Rote Lippen, weiße Flecken – Das Wort zum Wort zum Sonntag
Behnkens „Rote Lippen“: kreativer Protest ist gut – aber gegen wen? Warum die Religion in ihren Beispielen auf der falschen Seite steht und die Ehebrecherin-Geschichte nicht trägt.
Kirchen-, Glaubens- und Religionskritik • Aufklärung • Säkularismus • Humanismus
Behnkens „Rote Lippen“: kreativer Protest ist gut – aber gegen wen? Warum die Religion in ihren Beispielen auf der falschen Seite steht und die Ehebrecherin-Geschichte nicht trägt.
Conrad Krannich preist den Abendmahlstisch als Ort radikaler Gemeinschaft – dafür erfindet er einen Bibeltext, der so nicht existiert, verschweigt, dass genau dieser Tisch bis heute das wirksamste Ausschlussinstrument des Christentums ist, und empfiehlt am Ende einen Ort „jenseits von wahr und falsch“, den eine aufgeklärte Gesellschaft sich nicht leisten kann.
Buß propagiert ein menschenverachtendes Weltbild, das bedingungslosen Gehorsam verherrlicht, kritisches Denken als verdächtig diffamiert, Autonomie als teuflische Versuchung darstellt, säkulare Ethik delegitimiert und auf einer mythologischen Weltsicht basiert.
Für Frau Vering symbolisiert der Hahn, dass es immer weiter geht. Und wenn es nicht mehr weitergeht, gehts bei ihr trotzdem weiter.
Eselei am Abend: Frau Kiess befeuert heute die Legende von der christlichen Moral nicht mit Bull-, sondern mit Donkeyshit.
Babyklappen erinnern Pfarrer Beck an die „Hilfe“, die der Gottessohn aus der biblischen Mythologie Menschen in Not durch die Mitgliedschaft in seiner Weltuntergangssekte angeboten hatte, wenn diese bereit waren, sich seinem Gott zu unterwerfen und ihn als Herrn und Meister anzuerkennen.
Während die Kirche noch vor Kurzem mit der Religiosität des jungen Elon Musk warb, dient er inzwischen als schlechtes Vorbild.
Dass die Bibel über die ersten 30 Lebensjahre des Gottessohns so gut wie nichts berichtet, deutet Pfarrer Beck als Zeichen für „eine große Liebe und Wertschätzung für das normale, für das alltägliche und unspektakuläre Leben.“
Diesmal versucht Frau Schardien, den biblischen Dämonenaustreiber Jesus als Protagonisten gegen cancel culture in Stellung zu bringen.
Ausgerechnet den Gottessohn aus der biblisch-christlichen Mythologie präsentiert Pastoralreferentin Lissy Eichert als Protagonisten für die Überwindung von Spaltung und erweist ihrer wahrscheinlich guten Absicht damit einen Bärendienst.
Falsche Propheten – Das Wort zum Wort zum Sonntag (öffnet in neuem Tab), verkündigt von Stefanie Schardien, veröffentlicht am 31.08.2024 von ARD/daserste.de Bei einer Bergwanderung wird Frau Schardien bewusst, was für Winzlinge wir Menschen sind. Das Erlebnis der Naturgewalten weckt in ihr eine glaubensimmanente Ahnung von guten Mächten: Bei aller Schönheit – eine Erfahrung nehme ich von Bergtouren vor allem …
Herr Höner ist sich sicher: Wer kleine Gesten richtig zu deuten weiß, kann daraus auf Charakter und Werte von Menschen schließen. Und wenns im Kleinen passt, dann passts auch im Großen. Hat Jesus gesagt!
Die Erkenntnis eines Patienten, dass man sowohl bei einer Organspende, als auch durch den Kreuzestod von Jesus etwas geschenkt bekommt, damit man leben kann, hilft Frau Prumbaum, ihren Glauben zu verstehen.
Auch wenn er allein ist, ist Pfarrer Welter nie einsam: Schließlich hat er in seinem Kopf immer seinen kleinen Jesusgott mit an Bord, der ihn zur Realitätsflucht ermutigt, sobald es gefährlich wird.
Frau Eichert berichtet von Brückenbauern, die sich für die Überwindung von Spaltung engagieren. Als leuchtendes Beispiel präsentiert sie – Jesus.
Pfarrer Welter echauffiert sich über die Redewendung, derzufolge die Zeit alle Wunden heilt. Erst durch die österliche Auferstehung hören Wunden auf zu schmerzen und beginnen zu leuchten – das versucht er zu glauben oder sogar zu verstehen.
Pfarrerin Schardien erläutert heute den Unterschied zwischen Jammern bei Elmo aus der Sesamstraße und kollektiver christlicher Klage in der Karwoche.
Frau Eichert plaudert über Fastenzeit, Wüstenlegenden und Götterglaube zur Nikotinentwöhnung. Wir empfehlen: 40 Tage Glaubensfasten!
Frau Enxing transportiert die Bibellegende vom „guten Samariter“ in die Gegegnwart und umschifft so die theologischen Aspekte der Geschichte.
G. Wagner: Jesus Christus hat niemals gelacht – Katholische Glaubenswahrheiten kurz aufgefrischt, Rezension und Buchtipp von Andreas Edmüller
Geheime Wünsche: Frau Schardien glaubt, dass die Welt friedlicher und gerechter wird, wenn Erwachsene ihren Gott per Wunschzettel darum bitten – weil Jesus ja immerzu von Friede und Gerechtigkeit geredet hatte.
Würde sich Pfarrer Höner selbst beim Wort nehmen, dann müsste er sich erstmal um den religiösen Balken in seinem eigenen Auge kümmern – und sich dann einen neuen Beruf suchen.
Heute gehen wir der Frage nach, ob es bei Stadtpfarrer Stefan Buß‘ Darstellung von der Ausbreitung des Christentums um Betrug handelt.
Wie in einer Bibellegende von einer sprechenden Wolke dazu aufgefordert, hält es auch Pfarrer Welter für sinnvoll, auf Jesus zu hören.
Gastbeiträge geben die Meinung der Gastautoren wieder.

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