Güte statt Rentenniveau: Das „Wort zum Sonntag“ vor dem 6. September

 „Wort zum Sonntag“ vor der Wahl in Sachsen-Anhalt: Magdalena Kiess deutet Mt 20 als Bedarfsgerechtigkeit und bleibt politisch unbestimmt. Eine säkulare Analyse.

➤ Beitrag lesen

Im Glauben uneins - im Herzen eins

„Im Herzen eins“ zum Dritten: das Motto, die Zahl und das Stimmrecht

Beim ökumenischen Gottesdienst am Fuldaer Uniplatz führen Stefan Buß und Thorsten Waap das Hessentagsmotto „Im Herzen eins“ ein drittes Mal auf – entgrenzt bis zur Unangreifbarkeit, flankiert von einer Besucherzahl, die zwei Monate nach dem Fest um zehntausend gewachsen ist, und von Schülerinnen, die sich mehr Mitgestaltung wünschen dürfen in einer Institution, deren Kirchenrecht ihnen genau die verweigert.

➤ Beitrag lesen

Freiheitsstatue mit erhobener Fackel vor blauem Himmel

Gott schenkt Freiheit? Die Unabhängigkeitserklärung hat ihn nicht gefragt

Johanna Vering feiert im „Wort zum Sonntag“ zum Independence Day die demokratische Gleichheit – und schreibt sie am Ende dem „christlichen Menschenbild“ zu, obwohl die Unabhängigkeitserklärung ein aufklärerisch-deistisches Dokument ist und die Universalisierung ihrer Rechte großenteils gegen kirchlichen Widerstand erkämpft wurde.

➤ Beitrag lesen

Alter Lederkoffer auf dem Gepäckträger eines Motorrollers

Leichtes Gepäck, überflüssiger Gott – und warum er trotzdem nie fehlt

Stefan Buß verkauft einen vollständig säkularen Rat zur Entschleunigung – langsamer werden, Ballast ablegen, sich auf das Wesentliche besinnen – als geistliche Einladung; streicht man den Gottesbezug, bleibt die Botschaft unbeschädigt, was zeigt, dass das Religiöse hier Dekor ist und primär der Erhaltung des Rahmens dient, nicht den Menschen.

➤ Beitrag lesen

Dichter Autostau auf einer Stadtstraße bei Sonnenuntergang

Reißverschluss mit Segen: Wenn säkulare Vernunft kurz vor Sendeschluss konfessionell wird

Alexander Höner hält eine über weite Strecken klug klingende, vollständig säkulare Zivilpredigt über Regeln und Zusammenhalt – und erklärt am Ende Menschenwürde, Lügenverbot und soziale Marktwirtschaft zu „christlichen Grundsätzen“, obwohl sein eigenes Argument die Geltung von Regeln gerade nicht aus dem Glauben, sondern aus ihrer erprobten Bewährung ableitet.

➤ Beitrag lesen

Zwei Hände halten einander gegenüber einen Hamburger und einen Apfel

Fasten, Achtsamkeit, Mitmenschlichkeit – und plötzlich braucht es Gott dafür

Stefan Buß entdeckt die säkulare Praxis der Achtsamkeit – und rahmt sie religiös: Fasten macht nur „frei“, wenn es „Raum für Gott“ schafft, Mitmenschlichkeit ist nur wertvoll als Bewegung „hin zu Gott“, Selbstreflexion nur legitim, wenn sie nicht „um uns selbst kreist“ – alles verpackt in auffallend vagen „Vielleichts“ und „Einladungen“

➤ Beitrag lesen

Karges Fastenmahl: zwei Scheiben Brot auf einem Teller neben einem Glas Wasser

Fastenzeit: Seelischer Frühjahrsputz oder religiöse Selbstvermarktung? – Das Wort zum Wort zum Sonntag

Benedikt Welter tarnt religiöse Werbung als psychologische Selbsthilfe: Statt wirksamer säkularer Methoden propagiert er Fasten, Beten und göttliche Abhängigkeit – ein Paradebeispiel für die Vereinnahmung menschlicher Probleme zur Vermarktung von Götterglauben.

➤ Beitrag lesen

Grafischer Löwenkopf in Beige- und Grautönen

„Erinnere dich, wer du bist“: Wenn Popkultur zur Predigt verbogen wird

Buß vereinnahmt eine säkulare Disney-Heldengeschichte für theologische Zwecke, deutet psychologische Mechanismen religiös um, reklamiert universelle Lebensweisheiten als „zutiefst biblisch“ und propagiert dabei ein Menschenbild, das Identität nicht autonom, sondern durch externe göttliche Zusage definiert – eine Vermischung von Kategorien, die sowohl Popkultur als auch Theologie entstellt und menschliche Autonomie zugunsten religiöser Abhängigkeit negiert.

➤ Beitrag lesen

Gläubiger Fisch an der Angel Gottes

„Das Herz muss an der Angel hängen“: Wenn der Pfarrer zum emotionalen Köder greift

Buß missbraucht die Fischer-Metapher, um totale emotionale Unterwerfung unter Gott zu fordern, diffamiert dabei rationales Denken als „Halbherzigkeit“, glorifiziert irrationale Hingabe als spirituelle Tugend und macht aus autonomen Menschen gefangene Fische am göttlichen Haken – eine anti-aufklärerische Unterwerfungsrhetorik, die Menschen zu religiösen Nutztieren degradiert.

➤ Beitrag lesen

Kein Platz für Jesus

Liebe als Herrschaftsinstrument: Valentinstag-Moralpredigt von Magdalena Kiess

Frau Kiess vereinnahmt den säkularen Valentinstag für eine christliche Liebesethik, die sie als universelle Norm präsentiert, während sie dabei logische Widersprüche zwischen proklamierter „Weite“ und tatsächlicher normativer Enge produziert und säkulare Moral als defizitär entwertet.

➤ Beitrag lesen

Goldene Narrenmaske mit Schellenkappe neben dem Schriftzug Föllsch foll hinein

Föllsch foll hinein – Maskerade der Vereinnahmung: Wenn der Stadtpfarrer die Fastnacht sakralisiert

Buß deutet die weltliche Fastnachtstradition in ein religiöses Instrument um, indem er karnevalistische Lebensfreude als defizitär und maskierte Verzweiflung konstruiert, die nur durch göttliche Liebe geheilt werden kann – eine Enteignung säkularer Kultur zugunsten religiöser Deutungshoheit.

➤ Beitrag lesen

Skifahrer in Schwarz und Gelb zieht eine Kurve im Tiefschnee

Wenn Gott Ski fährt: Über die Grenzen religiöser Vereinnahmung des Alltags

Buß‘ Text instrumentalisiert eine säkulare Freizeitaktivität für religiöse Zwecke und konstruiert dabei eine künstliche Abhängigkeit von Gott, die menschliche Autonomie, Selbstwirksamkeit und die Fähigkeit zur eigenverantwortlichen Lebensgestaltung systematisch untergräbt.

➤ Beitrag lesen

Ressourcen

Gastbeiträge geben die Meinung der Gastautoren wieder.

AWQ unterstützen

Jetzt einfach, schnell und sicher online bezahlen – mit PayPal.

Wikipedia-Zitate werden unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike veröffentlicht.