Gedanken zu: Wie sieht der Himmel aus? Glaube.Leben.

~ 14 Minuten

Wie sieht der Himmel aus? Glaube.Leben. – Gedanken zu einem Videobeitrag von Pastor Christian Olding auf katholisch.de

Im Video-Format “Glaube.Leben.” beantwortet Christian Olding Fragen, die sich jeder irgendwann mal stellt. In dieser Folge stellt Pastor Olding sich der Frage der Selbstbestimmung.
Quelle der so als Zitat gekennzeichneten Abschnitte: Beitrag auf katholisch.de: Wie sieht der Himmel aus? Glaube.Leben.

Fun Fact vorneweg: Die katholische Kirche nutzt modernste Technik wie eine responsive Webseite und chice Online-Filmchen, um magische Phantastereien, die dem (Un-)Wissens- und Erkenntnisstand der Menschheit vor mehr als 2000 Jahren entsprechen, als Wahrheiten zu verbreiten.

Bei der Untermauerung dieser, bis zum Beweis des Gegenteils schlicht falschen Behauptungen zeigt man sich äußerst genügsam. Jedenfalls, was Plausibilität und Logik, aber auch die Anzahl der Quellen angeht.

Der Himmel: Eindeutige Antworten?

Pastor Christian Olding begnügt sich – zwangsläufig – mit der als einzige gültig erklärten und verfügbaren Quelle – der hauseigenen biblischen Mythen- und Legendensammlung:

Der Himmel – ein Wolkenparadies, mit Engeln und ewigem Harfenspiel: Kann das stimmen? Die Bibel gibt eindeutige Antworten auf die Frage, ob es den Himmel gibt.

Eindeutige Antworten gibt es in vielen Büchern. Zum Beispiel:

  • Homers “Odyssee” gibt eindeutige Antworten auf die Frage, ob es Odysseus gibt.
  • Die griechische Mythologie gibt eindeutige Antworten auf die Frage, ob es den Hades gibt. usw…
  • “Jim Knopf und Lukas, der Lokomotivführer” gibt eindeutige Antworten auf die Frage, ob es Lummerland gibt.
  • “Walt Disneys lustige Taschenbücher™” geben eindeutige Antworten auf die Frage, ob es Entenhausen gibt.
  • “Michel aus Lönneberga” gibt eindeutige Antworten auf die Frage, ob es Michels Katthult in Lönneberga gibt.
  • “Harry Potter™ und der Stein der Weisen” gibt eindeutige Antworten auf die Frage, ob es Hogwarts gibt.

Wenn wir jetzt überlegen, ob es aufgrund dieser hier beispielhaft genannten eindeutigen Antworten stimmen kann, dass zum Beispiel der schwedische Blondschopf tatsächlich zum Männchenschnitzen in den Schuppen musste oder dass Frau Waas tatsächlich die einzige weibliche Untertanin des Königs Alfons des Viertelvorzwöften auf der Insel Lummerland war, dann sollte es uns schnell auffallen:  Eine in sich stimmige Geschichte sagt noch nichts über deren Übereinstimmung mit der Wirklichkeit (was ja gemeinhin mit “stimmen” gemeint ist) aus.

“Ziemlich klare und definitive Bilder” für den Himmel

Im Folgenden erfahren wir, dass sich Herr Olding ziemlich sicher zu sein scheint, was der Himmel schon mal nicht ist: Ein “Wolkenparadies und […] vollgestopft mit Engeln und ewigem Harfenspiel.” Warum er sich da so sicher ist, verrät er nicht.

Für Jesus war der Himmel ein realer Ort und einer für den er ziemlich klare und definitive Bilder verwendet hat.

Umso erstaunlicher, dass ihm trotz seines Insiderswissens, das er als zweites Drittel des allmächtigen und allwissenden Gottes ja zweifellos gehabt haben muss, der große Fauxpas passierte, sich bei der Ankündigung des Weltuntergangs um inzwischen schon rund 2000 Jahre zu verschätzen.

Die Plausibilität, die eine Formulierung wie die der “ziemlich klaren und definitiven Bilder” vortäuscht, ist ebenfalls wieder in etwa so aussagekräftig wie:

  • Für Dagobert Duck ist Entenhausen ein realer Ort und einer für den er ziemlich klar und definitive Bilder verwendet hat.

Die mit Begriffen wie “ziemlich klar” oder auch “definitiv” suggerierte Objektivität wird durch den anschließenden Hinweis, Jesus habe ja 600 Liter Wasser in Wein verwandelt aber sowieso direkt wieder zunichte gemacht:

Eines, und das ist mein liebstes, ist das von der Hochzeit zu Kana. An zu einem Zeitpunkt, als die Hochzeitsgesellschaft den Wein schon längst ausgetrunken hatte, kommt Jesus und wandelt 600 Liter Wasser in Wein.

Wow. 600 Liter. Das ist natürlich beeindruckend.

Menschen haben sich literarische Phantasy-Welten ausgedacht, die um Welten (!) komplexer und vor allem in sich stimmiger sind als ausgerechnet die zusammengepfriemelte, vor Widersprüchen nur so strotzende biblische Mythologie. Die Werke von J.R.R. Tolkien und Terry Pratchett sollen als besonders prominente Beispiele genügen.

Würde jemand allerdings die darin anzutreffende Stringenz und Konsistenz als Beleg für die Wahrhaftigkeit dieser genialen Geschichten anführen, würde er kaum erwarten können, von irgendwem ernst genommen zu werden.

Erstaunlicherweise erwarten Gläubige aber, dass man ihnen ihre Geschichten abkauft. Weil: Steht ja in der Bibel. Und entspricht, ganz nebenbei, auch noch meiner persönlichen Wunschvorstellung:

Die ewige Jesusparty – und ihre Schattenseiten

Und das ist Jesu erster öffentlicher Auftritt, mit dem er klar machen will, wofür der Himmel, das Reich Gottes, steht: eine ewige Feier. Ein Ort der Freude. Ein Ort der Zufriedenheit, an dem man mit Menschen zusammen ist, mit denen man eine ewige Party feiert.

Himmel PartyWas hier auf den ersten Blick vielleicht wie eine harmlose Spinnerei erscheinen mag, hat in Wirklichkeit schon zu unvorstellbar viel Leid geführt. Leid, das Menschen verursacht haben, weil sie felsenfest davon überzeugt waren, dass sie sich damit Zutritt zu eben dieser Party verschaffen würden.

Hätten sich Gläubige zum Beispiel nur an der Bibelstelle Mk 16,16 orientiert, hätte es genügt, sich Gott zu unterwerfen, um zur göttlichen Afterlife-Party eingeladen zu werden.

Die meiste Zeit, in der die Kirche die Macht dazu hatte, war es ihr allerdings gelungen, ihre Untertanen dazu zu bringen, sich so zu verhalten, dass die Kriminalgeschichte des Christentums heute 5000 Buchseiten füllt.

Als Belohnung war auch damals schon eben diese Party in Aussicht gestellt worden. Auch wenn zur Vorstellung einer Party damals offenbar noch Harfe spielenden Engelchen auf Wölkchen gehört hatten.

…ausgerechnet die Offenbarung…

Und es gibt weitere klare Bilder für den Himmel. Die Offenbarung des Johannes spricht zum Beispiel davon, dass im Himmel Gott selbst uns alle Tränen von unserem Gesicht abwischen wird. Gott selbst will all das Leid, all den Schmerz, all das, was unser Leben manchmal zur echten Last werden lässt, beseitigen.

Mindestens genauso klare Bilder (sofern man bei einem Werk wie der Offenbarung des Johannes überhaupt von klar sprechen kann – drastisch trifft es wohl besser) finden sich in eben diesem Schriftstück für das, was diesem Himmel vorangeht: Die unvorstellbar grausame, brutale, unmenschliche, sadistische Vernichtung des Lebens auf der Erde.

Und während Gott selbst alle Tränen von den Gesichtern seiner Unterworfenen abtupft, dürfen diese sich freuen, dass alle Un- und Andersgläubigen von eben diesem ihrem Gott zeitgleich für ihren Un- und Andersglauben mit physischen und psychischen Höllenqualen bei vollem Bewusstsein auf alle Ewigkeit dauergefoltert werden. Glaubt man der biblischen Mythologie, so will Gott selbst nicht nur Leid beseitigen. Sondern auch für zeitlich unbegrenztes, unvorstellbar grausames Leid sorgen.

Selbst wenn man das ganze biblisch-christliche Belohnungs-Bestrafungskonzept als rein metaphorische Angelegenheit betrachten würde: Allein schon die Vorstellung eines solchen wie in der Bibel beschriebenen Gottes halte ich für höchst befremdlich und abstoßend.

Endlich ein vollendeter Körper…

Und jetzt wirds richtig sportlich: Denn schließlich kann Herr Olding als Sprecher der katholischen Kirche nicht einfach die üblicherweise genutzten rhetorischen Ausflüchte nutzen, um die Absurdität seiner Glaubenslehre zu umschiffen. Im Gegenteil: Der muss sogar noch erklären, warum Menschen nach katholischer Einbildung nicht nur als virtuelles Persönlichkeitsbackup, sondern gar leiblich dereinst an der ewigen Himmelsparty teilnehmen werden:

Der Himmel ist zudem auch der Ort, an dem wir einen neuen und vollendeten Körper haben werden. Dass es deswegen für uns so wichtig, weil alles über den Körper vermittelt wird.

Jede Liebe fordert eine Umarmung, jeder Hass, der Schläge mit sich bringt, wird körperlich vermittelt. Das, was unseren Körper ausmacht; das, was er im Laufe seines Lebens erlebt, das ist nicht egal.

Deswegen werden wir auch nicht als irgendwelche Seelenwesen nach diesem Leben weiter existieren, sondern eben als Menschen mit einem neuen vollendeten und realen Körper.

Die vermutliche Entstehung dieser, aus heutiger Sicht durch und durch absurden Idee lässt sich leicht erklären: Um einem primitiven Wüstenvolk in der ausgehenden Bronzezeit die himmlische Herrlichkeit und gleichsam die unerträgliche Höllenqual glaubhaft und nachvollziehbar vermitteln zu können, war die Adaption körperlicher Empfindungen unverzichtbar. Diese Empfindungen waren auch für alle ungebildeten, “einfach gestrickten” Anhänger nachvollziehbar, die man mit einer rein geistigen Belohnung oder Bestrafung nicht hätte locken bzw. einschüchtern können.

  • Und wenn dir dein Auge Ärgernis gibt, dann reiß es aus; es ist besser für dich, einäugig in das Reich Gottes zu kommen, als mit zwei Augen in die Hölle geworfen zu werden, wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht erlischt. (Mk 9, 47-48 EU)

Sprüche wie diese versteht auch der einfältigste Ziegenhirte. Und das ist schon eine ganz andere Hausnummer als zum Beispiel eine “mangelnde Nähe zu Gott”, wie die biblisch-christliche Höllendrohung den Mainstream-Wischiwaschichristen heute mitunter weichgespült präsentiert wird. Wurm, Feuer, Heulen, Zähneknirschen, Feuerofen, Schwefelsee, Ewigkeit: Damit diese ziemlich klare und definitive Bilder funktionieren, braucht es einen empfindungsfähigen Körper.

Wichtig für die Story

Wer würde sich schon vor einer Höllenfolter fürchten, wenn er davon ausgehen würde, dass die Gefolterten mangels eines solchen Körpers sowieso schmerzfrei wären?

Also erfand man einfach die Geschichte von der körperlichen Auferstehung. Das war offenbar kein Problem zu einer Zeit, in der magisches Denken noch weit verbreitet war. Und es schien ja auch durchaus funktioniert zu haben. Ganz unabhängig davon, dass es sich dabei nach allem, was wir heute wissen, um nichts weiter als menschliche Fiktion handelt. Bar jeder Plausibilität.

Aus der Tatsache, dass menschliche Empfindungen einen entsprechend funktionierenden Körper voraussetzen folgt noch lange nicht, dass Menschen nach ihrem Tod weiterexistieren werden. Weder als “irgendwelche Seelenwesen”, noch “als Menschen mit einem neuen vollendeten und realen Körper.”

Einen Menschen, der in der Lage ist, ein Video zu produzieren und online zu veröffentlichen darauf noch hinweisen zu müssen, erscheint mir geradezu lachhaft. Wie sonst außer mit Spott und Häme sollte man reagieren, wenn jemand solche absurden Behauptungen aufstellt und vermutlich auch noch erwartet, damit irgendwie ernst genommen zu werden?

Die hierzu üblichen Fragen (einige davon sind in diesem Beitrag zu finden), die Gläubige niemals auch nur annähernd einheitlich oder zufriedenstellend beantworten können, erspare ich mir an dieser Stelle. Weil ich nicht davon ausgehe, dass Herr Olding sie beantworten könnte oder würde.

Der Himmel: Ein Ort, ein Ort… aber nicht nur einfach ein Ort…

Nachdem Herr Olding seinen Zuschauern jetzt mehrfach erklärt hat, was für ein Ort der jenseitige Himmel ist, verrät er nun:

Der Himmel ist aber nicht nur einfach ein Ort, der im Jenseits auf uns wartet. Irgendein Zustand, der nach dem Tode mal sein wird, sondern der Himmel ist eine Größe, die hier und jetzt Relevanz hat. Und die hier und jetzt beginnt.

Je abstrakter eine Jenseitsvorstellung ist, desto weniger relevant empfindet sie das zahlende Publikum. Es gilt also, dieser unbewiesenen, weil unbeweisbaren Behauptung eine Relevanz zu verschaffen. Handfeste Gründe, warum jemand diese Behauptungen für wahr halten sollte. Oder zumindest für bedeutsam. Selbst dann noch, wenn die Vorstellung von einem Himmel schon längst bedeutungslos geworden ist.

Und deshalb versucht Herr Olding jetzt, seine bis zum Beweis des Gegenteils frei erfundene religiöse Scheinwirklichkeit in einen Bezug mit der irdischen natürlichen Wirklichkeit der Schäfchen zu bringen:

Nämlich in all den Momenten, wo wir es mit Menschen aushalten, die einfach nur schwierig sind.

Das Aushalten von als “schwierig” (?) empfundenem Verhalten unserer Mitmenschen hat also eine Auswirkung darauf, wie sich der “Himmel” für uns dereinst gestaltet? In Form einer Art vorgezogen geleisteten Buße? Oder wie soll das gemeint sein? Und woher weiß Herr Olding das überhaupt alles so genau, was er hier vorgibt zu wissen? Offenbar scheint er Erfahrung darin zu haben…

Himmel: “Definitiv sicher und klar.”

Der gibt jedenfalls vor, es zu wissen. Das, und noch viel mehr:

[…] Der Himmel wird kommen, das ist definitiv sicher und klar.

Nein. Das ist bis zum Beweis des Gegenteils eine Ad-hoc-Behauptung. Und behaupten kann man alles Beliebige, sowie das genaue Gegenteil.

Damit eine Behauptung redlicherweise als “definitiv sicher und klar” bezeichnet werden kann, bedarf es wesentlich mehr als einer vormittelalterlichen Mythen- und Legendensammlung verbunden mit subjektiver, durch einen chronisch etablierten Bestätigungsfehler verfestigten Wunschvorstellung.

Bis zum Beweis des Gegenteils sicher und klar ist vielmehr, dass der “Himmel” im religiösen Sinn eine rein menschliche Fiktion und Einbildung ist. Gleiches gilt für die “Hölle”, die in dieser Videobotschaft mit keinem Wort erwähnt wird.

Und weil das so sein wird, lohnt es sich, sich jetzt für all das Gute einzusetzen, was im Himmel einmal ganz und gar und vollendet sein wird. Der Himmel wird kommen und der Einsatz für den Himmel, der lohnt sich jetzt und hier.

Ich meine: Es lohnt sich, sich jetzt für all das ethisch Richtige einzusetzen. Und zwar nicht deshalb, weil man sich davon eine postmortale Belohnung erhofft oder weil man sich vor einer ebensolchen Bestrafung fürchtet. Wer solche Einbildungen braucht, um sich damit zu ethisch richtigem Verhalten zu motivieren, kann wohl bestenfalls Mitleid erwarten.

Das Problem bei der Vermischung von religiöser Wunschvorstellung und Wirklichkeit: Ausnahmslos alle Menschen, die anderen Menschen aus religiöser Motivation heraus Leid zugefügt haben, waren und sind felsenfest davon überzeugt, sich damit “für all das Gute” eingesetzt zu haben, “was im Himmel einmal ganz und gar und vollendet sein wird.

Oder allgemein ausgedrückt: Eine Aussicht auf vermeintliche himmlische Herrlichkeit kann genausowenig der Maßstab für allgemeinverbindliche moderne ethische Standards sein wie die Furcht vor einer postmortalen Dauerbestrafung.

Religionen haben ausgedient

Was solche Standards angeht, haben Religionen ausgedient. Alle “heilige Schriften” samt ihrer absurden und in weiten Teilen schlicht falschen Behauptungen sind, außer vielleicht zu Unterhaltungszwecken, genauso entbehrlich geworden wie frühere Kulte und Religionen es in Bezug auf die heutige Lebenswirklichkeit heute auch schon sind. Schon allein deshalb, weil die jeweiligen Prämissen von allen Menschen anerkannt werden können müssten. Was bei Religionen keineswegs der Fall ist.

Die Menschheit entwickelt sich weiter. Irgendwann war der Tag gekommen, an dem die Azteken ihrem Sonnengott zum letzten Mal ein Menschenleben opferten, um damit die Sonne dazu zu bewegen, am nächsten Tag wieder aufzugehen. Seitdem hatte es auch so geklappt mit der Sonne. Jeden einzelnen Tag. Bis heute. Wie auch die Milliarden von Jahren vor dem Tag, an dem der erste Mensch als Opfergabe für den Sonnengott hingerichtet worden war.

Und das Christentum? Heute geht es nicht mehr darum, ein kleines Wüstenvolk gefügig zu machen und bei der Stange zu halten. Es geht um ein friedliches, gesundes und faires Miteinander der Lebewesen auf diesem Planeten. Mit ganz neuen Herausforderungen. Aber natürlich auch ganz neuen Chancen und Möglichkeiten.

Kleine Anmerkung

Ein Missverständnis, mit dem ich immer wieder mal konfrontiert werde, ist die Unterstellung, ich würde eine Abschaffung von Religion fordern. Nein, das fordere ich nicht. Ich gönne Herrn Olding und seinen Glaubensbrüdern und -schwestern die Vorfreude auf die versprochene himmlische Party.

Dass sie dabei in Kauf nehmen, dass zum Beispiel ich ihrer religiösen Lehre zufolge zeitgleich vom Veranstalter seiner Party für meine Glaubensfreiheit dauergequält werde, ist nicht besonders schön. Aber solange sich das alles nur in der Phantasie der katholischen Schäfchen und ihrer Hirten abspielt, ist mir das ziemlich egal.

Anders als in den biblischen 10 Geboten, in denen Menschen vorgeschrieben wird, was sie zu denken haben und welche Gedanken Gott “bis in die 3. und 4. Generation” bestraft, setze ich mich für Gedankenfreiheit ein.

Meine Hoffnung ist vielmehr, dass noch mehr Menschen als bisher erkennen, dass auch das Christentum in erster Linie eines ist: Ein riesengroßer Schwindel. Zu 100% erdacht von Menschen. Und stets verwendet zu bestimmten Zwecken.

Wobei ein glückliches, friedliches, faires und gesundes Leben für alle Individuen auf diesem Planeten definitiv nicht zu den erklärten Zielen der zugrunde liegenden religiösen Ideologie gehört. Und sicher auch nicht zu den Zielen der Institution, die diese Ideologie vertritt.

Himmel-Infos: Sicher gut gemeint, aber…

Die katholisch.de-Serie will Orientierung für das eigene Leben mit dem Glauben geben. Aus seiner persönlichen und beruflichen Erfahrung heraus, nimmt Christian Olding den Zuschauer an die Hand. Dabei bedient er sich in gewohnter Manier klarer Worte und Bilder.

Der Knackpunkt hier ist die Formulierung “…mit dem Glauben.” Denn Jenseitsfiktionen helfen bestenfalls bei der Orientierung innerhalb der vorausgesetzten religiösen Scheinwirklichkeit.

Außerhalb der christlichen Ontologie, also dort, wo sich das all das abspielt, was unabhängig von einem Glauben daran so ist, wie es ist, ist diese sicher gut gemeinte Hilfestellung bedeutungs- und damit nutzlos.

Und solange Herr Olding seine Zuschauer am Händchen durch das religiöse Wunderland inkl. Himmel (und hier verschwiegener Hölle) führt, spielt es keine Rolle, wie klar seine Worte und Bilder auch sein mögen.

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2 Gedanken zu “Gedanken zu: Wie sieht der Himmel aus? Glaube.Leben.”

  1. Ich habe schon Schwierigkeiten, meinen Enkeln Märchen vorzulesen. Dieser Christian Olding muss doch jedes Schamgefühl verloren haben, wenn er Erwachsenen solch einen bullshit auftischt.
    Selbstverständlich gibt es im Himmel ausschließlich einen Biervulkan und eine Stripperinnenfabrik.
    Alles andere ist Blasphemie !!!

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