Keine Angst – außer vor Gericht, Satan und dem eigenen Unglauben
Adventisten-Heft „Keine Angst!“: verbogene Bibeltexte, unwiderlegbare Schutzversprechen und neue Angst statt Hilfe.
Kirchen-, Glaubens- und Religionskritik • Aufklärung • Säkularismus • Humanismus
Adventisten-Heft „Keine Angst!“: verbogene Bibeltexte, unwiderlegbare Schutzversprechen und neue Angst statt Hilfe.
Ein anonymer Werbebrief von Jehovas Zeugen an Wanderer und Mountainbiker verspricht mit Jesaja 14,7 eine befriedete Erde – dabei jubelt der Vers im Original über den Sturz eines Tyrannen, und die eigene Bibelübersetzung der Absender sagt das zwei Zeilen weiter selbst.
Osthessen|News lässt sich ein kostenpflichtiges eigenes Produkt zum zweiten Mal von einem Geistlichen empfehlen, diesmal vom evangelischen Pfarrer Stefan Bürger – und macht aus dessen doppelt eingeschränktem Glaubenssatz eine Schlagzeile, die wie eine Tatsachenmeldung aussieht, während im Text die säkulare Trauerbegleitung in Anführungszeichen gesetzt wird.
In einem als Interview auftretenden Werbestück für das eigene Trauerportal räumt Stadtpfarrer Stefan Buß unfreiwillig ein, was die säkulare Kritik seit Jahren beschreibt – dass die tröstende Substanz der Trauerbegleitung (Zuhören, Rituale, Gemeinschaft, die Kerze) konfessionsübergreifend und „bis in den weltlichen Bereich“ funktioniert, also ohne die Theologie, die er anderswo zu ihrer Voraussetzung erklärt.
Bei näherer Betrachtung entpuppt sich die BDKJ-Aktion „72 Stunden – uns schickt der Himmel“ als Glaubens- und Kirchenreklame-Veranstaltung.
Heute macht Frau Schardien mit angeblich „heimlichen Helfern“ ein bisschen Reklame für den evangelischen Wohlfahrtskonzern Diakonie.
Valerie und der Priester ist eine Online-Werbekampagne für religiösen Glauben: Wird hier Religionskritik mit Kirchenkritik kaschiert?
Gastbeiträge geben die Meinung der Gastautoren wieder.

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