Wort zum Sonntag
Das „Wort zum Sonntag“ ist die älteste Verkündigungssendung des deutschen Fernsehens. Sie läuft seit dem 8. Mai 1954 samstagabends im Ersten, meist im Anschluss an die Tagesthemen, und dauert seit 1999 vier Minuten. Acht Sprecherinnen und Sprecher der evangelischen und der katholischen Kirche wechseln sich wöchentlich ab. Bezahlt wird das aus dem Rundfunkbeitrag – also von der Allgemeinheit, unabhängig davon, ob sie einer Kirche angehört.
Es ist eine unmoderierte Sendung: keine Gegenrede, keine Nachfrage, kein Faktencheck. Den liefern wir nach. Das ist das Wort zum Wort zum Sonntag – inzwischen über 500 Kommentare aus säkular-humanistisch-naturalistischer Sicht.
Wer spricht das „Wort zum Sonntag“?
Seit 2025 sprechen acht Personen im wöchentlichen Wechsel:
- Wolfgang Beck (katholisch) – 72 Analysen
- Annette Behnken (evangelisch) – 70 Analysen
- Alexander Höner (evangelisch) – 28 Analysen
- Magdalena Kiess (katholisch) – 9 Analysen
- Conrad Krannich (evangelisch) – 12 Analysen
- Anke Prumbaum (evangelisch) – 32 Analysen
- Johanna Vering (katholisch) – 11 Analysen
- Benedikt Welter (katholisch) – 66 Analysen
Wer am jeweiligen Samstag spricht, kündigt Das Erste vorab an. Ältere Beiträge in diesem Archiv stammen von früheren Sprecherinnen und Sprechern – die Gesamtliste seit 1954 umfasst über 320 Namen.
Wie wir prüfen
Jeder Beitrag durchläuft dieselben Fragen:
- Der Substituierbarkeitstest. Lässt sich die Aussage vollständig in säkulare Sprache übersetzen, ohne dass etwas verloren geht? Wenn ja, trägt die Theologie zur Sache nichts bei – sie etikettiert dann nur, was ohnehin gilt.
- Die Zitatprüfung. Stimmt das Zitat wörtlich? Stammt es von der genannten Person? Und sagt diese Person im Original das, wofür sie hier in Anspruch genommen wird?
- Die Kontextprüfung. Was steht unmittelbar vor und nach der zitierten Stelle – und hält die Deutung stand, wenn man den Rest mitliest?
Muster, die sich wiederholen
- Vereinnahmung. Eine säkular erkämpfte Errungenschaft – das Recht auf Reparatur, die demokratische Gleichheit, der Verbraucherschutz – wird nachträglich zum christlichen Wert erklärt.
- Substitution. Der Beitrag funktioniert vollständig ohne Gott; das religiöse Vokabular kommt erst in den letzten Sekunden dazu.
- Der halbe Vers. Ein Bibelzitat endet genau dort, wo der Kontext der Deutung widersprechen würde.
- Der falsche Kronzeuge. Eine bekannte Person wird zitiert, die etwas anderes gemeint hat – oder das Zitat stammt gar nicht von ihr.
Häufige Fragen
Wann läuft das „Wort zum Sonntag“? Samstagabend im Ersten, meist nach den Tagesthemen, vier Minuten lang.
Seit wann gibt es die Sendung? Seit dem 8. Mai 1954. Seit Anfang 1999 sprechen acht Personen im Wechsel.
Wer bezahlt das? Der Rundfunkbeitrag, also alle Beitragszahlenden – auch die konfessionslosen.
Kann man der Sendung widersprechen? In der Sendung nicht. Sie ist unmoderiert und kennt keine Gegenrede. Deshalb gibt es dieses Archiv.
Zum Einstieg
- Container Nummer 5: Wie das „Wort zum Sonntag“ das Recht auf Reparatur vereinnahmt – Vereinnahmung in Reinform
- Das Wort zum Sonntag, in dem Gott fehlt – der Substituierbarkeitstest am deutlichsten Beispiel
- Der halbe Paulus: Wenn der Körper zum Tempel wird und der Kontext verschwindet – wie ein Vers durch Kürzung sein Gegenteil bedeutet
- Ein Garten, den es nie gab: Krannich erfindet das Abendmahl neu – ein erfundenes Jesuswort
- Gott schenkt Freiheit? Die Unabhängigkeitserklärung hat ihn nicht gefragt – ist die Demokratie christlich?
Das Schlimmste überhaupt – Das Wort zum Wort zum Sonntag
19. April 2022
Frau Prof. Enxing bemerkt selbst, dass ihr biblischer Vergleich hinkt, bildet sich aber trotzdem ein, ihr Gott gebe ihr Kraft.
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Umkehr – Das Wort zum Wort zum Sonntag
13. April 2022
Pfarrer Welter mahnt zur Umkehr: "Weil ich auf den Jesus-König mit der Dornenkrone mehr setze als auf jede andere Macht. Jetzt erst recht."
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Flucht aus dem Alptraum – Das Wort zum Wort zum Sonntag
5. April 2022
Laut Frau Prumbaum sind in der Bibel "Geschichten vom Frieden drin." Tipp: Bibel lesen - oder den eigenen Friedensbegriff kritisch überdenken!
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Vom Streben unabhängig zu sein – Das Wort zum Wort zum Sonntag
29. März 2022
Pfarrer Beck hält das Streben nach Konsequenz und Eigenständigkeit für eine verlockende Illusion. Auch Jesus sei ja nicht unabhängig gewesen.
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Nichts zum Lachen? – Das Wort zum Wort zum Sonntag
22. März 2022
Lachen oder Weinen? Frau Schardien verkehrt eine Bibelstelle ins Gegenteil, um sie passend zu ihrer Erfahrung von Gleichzeitigkeit zu machen.
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„Da lag ich falsch mit meiner Meinung“ – Das Wort zum Wort zum Sonntag
16. März 2022
Herr Beck hält ein Plädoyer für ergebnisoffenes Denken und ignoriert, was das für das Festhalten an einer religiös begründeten Meinung heißt.
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Brief an Putin – Das Wort zum Wort zum Sonntag
7. März 2022
Frau Eichert versucht heute, den orthodoxen Christen Putin mit biblisch-christlichen Waffen zu schlagen: Mit religiöser Strafandrohung.
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Gib uns Frieden!“ – Das Wort zum Wort zum Sonntag
2. März 2022
Frau Prumbaum schildert heute, wie sie als Christin mit dem Krieg in der Ukraine umgeht. Ihre Strategie: Singen für den Frieden.
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Und gebe dir Frieden – das Wort zum Wort zum Sonntag
21. Februar 2022
Frau Schardien wünscht sich eine friedliche Welt für alle. Sie glaubt wirklich, dass es sinnvoll sei, ausgerechnet den Gott aus der biblischen Mythologie um Frieden zu bitten, denn dessen Friede sei "höher als all unsere Vernunft."
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Lissy Eichert: Großes Kino – Das Wort zum Wort zum Sonntag
13. Februar 2022
Inspiriert durch die Berlinale empfiehlt Frau Eichert, Gott die Regie über das eigene Leben zu überlassen. Denn: Mit Gott – da geht noch was.
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Total gefordert – Das Wort zum Wort zum Sonntag
6. Februar 2022
Seinen Gott bittet Herr Höner bei der Altbausanierung vergebens um Hilfe. Er verrät: Sein Bittgebet nütze zwar nichts, aber es helfe ihm.
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#OutInChurch – Das Wort zum „Wort zum Sonntag“ von Julia Enxing
1. Februar 2022
Frau Julia Enxing erfüllt eine Prophezeiung aus einem früheren AWQ-Beitrag und stellt Jesus als Vorbild für Toleranz für queere Menschen dar.
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„Mach doch die Augen auf!“ – Das Wort zum Wort zum Sonntag
23. Januar 2022
Pfarrerin Prumbaum findet im ganzen göttlich verursachten Leid des Alten Testaments eine hoffnungsvolle Zeile. Den Rest lässt sie einfach weg und hofft - ja, worauf eigentlich genau?
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Anfänge und Anfang – Das Wort zum Wort zum Sonntag
18. Januar 2022
Seinen beruflichen Wechsel zum Caritasverband nimmt Herr Welter zum Anlass, über die Bedeutung des Begriffes "Anfang" zu sinnieren.
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Alexander Höner über den Jahreswechsel – Das Wort zum Wort zum Sonntag
10. Januar 2022
In seinem WzS-Debut fühlt sich Herr Höner am meisten dadurch bestärkt, dass seine Angehörigen ganz selbstverständlich mit Toten sprechen.
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22 – Hoffnung? – Das Wort zum Wort zum Jahresbeginn
5. Januar 2022
Frau Schardien stimmt sich einer Wunderkerze auf das neue Jahr ein und stellt in einem Stoßgebet den Heilsplan ihres Gottes in Frage.
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Gottes erster Sinn – Das Wort zum Wort zum Sonntag
28. Dezember 2021
Pfarrer Welter scheint zu nicht zu bemerken, dass Schwärmereien eines katholischen Priesters für körperliche Nähe eines Kleinkindes zu allen Menschen einen widerwärtigen Beigeschmack haben.
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Die leere Krippe – Das 300. Wort zum Wort zum Sonntag
19. Dezember 2021
Im 300. Wort zum Wort zum Sonntag gehts um ein Hirtenmärchen, eine sinnlose Suche nach einem widersprüchlichen Gott und um heilige Orte.
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Seht auf, erhebt eure Häupter! – Das Wort zum Wort zum Sonntag
15. Dezember 2021
Frau Sobottke freut sich auf die Rückkehr ihres Gottes und das damit verbundene Wohlergehen aller Christen. Details dazu sind ihr offenbar genauso egal wie das Schicksal der restlichen Menschheit.
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Böse Überraschungen – Das Wort zum Wort zum Sonntag
7. Dezember 2021
Mit einem Textfragment aus dem Alten Testament tröstet sich Pastor Rommert über die Corona-Zeit und scheint nicht zu bemerken, dass seine Irreführung auch gefährliche Folgen haben kann.
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Adventliches Warten ist kein träges Abwarten – Das Wort zum Wort zum Sonntag
29. November 2021
Vier Minuten geistige Armseligkeit auf Staatskosten: Mit einem Kirchenlied möchte Pfarrer Beck sein Publikum zu mehr Klimaschutz aufwecken und fragt: What would Paulus do?
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Leben vor dem Tod – Das Wort zum Wort zum Sonntag
23. November 2021
Erst die Endlichkeit macht das "Leben vor dem Tod" so besonders. Aber was heißt das für das christliche Heilsversprechen vom "ewigen Leben"?
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Sankt Martin und die Geflüchteten – Das Wort zum Wort zum Sonntag
19. November 2021
Mit ihrer Sankt-Martin-Erzählung belegt Frau Sobottke selbst, dass der religiöse Aspekt völlig irrelevant für altruistisches Verhalten ist.
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Das Erwachen des Bösen – Das Wort zum Wort zum Sonntag zum Thema Hass
11. November 2021
Leider schwächt Frau Behnken ihren an sich begrüßenswerten Appell, fair miteinander umzugehen durch religiösen Kitsch.
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