Religiöse Argumente unter der Lupe

Immer wieder nennen Gläubige religiöse Argumente, mit denen sie die Wahrhaftigkeit ihrer Glaubensgewissheiten belegen möchten. In dieser Serie nehmen wir diese Argumente einzeln unter die Lupe.

Wie die Serie entstand

Auf den Vorschlag von Struan hin hat Scrutator – Ungeschminkte Bibelkritik eine Serie gestartet, in der wir gemeinsam Argumente von Gläubigen prüfen. Um die Serie davor zu bewahren, im Facebook-Nirvana zu verschwinden, und um die Beiträge auch Interessierten zugänglich zu machen, die Facebook nicht nutzen, veröffentlichen wir sie mit freundlicher Genehmigung des Autors hier auf AWQ.DE.

Welche Argumente geprüft werden

Die Serie arbeitet die gängigen Argumente der Reihe nach ab: angeblich erfüllte Prophezeiungen, die „über 500 Zeugen“ der Auferstehung, die Behauptung einer selbstlosen Moral, die es ohne Gott nicht geben könne, die Theodizee-Frage nach dem Leid in der Welt oder die Ausweichbewegung, eine unbequeme Bibelstelle sei „bildlich“ gemeint. Jedes Argument bekommt eine eigene Nummer und eine eigene Analyse.

Wie geprüft wird

Untersucht wird nicht, ob ein Glaube tröstet oder nützt, sondern ob das vorgebrachte Argument trägt: Sind die Prämissen belegt? Folgt der Schluss? Wird der Begriff mitten im Argument gewechselt? Häufig zeigen sich dabei dieselben Denkfehler – Zirkelschluss, Beweislastumkehr und Taschenspielertricks mit Definitionen.

Mitdiskutieren

Fragen, Kommentare und Anregungen können gerne beim zugehörigen Facebook-Post oder hier auf AWQ.DE verfasst werden.

Argument #34 – Metapher: „Man muss die Bibel an Stelle X bildlich interpretieren.“

Argument #34 – Metapher: „Man muss die Bibel an Stelle X bildlich interpretieren.“

22. August 2018

Woran macht man so etwas fest? Das lässt sich nicht erkennen. Wenn man irgendeine Stelle zur Metapher umdeklariert, braucht man dafür objektive Kriterien.

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Argument #33: „Die Jünger sind für ihren Glauben gestorben, das hätten sie niemals getan, wenn sie nicht gewusst hätten, dass Jesus auferstanden war.“

Argument #33: „Die Jünger sind für ihren Glauben gestorben, das hätten sie niemals getan, wenn sie nicht gewusst hätten, dass Jesus auferstanden war.“

20. August 2018

Es zeigt nur, dass die Jünger wohl wirklich sehr überzeugt waren. Aber das bedeutet nicht, dass diese Überzeugung deshalb zwangsweise auf Fakten basiert.

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Argument #32: „Die Bibel sagt, es habe über 500 Zeugen für die Auferstehung gegeben.“

Argument #32: „Die Bibel sagt, es habe über 500 Zeugen für die Auferstehung gegeben.“

19. August 2018

Zeugen, die diese Behauptung hätten überprüfen wollen hätten nur ein paar Leute angetroffen, die dasselbe behaupten, was Paulus behauptet hat.

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Argument #31: „Die Bibel enthält erfüllte Prophezeiungen.“

Argument #31: „Die Bibel enthält erfüllte Prophezeiungen.“

17. August 2018

Zur Überprüfung von Prophezeiungen existieren einige Kriterien, die eine Prophezeiung alle erfüllen müsste. Das trifft auf keine biblische Vorhersage zu.

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Argument #30: „Menschen haben eine selbstlose Moral, die der allgütige Gott ihnen ins Herz geschrieben haben muss.“

Argument #30: „Menschen haben eine selbstlose Moral, die der allgütige Gott ihnen ins Herz geschrieben haben muss.“

13. August 2018

Wie auch die Vielfalt des Lebens werden selbstlose Moral und Altruismus gut durch die Evolution erklärt. Der Christengott scheidet als Moralquelle aus.

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Argument #29: „Gott ist trotz des Leides in der Welt gut, denn er ist moralisch verpflichtet, uns den freien Willen zu gewähren.“

Argument #29: „Gott ist trotz des Leides in der Welt gut, denn er ist moralisch verpflichtet, uns den freien Willen zu gewähren.“

10. August 2018

Demzufolge wäre es unmoralisch, wenn Gott es einem Menschen verunmöglichen würde, seinen freien Willen uneingeschränkt in die Tat umzusetzen.

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Argument #28: „Gott ist trotz Leid in der Welt gut, denn wir Menschen allein tragen die Verantwortung dafür.“

Argument #28: „Gott ist trotz Leid in der Welt gut, denn wir Menschen allein tragen die Verantwortung dafür.“

8. August 2018

Wenn es einen allmächtigen, allgütigen, allwissenden, allgegenwärtigen Gott gäbe, so wäre er für alles Leid direkt verantwortlich bzw. mitverantwortlich.

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Argument #27: „Über einen Gott können wir beschränkten Menschen nicht urteilen, also ist es Unfug, ihn ethisch zu kritisieren.“

Argument #27: „Über einen Gott können wir beschränkten Menschen nicht urteilen, also ist es Unfug, ihn ethisch zu kritisieren.“

6. August 2018

Unfug? Wenn wir eine Gottesvorstellung nicht beurteilen könnten, könnten wir sie auch nicht als gut beurteilen: Warum der biblische Gott zu kritisieren ist.

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Argument #26: „Religion tut Menschen gut.“

Argument #26: „Religion tut Menschen gut.“

3. August 2018

Religion tut Menschen gut - das dürften alle Gläubigen bestätigen. Aber: Religiöser Glaube beinhaltet zahlreiche Gefahren und es geht auch Religionsplacebo.

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Argument #25: „Ohne Gott gibt es keine Hoffnung.“

Argument #25: „Ohne Gott gibt es keine Hoffnung.“

2. August 2018

Ohne Gott gibt es keine Hoffnung? Es gibt viele Wege, auch ohne einen Gott Trost zu finden – bei Mitmenschen, Kunst, Kultur, Wissenschaft, Philosophie...

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Argument #24: „Ohne Gott hat das Leben keinen Sinn.“

Argument #24: „Ohne Gott hat das Leben keinen Sinn.“

1. August 2018

"Ohne Gott hat das Leben keinen Sinn" würde heißen, dass das Leben jedes einzelnen Menschen einen unverrückbar vorgegebenen Zweck hätte.

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Argument #23 – Pascals Wette: „Es ist besser, zur Sicherheit an Gott zu glauben.“

Argument #23 – Pascals Wette: „Es ist besser, zur Sicherheit an Gott zu glauben.“

31. Juli 2018

Dieses Argument, das nach seinem Urheber Blaise Pascal "Pascals Wette" genannt wird, beinhaltet einige fragwürdige Annahmen.

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Argument #22: „Das Christentum bietet Antworten auf die großen Fragen. Der Atheismus bietet keine.“

Argument #22: „Das Christentum bietet Antworten auf die großen Fragen. Der Atheismus bietet keine.“

30. Juli 2018

Das Christentum versucht, Antworten auf die großen Fragen zu bieten. Das heißt aber nicht, dass diese Antworten richtig sind und das Christentum wahr ist.

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Argument #21: „Der Glaube verändert Menschen.“

Argument #21: „Der Glaube verändert Menschen.“

29. Juli 2018

Glaube verändert: Das haben Weltanschauungen so an sich. Aber nur weil eine Religion einen Menschen verändert, bedeutet das nicht, dass sie auch wahr ist.

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Argument #20: „Ich habe Gott erlebt.“

Argument #20: „Ich habe Gott erlebt.“

28. Juli 2018

"Ich habe Gott erlebt" ist kein Argument, das man gegen außen verwenden kann, weil eine Offenbarung nur für den direkten Empfänger eine Offenbarung wäre.

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Argument #19: „Der Glaube an Götter und das Bedürfnis nach Gott sind im Menschen angelegt.

Argument #19: „Der Glaube an Götter und das Bedürfnis nach Gott sind im Menschen angelegt.

27. Juli 2018

"Der Glaube an Götter und das Bedürfnis nach Gott sind im Menschen angelegt." - Das wäre kein Argument für einen spezifischen Gott wie den aus der Bibel.

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Argument #18: „Die Mehrheit der Menschen glaubt an Gott.“

Argument #18: „Die Mehrheit der Menschen glaubt an Gott.“

26. Juli 2018

Die Mehrheit der Menschen glaubt an Gott." Und trotzdem richtet man sich nicht nach der Mehrheit, denn man weiß: Auch eine Mehrheit kann sich irren.

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Argument #17: „Sehr schlaue Menschen haben an Gott geglaubt (Einstein, Heisenberg, Newton und Co.).“

Argument #17: „Sehr schlaue Menschen haben an Gott geglaubt (Einstein, Heisenberg, Newton und Co.).“

25. Juli 2018

Wer mit Autorität argumentiert, setzt logische Stimmigkeit voraus. Die muss aber demonstriert werden. Das gilt auch für Einstein, Heisenberg, Newton & Co.

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Argument #16: „Evolution und Glaube sind vereinbar.“

Argument #16: „Evolution und Glaube sind vereinbar.“

24. Juli 2018

Evolution und Glaube an einen allmächtigen Gott, der zielgerichtet arbeitet und für bestimmte Lebewesen nur das Beste im Sinn hat sind nicht vereinbar.

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Argument #15: „Die Welt ist perfekt designt, das kann kein Zufall gewesen sein. Folglich muss Gott existieren.“

Argument #15: „Die Welt ist perfekt designt, das kann kein Zufall gewesen sein. Folglich muss Gott existieren.“

23. Juli 2018

"Die Welt ist perfekt designt, das kann kein Zufall gewesen sein. Folglich muss Gott existieren." Das Designargument, ganz einfach widerlegt...

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Argument #14: „Wissenschaft und Glaube sind vereinbar.“

Argument #14: „Wissenschaft und Glaube sind vereinbar.“

22. Juli 2018

"Wissenschaft und Glaube sind vereinbar." - Nein. Die Wissenschaft unterscheidet sich in so einigen Punkten fundamental von der Religion.

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Argument #13: „Die Wissenschaft kann nicht erklären, wie es zum Urknall kam und wie das Leben entstand.“

Argument #13: „Die Wissenschaft kann nicht erklären, wie es zum Urknall kam und wie das Leben entstand.“

21. Juli 2018

"Die Wissenschaft kann nicht erklären, wie es zum Urknall kam und wie das Leben entstand." - Daraus folgt nicht, dass es einen Schöpfergott geben muss.

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Argument #12: „Die fundamentalen Konstanten des Universums sind perfekt abgestimmt; wären sie nur minimal anders, wäre kein Leben möglich gewesen. Folglich muss Gott diese Konstanten so eingestellt haben.“
Argument #11: „Wahrheit ist subjektiv. Für mich gibt es Gott.“

Argument #11: „Wahrheit ist subjektiv. Für mich gibt es Gott.“

19. Juli 2018

"Wahrheit ist subjektiv. Für mich gibt es Gott." Ob es Gott gibt, ist keine Frage des Geschmacks: Er existiert entweder für alle oder für alle nicht.

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