Wort zum Sonntag

Das „Wort zum Sonntag“ ist die älteste Verkündigungssendung des deutschen Fernsehens. Sie läuft seit dem 8. Mai 1954 samstagabends im Ersten, meist im Anschluss an die Tagesthemen, und dauert seit 1999 vier Minuten. Acht Sprecherinnen und Sprecher der evangelischen und der katholischen Kirche wechseln sich wöchentlich ab. Bezahlt wird das aus dem Rundfunkbeitrag – also von der Allgemeinheit, unabhängig davon, ob sie einer Kirche angehört.

Es ist eine unmoderierte Sendung: keine Gegenrede, keine Nachfrage, kein Faktencheck. Den liefern wir nach. Das ist das Wort zum Wort zum Sonntag – inzwischen über 500 Kommentare aus säkular-humanistisch-naturalistischer Sicht.

Wer spricht das „Wort zum Sonntag“?

Seit 2025 sprechen acht Personen im wöchentlichen Wechsel:

Wer am jeweiligen Samstag spricht, kündigt Das Erste vorab an. Ältere Beiträge in diesem Archiv stammen von früheren Sprecherinnen und Sprechern – die Gesamtliste seit 1954 umfasst über 320 Namen.

Wie wir prüfen

Jeder Beitrag durchläuft dieselben Fragen:

  • Der Substituierbarkeitstest. Lässt sich die Aussage vollständig in säkulare Sprache übersetzen, ohne dass etwas verloren geht? Wenn ja, trägt die Theologie zur Sache nichts bei – sie etikettiert dann nur, was ohnehin gilt.
  • Die Zitatprüfung. Stimmt das Zitat wörtlich? Stammt es von der genannten Person? Und sagt diese Person im Original das, wofür sie hier in Anspruch genommen wird?
  • Die Kontextprüfung. Was steht unmittelbar vor und nach der zitierten Stelle – und hält die Deutung stand, wenn man den Rest mitliest?

Muster, die sich wiederholen

  • Vereinnahmung. Eine säkular erkämpfte Errungenschaft – das Recht auf Reparatur, die demokratische Gleichheit, der Verbraucherschutz – wird nachträglich zum christlichen Wert erklärt.
  • Substitution. Der Beitrag funktioniert vollständig ohne Gott; das religiöse Vokabular kommt erst in den letzten Sekunden dazu.
  • Der halbe Vers. Ein Bibelzitat endet genau dort, wo der Kontext der Deutung widersprechen würde.
  • Der falsche Kronzeuge. Eine bekannte Person wird zitiert, die etwas anderes gemeint hat – oder das Zitat stammt gar nicht von ihr.

Häufige Fragen

Wann läuft das „Wort zum Sonntag“? Samstagabend im Ersten, meist nach den Tagesthemen, vier Minuten lang.

Seit wann gibt es die Sendung? Seit dem 8. Mai 1954. Seit Anfang 1999 sprechen acht Personen im Wechsel.

Wer bezahlt das? Der Rundfunkbeitrag, also alle Beitragszahlenden – auch die konfessionslosen.

Kann man der Sendung widersprechen? In der Sendung nicht. Sie ist unmoderiert und kennt keine Gegenrede. Deshalb gibt es dieses Archiv.

Zum Einstieg

Wort zum Wort zum Sonntag über Rio, Adveniat und Paulus: Olympiafieber und Olympiaernüchterung

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7. August 2016

Mit nur wenig Aufwand lässt sich ein "Wort zum Sonntag" zusammenschustern, bei dem die (weltliche) Sportwelt als tendenziell dubios und böse, die katholische Kirche aber als völlig selbstlos und höchst moralisch erscheint. So kann man sich (und andere) täuschen.

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30. Juli 2016

In diesem "Wort zu Sonntag" wird behauptet, dass der menschliche Vestand Gott-gegeben sei. Es ist kaum möglich, sicher gut gemeinte Überlegungen zu realen Themen ernst zu nehmen, wenn sie von Leuten verkündet werden, die einerseits an den klaren Verstand appellieren und die andererseits gleichzeitig an Götter und Geister glauben.

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24. Juli 2016

Im Wort zum Sonntag bringt Bischof Marx Trauer und auch die Vorstellung zum Ausdruck, der Allmächtige würde Gebete erhören und seine Pläne ändern.

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16. Juli 2016

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9. Juli 2016

Das Wort zum Wort zum Sonntag (öffnet in neuem Tab): Urlaubsexperiment, gesprochen von Christian Rommert (ev.), veröffentlicht im öffentlich-rechtlichen Fernsehen ARD/daserste.de zum Thema Urlaub […] Und mein Motto lautet: „Iss mit Freude dein Brot, und trink mit glücklichem Herzen deinen Wein. Gott hat Gefallen an diesem deinem Tun! Genieße das Leben mit dem Menschen, den du liebst.“ So schreibt die

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3. Juli 2016

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26. Juni 2016

Wort zum Wort zum Sonntag: Das Ende der Brüderlichkeit? (öffnet in neuem Tab), verkündet von Elisabeth Rabe-Winnen (ev.), veröffentlicht am 25.6.2016 von ARD/daserste.de […] Brexit! Ich hatte mit dieser Entscheidung nicht gerechnet.* Natürlich liefern der Austritt Großbritanniens aus der EU, sowie die aktuelle (welt-)politische Situation reichlich Diskussionsstoff. Wieso jedoch ausgerechnet die Meinung einer Pastorin, also einer Person, die in einer

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Gott ist genauso "auf'm Platz" wie Eric, der götterfressende Pinguin mit einer Vorliebe für monotheistische Gottheiten. Oder Rumpelstilzchen, Oder Zeus, Anubis, Hermes, Neptun, Dionysos. Oder die Zahnfee. Und natürlich das Fliegende Spaghettimonster, das stets über jedem Fussballplatz schwebt, von wo aus es die Spieler mit Seinen Nudeligen Anhängseln leitet.

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5. Juni 2016

Das Wort zum Wort zum Sonntag: Wutbürger (öffnet in neuem Tab), gesprochen von Annette Behnken (ev.), veröffentlicht am 4.6.2016 von ARD/daserste.de […] Meine Freiheit hört da auf, wo sie die Freiheit und Würde eines anderen verletzt. Oder anders: Du sollst deinen Nächsten lieben, auch wenn Du wütend bist. Das christlich-biblische Gebot der Nächstenliebe bezieht sich ausschließlich auf die Nächsten, also

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29. Mai 2016

Das Wort zum Wort zum Sonntag: Katholikentag in Leipzig (öffnet in neuem Tab), gesprochen von Lissy Eichert (kath.), veröffentlicht am 27.5.2016 von ARD/daserste.de Großveranstaltungen wie Katholikentage sind nicht mein Ding. Dito. Besonders Großveranstaltungen von religiösen Ideologien, die mit 4.5 Millionen Euro öffentlicher Gelder völlig unverhältnismäßig subventioniert werden. „Ich glaub‘ nichts, mir fehlt nichts“ – sagen mir Menschen, die ganz ohne

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Wort zum Wort zum Sonntag: Macht der Musik (öffnet in neuem Tab), gesprochen von Annette Behnken (ev.), veröffentlicht am 14.5.16 von ARD/daserste.de Wissen Sie, was für mich das Schöne am Eurovision Song Contest ist? Man muss nicht im selben Land leben, nicht dieselbe Religion haben oder dieselbe politische Überzeugung, man muss nicht mal dieselbe Sprache sprechen – Musik versteht jeder.*

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7. Mai 2016

Das weltliche Wort zum Wort zum Sonntag: Wahrheit macht frei, gesprochen von Alfred Buß (ev.) (öffnet in neuem Tab), veröffentlicht am 7.5.2016 von ARD/daserste.de Heute will ich den Mund nicht nur spitzen, sondern auch pfeifen. Zu groben Lügen soll man pfeifen, weiß der Volksmund.* Das wissen wohl auch die Religionsdiener – und statten ihre Kirchen mit jeder Menge Orgelpfeifen aus.

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Das Wort zum Wort zum Sonntag: Tanz in den Mai – mit Gott (öffnet in neuem Tab), gesprochen von Lissy Eichert (kath.), veröffentlicht am 30.4.2016 von ARD/daserste.de […] Madeleine Delbrêl. Sie hat studiert, liebte das Tanzen und die französische Lebensart. Nur von Gott hielt sie nichts. Das änderte sich, als einer ihrer Freunde ins Kloster ging. Die Frage nach Gott

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24. April 2016

Das Wort zum Wort zum Sonntag: Reinheitsgebote (öffnet in neuem Tab), gesprochen von Alfred Buß (ev.), veröffentlicht am 23.4.2016 von ARD/daserste.de ACHTUNG: Dieser Kommentar enthält brutale Original-Bibelzitate, die auf nicht religiös indoktrinierte Menschen verstörend wirken könnten. Dieser Beitrag ist nicht für Leser unter 18 Jahren geeignet und würde außerhalb des religiösen Kontextes wahrscheinlich indiziert werden. Sie [die angebliche AfD] will

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16. April 2016

Das Wort zum Wort zum Sonntag: Liebesregeln? (öffnet in neuem Tab) gesprochen von Annette Behnken (ev.), veröffentlicht am 16.4.2016 von ARD/daserste.de Guten Abend, in nichts, in nichts kann man sich so sehr verirren, wie in der Liebe.* Doch, zum Beispiel in religiösem Glauben. Während in Sachen Liebe den meisten Menschen irgendwann früher oder später bewusst wird, dass sie sich möglicherweise

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9. April 2016

Das Wort zum Wort zum Sonntag (öffnet in neuem Tab), verfasst von Dr. Wolfgang Beck (kath.), veröffentlicht am 9.4.2016 von ARD / daserste.de […] Da begegnet uns diese überzogene Cleverness. Mit der hat es eben auch der Apostel Paulus zu tun und er fragt ein bisschen ironisch „Soll ich euch dafür loben? Nein, dafür kann ich euch nicht loben“, stellt

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Wort zum Wort zum Sonntag: Befreites Lachen

Wort zum Wort zum Sonntag: Befreites Lachen

2. April 2016

Das Wort zum Wort zum Sonntag: Befreites Lachen (öffnet in neuem Tab), von Pfarrer Alfred Buß, veröffentlicht am 3.4.2016 von ARD/daserste.de […] Klar werde ich den Film [von Eddie the Eagle] jetzt anschauen. Und dabei lauschen, ob das befreite Osterlachen darin widerhallt, das Menschen seit 2000 Jahren bewegt. Christus wurde hingeschlagen ans Kreuz und ist auferstanden von den Toten.* Was

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26. März 2016

Das Wort zum Wort zum Sonntag: Ostern 2016: Trotzdem (öffnet in neuem Tab), gesprochen von Lissy Eichert (kath.), veröffentlicht am 26.3.2016 von ARD /daserste.de Guten Abend und: „Halleluja“.* Guten Abend und: „Willkommen in der Realität“. […] Welche Botschaft kann da Trost geben? Vorschnelle Antworten, einfache Lösungen helfen nicht.* Nur weil vorschnelle Antworten und einfache Lösungen nicht helfen, können von Menschen

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Das Wort zum Wort zum Sonntag: Und die Zeit stand still

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19. März 2016

Das Wort zum Wort zum Sonntag: Und die Zeit stand still (öffnet in neuem Tab), gesprochen von Elisabeth Rabe-Winnen (ev.), veröffentlicht am 19.03.2016 von ARD / daserste.de […] Zwei Fans sacken zusammen. Herzinfarkt. Im Stadion. Auf der Tribüne. Einer überlebt – im Krankenhaus. Einer stirbt – noch im Stadion. […]Die Fußballfans haben gezeigt wie das geht: Mit-leiden. Mensch sein. Menschen

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Das Wort zum Wort zum Sonntag: Unbequeme Wahrheiten

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10. März 2016

Das Wort zum Wort zum Sonntag: Unbequeme Wahrheiten (öffnet in neuem Tab), gesprochen von Christian Rommert (ev.), veröffentlicht am 10.03.16 von ARD /daserste.de Die Überschrift des heutigen „Wortes zum Sonntag“ machte mich erstmal neugierig: Würde tatsächlich mal ein Kirchenvertreter etwas über die zahllosen „unbequeme Wahrheiten“ sagen, auf die man ständig stößt, wenn man sich mit christlichen Glaubenslehren und Aussagen objektiv

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Das Wort zum Wort zum Sonntag: Alles hat seine Zeit

Das Wort zum Wort zum Sonntag: Alles hat seine Zeit

5. März 2016

Das Wort zum Wort zum Sonntag: Alles hat seine Zeit (öffnet in neuem Tab), gesprochen von Gereon Alter (kath.), veröffentlicht am 5.3.2016 von ARD / daserste.de […] [Pfarrer:] Nun, das Kind war getauft und eine zweite Taufe ist zumindest in der katholischen Kirche nicht üblich. [Fotograf:] „Aber Sie können doch noch mal so tun, als ob!“* Zur Entschuldigung des Fotografen

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Das Wort zum Wort zum Sonntag: Eliten statt Bildung?

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25. Februar 2016

Kommentar zum „Wort zum Sonntag: Eliten statt Bildung? (öffnet in neuem Tab)„, gesprochen von Dr. Wolfgang Beck (kath.), veröffentlicht am 25.02.2016 von ARD/daserste.de […] …ist mir die Initiative Arbeiterkind aufgefallen. Darin unterstützen Studierende sich gegenseitig und ermutigen Schüler durch Informationsveranstaltungen zum Sprung an die Uni. […] […]  Deshalb ist es so wichtig, immer wieder das Gegenteil zu versuchen: Menschen zu

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Das Wort zum Wort zum Sonntag: Genug geredet?

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20. Februar 2016

Das Wort zum Wort zum Sonntag: Genug geredet? (öffnet in neuem Tab), gesprochen von Elisabeth Rabe-Winnen (ev.), veröffentlicht am 20.2.2016 von ARD […] Davon sind auch die Autoren der Bibel überzeugt: Ganz zu Beginn, im allerersten Anfang – da sprach Gott, und die Welt wurde. Und dann sah er alles an, was er gemacht hatte – und siehe, es war

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