Die 10 Gebote im Schnelldurchlauf

~ 2 Minuten

10 GeboteImmer wieder führen Religionsverkünder und Politiker mit religiöser Attitüde (bzw. religiösem Anschein) die 10 Gebote ins Feld, wenn sie die überlegene Moral ihrer Glaubenslehre demonstrieren möchten.

Die Legende von der christlichen Moral ist nach wie vor in den Köpfen vieler Menschen präsent. Selbst 2018 ist es manchen Zeitgenossen nicht peinlich, die 10 Gebote sogar in unserem Grundgesetz zu verorten. Die jüdisch-christliche Lehre sei die Grundlage unserer heutigen Gesellschaftsordnung, heißt es da nicht selten.

Und selbst bei ansonsten aufgeklärt und vernünftig denkenden und handelnden Menschen trifft man immer wieder auf welche, die vielleicht mit Kirche und Gott gar nichts mehr am Hut haben, aber trotzdem die biblischen 10 Gebote als brauchbare moralische Richtschnur bezeichnen.

Aber stimmt das überhaupt?

Faktencheck: Die 10 Gebote im Schnelldurchlauf

  1. Das erste Gebot verstößt gegen das Grundgesetz.
  2. Das zweite Gebot verstößt gegen das Verfassungsrecht.
  3. Das dritte Gebot verstößt gleich gegen mehrere Freiheitsgebote und ist – man höre und staune – das dritte, bei dem es um [göttliche] Selbstbauchpinselei geht.
  4. Zum vierten Gebot sage ich nur: Lukas 14, 26
  5. Das fünfte Gebot führt die Bibel selbst ad absurdum. Man möge es mir nachsehen, wenn ich hier nicht die mehr als 400 Bibelstellen zitiere, in denen das Wort “Töten” in all seinen Deklinationsformen vorkommt.
  6. Das sechste Gebot macht keinen Sinn mehr.
  7. Das siebente Gebot ist interessant. Stiehlt der evangelische Erzieher den Kindern denn nicht die Chance auf eine eigene religiöse Entwicklung? Ich denke schon. Von der Tatsache mal abgesehen, dass es auch Diebstahl ist, verblendeten Menschen 8 oder 9% Kirchensteuer abzuknöpfen.
  8. Wer würde im Laufe der folgenden Woche seinen Job behalten, wenn er sich an das achte Gebot halten würde?
  9. Das neunte Gebot verstößt gegen Meinungs- und Kunstfreiheit. Auch hier wieder geht es nur um diesen Einfaltspinsel namens Gott.
  10. Im zehnten Gebot wird Begierde bzw Neid verboten. Empfindungen aber kann man nicht verbieten.

Fazit

Wir können von Glück sprechen, dass wir diese, auf arachaischer Wüstenmythologie basierenden Standards endlich überwunden haben. Höchster Wert unserer rechtlichen Normen und ethischen Standards ist nicht mehr der erfundene Götterwille eines erfundenen Wüstengottes. Sondern die Würde und Freiheit des Individuums.

Und ebenfalls zum Glück verfügen wir heute auch über Gebote, die der Lebenswirklicheit der heutigen Bevölkerung gerechter werden als die 10 Gebote aus der Bibel. Zum Beispiel die 10 (An-)Gebote des evolutionären Humanismus:

Die "10 AnGebote" – Das Manifest des Evolutionären Humanismus

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Letzte Aktualisierung: 25. März 2018