos: Gebete

Trotzdem wurde bis heute noch kein einziges Gebet jemals in dem geglaubten Sinne „erhört“, dass der angebetete Gott daraufhin nachweislich seinen ewigen Allmachtsplan im Interesse und auf Bitte des Betenden geändert hätte.

Sowas kann man sich freilich ausdenken, vorstellen, wünschen und einbilden. Außerdem kann man reale Ereignisse zur vermeintlichen Bestätung dafür uminterpretieren, dass ein Gebet tatsächlich im geglaubten Sinn „erhört“ wurde: Religiöser Glaube ist das Antrainieren eines chronischen Bestätigungsfehlers.

Daran, dass es im Ergebnis keinen Unterschied macht, ob sich jemand einbildet, dass sein Gebet von einer beliebigen Gottheit, von seinem Teddybär oder von einem Backstein gehört wird, könnten Gläubige leicht feststellen, dass sie sich mit dieser Vorstellung selbst betrügen.

Wie sie es schaffen, dies einfach konsequent zu ignorieren, wird mir wohl immer ein Rätsel bleiben.

Frau Prumbaum muss man gleich dreifachen Betrug vorwerfen: Betrug ihrer „Heiligen Schrift“ gegenüber, Betrug ihres Publikums – und Selbstbetrug.

Schuld hat die Institution…?

Meine Institution, die Kirche, hat oft nicht hingehört. Hat das Leid des Missbrauchs nicht aussprechen lassen. Das muss sich ändern. Ich möchte, dass wir hören, ernst nehmen und natürlich auch handeln. Uns verändern und über Wiedergutmachung sprechen.

Nicht Ihre Institution hat oft nicht hingehört. Sondern Menschen, die bei dieser Institution angestellt sind.

Nicht die Institution hat das Leid des Missbrauchs nicht aussprechen lassen. Sondern die Menschen, die bei dieser Institution angestellt sind.

Also alles Menschen, die als Christen vermutlich eines gemeinsam haben: Dass sie regelmäßig in die Bibel reinschauen.

(Die Taktik, die Schuld auf die Institution, das System oder die Struktur zu schieben, um so davon abzulenken, dass sich Menschen (mit-)schuldig gemacht haben, begegnet uns heute nicht zum ersten Mal. Theologen wissen halt wie’s geht.)

Natürlich können Sie in der Kirche über Wiedergutmachung sprechen. Die Höhe der finanziellen Wiedergutmachung (soweit das überhaupt möglich ist) festzulegen, ist jedoch Sache der Justiz. Zu diesem Aspekt gibts noch eine Ergänzung am Ende des heutigen Beitrags.

Beten, dass etwas Realität wird

Ich spreche das laut aus, damit es Realität wird. Und ich bete darum, dass es viele andere auch tun.

Beten, dass etwas Realität wird.

Mit diesem Statement, Frau Prumbaum, bringen Sie die groteske Absurdität Ihres Glaubens treffsicher auf den Punkt.

Zu dem gerade erhobenen Vorwurf des dreifachen Betrugs kommt jetzt ein Vorwurf dazu, der noch viel schwerer wiegt: Wenn Sie in diesem Zusammenhang auf die Wirksamkeit von Gebeten vertrauen, dann muss Ihnen das reale Leid der realen Opfer, um die es hier geht völlig egal sein, Frau Prumbaum.

Glaubwürdig wären Sie, wenn Sie eingeräumt hätten, dass Ihre „Heilige Schrift“, anders als von Ihnen suggeriert, zu diesem Thema nichts Sinn- oder Wertvolles beizutragen hat. Und dass Gebete nichts weiter sind als eine arrogante und ignorante Methode zum Selbstbetrug. Wer auf die Wirksamkeit von Gebeten vertraut, dem muss das erbetene Ergebnis egal sein.

Fazit

Ihr heutiges „Wort zum Sonntag“ lässt für mich nur einen Schluss zu: Ihnen geht es nicht primär um die Opfer. Sondern darum, für Bibel und Gebet als sinnvolle und wirksame Instrumente Reklame zu machen. Dazu scheint Ihnen jedes Mittel recht zu sein.

Und ganz abgesehen davon: Meinen Sie denn wirklich, dass die Bereitschaft zur Veränderung Ihrer Kirche jetzt noch davon abhängen kann, ob genug Leute die Forderung nach einer Veränderung laut aussprechen, worum Sie ja Ihren lieben Gott anflehen?

In Ihrem Fall wäre Schweigen Gold gewesen, Frau Prumbaum. Sie haben sich heute einmal mehr um Kopf und Kragen geredet.

Ergänzung

In diesem Zusammenhang noch ein Hinweis auf die Aufzeichnung einer Diskussionsrunde, in der Philipp Möller den Standpunkt vertritt, dass nicht nur die Kirche, sondern in erheblichem Umfang auch der Staat für die kirchlichen Missbrauchsskandale zur Verantwortung zu ziehen ist.

Die jahrzehntelange staatliche Sonderprivilegierung der Kirchen hat zur Folge, dass die Kirchen eine Art Sonderstatus genießen, dem sie es zu verdanken haben, dass sie weitestgehend ungehört von staatlichen Einrichtungen, wie etwa denen der Strafverfolgung agieren konnten:

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=7aaMp1lN2ek
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6 Gedanken zu „Schweigen ist Silber: Das Wort zum Wort zum Sonntag“

  1. Die „gute“ Frau sollte mal öfter ihr Märchenbuch lesen,
    Kinder, Frauen, Vieh, alles auf gleiche Stufe,…
    Kann wie Dreck behandelt werde, als Sklaven verkauft, bestraft als Rache an den Vätern, etc…
    TUSSI, MACH DEINE AUGEN AUF UND LIES!!!

    Antworten
    • Liebe Frau Prumbaum,
      Ihre Heuchelei ist nur als widerlich zu bezeichnen.
      Sie empfehlen die Bibel zu lesen, das ist ja absurd. Zigtausende Verbrechen werden und wurden von Menschen Ihrer Sekte begangen, genau jene, die ständig die Bibel lesen.
      Das laute Aussprechen hat sogar Ihre oberste Chefin, Frau Kurschus, total vergessen. Ich nehme mal an, das die zurückgetretene EKD Vorsitzende sehr häufig die Bibel gelesen hat. Offensichtlich ohne Erfolg.
      Frau Prumbaum, das Bibellesen ist somit eher die Ursachen denn die Lösung.
      Was Sie natürlich tunlichst verschweigen ist die Tatsache, dass die Täter durch die Verstrickung von Kirche und Staat, sogar vor Strafverfolgung geschützt sind.
      Ich kann Ihnen die Ursachen nennen liebe Frau Prumbaum, zum einen hat man in Ihrer Organisation sehr leichten Zugriff auf Kinder, begleitet von einem unbegründetem, überbordendem Vertrauen in Ihre Glaubensfirma, zum Anderen ist die Ursache ein völliges Versagen unseres Rechtssystems, aufgrund der staatlichen Verstrickung mit den Kirchen. Diese widerlichen Verbrechen wurden auch noch durch eine gigantische Welle von Vertuschung und Verschweigen verschleiert.
      Mein Fazit:
      Frau Prumbaum, wenn Sie wissen wollen, wie man mit diesen Verbrechen Ihrer Kirche umgehen soll, sollten Sie nicht die Bibel lesen (da steht das nicht) sondern das Strafgesetzbuch!
      Jetzt ist der beste Zeitpunkt die Kirchenprivilegien abzuschaffen sowie Kirchen und Staat zu trennen!

      Antworten
  2. „Meine Institution, die Kirche, hat oft nicht hingehört. Hat das Leid des Missbrauchs nicht aussprechen lassen. Das muss sich ändern. Ich möchte, dass wir hören, ernst nehmen und natürlich auch handeln. Uns verändern und über Wiedergutmachung sprechen.“

    Was für eine Heuchelei: Die Kirche hat Freiraum für Missbrauch geschaffen, die Täter gewähren lassen, die Täter aktiv gedeckt, deren Verbrechen vertuscht, die Intervention der Justiz abgewehrt, hat gelogen und die Opfer zum Schweigen gebracht usw. …

    Und für so einen Laden macht Frau Prunbaum tatsächlich noch Reklame! Ein weiteres Indiz für meine These, dass die „christliche Moral“ zu moralischer Abstumpfung bzw. Abgebrühtheit führt.

    Antworten
  3. Kleine Anmerkung nebenbei:
    Muss es nicht im letzten Absatz des Kommentars heissen „ungestört“, nicht „ungehört“?

    Im Übrigen:
    Die Empörung von Frau Prumbaum ist absolut unglaubwürdig.
    Krokodilstränen und Globuli als Problemlöser, und das auch noch mit „hundertjähriger“ Verspätung.
    Wer hätte auch was anderes erwartet!?

    Antworten
  4. Finde ich wichtig, dass Sie die Aufmerksamkeit von dieser abstrakten „Institution“ weg, auf die Menschen lenken, die dahinter stehen. Möchte das dahingehend ergänzen:
    Nicht Ihre Institution (!) war/ist der Täter. Sondern Menschen, die bei dieser Institution angestellt sind.
    Nicht einfach nur Menschen waren/sind das, sondern auch Menschen, die sich gerne als Moralapostel, Salz der Erde und Sauerteig der Menschheit, charismatische Lehrer – auch für Kinder – und Einflüsterer von Volksvertretern präsentieren.
    Die nicht einfach nur angestellt sind, sondern diese Institution maßgeblich gestalten.
    »Wenn Sie in diesem Zusammenhang auf die Wirksamkeit von Gebeten vertrauen, dann muss Ihnen das reale Leid der realen Opfer, um die es hier geht völlig egal sein, Frau Prumbaum.«
    Diesem Vorwurf schließe ich mich vollinhaltlich an. Wer nach Kenntnisnahme eines Missbrauchs glaubt, den Täter (ibs. Mehrfachtäter) durch Gebete, Sakramente, oder väterlich pastorale Ermahnungen „heilen“ zu können und in einen neuen Wirkungskreis versetzt, handelt mit einem KRIMINELLEN (!) Gottvertrauen. Sowas nenne ich nicht mehr Vertuschung sondern Begünstigung von Straftaten.

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  5. Und nochmal, zum x-ten Mal, damit das nicht vergessen wird:

    Von sich aus hätte die Kirche als Organ des instititionellen Glaubens und „Verantwortungsträger für die Aufrechterhaltung der christlichen Moral“ niemals diese Verbrechen ans Tageslicht gebracht.

    Es bedurfte ein paar mutiger Menschen, den nahezu undurchdringlichen Schleier der Vertuschung zu zerreissen und den Stein ins Rollen zu bringen, sonst würden die Kirchen heute noch beharrlich schweigen.
    Und Frau Prumbaum und Gefolge müssten kein lästiges, schlechtes Gewissen zur Schau stellen.

    Im Übrigen ist es ja nicht so, dass lückenlos aufgeklärt und keine Verbrechen mehr begangen würden. Wie sagte Bert Brecht in einem anderen Zusammenhang, aber auch hierzu passend: „Der Schoss ist fruchtbar noch, aus dem dies kroch.“

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