Immer wieder nennen Gläubige religiöse Argumente, mit denen sie die Wahrhaftigkeit ihrer Glaubensgewissheiten belegen möchten.
Auf den Vorschlag von Struan (öffnet in neuem Tab) hin hat Scrutator – Ungeschminkte Bibelkritik (öffnet in neuem Tab) eine Serie gestartet, in der wir gemeinsam Argumente von Gläubigen unter die Lupe nehmen.
Um die Serie davor zu bewahren, im Facebook-Nirvana zu verschwinden und um die Beiträge auch Interessierten zugänglich zu machen, die Facebook nicht nutzen, veröffentlichen wir sie mit freundlicher Genehmigung des Autors hier auf AWQ.DE.
Wir beginnen mit einem absoluten Klassiker aus der Kategorie religiöse Argumente:
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(öffnet in neuem Tab)++Argument #1: „Es wurde nie bewiesen, dass Gott nicht existiert.“++
Argument #13: „Die Wissenschaft kann nicht erklären, wie es zum Urknall kam und wie das Leben entstand.“
„Die Wissenschaft kann nicht erklären, wie es zum Urknall kam und wie das Leben entstand.“ – Daraus folgt nicht, dass es einen Schöpfergott geben muss.
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Argument #14: „Wissenschaft und Glaube sind vereinbar.“
„Wissenschaft und Glaube sind vereinbar.“ – Nein. Die Wissenschaft unterscheidet sich in so einigen Punkten fundamental von der Religion.
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Argument #15: „Die Welt ist perfekt designt, das kann kein Zufall gewesen sein. Folglich muss Gott existieren.“
„Die Welt ist perfekt designt, das kann kein Zufall gewesen sein. Folglich muss Gott existieren.“ Das Designargument, ganz einfach widerlegt…
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Argument #16: „Evolution und Glaube sind vereinbar.“
Evolution und Glaube an einen allmächtigen Gott, der zielgerichtet arbeitet und für bestimmte Lebewesen nur das Beste im Sinn hat sind nicht vereinbar.
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Argument #17: „Sehr schlaue Menschen haben an Gott geglaubt (Einstein, Heisenberg, Newton und Co.).“
Wer mit Autorität argumentiert, setzt logische Stimmigkeit voraus. Die muss aber demonstriert werden. Das gilt auch für Einstein, Heisenberg, Newton & Co.
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Argument #18: „Die Mehrheit der Menschen glaubt an Gott.“
Die Mehrheit der Menschen glaubt an Gott.“ Und trotzdem richtet man sich nicht nach der Mehrheit, denn man weiß: Auch eine Mehrheit kann sich irren.
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Argument #19: „Der Glaube an Götter und das Bedürfnis nach Gott sind im Menschen angelegt.
„Der Glaube an Götter und das Bedürfnis nach Gott sind im Menschen angelegt.“ – Das wäre kein Argument für einen spezifischen Gott wie den aus der Bibel.
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Argument #20: „Ich habe Gott erlebt.“
„Ich habe Gott erlebt“ ist kein Argument, das man gegen außen verwenden kann, weil eine Offenbarung nur für den direkten Empfänger eine Offenbarung wäre.
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Argument #21: „Der Glaube verändert Menschen.“
Glaube verändert: Das haben Weltanschauungen so an sich. Aber nur weil eine Religion einen Menschen verändert, bedeutet das nicht, dass sie auch wahr ist.
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Argument #22: „Das Christentum bietet Antworten auf die großen Fragen. Der Atheismus bietet keine.“
Das Christentum versucht, Antworten auf die großen Fragen zu bieten. Das heißt aber nicht, dass diese Antworten richtig sind und das Christentum wahr ist.
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Argument #23 – Pascals Wette: „Es ist besser, zur Sicherheit an Gott zu glauben.“
Dieses Argument, das nach seinem Urheber Blaise Pascal „Pascals Wette“ genannt wird, beinhaltet einige fragwürdige Annahmen.
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Argument #24: „Ohne Gott hat das Leben keinen Sinn.“
„Ohne Gott hat das Leben keinen Sinn“ würde heißen, dass das Leben jedes einzelnen Menschen einen unverrückbar vorgegebenen Zweck hätte.
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Argument #25: „Ohne Gott gibt es keine Hoffnung.“
Ohne Gott gibt es keine Hoffnung? Es gibt viele Wege, auch ohne einen Gott Trost zu finden – bei Mitmenschen, Kunst, Kultur, Wissenschaft, Philosophie…
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Argument #26: „Religion tut Menschen gut.“
Religion tut Menschen gut – das dürften alle Gläubigen bestätigen. Aber: Religiöser Glaube beinhaltet zahlreiche Gefahren und es geht auch Religionsplacebo.
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Argument #27: „Über einen Gott können wir beschränkten Menschen nicht urteilen, also ist es Unfug, ihn ethisch zu kritisieren.“
Unfug? Wenn wir eine Gottesvorstellung nicht beurteilen könnten, könnten wir sie auch nicht als gut beurteilen: Warum der biblische Gott zu kritisieren ist.
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Argument #28: „Gott ist trotz Leid in der Welt gut, denn wir Menschen allein tragen die Verantwortung dafür.“
Wenn es einen allmächtigen, allgütigen, allwissenden, allgegenwärtigen Gott gäbe, so wäre er für alles Leid direkt verantwortlich bzw. mitverantwortlich.
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Argument #29: „Gott ist trotz des Leides in der Welt gut, denn er ist moralisch verpflichtet, uns den freien Willen zu gewähren.“
Demzufolge wäre es unmoralisch, wenn Gott es einem Menschen verunmöglichen würde, seinen freien Willen uneingeschränkt in die Tat umzusetzen.
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Argument #30: „Menschen haben eine selbstlose Moral, die der allgütige Gott ihnen ins Herz geschrieben haben muss.“
Wie auch die Vielfalt des Lebens werden selbstlose Moral und Altruismus gut durch die Evolution erklärt. Der Christengott scheidet als Moralquelle aus.
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Argument #31: „Die Bibel enthält erfüllte Prophezeiungen.“
Zur Überprüfung von Prophezeiungen existieren einige Kriterien, die eine Prophezeiung alle erfüllen müsste. Das trifft auf keine biblische Vorhersage zu.
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Argument #32: „Die Bibel sagt, es habe über 500 Zeugen für die Auferstehung gegeben.“
Zeugen, die diese Behauptung hätten überprüfen wollen hätten nur ein paar Leute angetroffen, die dasselbe behaupten, was Paulus behauptet hat.
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Argument #33: „Die Jünger sind für ihren Glauben gestorben, das hätten sie niemals getan, wenn sie nicht gewusst hätten, dass Jesus auferstanden war.“
Es zeigt nur, dass die Jünger wohl wirklich sehr überzeugt waren. Aber das bedeutet nicht, dass diese Überzeugung deshalb zwangsweise auf Fakten basiert.
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Argument #34 – Metapher: „Man muss die Bibel an Stelle X bildlich interpretieren.“
Woran macht man so etwas fest? Das lässt sich nicht erkennen. Wenn man irgendeine Stelle zur Metapher umdeklariert, braucht man dafür objektive Kriterien.
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