Kommentar zu NACHGEDACHT (6): Die Arbeit als neue Religion?

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Kommentar zu NACHGEDACHT (6): Die Arbeit als neue Religion?, Originalartikel verfasst von Christina Leinweber, veröffentlicht am 10.02.13 von Osthessennews

Was aber ist mit den Stunden zwischen dem Job – und besonders – mit den Menschen zwischen den Arbeitsstunden? Freunde und Familie, Hobbies und das Zuhause: das alles gibt doch dem Leben genauso Struktur und Sinn?

Und was ist aus den traditionellen Religionen geworden? Verschwinden sie immer mehr aus dem Leben?*

Das ist tatsächlich der Fall, wie die Kirchenaustrittsstatistik eindrucksvoll und kontinuierlich belegt. Das hat hauptsächlich damit zu tun, dass immer mehr Menschen dahinterkommen, dass die religiösen Heilsversprechen nichts weiter als billige Taschenspielertricks sind. Keiner der tausenden Götter, die sich die Menschheit im Lauf ihres Daseins schon ausgedacht haben, ist jemals auch nur einmal seriös belegbar in Erscheinung getreten.

Immer mehr Menschen wird bewusst, dass die biblischen Märchen nichts mehr mit der Wirklichkeit und den Anforderungen des 21. Jahrhunderts zu tun haben und dass die Bibel schon allein deshalb (zum Glück) als Richtschnur für das heutige Zusammenleben ausscheidet.

Immer mehr Menschen erkennen, dass die angeblichen religiösen Werte in Wirklichkeit wertlos sind. Es gibt (jeweils bis zum Beweis des Gegenteils) keinen Gott, der Gebete erhört, kein Jenseits und damit auch keine Hoffnung auf einen Himmel oder Angst vor einer Hölle. Wer sich auf die Unterstützung durch einen Gott verlässt, kann genausogut das Tapfere Schneiderlein oder Superman™ um Unterstützung bitten.

Und immer mehr Menschen wird bewusst, dass die angeblichen “Christlichen Werte” in Wirklichkeit Werte sind, die gegen den erbitterten und blutigen Widerstand eben dieser Kirche mühsam und oft unter Einsatz des Lebens durchgesetzt werden mussten und immernoch durchgesetzt werden müssen.

So verwundert es nicht, dass für immer mehr Menschen andere Werte wichtiger sind als ausgerechnet religiöse Illusionen. Worüber sich jemand definiert, ist natürlich jedem selbst überlassen.

*Das Online-Portal Osthessennews fordert jede Woche unter der Rubrik „NACHGEDACHT“ mit „liberal-theologischen“ Gedanken von Christina Leinweber zum Nachdenken auf. Alle Zitate stammen aus dem oben genannten und verlinkten Artikel.

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