Woelki vs. Wissenschaft

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Kardinal Woelki wurde zum Vorsitzenden der Wissenschafts-Kommission gewählt.

Also der Woelki, der zum Beispiel in seiner Online-Videobotschaft am 18.02.2018 zum Dialog mit Phantasiewesen ermunterte:

„Ich möchte Ihnen heute aber besonders das Gebet ans Herz legen. Denn gerade der Austausch mit Gott, der Dialog mit unserem himmlischen Vater, der bringt uns  immer dem Himmel näher.“
Quelle: domradio.de

Und dieser Kardinal Woelki bekleidet jetzt also das Amt des Vorsitzenden der Wissenschafts-Kommission, wie domradio.de am 21.02.2018 berichtete:

Bei ihrer Vollversammlung haben die katholischen Bischöfe den Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki zum Vorsitzenden der Wissenschafts-Kommission gewählt.
Quelle: domradio.de

Woelki Wissenschaft

Sehr geehrter Herr Woelki,

Löffelselbstverständlich sei es Ihnen unbenommen, sich Ihre Wirklichkeit so zu gestalten, wie Sie Ihnen erträglich oder wahrhaftig erscheint. Die Gedanken sind dank Aufklärung und Säkularisierung frei. Nicht mal Götter kennen sie.

Und wenn es Ihnen selbst nicht zu peinlich ist, öffentlich dazu aufzurufen, sich mit einem magischen Himmels-Phantasiewesen zu unterhalten, weil Sie meinen, dem Himmel damit näher zu kommen, dann tun Sie das.

In einer offenen und freien Gesellschaft darf sich jeder so zum Löffel machen, wie es ihm beliebt. Dass Sie noch irgendwer ernst nimmt, wenn Sie Ihre religiöse Scheinwirklichkeit mit der irdischen, natürlichen Wirklichkeit vermischen, werden Sie ja hoffentlich nicht ernsthaft erwarten.

Aber:

  1. Leben Sie Ihre religiösen Neigungen, die von Wahngedanken nicht zu unterscheiden sind, bitte auf Ihre eigenen Kosten aus. Und nicht auf Staats- und damit auch auf Kosten derer, die Ihre absurden Einbildungen und bizarren Fiktionen nicht teilen.
  2. Maßen Sie sich nicht an, religiöse Glaubenslehre und theologisches Geschwurbel auf eine Stufe mit Wissenschaft stellen zu wollen. Theologie ist wenn überhaupt eine angemaßte Wissenschaft, die an Universitäten längst nichts mehr zu suchen hat.  Wissenschaft funktioniert rational, Religion ist irrational.
  3. Universitäten sind keine Orte, an denen sich Menschen mit den Mustern, Farben und Schnitten von “des Kaisers neuen Kleidern” beschäftigen. Oder mit der rhetorischen Bewältigung unplausibler und unbeweisbarer Behauptungen, wie Theologen das tun. Wissenwollen ist das Gegenteil von Glaubenwollen.
  4. Für die Erforschung der religiösen Mythomotorik sind andere Stellen zuständig. Wie zum Beispiel die verschiedenen Fachgebiete der Soziologie, Psychologie und Psychiatrie.
  5. Weder zu naturwissenschaftlichen, noch zu Moral- oder Wertefragen vermag die christliche Lehre etwas Sinnvolles beizutragen. Denn die biblisch basierte, christliche Lehre setzt offenkundig falsche Prämissen als wahr voraus und erfüllt nicht mal die Mindeststandards, die ein Moralsystem erfüllen müsste, um als solches gelten zu können. Das Christentum ist moralisch orientierungslos, Herr Woelki.

Vielen Dank.

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Letzte Aktualisierung: 23. Februar 2018